
Es wird zu warm für Wintersport. Alpenweit gibt es einen eindeutigen Trend zu schneeärmeren Wintern, kürzer andauernder Schneebedeckungen und geringeren Schneehöhen vor allem in den unteren und mittleren Höhenlagen – also genau da, wo auch die Pisten von Garmisch-Partenkirchen liegen.
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Nur noch aus der Kanone – mit enormen Verbrauch an Energie und Wasser. Für die Bewerbung zu den Olympischen Winterspielen 2018 gibt es die Vorgabe, dass alle Skiwettkampfstätten in Garmisch-Partenkirchen und Schwaiganger künstlich beschneit werden müssen. Für einen Hektar Grundbeschneiung mit Kunstschnee werden über 7 Tonnen CO2 erzeugt.
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– für künstlichen Schnee: Für die Grundbeschneiung (30 cm) von 1 ha Piste werden mindestens eine Million Liter (1.000 Kubikmeter Wasser) benötigt. Die sogenannten „Nachbeschneiungen“ der gleichen Fläche (1 ha) erfordern zusätzliche ein bis zwei Millionen Liter Wasser.
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– ade. Die Olympischen Winterspiele sind längst zu Dimensionen herangewachsen, die die naturräumlichen Kapazitäten dieser Gemeinden überfordern. Für Speicherteiche, Straßen, Parkplätze und Sportanlagen werden sensible Naturräume zerstört.
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– ein Vorgeschmack: Naturzerstörung beim Ausbau der Skipisten an der Kandahar für die Ski-WM 2011 in Garmisch-Partenkirchen. Einschließlich der Flächen für den Beschneiungsteiche und Deponien verschwanden über 16 ha wertvoller Berg- und ausgewiesener Schutzwald.
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– Schilda lässt grüßen: Viel Natur und Geld sollen in Garmisch-Partenkirchen, Schwaiganger und Schönau am Königssee vernichtet werden, während die modernen Sportstätten in Ruhpolding, Oberstdorf und Inzell ungenutzt bleiben.
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– zu schön und zu schade. Ein Megaevent wie Olympische Winterspiele
sind für das kleinräumige Loisachtal und dessen Hauptort Garmisch-Partenkirchen viel
zu groß.
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Temporär bedeutet:
zeitweise,
vorübergehend,
übergangshalber oder
zeitweise bestehend und wird vom lat.
tempus = Zeit hergeleitet (Wikipedia).
Das Haupt- und Landesgestüt
Schwaiganger bei Ohlstadt ist als „temporärer Wettkampfort“ für das „Nordische Zentrum München 2018“ vorgesehen.
Hier sollen die Olympischen Disziplinen im Langlauf und Biathlon stattfinden.
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– bis 2018 und für nur 18 Tage Olmpischer Winterspiele nicht nachhaltig machbar zwischen München, Garmisch-Partenkirchen, Oberammergau und Königssee. Aufgrund des kurzen zeitlichen Vorlaufs kann mit einer Realisierung von wirksamen Ausbaumaßnahmen der Bahnstrecken zu den Austragungsorten vor den Spielen 2018 nicht gerechnet werden.
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– die Hauptlast liegt bei den Kommunen. Die Kosten werden auf 2,9, bis 3,5 Milliarden Euro geschätzt. Bei diesem Betrag handelt es sich wohl nur um die sogenannten „operativen Kosten“ der Spiele. Hinzu kommen aber Kosten für die „allgemeine Infrastruktur“. Die Austragungsstätten München, Garmisch-Partenkirchen und das Berchtesgadener Land mit Schönau am Königssee sind bereits jetzt hoch verschuldet.
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– das IOC macht den Profit, den Kommunen bleibt ein kräftiges Defizit. Das zeigt eine Analyse früherer Austragungsorte. Wie immer bei Olympischen Spielen verdienen in- und ausländische Großkonzerne, Immobilienfirmen, Banken, Sponsoren und besonders das IOC.
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– die Verlierer. Garmisch-Partenkirchen hat bereits in den letzten Jahren den größten Teil seiner Sozialwohnungen verkauft, der Verkauf der restlichen ist bereits beschlossen. Bei den hohen Mieten im Ort gehen damit mittelfristig bezahlbare Wohnmöglichkeiten unwiderruflich verloren. Auf diese Weise gehen die Wintersportgroßveranstaltungen zu Lasten der Schwächeren. Wissenschaftliche Analysen von Touristikexperten ergaben, dass Olympische Spiele keine nachhaltigen positiven Auswirkungen auf den Tourismus haben.
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– Sommerfrische vor Skilauf. Beispiel Garmisch-Partenkirchen: Mehr als 60 Prozent der Übernachtungsgäste kommen im Sommer, und nur etwa 10 Prozent der Übernachtungsgäste im Winter wollen Skilaufen. Demnach wäre es hier wesentlich sinnvoller, eine intakte Natur zu erhalten, als in eine zerstörte Landschaft zu investieren, die dauerhaft nur von einer kleinen Minderheit genutzt wird.
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– einsame Entscheidungen: Am 8.12.2007 hat die Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in Hamburg über die Bewerbung Deutschlands mit München als Austragungsort positiv entschieden. Stadtrat München und Gemeinderat in Garmisch-Partenkirchen hatten zuvor für die Bewerbung gestimmt. Ein Dialog ist vor oder während dieser weitreichenden Entscheidungen weder mit der betroffenen Bevölkerung noch mit den Verbänden frühzeitig und in ausreichendem Maß geführt worden.
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– kostet Geld und Bürgerrechte. Bei Sport-Großereignissen wie Fußball-Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen werden zunehmend die Sicherheitsbedingungen verschärft. Welche nochmals verschärfte Sicherheitslage bei den Olympischen Winterspielen in München 2018 – also in acht Jahren – herrschen wird, kann man heute nur erahnen.
... "Sicherheit" weiter lesen >>

– der große Gewinner. Das „intransparenteste Gremium der Welt“ (One World Trust, 2008) nutzt die Willigkeit der Bewerber, um Bedingungen zu diktieren, die Geschäftspartner im normalen Geschäftsleben weder fordern noch akzeptieren würden.
... "Vertragsgestaltung des IOC" weiter lesen >>

– „Greenwashing“ klimaschädigender Großveranstaltungen. Anspruch und Realität liegen weit auseinander: Obwohl alle Olympischen Spiele der letzten Jahre als “grün” verkauft wurden, endeten diese stets verhängnisvoll für die Umwelt:
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– Die Stadt haftet als Gesamtschuldner, wenn der Spiele-Etat ins Minus rutscht. 2009 war die Landeshauptstadt mit 2,3 Milliarden Euro eine der am höchst verschuldeten deutschen Großstädte (Presseinformation Stadtkämmerei 12.6.2009); die Verschuldung wird 2010 auf 2,5 Milliarden Euro und bis 2013 auf 3,2 Milliarden Euro ansteigen.
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