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Doping

Zuletzt geändert am 25.03.2012 @ 12:30

Interview mit Richard Pound, ehemaliger IOC-Vizepräsident und ehemaliger Chef der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA (in Spiegel 49/2008):
Spiegel: „Was haben Sie gedacht, als dann der Jamaikaner Usain Bolt bei den Olympischen Spielen in Peking Weltrekord über 100 und 200 Meter gelaufen ist?“
Pound: „Tja … was soll ich sagen? Es war eine außergewöhnliche Leistung.“
„Glauben Sie, dass Bolt sauber ist?“
„Diese Frage möchte ich nicht beantworten.“
„Es gibt auf Jamaikas keine unabhängigen Drogentests. Warum?“
„Wir haben eine regionale Anti-Doping-Agentur in der Karibik aufgebaut, aber Jamaika ist ihr nicht beigetreten.“

Interview mit dem amerikanischen Sport-Drogenbeschaffer Angel Heredia (in Spiegel 32/11.8.2008):
Hereda zum 100-Meter-Finale von Peking: „Von acht Läufern … werden acht gedopt sein … Der Unterschied zwischen 10,0 und 9,7 Sekunden sind die Drogen … Zu den Verantwortlichen gehören auch die großen Schuhfirmen, Nike und Adidas. Ich kenne Athleten, die Rekorde gelaufen sind und ein Jahr später verletzt waren, und dann kam der Anruf: ‚Wir stufen dich um 50 Prozent herunter. Was, glauben Sie, tun diese Sportler?“

Spiegel: „Ihre Athleten haben 26 olympische Medaillen gewonnen. Wie viel Geld haben Sie verdient?“
„Sagen wir so: 16 bis 18 erfolgreiche Sportler pro Jahr und 15 000 bis 20 000 Dollar pro Sportler … Wenn du zu den Stars gehörst, verdienst du 50 000 Dollar im Monat, dazu kommen Antrittsgelder und Schuhverträge. Bist du oben, investierst du 100 000 Dollar, und ich baue dir eine unauffindbare Designerdroge … Saubere Leistungen sind ein Märchen, mein Freund.“
„Gibt es noch saubere Sportarten?“
„Leichtathletik, Schwimmen, Skilanglauf, Radsport sind nicht zu retten. Golf? Auch nicht sauber. Fußball? Fußballer kommen zu mir und sagen, sie müssen die Linie rauf- und runterrennen, ohne zu ermüden, und alle drei Tage spielen …“

Kleine, sehr unvollständige Auswahl männlicher Doper:
Ben Johnson, 1984 Bronze, 1998 Gold: Doping-überführt;
Linford Christie, Seoul 1988 Silber, Barcelona 1992 Gold: 1999 überführt;
Maurice Greene, Sydney 2000 zwei Goldmedaillen; Athen 2004: Bronze und Silber: Kunde von Angel Heredia, kaufte IGF-1, IGF-2, Epo und ATP;
Tim Montgomery: Weltrekord 2002; gestand 2008, bei Sydney 2000 gedopt zu haben;
Justin Gatlin, 2004 Gold: Doping-überführt, bis 2010 gesperrt;
Usain Bolt: Weltrekord mit offenem Schuhband und Gold 2008; bislang nicht überführt; siehe Pound-Interview (Wikipedia).

Vorbelastete, ehemals gesperrte Sportler bei der Leichtathletik-WM in Daegu, Südkorea, August 2011:
Marvin Anderson, Sprinter, Jamaika (Methylhexanamin), Yohan Blake, Sprinter, Jamaika (Methylhexanamin), Waleri Bortschin, Geher, Russland (Ephedrin), LaShawn, Merritt, Läufer, USA (Dehydroepiandrosteron), Wladimir Kanaikin, Geher, Russland (Epo), Sergej Morosow, Geher, Russland (Epo), Andrej Michnewitsch, Kugelstoßer, Russland, Tatjana Lyssenko, Hammerwerferin, Russland (Aromatase-Hemmer 6-Alpha-Methyl-Androstendion), Christine Ohuruogu, Läuferin, Großbrtannien, Dwain Chambers, Sprinter, Großbritannien (Designer-Stereoid THG), Justin Gatlin, Sprinter, USA (Testosteron), Shelly-Ann Fraser-Pryce, Sprinterin, Jamaika (Oxycodon) (Quelle: Hahn SZ 26.8.2011).
Exquisit auch die vielfältigen Ausreden und “Erklärungen”: Der US-Sprinter Mike Rodgers kam zu Methylhexanamin über einen Energiedrink; LaShawn Merrit nahm angeblich ein Mittel zur Penisvergrößerung, in dem ein Stereoidhormon enthalten war, siehe auch unten (Hahn 26.8.2011; SZ 31.8.2011).

Doper sind unfaire Betrüger
Die griechische Idee des sportlichen Wettkampfs ging von gleichen Bedingungen der Athleten aus. Die Industrie veränderte auch hier mit ihren Dopingmitteln die Sichtweise. Der Markt ist groß und wächst stetig. Zu Beginn der Achtzigerjahre wurde mit dem Blutdoping begonnen. Inzwischen kamen Narkotika hinzu und Anabolika, Wachstumshormone, Testosterone, Glykoprotein-Hormone, Kortikoide … Allein mit Epo-Präparaten ließen sich 2008 weltweit etwa 15 Milliarden Dollar umsetzen.

