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Graubünden gegen Olympische Winterspiele

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Nolympia macht auch 2017 weiter

 
Zuletzt geändert am 22.03.2017 @ 19:56

Wolfgang Zängl – Aktualisierung der Webseite am: 22.3.2017

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Graubünden 2026 abgewählt!
Mit 60,09 Prozent wurde die Bewerbung Graubünden 2026 von der Bündner Bevölkerung am 12.2.2017 abgewählt: Die Wahlbeteiligung lag bei stolzen 52,6 Prozent! (Näheres: hier; offizielle Ergebnisse: hier) Sogar die Bevölkerung von Davos und St. Moritz hat sich dagegen ausgesprochen. Wieder ein Schritt in Richtung Olympiafreie Alpen!
Dazu aus einem Kommentar von Thomas Kistner in der SZ: „Stattdessen verfestigt ihr Votum den Trend in westlichen Ländern: eine trotz aller Frömmeleien aus Sport, Wirtschaft und Politik unverblendete Sicht auf das gigantischste Kommerzspektakel des Globus neben der Fußball-WM: Olympia? Aber nicht bei uns. Auch die Schweizer Winterbewerbung kam aus Wirtschaftskreisen, gepuscht von Regierung und regionalen Medien. Dass die Bürger trotzdem den Daumen senkten, war hierzulande schon wiederholt der Fall, in München 2013 und Hamburg 2015 stoppten ihre Voten eine Bewerbung. (…) Sie bleibt fruchtlos, die Suche nach neuen Argumenten für eine Sportsause, die entgegen ihrer Ursprungsidee für endlose Schlagzeilen über Korruption, weitflächige Dopingstrategien und die überwölbende Machtpolitik von Autokraten wie Wladimir Putin sorgt“ (Kistner, Thomas, Schwarzer Tag für Olympia, in SZ 13.2.2017).
Damit bleibt die Schweizer Bewerbung „Sion 2026“ mit den Kantonen Wallis, Waadt, Freiburg und Bern übrig. Eine Volksabstimmung ist – vorerst – hier nicht nötig. Der interessante Grund: „Die Regierungen sagten für das Kandidatenbudget exakt jene Beträge zu, die gerade nicht in ihre Finanzkompetenz fallen“ (Krummenacher, Jörg, Der einzige, selbstbewusste Olympiabewerber, in nzz.ch 14.2.2017).
Fast gleichzeitig musste die Bewerbung Olympische Sommerspiele Budapest 2024 zurückgezogen werden, weil eine Initiative in Budapest statt den nötigen 138.000 Stimmen in kürzester Zeit 266.151 Stimmen dagegen gesammelt hat (SID, Budapest vor Rückzug, in SZ 18.2.2017). IOC-Präsident Thomas Bach („Es gibt zu viele Verlierer“) versucht nun, zu retten, was (nicht) zu retten ist: Los Angeles und Paris sollen die Bewerbung um Olympische Sommerspiele 2024 und 2028 im Doppelpack erhalten. Dazu aus einem Kommentar von Thomas Kistner in der SZ: „In Budapest haben die Bürger jetzt kistenweise Unterschriften gegen Olympia auf die Straßen gepflanzt. Wenige Tage zuvor haben die Bürger im Schweizer Graubünden abgewunken. Hohe Kosten, Zweifel an Integrität und Nachhaltigkeit der Spiele, dazu die Hybris schillernder Funktionäre, die zunehmend in den Fokus von Strafbehörden rund um den Globus rücken. Da braucht es keine Fensterreden mehr und auch keine wachsweiche Agenda 2020, die sich Bachs IOC selbst gebastelt hat. Was es braucht, ist ein Kulturwechsel in der Sportführung – im IOC wie auch im anderen Affärenverband, der Fifa“ (Keine Wende in Sicht, in SZ 24.2.2017). – „Bachs Problem: Ein Votum gegen Europa, das für 2024 mit Paris und Budapest im Ring steht, und für ein Los Angeles in Zeiten des Mauerbauers Trump – das wäre im Multikulti-Zirkel IOC mit Dutzenden Mitgliedern aus muslimischen und Drittwelt-Ländern schwer vermittelbar. Zudem tritt der bisherige Spitzenkandidat Paris ja schon zum vierten Mal an (nach 1992, 2008, 2012); Frankreich sollte nicht noch einmal brüskiert werden. Das IOC hat ein gewaltiges Problem: Es braucht zwei Sieger“ (Kistner, Thomas, Pariser Murren, in SZ 10.3.2017).
Die Entscheidung für die Wahl 2024 (und 2028?) fällt am 13.9.2017 in Lima.

Neu bzw. aktualisiert unter „Aktuelles“:

– Auswahl von Gletschervergleichen 2016 der GÖF in sueddeutsche.de: hier
– Presseeinladung am 23.1.2017: Rechtsgutachten im Auftrag der Gesellschaft für ökologische Forschung e.V. belegt die Unwirksamkeit der Gemeinderatsbeschlüsse zur Skierschließung am Riedberger Horn. Zum Gutachten von Prof. Manssen: hier
– Interview mit Wolfgang Zängl zu Graubünden 2026 im Bündner Tagblatt vom 7.12.2016: hier

McLaren-Report II: Russlands Dopingsystem (12.12.2016, aktualisiert 20.3.2017)

Fußball-WM 2006: Blatters WM-Kabinett – und das “Deutsche Sommermärchen” (21.10.2015; aktualisiert am 22.3.2017)

Von Blatter zu Infantino: Seid umschlungen, Millionen (7.6.2016, aktualisiert 17.3.2017)

Rio 2016, Doping und Korruption (8.8.2016; aktualisiert 12.3.2017)

