„Vielleicht ist es ja eine Art bayrischer Cäsarenwahn, der den beliebten Münchner Oberbürgermeister Christian Ude auf die Idee kommen ließ, 2018 die Winterolympiade nach München zu holen … Nein, Ude, Olympia ist out. Und Winterolympia im Alpenvorland erst recht … Wenn Ude als ‚Gröbazi’ (größter Bürgermeister aller Zeiten) in die Geschichte eingehen will, dann sollte er weise erklären, er habe erkannt, dass einmal ‚a Rua’ sein muss mit diesem ewigen ‚Schneller, größer, weiter, teurer’ ” (Pampuch 23.5.2009).
- Ude und die Bewerbung:
Aus dem ehemals beliebten und jovialen Bürgermeister wurde ein sturer Verfechter der Bewerbung München 2018, der grollend und diffamierend Gegner und Kritiker der Bewerbung überrollt und lächerlich machen will. Wieso musste er seinen Finger heben für eine Bewerbung München + 2, wo die Nachteile von Olympischen Winterspielen mit großen ökonomischen und ökologischen Belastungen seit Langem bekannt sind? Weil Udes gute Zeiten längst vorbei sind? Weil die Olympischen Spiele ihm neuen Ruhm zurückbringen sollen? Weil er auf eine Briefmarke will?
In den letzten 20 Jahren haben Olympische Winterspiele allen ausrichtenden Städten und Gemeinden ein kräftiges Defizit eingebracht (siehe unsere 18 Gründe: Erfahrungen). Das wird in München mit Sicherheit nicht anders sein, auch wenn das Münchner Rathaus dies hartnäckig leugnet. Und das alles für 18 Tage Olympisches Hully-Gully plus einige Tage Paralympics.
Es ist auch sehr wahrscheinlich, dass die Winterspiele in der Föhn-Stadt München und im Loisachtal mit Garmisch-Partenkirchen auf 700 Meter Höhe und auf sonnigen Wiesen in Schwaiganger – Oberammergau wurde im Juni 2010 von der Bevölkerung gekippt – wegen Schneemangel und Klimawandel negativ in die Schlagzeilen geraten werden.
2018 ist Ude 70 Jahre alt und längst nicht mehr im Amt. Im Fall einer (hoffentlich nicht) erfolgreichen Bewerbung müssten andere seine olympische Suppe auslöffeln und die Bürger die von ihm verursachten Schulden abtragen.
- Ude und die Versprechungen:
Im Gefolge von Olympischen Winterspielen 2018 in München versprach Ude das Blaue vom Himmel. Im Herbst 2008 rechnete er aufgrund des olympischen „Erwartungsdrucks“ mit einem neuen Münchner Hauptbahnhof. Da weder Bund noch das Land Bayern (geschweige denn die Stadt) investieren wollten bzw. konnten, wurde der neue Hauptbahnhof ein Jahr später still und leise abgeblasen.
Im Februar 2010 sagte Ude in Vanvouver: „Wir möchten den Olympiapark zu einem neuen Wintersportzentrum machen, das der olympischen Bewegung auch die nächsten 40 Jahre dienen kann“ (Pressemitteilung 15.2.2010). In Zeiten der Klimaerwärmung ist so eine Aussage mehr als fragwürdig. Außerdem würden die Olympischen Winterspiele vom Olympiapark nach der Bebauung nicht mehr viel übrig lassen! Dabei ist München schon jetzt mit über 44 Prozent zugebauter Fläche die am höchsten versiegelte Großstadt Deutschlands: auch wenn der Englische Garten und die Isarauen anderes suggerieren. (SZ 25.5.2010)
In Vancouver unterlief Ude ein böser Fehler, als er für die Bewerbung 2018 mit dem Oktoberfest warb, auf dem es niemals einen ernsthaften Zwischenfall gegeben hätte („has never had a major security incident“): Damit ließ er das Attentat von 1980 mit 13 Toten und 211 Verletzten unter den Tisch fallen (Hofmann 17.2.2010). Nach dem Fauxpas schob er alles auf die in der Tat teuren Berater, die sein Manuskript umgeschrieben hätten (Bielicki 19.2.2010; 24.2.2010).