Natürlich wurden auch der Sport und seine Großveranstaltungen wie Olympische Spiele oder die Tour de France, Welt- und Europameisterschaften in dem Maß mit Doping überzogen, wie ihre wirtschaftliche Bedeutung wuchs: wenn nämlich lukrative Sponsorenverträge und Übertragungsrechte, Werbeeinahmen- und -träger anfallen.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) war schon in den Neunzigerjahren tief in die Dopingproblematik verstrickt, sodass sich 1999 die Gründung der World Anti-Doping Agency (WADA )nicht mehr vermeiden ließ, die allerdings im Jahr 2010 nur mehr eine Feigenblattfunktion besitzt.

Die Forschungsmittel der Dopingfahnder werden grundsätzlich kurz gehalten, während die Dopingindustrie aus dem Vollen schöpfen kann und nach dem Hase-Igel-System verfährt: Wenn die Dopingfahnder etwas nachweisen können, sind die Doper schon wieder weiter. Die Doping-Aufrüstungsspirale geht so: neues Dopingmittel – neuer Labortest – neues Dopingmittel usw. Können diese die dritte Generation von Epo (Cera) nachweisen, praktizieren jene schon die vierte. Marion Jones hatte zum Beispiel 160 negative Dopingtests: Ihre Mittel wurden nie nachgewiesen (sie gestand schließlich im Oktober 2007). Von sechs Männern, die die 100 Meter unter 9,8 Sekunden liefen, stehen drei unter Dopingverdacht.Der nächste Schritt ist Gendoping.

Tier-Doping
Selbst vor dem Pferde-Doping schrecken deutsche Verantwortliche nicht zurück. Das Einreiben der Sprunggelenke mit der hypersensibilisierenden Salbe Capsaicin soll die Tiere zu höheren Sprungleistungen treiben; auch Psychopharmaka und Hormonpräparate wie Testosteron wurden eingesetzt. Der bekannteste deutsche Springreiter Ludger Beerbaum äußerte 2009:„Im Laufe der Jahre habe ich mich darin eingerichtet, auszuschöpfen, was geht … In der Vergangenheit hatte ich die Haltung, erlaubt ist, was nicht gefunden wird … Und ich will, dass offiziell anerkannt wird, dass unsere Pferde Hochleistungssportler sind und nicht im Streichelzoo leben“ (Pochhammer 30.5.2009; vergleiche auch Pochhammer 17.9.2011).

Dopende Radfahrer 1: Lance Armstrong
Seit 2001 steht der amerikanische Radrennfahrer und siebenmalige Gewinner der Tour de France, Lance Armstrong, unter Dopingverdacht. “Die französische Sporttageszeitung L’Équipe hatte im August 2005 berichtet, dass in sechs 1999 entnommenen Urinproben Epo gefunden wurde. Diese Proben konnten zweifelsfrei Armstrong zugeordnet werden, der 1999 zum ersten Mal die Tour de France gewann” (SZ 20.7.2011). Nach dem Bericht in  L’Équipe musste die Chefredaktion gehen: Den Eigentümern von L’Èquipe gehört schließlich auch die Tour de France (Burkert 11.5.2009).
Im Mai 2011 wurde bekannt, dass Armstrong inzwischen von vier ehemaligen Teamkollegen des Epo-Dopings vor einer amerikanischen Grand Jury bezichtigt wird. Eine positive Dopingprobe von ihm wurde bei der Tour de Suisse 2001 durch das vom IOC akkreditierte Lausanner Labor LAD (Laboratoire suisse d’analyse du dopage) festgestellt. Daraufhin trafen sich Vertreter des Radsportverbandes UCI mit Armstrong und seinem Teamkollegen Johan Bruyneel sowie angeblich sogar dem Laborchef. Danach spendete Armstrong 125.000 Dollar an den UCI. Pikanterweise sagte er dazu: “Ich tue es – um den Kampf gegen Doping zu fördern” (Kistner 28.5.2010). Die Dopingprobe war nun kein Thema mehr: UCI legte dem Labor nahe, den Fall Armstrong nicht weiterzuverfolgen (Burkert, Kistner 24.5.2011; Kistner 24.5.2011; SZ 28.5.2011).

