nach unten
Graubünden gegen Olympische Winterspiele

Jetzt Spenden!

Wolfgang Zängl

Mrz 262012
 
Zuletzt geändert am 09.11.2012 @ 16:02
Stand: 26.3.2012, ergänzt am 9.11.2012 – “Lichttherapie” am Olympiastützpunkt Ende Januar 2012 wurde bekannt, dass der Arzt Andreas Franke, der von 2005 bis 2011 am Olympiastützpunkt Erfurt tätig war, seit 2005 30 Athleten mit Bluttransfusionen “behandelte”. Das entnommene Athletenblut hatte er einer unzulässigen UV-Behandlung (“Lichttherapie”) unterzogen hat. Dies wurde bereits bei einer Polizeirazzia im Frühjahr 2011 festgestellt. Die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada hatte seit 2003 jede Art von Bluttransfusionen verboten. Im Punkt M 1.1. der Wada prohibited list steht explizit: “Dabei gilt jede Entnahme von Blut und eine Wiedereinbringung in die menschliche Blutbahn als Doping, wenn sie rote Blutzellen enthalten” (Burkert 9.2.2012). ... weiterlesen >>
Feb 202012
 
Zuletzt geändert am 05.06.2012 @ 17:37
20.2.2012 Sicherheit in Sotschi Olympischer Vorgeschmack: Im Februar 2012 war Premiere des Abfahrtslaufes in Sotschi. 5000 Bewaffnete sicherten die Sportveranstaltung – schließlich liegt Sotschi nicht weit von Georgiens Grenze entfernt. Die Generalsekretärin der FIS, Sarah Lewis, erklärte die Hintergründe: „Russland als Alpinland ist für die Zukunft des Skisports und der Industrie sehr wichtig“ (Handschlag von Medwedjew, in faz.net 13.2.2012). Da muss wohl noch etwas für die Zukunft geübt werden: Bei diesem Abfahrtslauf in Sotschi belegte der beste Russe den 44. Platz! Zerstörungen Der WWF Russland rügte die Zerstörung der Natur und die unzähligen abgeholzten Bäume: „Die Schäden sind noch größer ... weiterlesen >>
Feb 152012
 
Zuletzt geändert am 12.08.2012 @ 15:16
15.2.2012 Die italienische Regierung unter Ministerpräsident Mario Monti stieg am 14.2.2012 aus dem Rennen um Olympische Sommerspiele 2020 aus. Letzter möglicher Anmeldetermin wäre der 15.2.2012 gewesen, um die vom IOC geforderten staatlichen Garantien in Lausanne abzuliefern. 60 italienische Spitzenathleten appelierten kurz zuvor an die Regierung, die Kandidatur zu unterstützen. Die Begründung von Mario Monti: Die schlechte Wirtschaftslage erlaube es nicht, Steuergelder in Olympische Spiele zu investieren und finanzielle Garantien abzugeben. Die schwierige Situation der italienischen Wirtschaft könne nicht ignoriert werden. Es wäre “nicht konsequent, eine derartige Garantie abzugeben und Gelder der Steuerzahler zu riskieren” (Piller, Tobias, Kein Geld für Rom, ... weiterlesen >>
Jan 192012
 
Zuletzt geändert am 12.08.2012 @ 14:56
19.1.2012, aktualisiert 25.1.2012 Warum Olympische Jugendspiele? Im Juli 2007 beschlossen die IOC-Mitglieder bei ihrer Session in Guatemala auf Vorschlag von Jacques Rogge einstimmig eine Jugendversion der Olympischen Spiele. Bei den Olympischen Sommer-Jugendspielen sollen maximal 3500 Jungsportler und 875 Betreuer mitmachen, bei den Olympischen Winter-Jugendspielen 1000 Jungsportler und 500 Betreuer. Die ersten Olympischen Jugend-Sommerspiele fanden 2010 in Singapur statt, die ersten Olympischen Jugend-Winterspiele 2012 in Innsbruck/Österreich. Dann ist 2014 Nanjing/China 2014 dran, und so weiter. Der Dollar/Euro/Rubel rollt. Und die Gelder für die Fernsehrechte fließen, ebenso wie die Sponsorengelder: „Die Sponsoren waren nicht zu übersehen in Innsbruck…“ (Hahn, Thomas, Hoffnungsfabrik Innsbruck, ... weiterlesen >>
Dez 202011
 
Zuletzt geändert am 17.01.2012 @ 21:36
20.12.2011, aktualisiert 17.1.2012 Die Sicherheitskosten für Olympische Winterspiele Die Sicherheitskosten für die Olympische Sicherheit bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver sollten bei unter 200 Millionen Kanadischer Dollar liegen. Die endgültigen Kosten lagen dann je nach Berechnungen bei über 700 Millionen Kanadischer Dollar (rund 500 Millionen Euro). Und was gab die Bewerbungsgesellschaft München 2018 als Kosten für Sicherheit an? 33 Millionen Euro – für die privaten Sicherheitskräfte in den Stadien. Denn Polizei, Grenzschutz und Militär “werden ja sowieso bezahlt”, so die offizielle Begründung der absurd niedrigen Summe. Auch aus diesem Grund können wir froh sein, dass München 2018 nicht stattfindet. ... weiterlesen >>
Dez 042011
 
