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Graubünden gegen Olympische Winterspiele

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Nolympia macht auch 2017 weiter

 
Zuletzt geändert am 16.10.2017 @ 10:04

Wolfgang Zängl – Aktualisierung der Webseite am: 16.10.2017

Ganz aktuell:
Olympia 2026: Tirol sagt Nein zu Bewerbung
15. Oktober 2017, 17:26 Quelle: http://derstandard.at/2000066054063/Tiroler-Klein-Gemeinden-fuer-Winterspiele-2
Innsbruck – Die Tiroler haben bei der Volksbefragung am Sonntag laut dem vorläufigen Endergebnis mehrheitlich gegen eine Bewerbung Tirols/Innsbrucks für Olympische Winterspiele 2026 gestimmt. 46,65 Prozent der Bevölkerung stimmten mit Ja, 53,35 Prozent mit Nein. Die Städte waren mehrheitlich gegen eine Bewerbung, die ländlichen Gemeinden eher dafür.
Auch die Austragungsorte stimmten teilweise mit deutlichen Mehrheiten mit Ja. In Innsbruck fiel das Ergebnis hingegen mit 32,95 zu 67,41 Prozent deutlich gegen eine Bewerbung aus. Die Stimmkarten könnten das Ergebnis noch drehen, es müssten jedoch entgegen den Erwartungen rund zwei Drittel mit Ja stimmen. (APA, 15.10.2017)
Ein Bravo an alle Aktiven gegen Innsbruck 2026! Und ein weiterer Schritt zu olympiafreien Alpen.
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Die immer stärker einsetzende Klimaerwärmung war einer der Gründe für unser Engagement gegen die Bewerbung um Olympische Winterspiele München 2018 und 2022. Unsere Gesellschaft für ökologische Forschung e.V. macht seit 2000 eine Fotodokumentation zum Rückgang der Alpengletscher. Zum Gletscherarchiv: hier; zu den Gletschervergleichen des Jahres 2017: hier

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Späte Erkenntnis
SZ-Magazin: Im Rückblick: Was hätten Sie als OB lieber anders gemacht? Alt-OB Christian Ude: „Heute sehe ich die Olympiabewerbung für 2018, später 2022, anders. Ich habe das für eine Chance gehalten, die so ein Olympisches Dorf gerade für den Wohnungsmarkt gewesen wäre. Heute sehe ich das viel kritischer, weil mir klar wird, was für eine unglaubliche Zumutung der internationale Sport für die Bürger aller Städte darstellt, gleich ob Fifa oder Internationales Olympisches Komitee. Wir haben uns leiten lassen von den Möglichkeiten in der Infrastruktur“ (SZ-Magazin 15/13.4.2017. Der Beitrag Udes wurde von mir korrigiert: Im SZ-Magazin ist von den Bewerbungen München 2014 und München 2018 die Rede; WZ).

Und wie der G-20-Gipfel mit Hamburg 2024 zusammenhängt:
„In der Hamburger SPD ist es ein gern gelüftetes Geheimnis, dass die Stadt den G-20-Gipfel schlucken musste, um bei der Olympiabewerbung 2024 von Berlin unterstützt zu werden. Aber die Hamburger hatten genug von Großbauprojekten und vom Sicherheitswahn und stimmten im November 2015 gegen die eigenen Eliten: NOlympia!“ (Smoltczyk, Alexander, Einschlag ins Kontor, in Der Spiegel 25/17.6.2017).

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Neu unter „Aktuelles“ bzw. „Kritisches Olympisches Lexikon“:

Polizeieinsätze in Fußballstadien: Die Kosten (7.10.2017)

Innsbruck 2026 (16.8.2017; aktualisiert 9.10.2017)

Paris 2024/Los Angeles 2028 (10.7.2017; aktualisiert 19.9.2017)

Schneller, höher, stärker – Frühinvalide (aktualisiert 30.9.2017)

Fußball-WM 2006: Blatters WM-Kabinett – und das “Deutsche Sommermärchen” (21.10.2015; aktualisiert am 25.7.2017)

Von Blatter zu Infantino: Seid umschlungen, Millionen (7.6.2016, aktualisiert 19.9.2017 – mit „Infantinos Bahrainer Schlachtfest“, „Infantinos Personal“)