Lance Armstrong zahlte dann im Juli 2006 die Summe von 100.000 Dollar an den Radweltverband UCI, der Armstrong  gleichzeitig vom Verdacht des Dopings freisprach (Burkert, Kistner 7.8.2010; siehe auch unten). “Der UCI stand damals der zwielichtige Sportfunktionär Hein Verbruggen vor, ein Niederländer, der viele Jahre IOC-Mitglied gewesen ist und als UCI-Ehrenpräsident weiterhin als Strippenzieher auch des Radsports gilt” (Burkert 21.5.2010) Gleichzeitig legte der Radrennfahrer Floyd Landis ein Dopinggeständnis ab und belastete Armstong schwer (Ebenda).Armstrongs früherer Radkollege Tyler Hamilton bezichtigte diesen im Mai 2011 des Epo-Dopings (SZ 21.5.2011). Hamilton gab im Mai 2011 seine Olympische Goldmedaille zurück (Burkert 23.5.2011).
Die Causa Armstrong zeigt die Farce, wie Doping verschleiert wird – bis hin zum Internationalen Radsportverein UCI.
Der Armstrong-Kritiker und dreimalige Tour-Gewinner Greg LeMond sagte dazu im Juli 2010: “Wenn das keine Korruption ist, was sonst? Schweigen, zahlen -. es ist fast wie bei der Mafia” (Burkert 17.7.2010). Und Richard Pound sagte hierzu: “Es ist an der Zeit, dass die Wada sagt: ‘Dieser Sport erfüllt nicht die Ansprüche unseres Kodex’” (Winterfeldt 21.5.2011).
Der Radsport-Kollege Tyler Hamilton sagte über Armstrong: “Er nahm, was wir alle nahmen, die Mehrheit des Peletons. Da war Epo, Testosteron, eine Bluttransfusion” (Aumüller SZ 6.2.2012).
Im Februar  2012 stellte die Staatsanwaltschaft in Los Angeles ohne Angaben von Gründen die Ermittlungen gegen Amstrong ein. Doping im Sport ist in den USA nicht strafbar. So hatte die Staatsanwaltschaft wegen Betrug und Mißbrauch von Steuergeldern gegen Armstrong ermittelt, da dessen Team als Hauptsponsor die amerikanische Post hatte, die zwischen 2001 und 2004 rund 32 Millionen Dollar investierte und sich vertraglich zusichern hatte lassen, dass die Radprofis sauberen Sport betreiben würden (Ebenda).
Der Bundesanwalt Andre Birotte beendete im Alleingang das Verfahren gegen Armstrong, obwohl die Staatsanwaltschaft Klageerhebung in mindestens vier Punkten empfahl: Birotte verweigerte jede Erklärung zu seiner umstrittenen Einstellung des Verfahrens. “Von 1999 bis 2001 praktizierte er in einer Kanzlei, die unter ihren Kunden den Sportkonzern Nike führt, der auch Armstrong ausrüstet” (Kistner 18.2.2012).

Dopende Radfahrer 2: Alberto Contador
Der  Radprofi und Gewinner der Tour de France 2007 und 2009 und des Giro d’Italia 2008 und 2011, Alberto Contador, wurde wegen Dopings mit Clenbuterol zwei Jahre gesperrt; die Titel wurden ihm aberkannt. Contador hatte behauptet, die Substanz sei in einem Kalbsfilet enthalten gewesen. “Der Radsportweltverband UCI und Contadors spanische Funktionärsfreunde haben “nicht mehr verhindern können,  dass der 29 Jahre alte Radprofi von nun an unwiderruflich in jene Kategorie zu führen ist, in die er schon 2007 einzuordnen gewesen wäre: in die Liste der Betrüger. 566 Tage nach seiner positiven Dopingprobe auf Clenbuterol … sperrte ihn der Internationale Sportgerichtshof Cas in Lausanne … rückwirkend für zwei Jahre” (Burkert 7.2.2012).

Dopende Radfahrer 3: Jan Ullrich
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wiegelt zur Dopingproblematik nach wie vor ab. Dabei sind viele deutsche Radsporthelden von Sydney, Athen und Peking schon überführt.
Beim deutschen Radsportler Jan Ullrich, Tour-de-France-Sieger von 1997 und Goldmedaillengewinner der Olympischen Sommerspiele 2000 in Sydney, wurden 2002 Amphetamine festgestellt. Ullrich gab an, dass ihm jemand zwei  Ecstasy-Tabletten zugesteckt hätte, die er dummerweise genommen habe (Aumüller 10.2.2012).
Ullrich hatte auch enge Verbindungen zum spanischen Dopingarzt Eufemiano Fuentes, der von Ullrich einen DNA-Abgleich mit eingelagertem Blut hatte (SZ 24.8.2011). Seit das Bundeskriminalamt herausfand, dass Ullrich mit dem spanischen Dopingarzt Fuentes viele Termine hatte, gibt Ullrich dieses auch zu. Am 30.6.2006 wurde er einen Tag vor Beginn der Tour de France gesperrt. 2007 gab Ullrich seinen Rücktritt bekannt und bestritt alle Dopingvorwürfe.
Am 9.2.2012 wurde Ullrich vom Cas rückwirkend vom 22.8.2011 an zwei Jahre gesperrt; seine Ergebnisse seit Mai 2005 wurden gestrichen (SZ  10.2.2012).
Fazit: “Mittlerweile stehen in Deutschland Radprofis unter Generalverdacht” (Ahrens 9.2.2012). – “Wann kommt endlich die Akte Lance Armstrong auf den Tisch?” (Kistner 10.2.2012).