Beim Neujahrsempfang des DOSB in Frankfurt schilderte Ude seine Sicht der Dinge: „München zum Beispiel hat eigentlich nur ein wirklich bedrückendes Problem: den Wohnungsmangel.“ Von einem weiteren ernsten Problem, der hohen Münchner Verschuldung (siehe unten), redete der OB nicht: Die würde durch die Bewerbung und Ausrichtung 2018 noch drastischer steigen.
- Ude als olympischer Lobbyist:
Ude übernahm umgehend Politik und Vokabular der vom DOSB gesteuerten Bewerbungsgesellschaft 2018. Als im November 2009 im Garmisch-Partenkirchner Gemeinderat über einen Antrag für ein Ratsbegehren abgestimmt wurde, kommentierte OB Ude im Vorfeld: „Für ein Rats- oder Bürgerbegehren ist es jetzt viel zu spät …“ (Holzapfel 11.11.2009).
Im November 2009 verteidigte Ude die umfangreichen Garantieerklärungen der Stadt an das IOC in dessen Host City Contract: Obwohl er selbst die Inhalte des Vertrages kritisierte (Ude ist Jurist), sagte er, eine Änderung der Verträge „geht einfach nicht“. Juristen des Bundeslandes Salzburg urteilten anlässlich der dortigen Bewebung über diesen Vertrag so:
Es bestehe „ein minimales Ausmaß an Verpflichtungen und Verbindlichkeiten für das IOC“; „nach den Grundsätzen des österreichischen Zivilrechts [würde] eine derartige Ansammlung von Einseitigkeiten zur Nichtigkeit einer solchen Vereinbarung wegen Verstoßes gegen die guten Sitten führen“ (Bielicki/Effern 11.11.2009; vergleiche auch 18 Gründe: Verträge).
Zum Alleinstellungsmerkmal äußerte Ude:
„Es ist aber eine Tatsache, dass nirgendwo auf dem Globus weniger in die Bergwelt hinein betoniert werden muss als in München und Garmisch. Wir haben unter ökologischen Gesichtspunkten gravierende Vorteile gegenüber Annecy und Pyeongchang, weil ein Großteil der Infrastruktur bereits vorhanden ist“ (Völker 16.2.2010).
Diese so falsche wie verzweifelte Schutzbehauptung dient nicht nur der Diffamierung der beiden anderen Wettbewerber, sondern soll vor allem ortsansässige Umweltschützer zum Schweigen bringen.
Beim erwähnten Neujahrsempfang 2010 des DOSB führte Ude weiter aus:
„Wir haben die Chance, ein neues Kapitel in der Sportgeschichte aufzuschlagen, nämlich wenn wir als erste Stadt nach Sommer- auch Winterspiele ausrichten. Davon sollte mehr die Rede sein als von den Bedenken des einen oder anderen Umweltschützers“ (Weinreich 26.1.2010).
Auf die Interviewfrage, ob das ein „starkes“ oder ein „gefährliches“ Argument für München sei, antwortete übrigens IOC-Präsident Jacques Rogge im Februar 2010: „Gar kein Argument“ (Kistner 9.2.2010).
Auf diesem Empfang hielt es Ude geradezu für „sträflich“, „den einen oder anderen kritischen Punkt zum Anlass zu nehmen, die olympische Idee infrage zu stellen“. Er erhielt tosenden Applaus von Sportlern und Funktionären (tz 23.1.2010; Weinreich 26.1.2010). Hier erhebt sich wieder die Frage, wie viele Denkmäler dieser Oberbürgermeister noch braucht.
Anfang 2010 sprach Ude von Umfragen, die angeblich 70 Prozent Befürworter genannt hätten – eine Zahl, die immer wieder auch von der Bewerbungsgesellschaft kolportiert wurde, ohne dass diese jemals eine Quellenangabe gemacht oder die Umfrage veröffentlicht hat.
Und schließlich nahm sich Ude die Zeit, am 16. Juni 2010 die Ex-Skistars und Olympia-Werber Rosi Mittermaier und Christian Neureuther mit der Medaille „München leuchtet“ auszuzeichnen: Deren zweifelhafter „Verdienst“ um München konnte nur der bedingungslose Einsatz für München 2018 sein.
