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Graubünden gegen Olympische Winterspiele

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Nolympia macht auch 2017 weiter

 
Zuletzt geändert am 30.04.2017 @ 11:02

Wolfgang Zängl – Aktualisierung der Webseite am: 30.4.2017

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Unter „Aktuelles“ am 18.4.2017: Schneller, höher, stärker – Frühinvalide (aktualisiert 26.4.2017)
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Graubünden 2026 abgewählt!
Mit 60,09 Prozent wurde die Bewerbung Graubünden 2026 von der Bündner Bevölkerung am 12.2.2017 abgewählt: Die Wahlbeteiligung lag bei stolzen 52,6 Prozent! (Näheres: hier; offizielle Ergebnisse: hier) Sogar die Bevölkerung von Davos und St. Moritz hat sich dagegen ausgesprochen. Wieder ein Schritt in Richtung Olympiafreie Alpen!
Damit bleibt die Schweizer Bewerbung „Sion 2026“ mit den Kantonen Wallis, Waadt, Freiburg und Bern übrig. Für die Bewerbung Innsbruck 2026 hat der Tiroler Landtag am 30.3.2017 einstimmig eine Volksbefragung beschlossen. Der Tiroler Landeshauptmann Günther Plattner (ÖVP) lieferte ein übliches Beispiel von Selbstüberschätzung der Politiker gegenüber dem IOC ab: „Falls es zu einer Entscheidung für die Spiele kommen sollte, ‚dann werden wir definieren, unter welchen Voraussetzungen‚, betonte Platter bei einer Pressekonferenz anlässlich der Winterbilanz der Tirol Werbung“ (Olympia 2026: Plattner will im Fall von  Bewerbung Bedingungen vorgeben, in tt.com 27.4.2017).
Fast gleichzeitig musste die Bewerbung Olympische Sommerspiele Budapest 2024 zurückgezogen werden, weil eine Initiative in Budapest statt den nötigen 138.000 Stimmen in kürzester Zeit 266.151 Stimmen dagegen gesammelt hat (SID, Budapest vor Rückzug, in SZ 18.2.2017). IOC-Präsident Thomas Bach („Es gibt zu viele Verlierer“) versucht nun, zu retten, was (nicht) zu retten ist: Los Angeles und Paris sollen die Bewerbung um Olympische Sommerspiele 2024 und 2028 im Doppelpack erhalten. Die Entscheidung für die Wahl 2024 (und 2028?) fällt am 13.9.2017 in Lima.
Und Stockholm zog am 26.4.2017 die Bewerbung für Olympische Winterspiele 2026 zurück: „Es gebe keine politische Mehrheit für eine Bewerbung, erklärte die sozialdemokratische Bürgermeisterin Kerstin Wanngard. (…) Schuld daran sei die vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) ausgerufene Agenda 2020. Deren Details zu den Regularien für Gastgeberstädte würden frühestens im November 2017 bekannt gegeben“ (Stockholm verwirft Plan für Bewerbung, in spiegelonline 26.4.2017).

Späte Erkenntnis
SZ-Magazin: Im Rückblick: Was hätten Sie als OB lieber anders gemacht? Alt-OB Christian Ude: „Heute sehe ich die Olympiabewerbung für 2018, später 2022, anders. Ich habe das für eine Chance gehalten, die so ein Olympisches Dorf gerade für den Wohnungsmarkt gewesen wäre. Heute sehe ich das viel kritischer, weil mir klar wird, was für eine unglaubliche Zumutung der internationale Sport für die Bürger aller Städte darstellt, gleich ob Fifa oder Internationales Olympisches Komitee. Wir haben uns leiten lassen von den Möglichkeiten in der Infrastruktur“ (SZ-Magazin 15/13.4.2017. Der Beitrag Udes wurde von mir korrigiert: Im SZ-Magazin ist von den Bewerbungen München 2014 und München 2018 die Rede; WZ).

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Neu bzw. aktualisiert unter „Aktuelles“:

– Auswahl von Gletschervergleichen 2016 der GÖF in sueddeutsche.de: hier
– Presseeinladung am 23.1.2017: Rechtsgutachten im Auftrag der Gesellschaft für ökologische Forschung e.V. belegt die Unwirksamkeit der Gemeinderatsbeschlüsse zur Skierschließung am Riedberger Horn. Zum Gutachten von Prof. Manssen: hier
– Interview mit Wolfgang Zängl zu Graubünden 2026 im Bündner Tagblatt vom 7.12.2016: hier

McLaren-Report II: Russlands Dopingsystem (12.12.2016, aktualisiert 30.4.2017)

Fußball-WM 2006: Blatters WM-Kabinett – und das “Deutsche Sommermärchen” (21.10.2015; aktualisiert am 27.4.2017)

Von Blatter zu Infantino: Seid umschlungen, Millionen (7.6.2016, aktualisiert 29.4.2017)

Rio 2016, Doping und Korruption (8.8.2016; aktualisiert 27.4.2017)

Dopingnation Russland in Rio 2016: Ja oder Nein? (20.6.2016; aktualisiert)

System-Doping Russland (II): Laborchef von Sotschi 2014 packt aus (13.5.2016, aktualisiert 13.11.2016)

IAAF-Doping, System-Doping Russland und Fortgang (13.11.2015, aktualisiert 1.4.2017)