Doping und Sportverbände
In Deutschland werden immer noch und wieder mit Billigung der höchsten Sportgremien Trainer eingesetzt, die bekanntermaßen schon in der ehemaligen DDR Dopingmittel an ihre Athleten und Athletinnen verabreicht haben, welche zum Teil schwerste körperliche Schäden davontrugen. So ist der “professionelle Doppelfunktionär” Thomas Pfüller gleichzeitig Sportdirektor und Generalsekretär des deutschen Skiverbandes (DSV), behauptet aber wie so viele ehemalige Verbands-Trainer der DDR, nicht in die “Umsetzung des DDR-Staatsplans 14.25″ eingeweiht gewesen zu sein (Hahn 30.10.2010). Der Trainer S. war im DDR-Sportsystem für das Dopen seiner von ihm betreuten Sportler zuständig: Er ist heute ein hoher Sportfunktionär im Landessportbund Thüringen (Hahn 29.10.2011).
Der DDR-Rennrodler und Olympiasieger von 1964 und 1968, Thomas Köhler, veröffentlichte 2011 seine Autobiographie und erzählte darin neben der Glorifizierung des DDR-Sportsystems das “Märchen vom ‘sachgerechten und medizinisch-kontrollierten’ Vorzeige-Doping” (Herrmann 16.9.2011). DOSB-Präsident Thomas Bach lag wie üblich bei solchen Themen daneben und lobte Köhlers Werk; es brächte “mehr Klarheit in die Aufarbeitung der Dopinggeschichte” (Ebenda). Kurze Zeit später ruderte Bach zurück und verlangte eine Entschuldigung von Köhler.

In einem gedopten Körper wohnt ein gedopter Geist: gedopt mit Geld, Eitelkeit, Erfolgsgeilheit. (Hacke, Ludwig 26.7.2010)

Dem Magazin Scinexx vom Herbst 2009 zufolge sind die Doping-Sportarten im Winter Biathlon, Langlauf, Nordische Kombination, Eisschnelllauf. Im Sommer kommen unter anderem Kurz- und Langstrecken, Radfahren und Turnen dazu; weitere sind nur noch nicht bekannt. Manche Sportarten wie Fußball wehren sich erfolgreich gegen Überprüfungen. Eine anonyme Befragung von Sportlern durch Mainzer und Tübinger Forscher ergab, dass die tatsächlichen Dopingzahlen achtmal so hoch sind wie bisher bekannt.

Und was ist mit Biathlon, Triathlon, Fußball, etc.? So schreibt Daniel Drepper, dass Doping im Fußball sehr wohl verbreitet ist, dass die Spieler inzwischen zwölf Kilometer pro Spiel zurücklegen – doppelt so viel als früher. Der spanische Doping-Arzt Eufemiano Fuentes “betreute” nicht nur Radfahrer, sondern auch zahlreiche Fußballvereine, darunter Real Madrid. Der “dopingfreie” Fußball ist eine Fiktion, weil die Kontrollen so selten sind, dass ein Spieler nur alle drei Jahre überprüft wird (Drepper 16.7.2011). Dopingfrei heißt eben oft auch nur, dass nicht getestet wird.

Besonders absurd gestaltete sich die Situation um das 100-Meter-Rennen der Frauen bei den Olympischen Sommerspielen 2004 in Sydney: Die Erstplatzierte Marion Jones gewann die Goldmedaille (dazu noch Gold über 200 Meter, in der 4×400-Meter-Staffel plus  eine Bronzemedaille im Weitsprung und in der 4×100-Meter-Staffel. Nachdem sie im Oktober 2007 zugegeben hatte, das Dopingmittel Tetrahydrogestrinon (THG) genommen zu haben, aberkannte ihr das IOC die fünf Medaillen von Sydney. Im 100-Meter-Lauf wäre nun die damalige Silbermedaillengewinnerin Ekaterina Thanou in den Besitz der Goldmedaille gekommern, die aber ebenfalls der olympischen Bewegung “Schande” bereitet hatte, da sie sich bei den olympischen Sommerspielen 2004 einem Dopingtest entzog. Somit gibt es 2000 keine Goldmedaillengewinnerin über 100 Meter bei den Frauen (Gernandt 21.1.2011; Wikipedia)

Doping und IOC
Der Sportarzt Heinz Liesen berichtete, dass bereits in den achtziger Jahren bei Doping-Nachkontrollen “aus Versehen” die B-Probe im Glasfläschchen auf den Boden fiel und der Athlet nicht mehr gesperrt werden konnte. “Ich bekam als ehemaliges Mitglied der Medizinischen Kommission des IOC mit., wie man  vor allem Proben der Amerikaner unter den Tisch kehrte,  um nicht die Fernsehgelder von US-sendern zu riskieren” (Spiegel 44/2011).
Dem IOC wurden bei den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking vielfache Verstöße nachgewiesen: 102 NOKs sind ihrer Meldepflicht nicht nachgekommen; eine zwölfköpfige Beobachtergruppe, welche das olympische Dopinglabor kontrollieren sollte, wurde mit Hinweis auf die Eigentümer des Labors – das IOC und das Organisationskomitee – die Arbeit verwehrt; nur vier von 28 Weltverbänden haben im Vorfeld kontrolliert. Etwa 140 auffällige Proben wurden als „unauffällig“ deklariert etc. So wurde in Peking (Bolt! Phelps!) und später in Vancouver das Thema Doping entschärft: Wer nicht suchet, der nicht findet … Man kann Doping auch abschaffen durch eine Beendigung der Dopingtests.
“Chinas Medaillen-Armada war für aussagefähige Tests vor den Spielen nicht erreichbar und das Pekinger Labor zweitklassig” (Kistner 10.10.2009).