Neu bzw. aktualisiert im Kritischen Olympischen Lexikon:

International Olympic Comittee (IOC) (aktualisiert 15.9.2017); Tokio 2020 (aktualisiert 12.10.2017); Peking 2022 (13.1.2017; wird ergänzt); Agenda 2020 – Wie das IOC sein Geschäftsumfeld erweitern will (aktualisiert 13.7.2017); „Fancy Bears“ (27.9.2016, aktualisiert 18.9.2017); McDonald’s (aktualisiert 7.6.2017); Hickey, Pat (18.8.2016, aktualisiert 22.2.2017); Bach, Thomas (aktualisiert 16.9.2017); Adidas (aktualisiert 22.5.2017); Samsung (aktualisiert 15.9.2017); Meldonium (aktualisiert 19.9.2017); Hooligans Fußball-EM 2016 etc. (16.6.2016; aktualisiert 18.9.2017); Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB) (aktualisiert 11.7.2017); Alfons Hörmann (aktualisiert 24.1.2017); Eurosport (aktualisiert 17.9.2017); Öffentlich-Rechtliche Sportsender (aktualisiert 11.8.2017); Katar-Sport (aktualisiert 28.9.2017); Brot und Spiele (aktualisiert 12.8.2017); Doping (aktualisiert 18.9.2017); Olympisches Erbe (aktualisiert 10.7.2017); Coca-Cola (aktualisiert 19.6.2017); Hall of Fame/Shame (aktualisiert 28.5.2017); Korruption (aktualisiert 27.4.2017); Al-Sabah (aktualisiert 31.7.2017); Rosell, Sandro (aktualisiert 28.5.2017); Techno-Doping (aktualisiert 9.8.2017); Aserbaidschan-Sport (aktualisiert 27.9.2017); Beilschmidt, Rolf (21.5.2015; aktualisiert 19.6.2017); Radmann, Fedor (aktualisiert 2.4.2017); Nachhaltigkeit (aktualisiert 16.7.2017); Red Bull (aktualisiert 12.4.2017); Sky TV (aktualisiert 24.7.2017); Die Öffentlich-Rechtlichen Sportsender (aktualisiert 12.8.2017); DFB gegen Galopprennbahn (aktualisiert 8.8.2017); Pyeongchang 2018 (aktualisiert 26.9.2017)

Russisches System-Doping: Dopingnation Russland in Rio 2016: Ja oder Nein? (20.6.2016; aktualisiert 19.9.2017); System-Doping Russland (II): Laborchef von Sotschi 2014 packt aus (13.5.2016, aktualisiert 30.9.2017); Rio 2016, Doping und Korruption (8.8.2016; aktualisiert 8.10.2017); IAAF-Doping, System – Doping Russland und Fortgang (13.11.2015, aktualisiert 10.8.2017); McLaren-Report II: Russlands Dopingsystem (12.12.2016, aktualisiert 24.6.2017)

Gazprom: Was ein Gaskonzern und Sport, Oligarchen und Putin miteinander zu tun haben. Gazprom-Chronik (1) bis 31.12.2012: hier; Gazprom-Chronik (2) 1/2013 – 8/2014: hier; Gazprom-Chronik (3) 9-10/2014: hier; Gazprom-Chronik (4) 11/2014 – 12/2015: hier; Gazprom-Chronik (V) 01/2016 bis 06/2017: hier; Gazprom-Chronik (6): ab 07/2017 (aktualisiert 8.10.2017): hier; Gazprom-NTW (aktualisiert 10.1.2017);
Totalitärer Sport-Terminkalender (aktualisiert 22.9.2017)

Und eines meiner Lieblings-Stichwörter: Wie die Sport-Demokratur funktioniert (aktualisiert 26.9.2017)

