Die Ski-WM 2011
© Text: Sylvia Hamberger, Axel Doering, Gesellschaft für ökologische Forschung
Garmisch-Partenkirchen zeigt sich zur Ski-WM 2011 als Winterwunderland. Vergessen scheinen die Ausbauten und Naturzerstörungen für die WM-tauglichen Pisten und die Infrastruktur. Wir gehen nicht davon aus, dass die heutigen WM-Pisten an der Kandahar für “München 2018″ ausreichen würden.
Ausbauten der Kandahar in Garmisch-Partenkirchen für die Ski-WM 2011
Die Bewerbung für die olympischen Winterspiele 2018 von München mit Garmisch-Partenkirchen, Schwaiganger und Schönau am Königssee läuft auf Hochtouren. Nicht gezeigt und nicht thematisiert werden die Auswirkungen auf Natur und Landschaft. Was das bedeuten kann, zeigt der Umbau der Skipisten an der Kandahar für die Ski-WM 2011 in Garmisch-Partenkirchen.

Abholzung Bergwald für neue WM-Skipiste, Kandahar, Garmisch-Partenkirchen / ©goef-ad
Die Anforderungen der FIS für Alpine Weltmeisterschaften haben nach Baubeginn alle bereits genehmigten Pläne (auch die Plan-Grundlagen für den WM-Zuschlag durch die FIS) zu Makulatur gemacht.

Trögelhang / Kandahar, Garmisch-Partenkirchen, 2010 / ©goef-ad
Insgesamt wurden einschließlich der Flächen für den Beschneiungssee und Deponien über 16 ha wertvoller Berg- und ausgewiesener Schutzwald gerodet – dabei wurden Bäume mit bis zu einem Meter Durchmesser gefällt. Diese Rodungen haben die Vorgaben des Bergwaldprotokolls der Alpenkonvention (ein völkerrechtlich bindender Vertrag) missachtet, das insbesondere in Art. 6 den Bergwäldern mit Schutzfunktion eine Vorrangstellung einräumt und wonach diese „an Ort und Stelle zu erhalten“ sind.
Siehe auch die Foto-Dokumentation zum Ausbaus der Kandahar-Pisten in Garmisch-Partenkirchen