Sepp Blatter von der FIFA wehrte strengere Kontrollen der WADA mit den Worten ab: „Wir kämpfen gegen Doping, aber dürfen nicht plötzlich eine Hexenjagd veranstalten“ (spiegelonline 25.3.2009). Die FIFA lehnte auch die zweijährige Sperre bei Dopingvergehen, die Präsenz der WADA bei der WM und die achtjährige Aufbewahrung von Dopingproben bei der WM ab. Kistner nannte die WADA die „Welt-Alibi-Agentur“ und schrieb: „Die WADA ist nur noch ein braves Büro, die letzten Reißzähne wurden ihr bei den Peking-Spielen 2008 gezogen, wo sie sogar ihren Beobachterstatus einbüßte. Die Chinesen wollten sich nicht in ihr mittelprächtiges Labor schauen lassen, das servile IOC trug diese Farce mit“ (Kistner 13.2.2010).

In der „Tagesschau benannte Michael Vesper in Vancouver zu Beginn der Olympischen Winterspiele 2010 die „Höchststrafe“ für (erwischte) Doper: Sie sollen umgehend nach Hause geschickt werden. Was für eine Strafe! Natürlich wurde kein Doper erwischt. Wie das IOC es international hält, so hält es offenbar auch der DOSB in Deutschland. Der ehemalige Vorsitzende des Sportausschusses, Peter Danckert, bezeichnete in seinem Buch “Kraftmaschine Parlament” (2009) den DOSB-Präsidenten Thomas Bach und seinen Generaldirektor Michael Vesper in der Doping-Frage als „Abwiegler“ (Danckert, S. 200f; SZ 11.2.2009).

Nationale Anti-Doping-Agentur
Der Anti-Doping-Kampf wird weitgehend von der Öffentlichkeit bezahlt. Der DOSB entrichtet 1,6 Millionen Euro pro Jahr; von den großen Sportsponsoren kommen lediglich 405.000 Euro – bei geschätzten 1,5 Milliarden Euro, die von Sponsoren insgesamt jährlich in den Sport gesteckt werden (Ott 28.10.2011).

Die deutsche Nada (Nationale Anti-Doping-Agentur) verlor seit ihrer Gründung 2003 bis 2011 vier Geschäftsführer. Die letzte kommissarische Geschäftsführerin, Anja  Berninger, “war beliebt, fachlich geschätzt, eloquent. Vor allem aber gab sie sich konfliktfreudig und unabhängig. Bislang hat niemand den Verdacht ausräumen können, dass sie genau deshalb zum Opfer einer Intrige wurde” (Herrmann 18.3.2011). Der Nada-Präsidialausschuss, dem Dagmar Freitag (DLV-Vizepräsidentin und Vorsitzende des Bundestags-Sportausschusses), Michael Vesper (DOSB-Generalsekretär und Aufsichtsratsvorsitzender von München 2018), Gerhard Böhm (Bundesministerium des Innern) und Nada-Kuratoriumschef Hanns Michael Hölz angehören, hatte plötzlich entschieden, dass Berninger nicht den Chefposten im neuen Vorstand bekommen sollte, sondern dieser Posten per Headhunter gesucht würde (SZ 23.2.2011).

Die Datenschützer von Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein forderten im Juli 2011, “ein Gesetz zum Anti-Doping-System in Angriff zu nehmen, das die Privatsphäre der Sportler bei Dopingkontrollen sichert” (Kistner 27.7.2011). Gerügt wird z.B. die Meldepflicht dritter Personen, bei denen sich der Athlet aufhalte, die entwürdigende kontrollierte Urinabgabe und fehlende Untersuchungen zur Wirksamkeit des gesamten Kontrollsystems. “Nebenbei enttarnten die Datenschützer mit einer derart einseitigen Dopingfahndung ein politisches System dahinter:  Der Sport braucht Alibifunktionen, um für ein zunehmend argwöhnisches Publikum eine fundamentale Betrugsbekämpfung zu simulieren”, schrieb Thomas Kistner.
Im Herbst 2011 war die deutsche Nada erneut in finanziellen Schwierigkeiten. Der DOSB wollte nicht mehr als 1,7 Millionen Euro zum Budget von jährlich vier bis fünf Millionen Euro beisteuern. DOSB-Generaldirektor Vesper gab die Verhandlungslinie vor: Doping lasse sich “nur im Schulterschluss von Staat und Sport bekämpfen” (Ott 15.11.2011).
Im Februar 2012 bettelte Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich im Rahmen eines “Runden Tisches” bei Sportverbänden, Bundesländern und Wirtschaftskonzernen um mehr Geld für die Nada. Es fehlen im laufenden Jahr 1,35 Millionen Euro im Etat (Bosse 29.2.2012).
Der kommerzielle Sport profitiert finanziell und provoziert das Doping der Sportler; die Allgemeinheit soll auch noch für die Überwachung der dopenden Sportler bezahlen. Die beteiligten Sportkonzerne machen Milliardengewinne. Wieder einmal  werden Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert.