Weniger Zeit hatte er dann für die CSU-Vorsitzende Elisabeth Koch im Garmisch-Partenkirchner Gemeinderat. Da Ude der dortigen CSU unterstellt hatte, aus rein kommunalpolitischen Gründen gegen Olympia zu sein, wollte Koch mit ihm über die Bewerbung sprechen. Ude bat „um Verständnis, dass eine Einladung Ihres Bürgermeisters und Ihrer Bürgermeisterin … terminliche Priorität besitzt“. Schließlich ist der Garmisch-Partenkirchner Bürgermeister Thomas Schmid ein glühender Olympia-Verfechter, der mit der Bewerbung – noch – von seinen verunglückten Finanz- und Investitionsplänen ablenken kann.
- Udes Umgang mit Kritik:
„Ich habe niemals etwas Negatives gesagt über Menschen, die der Olympia-Bewerbung skeptisch gegenüberstehen“ (Ude 3.7.2010).
Das sah die SZ anders und schrieb im Juni 2010: „Oberbürgermeister Christian Ude brachte die Kritiker mit geharnischten Sprüchen zeitweise zur Weißglut“ (Ruhland 22.6.2010).
Im Juli 2009 griff Oberbürgermeister Ude die Olympia-Gegner scharf an und warf ihnen „Kirchturmpolitik“ vor; durch ein Scheitern der Münchner Bewerbung wäre „der Eingriff in die eine Welt überall größer als in Garmisch“ (Bielicki 15.7.2009).
Im Januar 2010 äußerte Ude zu den durch Professor Thomas Bausch ermittelten geringen 57 Prozent Zustimmung in Garmisch-Partenkirchen: „In diese Zahlen eine Skepsis oder gar eine Ablehnung hineinzukommentieren halte ich für skandalös“ (Bielicki/Prummer 22.1.2010). Und im Interview in der taz fügte er hinzu: „Das ist die selbstgemachte Umfrage eines Olympia-Skeptikers, die er mit seinen Studenten hat durchführen lassen …“ (Völker 17.2.2010).
Eine Woche später legte er nach: „Die Idee eines Bürgerentscheids ist damit tot“ und spottete über den Widerstand gegen die Bewerbung: „Nur einige kleinere Windmaschinen erzeugen Gegenwind“ (SZ 28.1.2010).
Auch in Vancouver ging Ude in Interviews in altbewährter Manier auf die Bewerbungskritiker los. Er sehe ein „ernst zu nehmendes Problem“ darin, dass „unsere Umweltqualitäten, die ich als überragend empfinde, von einigen Umweltverbänden infrage gestellt werden … Von einigen Verbänden würde man nichts hören, wenn sie das olympische Thema nicht hätten“ (SZ 15.2.2010).
Im Interview mit der taz sagte Ude kurz darauf:
„Ich halte die Widerstände für ein Medienprodukt. Umweltverbände wissen natürlich, dass mit Olympia eine gewisse Medienpräsenz garantiert ist … Dennoch muss ich darauf hinweisen, dass so manche Organisation, die hier im Namen der Menschheit auftritt, nur sehr wenige Mitglieder hat … Es ist aber eine Tatsache, dass nirgendwo auf dem Globus weniger in die Bergwelt hinein betoniert werden muss als in München und Garmisch“ (taz 17.2.2010).
Zum Scheitern der olympischen Pläne in Oberammergau meinte Ude: „Ich glaube, dass in der Zukunft in Oberammergau auch Stimmen laut werden, dass das so schlau nicht gewesen ist, sich hier allzu sehr zu zieren. Hier wurde ein Kuchenstück zurückgewiesen“ (Ude 5.7.2010, B5). Es hätte sich wohl um ein ziemlich ungenießbares Kuchenstück gehandelt!
- München muss sparen:
Im Frühjahr 2010 war klar: München droht ein Finanzloch von 250 Millionen Euro im Haushalt, weshalb die Stadt für 2010 eine Neuverschuldung von 200 Millionen Euro stemmen muss, dazu sollen 250 Millionen Euro über Steuererhöhungen eingenommen werden: Hundehalter und Hotelgäste müssen höhere Abgaben zahlen, die Grundsteuer soll erhöht werden. Kinderkrippen sollen teurer werden. Die Referate müssen in zwei Jahren 80 Millionen Euro einsparen. Am Bauunterhalt und der Pflege von Grünanlagen muss gespart werden. Die Gasteig-Sanierung kann wegen der städtischen Finanznot nicht durchgeführt werden (SZ 27.5.2010; SZ 12.6.2010; SZ 15.6.2010).
