Olympische Winterspiele 2018 in München: Eine Chronologie
© Text: Wolfgang Zängl, Gesellschaft für ökologische Forschung
In Arbeit: Februar 2012
Aktualisiert am 2.2.2012
In eigener Sache:
Am 6.7.2011 in Durban erlitt die Bewerbung München 2018 eine “brutale Niederlage” (so der ehemalige IOC-Vizepräsident Richard Pound): mit 63 IOC-Stimmen für das südkoreanische Pyeongchang, nur 25 Stimmen für München und sieben für das französische Annecy.
Aus gutem Grund wird diese Chronologie weitergeführt – vielleicht nicht mehr ganz so ausführlich und mehr stichpunktartig, aber das Material wird weiter archiviert und liegt im Notfall vor: dem Notfall München 2022 (inzwischen vom DOSB abgeblasen) oder gar 2026, von dem einige olympische Traumtänzer schon schwärmen.
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Den folgenden Text schrieb ich 2009:
Die vorliegende Chronologie wird mindestens bis zur Entscheidung des IOC über den Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2018 im Juli 2011 fortgeführt – und längstens bis Ende 2018, sofern München und die beteiligten bayerischen Gemeinden das Unglück haben sollten, im Februar 2018 Austragungsort zu werden.
Ein für diesen Fall zu treffendes Resumé dürfte sehr absehbare Ergebnisse zeigen:
- Die vorhergesagten und bereits spürbaren Folgen der Klimaerwärmung werden mit allen Konsequenzen voll zum Tragen kommen. Die damit verbundenen notwendigen Maßnahmen werden auch ohne Olympische Winterspiele 2018 alle Anstrengungen erfordern.
- Die allermeisten Versprechungen im Vorfeld werden vom IOC bzw. der Bewerbungsgesellschaft nicht eingehalten worden sein. Die meisten naiven Träumereien von umweltfreundlichen Spielen, ökologischen Nahrungsmitteln, Energiesparmaßnahmen, erneuerbaren Energien etc. werden sich unter dem Druck von ökonomischen Sachzwängen und Knebelverträgen des IOC in Luft aufgelöst haben.
- Die Landeshauptstadt München und alle beteiligten Orte würden ein schweres finanzielles Defizit über die nächsten Jahrzehnte abzuzahlen haben und an allen Ecken Einsparungen und Kürzungen vornehmen müssen: für 18 Tage Olympischer Winterspiele.
- Von den heute beteiligten Politikern und Bürgermeistern wird dann keiner mehr im Amt, niemand mehr zuständig, ein Verantwortlicher nicht mehr zu finden sein.
Deshalb soll die vorliegende Chronologie die Möglichkeit bieten, diese hoffentlich nicht eintretende Entwicklung einigermaßen exakt nachzuvollziehen und anhand der konkreten Handlungen und Zitate die Verursacher des Desasters zu benennen.
Die Chronologie beruht auf meinem Archiv, hier hauptsächlich Süddeutsche Zeitung, Der Spiegel, Die Zeit, Die Tageszeitung und andere Periodika, eigenen Recherchen und Informationen in Zusammenarbeit mit den Naturschutzverbänden. Dazu bietet die Presseschau von Ralf S. einen guten Überblick. Sie wird laufend auf den neuesten Stand gebracht. Kursiv gesetzte Absätze sind persönliche Anmerkungen des Autors.
Dr. Wolfgang Zängl
Laufende Chronologie der Olympischen Winterspiele 2018 in München +2:
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Literatur zur NOlympia-Chronologie
Nolympia-Chronologie, komplett / Stand Mitte Juli 2010 als pdf-Datei