Der Anti-Doping-Kampf
Diese Alibifunktion ist systembedingt und steht in engem Zusammenhang mit der Tatsache, dass nicht wirklich gegen Doping vorgegangen wird. “Vehement wehrt sich der deutsche Sport seit Jahren gegen ein effektiveres Anti-Doping-Gesetz”, stellt Kistner weiter fest. Die Nada untersteht dem DOSB und dem Bundesinnenministerium, wobei das Ministerium “meist den Wünschen des Sports folgt” (Ebenda). Und das Bundesministerium des Inneren zahlt auch bis 2012 jährlich eine Million Euro an die Nada (SZ 31.7.2011).
Im September 2011 wurde zum wiederholten Mal Kritik an den Melde- und Testverfahren der Nada geübt, die “ohne datenschutzrechtliche Leitimation” erfolge; überraschenderweise blieben Datenschutzbehörden untätig. Für Thomas Kistner war dies so überraschen nicht: “Sport und Datenschutz sind beim Bundesinnenministerum angesiedelt. Und dort findet der Sport seit jeher offene Ohren… Erfolgreich wehrt sich der Sport gegen effektive Anti-Doping-Gesetze, wie sie in zentralen Teilen Europas gegeben sind. Umso unbeugsamer gibt er sich dafür bei der Umsetzung jener Tests, deren Effektivität sich längst als äußerst mau erwiesen haben” ( Kistner 21.9.2011).
Und nun gelten auch die Zeitsperren für Dopingsportler nur noch bedingt: Eine französische Mittelstreckenläuferin, die im Januar 2007 des EPO-Dopings überführt wurde, klagte vor einem sportaffinen Gericht im Schweizer Kanton Vaud gegen ihre Sperre: Im Juni 2011 hob das Gericht wegen unzulässiger Beschänkung der Berufsausübung diese Sperre auf (Gernandt 13.7.2011).
Der Internationale IOC-Sportgerichtshof CAS erklärte im Oktober 2011 die Regel 45 der Olympischen Charta für ungültig, wonach ein Athlet mit einer Sperre von mehr als sechs Monaten wegen Dopingvergehens bei den nächsten Olympischen Spielen nicht teilnehmen darf. Das Nationale Olympische Komitee der USA hatte das Urteil für den 400-Meter-Weltmeister 2009 und Olympiasieger von 2008, La-Shawn Merritt, erstritten. Merritt  war dreimal positiv auf das Prohormon Dehydroepiandrosteron getestet worden – und behauptete, dies sei in einem Mittel zur Penisvergrößerung gewesen (Osaka-Regel gekippt, in SZ 7.10.2011). Auf dieses Urteil berief sich wiederum umgehend Claudia Pechstein und beantragte ihre Rückkehr in die Sportfördergruppe der Bundespolizei (SZ 2.11.2011).
Auch nicht lustig: Der IOC-eigene Internationale Sportgerichtshof CAS sprach sich vor der Schwimm-WM in Shanghai im Juli 2011 gegen eine Sperre des brasilianischen Schwimm-Weltmeisters und Olympiasiegers Cesar Cielo aus, obwohl in seinen Koffein-Kapseln das Mittel Furosemid gefunden wurde. Cielos Apotheke bestätigte Verunreinigungen beim vorangegangen Herstellungsprozess  eines Herzmittels. Cielo holte in Shanghai am 25.8.2011 Gold (SZ 31.7.2011).
Und nun soll das Putzpersonal bei den Olympischen Sommerspielen 2012 in London auf Spritzen, Kanülen und leere Plastikbeutel achten: Die wurden schon bei den Winterspielen 2002 in Salt Lake City und in Turin 2006 gefunden (spiegelonline 5.10.2011).

Freiburger Tagung
Im Sommer 2011 fand an der Freiburger Universität – nicht von ungefähr – eine Tagung zum Thema Doping statt: Hier wirkten die Top-Sportmediziner Armin Klümper und Joseph Keul sowie die der Dopingbeihilfe überführten Sportärzte Lothar Heinrich und Andreas Schmid. “Bis zu 90 Prozent der deutschen Top-Athleten fuhren regelmäßig zu Untersuchungen in den Breisgau und wurden bei Olympischen Spielen und Meisterschaften von Freiburger Ärzten betreut… Keul, Klümper und Kolllegen saßen schwerste, auch schriftlich belegte und eidesstattlich versicherte Dopingvorwürfe systematisch aus” (Strepenick, Andreas, Gefeiert und umstritten: die Freiburger Sportmedizin, in Badische Zeitung 12.09.2011).

