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Sotschi 2014/I

 
Zuletzt geändert am 12.04.2017 @ 16:42

Sotschi 2014/I/ 2007 – 6/2013: hier
Sotschi 2014/II/ 7-12/2013: hier

Sotschi 2014/III 01/2014: hier
Sotschi 2014/IV 02/2014: hier

Dauer der Olympischen Winterspiele 2014: 7. bis 23. Februar 2014 (17 Tage) plus Paralympics 7. bis 16. März 2014 (10 Tage)

Bewerbung
Bei der Bewerbung 2014 hatte Sotschi ein Organisationsbudget von 1,5 Milliarden Dollar, Pyeongchang von 1,26 Milliarden Euro und Salzburg von 965 Millionen Dollar. Letztlich war es ein Duell der Konzerne Gazprom und Samsung. Der russische Präsident Putin setzte sich persönlich für seinen Urlaubsort Sotschi am Schwarzen Meer ein.

„Doch Sotschis Agenten hatten 100 Millionen Euro lockergemacht, hieß es in Bewerberkreisen. Und Ex-KGB-Zar Wladimir Putin ließ IOC-Chef Jacques Rogge den Energieriesen Gazprom als Topsponsor andienen, von sagenhaften Konditionen war die Rede. Zur Kür in Guatemala flogen die Russen eine Antonow mit 70 Tonnen Material ein, um in den Tropen eine Freilauf-Eisfläche zu installieren. Deren Besuch war den IOC-Mitgliedern per Ethik-Kodex verboten, doch nicht alle hielten sich daran. Schließlich lockten allabendlich Kaviar, Tanz und nette Mädels“ (Kistner, Juni 2008).

Thomas Kistner kam zu dem Schluss: „Nie wurde Olympia schamloser versteigert.“ Juan Antonio Samaranch hatte 2006 schließlich die entscheidenden Stimmen für Sotschi 2014 besorgt, da er immer noch ein Kontingent von 30 bis 40 IOC-Stimmen kontrollierte.

Klimaerwärmung
In Sotschi mit seinen 300 Sonnentagen pro Jahr werden erstmals Olympische Winterspiele in einer subtropischen Stadt unter Palmen stattfinden. Die Höchsttemperatur im Januar 2010 lag bei 19 Grad plus. Dabei wies IOC-Präsident Jacques Rogge vor der Vergabe an Sotschi auf den Klimawandel hin – aber wieder einmal ohne Konsequenzen:

„Die Auswirkungen der globalen Erwärmung werden die Vergabe der Olympischen Winterspiele 2014 im kommenden Juli maßgeblich beeinflussen … Wir werden genau beobachten, wie sich der Klimawandel auf die drei Bewerberorte auswirken wird. Die voraussichtlichen Schneebedingungen spielen bei der Vergabe der Olympischen Spiele 2014 eine entscheidende Rolle. Kunstschnee ist keine Alternative, weil der auch nur bis zu Temperaturen von plus sechs Grad anwendbar ist“ (spiegelonline 10.2.2007).

Sport-Neubauten
Bislang gab es nur einen einzigen Lift im vorgesehenen Skigebiet Krasnaja Poljana und keine einzige Skipiste. Alle Wettkampfstätten mussten neu errichtet werden. Die meisten von ihnen werden im Nationalpark Sotschi gebaut, der ein Weltnaturerbe ist. Auch das kaukasische Biosphärenreservat, ist von den Bauarbeiten bedroht (alpMedia 19.7.2007). Das Bergdorf Krasnaja Poljana „soll über eine kombinierte Auto- und Eisenbahn mt sotschi verbunden werden. Gebaut wird inmitten unberührter Natur – meist ohne dass ein Umweltgutachten vorliegt“ (Lielischkies 18.2.2013).

„Auf 537 Hektar soll ein Netz aus 14 Seilbahnen entstehen, 55 Kilometer Piste, davon acht olympisch für Abfahrt, Slalom, Super-G, Snowboard und Freestyle. Geplant ist ein Vier-Sterne-Hotel mit 600 Zimmern, dazu drei Stadien für 14 000, 15 000 und 18 000 Zuschauer“ (Großekathöfer 2.2.2009).