- Udes Trick im Münchner Stadtrat:
Da den Stadträten die prekäre finanzielle Situation Münchens bekannt wurde und diesbezügliche kritische Fragen zu erwarten waren, inszenierte Ude Anfang Juni 2010 zusammen mit der Stadträtin und eifrigen Anhängerin der Bewerbung München 2018, Sabine Krieger von Bündnis 90/Die Grünen (und im Aufsichtsrat der Bewerbungsgesellschaft), ein Frage- und Antwortspiel. Krieger wollte im Stadtrat – vermeintlich besorgt – über die eventuellen finanziellen Risiken der Spiele Auskunft erhalten. Und Ude lieferte wie erwartet.
Er rechne nicht mit einem Defizit im Budget des Organisationskomitees: „Die Ausgaben werden die Einnahmen nicht übersteigen.“ Die Finanzierung sei solide. Und auch nach Angaben der Bewerbungsgesellschaft habe es keine Defizite gegeben. So sei das Budget bei den Olympischen Winterspielen in Nagano 1998 und Turin 2006 ausgeglichen gewesen; Salt Lake City habe sogar 56 Millionen Dollar Gewinn erwirtschaftet. Auch Vancouver werde kein Defizit verzeichnen (SZ 7.7.2010; Rathaus Umschau 6.7.2010).
(Das selbe Spiel lief im Juli 2010, als Krieger einen umfangreichen Fragekatalog zu den ökologischen Folgen der Planung am Ersatzort von Oberammergau, dem Gut Schwaiganger bei Ohlstadt, an den Oberbürgermeister richtete. Krieger bekam dann wie erwartet von Ude die beruhigenden Antworten auf jede Frage (Lode 8.7.2010; RathausUmschau 29.7.2010).
Der Prokurist der Bewerbungsgesellschaft, Jürgen Bühl, stellte im Juni 2010 fest, Salt Lake City habe ein Plus von 56 Millionen Dollar gemacht (Kristlbauer 20.6.2010). Ude übernahm also identisch die Vorgaben der Bewerbungsgesellschaft. Der Oberbürgermeister trug mit bekannt sonorer Stimme vor, und die Stadträte konnten zustimmend abnicken. Dieses Statement grenzt angesichts der realen finanziellen Verhältnisse an Volksverdummung, denn die Tatsachen sprechen eine ganz andere Sprache (siehe auch 18 Gründe: Erfahrungen).
- Zu Nagano 1998: (aus Kritisches Olympisches Lexikon: Tsutsumi, Yoshiaki)
Nagano ist so gut wie bankrott: Der amerikanische Wirtschaftsprofessor Andrew Zimbalist veröffentlichte im März 2010 in der IMF-Zeitschrift Finance & Development, dass der Schuldenberg elf Milliarden Euro beträgt.
Der erhoffte Tourismusboom ist ausgeblieben. Die Baukosten für Infrastruktur (mit Schnellzuganbindung) und die Betriebskosten für die vielfach leer stehenden Anlagen belasten den Haushalt. Nagano wird 25 Jahre lang den Schuldenberg abzutragen haben – bis 2023.
- Zu Salt Lake City 2002: (aus Kritisches Olympisches Lexikon: Salt Lake City)
Im Januar 1999 sagte der Chefredakteur der örtlichen City Weekly: „Heute würde mindestens die Hälfte aller Anwohner die Spiele am liebsten zurückgeben.“ Nur die Hälfte des Haushalts von 1,45 Milliarden Dollar war zu diesem Zeitpunkt gesichert. Das ursprüngliche Budget lag bei 839 Millionen US-Dollar und hat sich nahezu verdoppelt.
- Zu Turin 2006: Es ergab sich ein „offizielles“ Defizit von 31 Millionen US-Dollar (Kristlbauer 20.6.2010). Das inoffizielle dürfte weit höher gewesen sein – hinter diversen anderen Haushaltsposten versteckt.
Dazu kommen die finanziellen Folgekosten der White Elephants. In Pragelato mit 450 Einwohnern verursachen die fünf Schanzen jährlich eine Million Euro Defizit; in Cesana liefert die Bobbahn ein jährliches Defizit von 1,7 Millionen Euro (Hoppe 8.2.2010).