Der ehemalige Chef der World Anti-Doping Agency (WADA), Richard Pound, wirkte auf dieser Tagung sichtlich resigniert. Pound hält inzwischen die Wada für nicht durchsetzungsfähig und sagte bei der Freiburger Tagung provokant: “Oder glauben Sie im Ernst, das IOC würde ein Land wie Deutschland von den Olympischen Sommerspielen in London rauswerfen?” (Kistner 14.9.2011). Pound sagte auch auf dieser Tagung: “Der Kampf gegen Doping ist nicht beendet, er hat im Gegenteil erst begonnen” (Mebus 15.9.2011).
Der führende Analysist des Gen-Dopings, Prof. Perikles Simon, informierte über eine Umfrage unter Spitzensportlern, wo die Frage gestellt wurde: “Wenn Sie eine Wunderpille erhalten, die Sie unschlagbar macht – würden Sie dann in Kauf nehmen, dass Sie in den nächsten fünf Jahren sterben?” 50 Prozent der Leistungssportler beantworteten die Frage mit “Ja” (Gulde 14.9.2011).
Simon berichtete auch, dass er von einer Gruppe deutscher Sportpolitiker eingeladen worden war, denen er die Notwendigkeiten für einen effektiven Anti-Doping-Kampf erläuterte: Er wurde von den Sportpolitikern ausgelacht und zog den Schluss: “Glauben Sie, da gehe ich noch einmal hin?” (Mebus 15.9.2011).
Simon stellte auf der Tagung noch fest: “Doping ist nicht nur eine Krankheit, es ist eine Epidemie”. Bei einer anonymisierten Umfrage gaben 14 Prozent der Spitzensportler an, bereits Blutdoping praktiziert zu haben (Gulde 14.9.3011).
Auch München 1972 geriet in das Blickfeld: Fast verzweifelt flehte 1971 der damalige Bundesinnenminister Hans-Dietrich Genscher um Medaillen. Joseph Keul und Armin Klümper in Freiburg und Wildor Hollmann in Köln erweiterten den Kenntnisstand und berieten Sportler. “Der organisierte Sport hat sich häufig mit Hinweis auf die dünne Aktenlage vor Konsequenzen drücken lönnen. Das ist nicht verwunderlich. Denn bis heute sitzen ‘Kinder’ der anabolika-Generation in Sportverbänden” (Hecker 26.9.2011).
Vergleiche auch: Chronologie September 2011

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Die Sportindustrie hat den Industriesport hervorgebracht – mit allen seinen leistungssteigernden Chemikalien und Mitteln. Ehrliche Leistungen haben oft keine faire Chance mehr. Und weder Nada noch Wada sind Lösungen des Dopingproblems. Über die Wada schrieb Thomas Kistner: “Sie ist nur noch ein Alibi-Konstrukt, verlämgerter Arm der Sportverbände, die sie regieren” (Kistner 1.10.2011). Die Politik darf sie höchstens noch finanzieren.

Eine ausführliche Dokumentation findet man hier zum Problembereich Doping.

Quellen:
Ahrends, Peter, Ein erledigter Fall, in spiegelonline 9.2.2012
Apotheke bestätigt Cielo, in SZ 31.7.2011
Armstrong greift Behörden an, in SZ 20.7.2011
Aumüller, Johannes
- “Unser Rechtssystem hat versagt”, in SZ 6.2.2012
- Rudis Sohn will reden, in SZ 10.2.2012
Blaschke, Ronny, Ungestört beim Training, in SZ 17.6.2010
Bosse, Max, Keiner ist zuständig, in SZ 29.2.2012
Burkert, Andreas
- Der manische Regent, in SZ 11.5.2009
- Das Geständnis, in SZ 21.5.2010
- “Schweigen, zahlen – es ist fast wie bei der Mafia”, in SZ 17.7.2010
- Ein Bruder stört die Wagenburg, in SZ 23.5.2011
- Halbherzig und unausgegoren, in 20.7.2011
- Cas verurteilt Contador, in SZ 7.2.2012).
Burkert, Andreas, Kistner, Thomas
- Die nächste Version, in SZ 7.8.2010
- Eine Ungeheuerlichkeit, in SZ 24.5.2011
Catuogno, Claudio, Wider die Abwiegler, in SZ 11.2.2009
Danckert, Peter, Kraftmaschine Parlament – Der Sportausschuss und die Sportpolitik des Bundes, Aachen 2009
Drepper, Daniel, Doping im Fußball: Top 7 der vernachlässigten Themen, www.danieldrepper.de 16.7.2011
Gernandt, Michael
- Es drohen bis zu fünf Jahre Haft, in SZ 21.1.2011
- Freie Bahn, in SZ 13.7.2011
Gulde, Georg, “Doping ist eine Epidemie”, in Badische Zweitung 14.9.2011
Führungskrise bei der Nada, in SZ 23.2.2011
Hacke, Detlef, Ludwig, Udo, Kampflinien kreuz und quer, in Spiegel 30/26.7.2010
Hahn, Thomas
- Die Erinnerung der Anderen, in SZ 30.10.2010
- Ohne Gewähr, in SZ 26.8.2011
- Im Ehrenamt, in SZ 29.10.2011
Hecker, Anno, Doping kennt keine Grenzen, in faz.net 26.9.2011
Herrmann, Boris
- Lautes Schweigen, in SZ 18.3.2011
- “Eine reine Demagogen-Schrift”, in SZ 16.9.2011
Jennings, Andrew, Das Olympia-Kartell, Reinbek 1996
Kistner, Thomas
- Der Asket wird noch gebraucht, in SZ 10.10.2009
- Verzweiflungstat der Welt-Alibi-Agentur, in SZ 13.2.2010
- Verstrickt in die eigenen Aussagen, in SZ 28.5.2010
- Erdrutsch in Lausanne, in SZ 24.5.2011
- “Entwürdigende Totalkontrolle”, in SZ 27.7.2011
- Abgründe im Breisgau, in SZ 14.9.2011
- Testsystem “unzulässig”, in SZ 21.9.2011
- Mit allen Tricks für die Sünder in SZ 1.10.2011
- Der letzte Schatten, in SZ 10.2.2012
- Immer diese Erdbeer-Bowle, in SZ 12.2.2012
- Der Radler und der Fitness-Trainer, in SZ 18.2.2012
Mebus, Jörg (sid), Doping-Jäger plagen Zweifel, in n-tv 15.9.2011
Nächster Zeuge, in SZ 21.5.2011
Ott, Klaus
- Fast nur starke Sprüche, in SZ 28.10.2011
- Mit Spenden gegen Doper, in SZ 15.11.2011
Pechsteins Antrag, in SZ 2.11.2011
Pochhammer, Gabriele
- Rundumschlag im Streichelzoo, in SZ 30.5.2009
- Kampf den heißen Füßen, in SZ 17.9.2011
Putzpersonal soll Dopingsünder entlarven, in spiegelonline 5.10.2011
“Rotwein im Kofferraum”, Interview mit Sportarzt Heinz Liesen, in Der Spiegel 44/31.10.2011
Saugy räumt Treff mit Armstrong ein, in SZ 28.5.2011
Sechs Jahre Wahrheitssuche, in SZ 10.2.2012
Ullrich-Prozess fraglich, in SZ 24.82011
Wada entsetzt über Blatter-Angriff, in spiegelonline 25.3.2010
Warnungen aus Istanbul, in SZ 12.3.2012
Weinreich, Jens. Schwere Verstöße bei Peking-Proben, in SZ 13.10.2008
Wider die Abwiegler, in SZ 11.2.2009
Wieder vorn dabei, in SZ 31.8.2011
Wikipedia
Winterfeldt, Jörg, “Ich hasse es, mit dem Schrotgewehr zu schießen”, in Berliner Zeitung 21.5.2011