Kosten und Finanzierung
Als Gesamtkosten waren für Sotschi 2014 zunächst 8,6 Milliarden Dollar kalkuliert. 2007 lagen die Kosten schon bei 25 Milliarden Dollar und 2010 bei über 30 Milliarden Dollar. Im Frühjahr 2013 wurden 38 Milliarden Euro ( ) angegeben (Lielischkies 18.2.2013). Allein die Stromversorgung soll zwei Milliarden Dollar kosten. In diesen Kosten sind die Folgekosten der Umweltschäden noch gar nicht enthalten.

Das Organisationskomitee für Sotschi soll Sponsorenverträge über eine Milliarde US-Dollar abgeschlossen haben: unter anderem mit dem Ölkonzern Rosneft, der Sberbank, der Fluggesellschaft Aeroflot und dem Konzern Rostelekom (SZ 29.12.2009).

Die zehn reichsten russischen Geschäftsleute mussten auf Druck von Putin der staatlichen Sportförderung zusätzliche Finanzhilfen in Milliardenhöhe gewähren; auch die Stiftung Russische Olympioniken (SRO) um die Oligarchen Roman Abramowitsch und Oleg Derpaska musste einspringen (Hahn 2.10.2008).

Ende Oktober 2010 wurde der russische Mafiaboss Eduard Kakosyan in der Stadtmitte von Sotschi erschossen. Er war als Immobilienmakler mit Baumaßnahmen für die Winterspiele befasst. (SZ 27.10.2010)

Naturzerstörung statt Grünes Erbe
Nach Auskunft der „Umweltwache Nordkaukasus“ wurden für die Spiele 20 000 Hektar Wald abgeholzt, einzigartige Quellenlandschaften zerstört und Tierpopulationen vertrieben (Großekathöfer 2.2.2009).

Die Baustelle im Sumpfgebiet der Imereti-Bucht war vorher Brutplatz für vom Aussterben bedrohte Zugvögel. Naturschützern zufolge entstehen 84 Prozent der olympischen Wettkampfstätten in einem Nationalpark.

Das Biathlon-Zentrum, die Skipisten und die Hotelbauten gleichen einem ökologischen Albtraum. Selbst der russische Umweltminister sagte nach der Besichtigung: „Unsere Baustellen sehen furchtbar aus“ (Zekri 19.3.2009).

„Damit Gazprom in Ruhe bauen konnte, waren die Schutzauflagen des Nationalparks gesenkt worden. Die Umweltwache klagte. Im Oktober gab ihnen ein Gericht in der Stadt Majkop recht. ‚Zwei Wochen waren alle Bauarbeiten in Krasnaja Poljana illegal’, sagt Dimitrij, ‚auch die Olympia-Anlagen’. Dann kassierte ein Bezirksgericht das Urteil. Die Welt war wieder normal“ (Zekri 29.9.2008).

Über zwei neue Frachthäfen, für die es keine Baugenehmigung gab, wurden und werden die Millionen Tonnen Baumaterial angeliefert werden. Das Flussbett der Mzymta wird eine Trasse für Bahn und Autobahn. Der Herausgeber der Sochi Gazette sagte dazu: „Die Mzymta war in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts für die Wasserversorgung wichtig, aber das ist jetzt nicht mehr der Fall“ (Lee 15.6.2010).

Der WWF beendete gerade die Zusammenarbeit mit einem Baukonzern, weil seine Vorschläge ignoriert wurden, und beklagte, dass für den Bau von Straßen und Bahntrassen einzigartige Wälder mit seltenen Tier- und Pflanzenarten zerstört worden seien. Auch wurden Nationalparkgrenzen geändert, um Gazprom einen Straßenbau zu einem firmeneigenen Kurort zu ermöglichen.