Zuletzt geändert am 31.12.2011 @ 16:20
4.12.2011, aktualisiert 31.12.2011 Am 3.12.2011 tagte die Mitgliederversammlung des DOSB in Berlin – wie immer in Anwesenheit der offiziellen Staats- und Sportvertreter Bundespräsident Christian Wulff und Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich. Es folgt darüber eine kurze Chronologie: Donnerstag, 1.12.2011: Der DOSB hat sich für eine neue Olympia-Kandidatur ausgesprochen – ohne einen Zeitpunkt zu nennen (zeitonline 1.12.2011). DOSB-Präsident Bach plädierte im Vorfeld für München – mit Garmisch-Partenkirchen und Berchtesgaden. Aber: „Die  Entscheidung wird offen bleiben“ (merkur-online 1.12.2011). Freitag, 2.12.2011: Jetzt war klar, dass das Präsidium des DOSB München 2022 endgültig absagen lässt. Schließlich will sich Bach alle Chancen auf seine mögliche Kandidatur um ... weiterlesen >>
Nov 282011
 
Zuletzt geändert am 27.07.2012 @ 16:47
Wolfgang Zängl 28.11.2011, aktualisiert 27.7.2012 Der amerikanische Chemiekonzern Dow Chemical lieferte im Vietnam-Krieg die Chemikalie Napalm, die schwere Brandwunden verursacht hat und das Urwald-Entlaubungsmittel Agent Orange, das durch seiunen Bestandteil Dioxin berüchtigt war und ist. 2001 kaufte Dow Chemical den Chemiekonzern Union Carbide, der für die größte Chemiekatastrophe aller Zeiten zuständig war. 1984 entwichen im indischen Werk in Bhopal 36 Tonnen Methylisocyanat aus einem explodierten Tank und töteten über 20.000 Menschen; über eine halbe Million wurden schwer geschädigt. 100.000 Menschen leiden bis heute daran. „Tausende erblindeten, Unzählige erlitten Hirnschäden, Lähmungen, Lungenödeme, Herz-, Magen-, Nieren-, Leberleiden und Unfruchtbarkeit. Später kamen Fehlbildungen ... weiterlesen >>
Nov 202011
 
Zuletzt geändert am 04.12.2011 @ 14:50
Sylvia Hamberger, Wolfgang Zängl 19.11.2011, aktualisiert 4.12.2011 In einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt äußerte sich Bach zu einer erneuten Bewerbung um Olympische Winterspiele wie gehabt (Alle Zitate: Grünberg, Rainer, Wenig, Peter, „Unsere Konkurrenten werden immer stärker“, in Hamburger Abendblatt 12.11.2011). Es scheint beim DOSB vereinheitliche Satzbausteine für die Schmalspur-Rhetorik bezüglich München 2018, 2022 oder 2026 zu geben: Denn die DOSB-Sportfunktionäre äußerten sich bisher nahezu identisch. – Bach und die Zustimmung „Wir hatten für München 2018 zuletzt eine hervorragende Zustimmung von mehr als 70 Prozent.“ Ob er an diese fachlich äußerst fragwürdigen Umfragen selbst glaubt? Vergleiche unser Statement zu Statistiken ... weiterlesen >>
Nov 072011
 
Zuletzt geändert am 20.12.2011 @ 20:39
16.11.2011 Die Kosten der Olympischen Sommerspiele in London 2012 stiegen von ursprünglich 2,4 Milliarden Pfund auf über 12,5 Milliarden Pfund im Jahr 2009: Das ist Faktor 5. Der derzeitige Kostenstand ist (noch) unbekannt. Die bombastische „Kulturolympiade 2012“ wird immense Summen kosten: Mittel, die der allgemeinen Kultur entzogen werden (Menden 5.11.2011). Aber auch die Kosten für die Olympische Sicherheit stiegen immens. Sie wurden zunächst auf 213 Millionen Pfund (etwa 250 Millionen Euro) geschätzt, später auf 600 Millionen Pfund (etwa 705 Millionen Euro). Doch nun reichte dem Organisationskomitee LOCOG die Zahl von 10.000 Sicherheitsleuten nicht mehr. Das LOCOG forderte noch 6000 Soldaten ... weiterlesen >>
Sep 282011
 
Zuletzt geändert am 03.10.2011 @ 13:35
Das NS-Regime hatte wenig Mühe, die deutschen Sportvereinigungen zu erobern: Deren Führungspersonal war meist schon vor 1933 stramm rechts ausgerichtet. Oder wie es Edmund Neuendorff auf dem 15. Deutschen Turnfest in Stuttgart 1933 ausdrückte: Die deutsche Turnerschaft musste „als reife Frucht Adolf Hitler, dem Führer, dem sie auch als ihrem Führer zujubelte, zufallen“ (Ueberhorst S. 37). Im Kritischen Olympischen Lexikon sind einige der hohen Sportfunktionäre aufgeführt, die entweder in der NSDAP hohe Ämter und Funktionen bekleideten oder sich in ihren Dienst stellten und während des NS-Regimes oder nachher Funktionen im IOC wahrnahmen: Willi Daume, Carl Diem, Karl Ritter von Halt, ... weiterlesen >>
nach oben