- Zu Vancouver 2010: Die Endabrechnung steht (vermutlich absichtlich) noch aus. In einem Zwischenbericht werden Gesamtkosten von 6,6 Milliarden Euro angegeben. Allein die Kosten für Sicherheit betrugen über 700 Millionen Euro. Der Finanzminister der kanadischen Provinz British Columbia teilte im Juli 2010 mit, dass sich das Defizit, also die Kosten für den Steuerzahler, von der ursprünglichen Schätzung von 600 Millionen kanadische Dollar auf 925 Millionen (etwa 713 Millionen Euro) erhöht hat (Fong 9.7.2010).
- Zu Sotschi 2014: Es wurden zunächst 8,6 Milliarden Dollar angesetzt; 2009 lag die Schätzung schon bei über 30 Milliarden Dollar.
Für die Olympischen Sommerspiele in London 2012 waren ursprünglich weniger als vier Milliarden Dollar angesetzt: Nun rechnet man mit 19 Milliarden Dollar. Die damals zuständige Ministerin Tessa Jowell sagte bereits 2008: „Wenn wir gewusst hätten, was wir heute wissen, hätten wir uns dann um die Spiele beworben? Mit Sicherheit nicht“ (Osborne 12.11.2008).
Andrew Zimbalist formulierte im erwähnten Artikel „Ist es das wert?“ eine Warnung an die Austragungsorte. Er schilderte darin die vielfältigen Risiken für Olympische Sommer- und Winterspiele. So mussten jeweils viele zusätzliche Milliarden Dollar an öffentlichen Geldern eingesetzt werden. Defizitär waren die Spiele in Seoul (1988), Barcelona (1992): vier Milliarden Dollar Defizit; Nagano (1998): 11 Milliarden Dollar Defizit; Sydney (2000); Athen (2004): geschätzte Kosten 1,6 Milliarden Dollar, tatsächliche Kosten 16 Milliarden Dollar (allein die Kosten für Sicherheit stiegen auf 1,4 Milliarden Dollar) und Peking (2008): geschätzte Kosten 1,6 Milliarden Dollar, tatsächliche Kosten mehr als 40 Milliarden Dollar.
Zimbalist kam zu dem Schluss: „Denkt nach, bevor ihr euch bewerbt!“ Die Bewerber für 2018 – Annecy, München und Pyeongchang – „würden gut daran tun, sich vom unvermeidlichen olympischen Hype fernzuhalten und einen langen, harten und nüchternen Blick auf die langfristigen Entwicklungsziele ihrer Region zu richten“.
Das wird dieser Münchner Oberbürgermeister und dieser Münchner Stadtrat nicht tun. In Oberammergau waren die Bürger allerdings bereits im Juli 2010 schlauer. Garmisch-Partenkirchen folgt hoffentlich.
Quellen:
Ärger um Seehofers Olympia-Auftritt, in SZ 22.2.2010
B5 aktuell 5.7.2010
Bewerbungsgesellschaft 2018, Pressemitteilung 15.2.2010
Bielicki, Jan
- Breite Unterstützung für Olympiabewerbung, in SZ 15.7.2009
- München über den Wolken, in SZ 28.1.2010
- Schlecht beraten, in SZ 19.2.2010
Bielicki, Jan/Effern, Heiner, Verstoß gegen die guten Sitten, in SZ 11.11.2009
Der Dank der Stadt, in SZ 18.6.2010
Effern, Heiner/Prummer, Karin, Ohrfeige für die Organisatoren, in SZ 22.1.2010
“Es muss Tabuflächen geben”, in SZ 25.5.2010
Fong, Petty, B.C. taxpayer’s Olympic cost: $ 925 million, oympics.thestar.com 9.7.2010
Hofmann, René/Forster, Karl, Das verwünschte Manuskript, in sueddeutsche.de 17.2.2010
Holzapfel, Matthias, Anspannung wächst – Druck auf CSU nicht, in merkur-online 11.11.2009
Hoppe, Gregor, Was bleibt, sind Umweltschäden – Turin – vier Jahre nach den Winterspielen, in br-online 8.2.2010
Hutter, Dominik, Oberhausen als Schreckgespenst, in SZ 15.6.2010
Hutter, Dominik/Lode, Silke, Die 250-Millionen-Euro-Frage, in SZ 12.6.2010
Kistner, Thomas, Der Reiz der Spiele ist stärker denn je, in SZ 9.2.2010