Neu bzw. aktualisiert im Kritischen Olympischen Lexikon:
International Olympic Comittee (IOC)
(aktualisiert 24.3.2017); Moustafa, Hassan (aktualisiert 11.3.2017); Tokio 2020 (aktualisiert 17.3.2017); Peking 2022 (13.1.2017; wird ergänzt); Agenda 2020 – Wie das IOC sein Geschäftsumfeld erweitern will (aktualisiert 27.4.2017); Therapeutic Use Exemptions (27.9.2016; aktualisiert 11.1.2017); „Fancy Bears“ (27.9.2016, aktualisiert 15.4.2017); White Elephants (aktualisiert 22.2.2017); Biathlon (aktualisiert 14.3.2017)
Hickey, Pat (18.8.2016, aktualisiert 22.2.2017); Bach, Thomas (aktualisiert 12.4.2017); Adidas (aktualisiert 18.4.2017); Samsung (aktualisiert 12.3.2017); Meldonium (18.3.2016; aktualisiert 30.4.2017); Hooligans Fußball-EM 2016 etc. (16.6.2016; aktualisiert 26.4.2017); Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB) (aktualisiert 29.3.2017); Alfons Hörmann (aktualisiert 24.1.2017); Eurosport (aktualisiert 6.1.2016); Öffentlich-Rechtliche Sportsender (aktualisiert 25.1.2017); Katar-Sport (aktualisiert 7.1.2017); Brot und Spiele (aktualisiert 12.2.2017); Doping (aktualisiert 15.4.2017); Olympisches Erbe (aktualisiert 21.2.2017); Coca-Cola (aktualisiert 12.2.2017); Hall of Fame/Shame (aktualisiert 28.4.2017); Korruption (aktualisiert 27.4.2017)
Und eines meiner Lieblings-Stichwörter: Wie die Sport-Demokratur funktioniert (aktualisiert 4.12.2016);

Auch noch Aktuell unter „Aktuelles“:
Leichtathletik-WM 2015 in Peking (21.8.2015, aktualisiert 27.1.2017); Die verkauften Leichtathletik-WeltmeisterschaftenIOC-Knebelvertrag bleibt IOC-Knebelvertrag (19.10.2016);

Gazprom: Was ein Gaskonzern und Sport, Oligarchen und Putin miteinander zu tun haben. Gazprom-Chronik (1) bis 31.12.2012: hier; Gazprom-Chronik (2) 1/2013 – 8/2014: hier; Gazprom-Chronik (3) 9-10/2014: hier; Gazprom-Chronik (4) 11/2014 – 12/2015: hier; Gazprom-Chronik (V) ab 2016 (aktualisiert am 18.4.2017): hier; Gazprom-NTW (aktualisiert 10.1.2017)

Kritisches Olympisches Lexikon:
Aserbaidschan-Sport (aktualisiert 24.3.2017); Beilschmidt, Rolf (21.5.2015; aktualisiert 25.1.2015: Court of Arbitration for Sport (Cas; aktualisiert 27.4.2016;  DFB gegen Galopprennbahn (20.1.2015; aktualisiert 5.3.2017);  Totalitärer Sport-Terminkalender (aktualisiert 25.12.2016); Radmann, Fedor (aktualisiert 2.4.2017); Die „Panama Papers“ und die Verbindungen zum Sport (9.4.2016, aktualisiert 5.6.2016); Nachhaltigkeit (aktualisiert 31.12.2016); Red Bull (aktualisiert 12.4.2017)

Studie von Sylvia Hamberger und Axel Doering, vorgestellt in München am 8.12.2015: Studie “Der gekaufte Winter – Eine Bilanz der künstlichen Beschneiung in den Alpen”

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Resumee von Ende 2015:
München 2018
wurde am 6.7.2011 vom IOC abgewählt und München 2022 am 10.11.2013 von der Bevölkerung in München, Garmisch-Partenkirchen und den Landkreisen Berchtesgaden und Traunstein. Und am 29.11.2015 wurde Hamburg 2024 abgewählt.
Nachtrag zur Bewerbung München 2018: Deren Finanzierung hat der Bayerische Oberste Rechnungshof kritisiert, weil nicht nachvollziehbar ist, wie sich der Etat der Bewerbungsgesellschaft zusammensetze. „Auch die Sponsorensuche stößt beim Obersten Rechnungshof auf Kritik. Zwar seien etwa 26 Millionen an Sponsorengeldern zusammengekommen und damit etwa 80 Prozent des Bewerbungsbudgets. Ein Gutteil davon stamme aber von Unternehmen, an denen Stadt, Freistaat oder Bund direkt oder indirekt beteiligt sind, dem Flughafen München etwa, den Stadtwerken München oder Lotto Bayern. (…) Die Rechnungsprüfer finden, dass man dies öffentlich hätte kundtun müssen. Der Freistaat hält die Vorwürfe nicht für schlüssig“ (Rechnungshof kritisiert Olympia-Bewerbung, in SZ 5.4.2017; Hervorhebung WZ).
Genau das hat unser Netzwerk NOlympia von Anfang an permanent kritisiert. Dazu kann man ergänzen, dass trotz vielfältiger Nachfrage von MdL Ludwig Hartmann im Bayerischen Landtag bis zum April 2017 kein geordneter Geschäftsabschluss der Bewerbung München 2018 vorliegt, die bereits am 6.7.2011 vom IOC abgewählt wurde!

Seit Februar 2010 haben wir unsere Webseite ständig aktualisiert. Die Chronologie führte bis Dezember 2015 die monatlichen Nachrichten aus Sport, Politik und Kultur auf. Das Kritische Olympische Lexikon umfasst derzeit über 260 Stichworte. Unter „Aktuelles“ werden nach wie vor wichtige Sportereignisse thematisiert, siehe oben.
Im März 2017 hatten wir 34.719 Besucher. Seit Februar 2010 bis März 2017 haben insgesamt 1.942.352 Besucher www.nolympia.de besucht: Wir bedanken uns für das Interesse.

Wir danken allen, die uns unterstützt haben.

Für einen etwas theoretischeren Hintergrund siehe meinen Text vom Oktober 2015:
Das System des Homo industrialis Einführung in das finale Denken  

 

 

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