Kritisches Olympisches Lexikon - Sach- und Personenregister: (118 Einträge)
Ablasshandel - Adidas - Alleinstellungsmerkmal - Amateursportler - Artiade - Bach, Thomas - Barcelona, Olympische Sommerspiele 1992 - Biathlon - Blatter, Sepp - Bogner, Willy - Brundage, Avery - Court of Arbitration for Sport (CAS) - Chowdhry, Anwar - CO2-Neutralität - Coca-Cola - Dassler, Adolf - Dassler, Horst - Daume, Willi - Deloitte - Deutsche Sporthilfe - Deutsche Sporthochschule Köln (DSHS) - Deutscher Alpenverein, olympisch - Diem, Carl - Doping - Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB) - Dow Chemical - Elite - Eliteschulen des Sports - Event - Fackellauf - Fernsehrechte - Fifa - Formel-1-Gelder - Fußball - Gendoping - Greenwashing - Grüne Spiele - Grünes Erbe - Guelfi, André - Hall of Fame/Shame - Halt, Karl Ritter von - Hasan, Mohamad Bob - Havelange, João - Hill & Knowlton - Hodler, Marc - International Olympic Committee (IOC) - IOC und Diktaturen - ISL / ISMM - Kim Un Yong - Krümmel, Carl - Lee Kun Hee - Leuchtturm-Projekt - Lewald, Theodor - London 2012 - McDonald’s - Mecklenburg, Adolf Friedrich zu - Mengden, Guido von - Motorsport - Nachhaltigkeit - Naturschutz versus "Natursport" - National Broadcasting Company (NBC) - Nebiolo, Primo - Neckermann, Josef - Neuendorff, Edmund - NS-Sportfunktionäre - Nyangweso, Francis W. - Ökologische Milchbubenrechnung - Ökologisches Blabla - Olympic Broadcasting Services (OBS) - Olympische Charta - Olympische Familie - Olympische Jugendspiele - Olympische Prostitution - Olympische Ringe - Olympische Sommerspiele Berlin 1936 - Olympische Spiele - Olympischer Kongress, Beispiel Paris - Olympischer Orden - Olympisches Erbe - Olympisches Motto - Olympisches Museum - Park Yong-sung - Planersprache - Pyeongchang-Bewerbung - Reichenau, Walter von - Reichssportfeld - Rogge, Jacques - Salt Lake City - Samaranch, Juan Antonio - Samsung - Schneekanonen - Sotschi - Sponsoren - Sponsoring - Sport - Sportpalast-Architekten - sport intern - Sport-Pharaonen - Sportbericht der Bundesregierung - Sportindustrie - Sportsoldaten - Takac, Artur - Takac, Goran - Tarpischtschew, Schamil - Techno-Doping - Tröger, Walther - Tschammer und Osten, Hans von - Tsutsumi, Yoshiaki - Ude, Christian - UV-Blutdoping Erfurt - Vazquez Rana, Mario - Vertrag mit der Olympia-Gastgeberstadt - Vesper, Michael - Weber, Jean-Marie - White Elephants - WBA-Institute - Witt, Katarina -

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