Dopingnation Russland in Rio 2016: Ja oder Nein? (20.6.2016; aktualisiert)

System-Doping Russland (II): Laborchef von Sotschi 2014 packt aus (13.5.2016, aktualisiert 13.11.2016)

IAAF-Doping, System-Doping Russland und Fortgang (13.11.2015, aktualisiert 14.3.2017)

Neu bzw. aktualisiert im Kritischen Olympischen Lexikon:
International Olympic Comittee (IOC)
(aktualisiert 21.3.2017); Moustafa, Hassan (aktualisiert 11.3.2017); Tokio 2020 (aktualisiert 17.3.2017); Peking 2022 (13.1.2017; wird ergänzt); Agenda 2020 – Wie das IOC sein Geschäftsumfeld erweitern will (aktualisiert 12.3.2017); Therapeutic Use Exemptions (27.9.2016; aktualisiert 11.1.2017); „Fancy Bears“ (27.9.2016, aktualisiert 19.1.2017); White Elephants (aktualisiert 22.2.2017); Biathlon (aktualisiert 14.3.2017)
Hickey, Pat (18.8.2016, aktualisiert 22.2.2017); Bach, Thomas (aktualisiert 15.3.2017); Adidas (aktualisiert 11.3.2017); Samsung (aktualisiert 12.3.2017); Meldonium (18.3.2016; aktualisiert 12.3.2017); Hooligans Fußball-EM 2016 etc. (16.6.2016; aktualisiert 10.3.2017); Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB) (aktualisiert 12.3.2017); Alfons Hörmann (aktualisiert 24.1.2017); Eurosport (aktualisiert 6.1.2016); Öffentlich-Rechtliche Sportsender (aktualisiert 25.1.2017); Katar-Sport (aktualisiert 7.1.2017); Brot und Spiele (aktualisiert 12.2.2017); Doping (aktualisiert 14.3.2017); Olympisches Erbe (aktualisiert 21.2.2017); Coca-Cola (aktualisiert 12.2.2017)
Und eines meiner Lieblings-Stichwörter: Wie die Sport-Demokratur funktioniert (aktualisiert 4.12.2016);

Seit Februar 2010 haben wir unsere Webseite ständig aktualisiert. Die Chronologie führte bis Dezember 2015 die monatlichen Nachrichten aus Sport, Politik und Kultur auf. Das Kritische Olympische Lexikon umfasst derzeit über 260 Stichworte. Unter „Aktuelles“ werden nach wie vor wichtige Sportereignisse thematisiert, siehe oben.
Im Januar 2017 hatten wir 32.782 Besucher. Seit Februar 2010 bis Januar 2017 haben insgesamt 1.907.633 Besucher www.nolympia.de besucht: Wir bedanken uns für das Interesse.

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Auch noch Aktuell unter „Aktuelles“:
Leichtathletik-WM 2015 in Peking (21.8.2015, aktualisiert 27.1.2017); Fifa-Kongress Mai 2015 und Folgen (4.6.2015; aktualisiert bis 10.10.2015); Die verkauften Leichtathletik-WeltmeisterschaftenIOC-Knebelvertrag bleibt IOC-Knebelvertrag (19.10.2016); Fifa-Präsidentenwahl 26.2.2016 (26.2.2016; aktualisiert 2.6.2016)

Gazprom: Was ein Gaskonzern und Sport, Oligarchen und Putin miteinander zu tun haben. Gazprom-Chronik (1) bis 31.12.2012: hier; Gazprom-Chronik (2) 1/2013 – 8/2014: hier; Gazprom-Chronik (3) 9-10/2014: hier; Gazprom-Chronik (4) 11/2014 – 12/2015: hier; Gazprom-Chronik (V) ab 2016 (aktualisiert am 16.3.2017): hier; Gazprom-NTW (aktualisiert 10.1.2017)

Kritisches Olympisches Lexikon:
Aserbaidschan-Sport (aktualisiert 23.10.2016); Beilschmidt, Rolf (21.5.2015; aktualisiert 25.1.2015: Court of Arbitration for Sport (Cas; aktualisiert 23.9.2016;  DFB gegen Galopprennbahn (20.1.2015; aktualisiert 5.3.2017);  Totalitärer Sport-Terminkalender (aktualisiert 25.12.2016); Radmann, Fedor (aktualisiert 9.11.2016); Die „Panama Papers“ und die Verbindungen zum Sport (9.4.2016, aktualisiert 5.6.2016); Nachhaltigkeit (aktualisiert 31.12.2016); Red Bull (aktualisiert 10.1.2017)

Studie von Sylvia Hamberger und Axel Doering, vorgestellt in München am 8.12.2015: Studie “Der gekaufte Winter – Eine Bilanz der künstlichen Beschneiung in den Alpen”

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Resumée von Ende 2015:
München 2018
wurde am 6.7.2011 vom IOC abgewählt und München 2022 am 10.11.2013 von der Bevölkerung in München, Garmisch-Partenkirchen und den Landkreisen Berchtesgaden und Traunstein. Und am 29.11.2015 wurde Hamburg 2024 abgewählt. Siehe unter:
Abwahl Hamburg 2024 (1): Kommentare;
Abwahl Hamburg 2024 (2): NOlympia-Abschiedsbeiträge

Wir werden weitere potentielle deutschen Bewerbungen um Olympische Winter- oder Sommerspiele aufmerksam beobachten.

Wir danken allen, die uns unterstützt haben.

Für einen etwas theoretischeren Hintergrund siehe meinen Text vom Oktober 2015:
Das System des Homo industrialis Einführung in das finale Denken  

 

 

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