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– Auswahl von Gletschervergleichen 2016 der GÖF in sueddeutsche.de: hier
– Presseeinladung am 23.1.2017: Rechtsgutachten im Auftrag der Gesellschaft für ökologische Forschung e.V. belegt die Unwirksamkeit der Gemeinderatsbeschlüsse zur Skierschließung am Riedberger Horn. Zum Gutachten von Prof. Manssen: hier
– Interview mit Wolfgang Zängl zu Graubünden 2026 im Bündner Tagblatt vom 7.12.2016: hier
Studie von Sylvia Hamberger und Axel Doering, vorgestellt in München am 8.12.2015: Studie “Der gekaufte Winter – Eine Bilanz der künstlichen Beschneiung in den Alpen”
Für einen etwas theoretischeren Hintergrund siehe meinen Text vom Oktober 2015:
Das System des Homo industrialisEinführung in das finale Denken  
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Der Stand September 2017:
München 2018
wurde am 6.7.2011 vom IOC abgewählt und München 2022 am 10.11.2013 von der Bevölkerung in München, Garmisch-Partenkirchen und den Landkreisen Berchtesgaden und Traunstein. Und am 29.11.2015 wurde Hamburg 2024 abgewählt. Dazu ganz aktuell: „In der Hamburger SPD ist es ein gern gelüftetes Geheimnis, dass die Stadt den G-20-Gipfel schlucken musste, um bei der Olympiabewerbung 2024 von Berlin unterstützt zu werden. Aber die Hamburger hatten genug von Großbauprojekten und vom Sicherheitswahn und stimmten im November 2015 gegen die eigenen Eliten: NOlympia!“ (Smoltczyk, Alexander, Einschlag ins Kontor, in Der Spiegel 25/17.6.2017).
Graubünden 2026 abgewählt: Mit 60,09 Prozent wurde die Bewerbung Graubünden 2026 von der Bündner Bevölkerung am 12.2.2017 abgewählt – die Wahlbeteiligung lag bei stolzen 52,6 Prozent! (Näheres: hier; offizielle Ergebnisse: hier) Sogar die Bevölkerung von Davos und St. Moritz hat sich dagegen ausgesprochen. Wieder ein Schritt in Richtung Olympiafreie Alpen!
Damit bleibt die Schweizer Bewerbung „Sion 2026“ mit den Kantonen Wallis, Waadt, Freiburg und Bern übrig. Für die Bewerbung Innsbruck 2026 hat der Tiroler Landtag am 30.3.2017 einstimmig eine Volksbefragung beschlossen.
Und aus einer offensichtlichen Notlage an Kandidaten heraus hat das IOC am 13.9.2017 die Olympischen Sommerspiele 2024 an Paris und (nebst einer Milliarde Dollar) 2028 an Los Angeles vergeben.
Nachtrag zur Bewerbung München 2018: Deren Finanzierung hat der Bayerische Oberste Rechnungshof kritisiert, weil nicht nachvollziehbar ist, wie sich der Etat der Bewerbungsgesellschaft zusammensetze. „Auch die Sponsorensuche stößt beim Obersten Rechnungshof auf Kritik. Zwar seien etwa 26 Millionen an Sponsorengeldern zusammengekommen und damit etwa 80 Prozent des Bewerbungsbudgets. Ein Gutteil davon stamme aber von Unternehmen, an denen Stadt, Freistaat oder Bund direkt oder indirekt beteiligt sind, dem Flughafen München etwa, den Stadtwerken München oder Lotto Bayern. (…) Die Rechnungsprüfer finden, dass man dies öffentlich hätte kundtun müssen. Der Freistaat hält die Vorwürfe nicht für schlüssig“ (Rechnungshof kritisiert Olympia-Bewerbung, in SZ 5.4.2017; Hervorhebung WZ).
Genau das hat unser Netzwerk NOlympia von Anfang an permanent kritisiert. Dazu kann man ergänzen, dass trotz vielfältiger Nachfrage von MdL Ludwig Hartmann im Bayerischen Landtag bis zum April 2017 kein geordneter Geschäftsabschluss der Bewerbung München 2018 vorliegt, die bereits am 6.7.2011 vom IOC abgewählt wurde!
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Seit Februar 2010 haben wir unsere Webseite ständig aktualisiert. Die Chronologie führte bis Dezember 2015 die monatlichen Nachrichten aus Sport, Politik und Kultur auf. Das Kritische Olympische Lexikon umfasst derzeit 270 Stichworte. Unter „Aktuelles“ werden nach wie vor wichtige Sportereignisse thematisiert, siehe oben.
Im September 2017 hatten wir 26.142 Besucher. Seit Februar 2010 bis September 2017 haben insgesamt 2.116.503 Besucher www.nolympia.de besucht. Wir bedanken uns für das Interesse.

Wir danken allen, die uns unterstützt haben.

 

 

 

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