Klares Votum für Olympia, in SZ 12.11.2009
Kristlbauer, Matthias, Olympia 2018: Wer zahlt drauf?, in merkur-online.de 20.6.2010
Lobbyarbeit in Vanvcouver, in SZ 24.2.2010
Lode, Silke
- Heilsamer Zwang, in SZ 15.6.2010
- Merkel soll sich einmischen, in SZ 8.7.2010
- Ude verordnet München hartes Sparprogramm, in SZ 15.6.2010
„Natürlich habe ich Nachfolger im Kopf“, in SZ 3.7.2010
Neff, Berthold, Die Gasteig-Akustik bleibt mies, in SZ 27.5.2010
Olympia – so ökologisch wie möglich, Interview in SZ 15.7.2009
Olympische Winterspiele, in RathausUmschau S. 13ff., 6.7.2010
Osborne, Alistair, Tessa Jowell: London 2012 Olympics was a mistake in light of recession, in Telegraph.co.uk, 12.11.2008
Pampuch, Thomas, Olympia ist out, in taz.de 23.5.2009
RathausUmschau 29.7.2010, S. 13ff
Riedel, Katja
- Die Winterspiele der Steuerzahler, in SZ 22.6.2010
- Spitzen ins Oberland?, in SZ 24.6.2010
Ruhland, Michael, Eine Frage des Spirits, in SZ 22.6.2010
Ude rechnet nicht mit Defizit, in SZ 7.7.2010
Ude watscht Kritiker ab, in tz 23.1.2010
Ude, Christian, Olympische Effekte, in München erleben 14.4.2010
Unglaublich positiv, in: SZ 15.2.2010
Völker, Markus, Widerstände sind ein Medienprodukt, in taz 17.2.2010
Weinreich, Jens, München 2018: Christian Ude und die „Kniffe der propagandistischen Darstellung“, Blog 26.1.2010
Willy Bogner und der Ein-Euro-Job, SZ 7.11.2009; „Wir müssen noch viel tun“, Interview, in SZ 26.2.2010
Zimbalist, Andrew, Is it worth it? in IMF-Zeitschrift Finance & Development, März 2010
Kritisches Olympisches Lexikon - Sach- und Personenregister:
Ablasshandel - Adidas - Alleinstellungsmerkmal - Amateursportler - Artiade - Bach, Thomas - Barcelona, Olympische Sommerspiele 1992 - Biathlon - Blatter, Sepp - Bogner, Willy - Brundage, Avery - Court of Arbitration for Sport (CAS) - Chowdhry, Anwar - CO2-Neutralität - Coca-Cola - Dassler, Adolf - Dassler, Horst - Daume, Willi - Deutsche Sporthochschule Köln (DSHS) - Deutscher Alpenverein olympisch - Diem, Carl - Doping - Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB) - Dow Chemical - Fackellauf - Fernsehrechte - FIFA - Fußball - Gendoping - Greenwashing - Grüne Spiele - Grünes Erbe - Guelfi, André - Halt, Karl Ritter von - Hasan, Mohamad Bob - Havelange, João - Hill & Knowlton - Hodler, Marc - Host City Contract Vancouver 2010 - International Olympic Committee (IOC) - IOC und Diktaturen - ISL / ISMM - Kim Un Yong - Lee Kun Hee - Leuchtturm-Projekt - McDonald’s - Mecklenburg, Adolf Friedrich zu - Nachhaltigkeit - National Broadcasting Company (NBC) - Nebiolo, Primo - Nyangweso, Francis W. - Ökologische Milchbubenrechnung - Ökologisches Blabla - Olympische Charta - Olympische Familie - Olympische Prostitution - Olympische Ringe - Olympische Spiele - Olympischer Kongress, Beispiel Paris - Olympischer Orden - Olympisches Erbe - Olympisches Motto - Olympisches Museum - Park Yong-sung - Planersprache - Pyeongchang-Bewerbung - Rogge, Jacques - Salt Lake City - Samaranch, Juan Antonio - Schneekanonen - Sotschi - Sponsoren - Sponsoring - Sport - sport intern - Sport-Pharaonen - Sportindustrie - Takac, Artur - Takac, Goran - Tarpischtschew, Schamil - Techno-Doping - Tröger, Walther - Tsutsumi, Yoshiaki - Ude, Christian - Vazquez Rana, Mario - Vesper, Michael - Weber, Jean-Marie - White Elephants - WBA-Institute -
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