Auch in Sotschi wird es jede Menge „White Elephants“ geben; Umnutzungen werden schon geplant:
„Aus dem Eishockeystadion soll ein Sport- und Kongresszentrum werden, aus dem Eiszentrum eine Handels- und Ausstellungsstätte, aus dem Pressezentrum ein weiteres Handelszentrum, aus dem Olympiapark ein Themenpark. Und was wird aus den 42 437 Hotelbetten, die das Olympische Komitee vorgeschrieben hat?“ (Nienhuysen 9.6.2010). Das Olympiastadion im Ort Adler fasst 75.000 Personen; Adler hat 110.000 Einwohner (Wechlin 23.2.2013).
Und da im März 2011 der gerade modernisierte Flughafen in Sotschi wegen Nebels geschlossen werden musste, wird nun noch eine 170 Kilometer lange Schnellbahnstrecke von Krasnodar nach Sotschi gebaut (SZ 24.3.2011).
Das „Grüne Erbe“ der Olympischen Spiele in Sotschi ist wieder einmal: Zerstörung und Vertreibung, Desaster und Ruin.

In Sotschi
Viele Bewohner befürchten ihre Enteignung, die beschleunigt über das „Olympiagesetz 310“ erfolgen kann. Für die Spiele müssen tausend Familien umziehen. Die Immobilienpreise sind explodiert. Lokaljournalisten berichten, dass der Staat auf den Verzicht von umwelt- und sozialkritischen Artikeln drängt. Als im April 2008 das Olympische Komitee einflog, verordnete die Obrigkeit strenge Regeln:

„Für alte Autos wurde ein Fahrverbot verhängt, erzählen Anwohner. Studenten wurden in Polizeiuniformen gesteckt, weil die Beamten kein Englisch sprachen. Alles für Olympia … Die Olympischen Spiele haben die Immobilienpreise explodieren lassen. 100 Quadratmeter kosten auf dem freien Markt 100 000 Dollar.“ – „Die Menschen sollten sich nicht so anstellen, hat der Bürgermeister mal gesagt, in China werde auch anstandslos umgesiedelt …“ (Zekri 29.9.2008).

Wahlen in Sotschi
Am 26. April 2009 war in Sotschi Bürgermeisterwahl. Der Bürgermeisterkandidat Boris Nemzow kritisierte, dass „ein Land mit einem Haushaltsdefizit von etwa 100 Milliarden Dollar nicht 13 Milliarden für Olympische Spiele ausgeben sollte“ (Nienhuysen 25.3.2009). Er sprach sich gegen den Wahnsinn der Winterspiele aus und wies darauf hin, dass allein für das künstliche Eis fast 70 Prozent des städtischen Stroms benötigt werde. Nemzow schrieb an Medwedew: „Die hohen Kosten und zu erwartende Umweltschäden stellten die Stadt vor eine Zerreißprobe.“ Er kritisierte die Spiele in Sotschi als „Abenteuer“; auch würde die Eispaläste und Stadien später niemand mehr nutzen.

Putin forderte, dass der künftige Bürgermeister ein „verantwortungsvoller und professioneller Mann“ sein sollte (Nienhuysen 25.3.2009). Nemzow wurde Ammoniak in die Augen geschüttet; der Täter blieb unbekannt. Sein Team wurde mit Razzien und Festnahmen überzogen. Der Chefredakteur der Lokalzeitung musste zurücktreten, nachdem er Nemzow unterstützt hatte. Das Lokalfernsehen sendete Schmähberichte gegen Nemzow. Die Zeitung Wremja Nowostej bilanzierte:

„Pachomow [der bisherige Bürgermeister, W. Z.] herrscht ohne jede Einschränkung. Die Wahl findet in einem absoluten Informationsvakuum statt, das von den Behörden für alle errichtet wurde, außer für den Kandidaten von Einiges Russland“ (Nienhuysen 25.4.2009).

Die Partei Einiges Russland drohte den 293 000 Wahlberechtigten mit dem Verlust des Arbeitsplatzes, falls sie nicht für Pachomow stimmten. Schließlich erhielt Anatolij Pachomow von der Kreml-Partei Einiges Russland 76,7 Prozent, Nemzow 13,7 Prozent. Die russische Opposition beklagte vielfache Wahlfälschungen (Nienhuysen 28.4.2009).

Im Oktober 2010 vereinbarten Putin und der Formel-1-Vermarkter Bernie Ecclestone, dass in Sotschi ein Grand-Prix-Kurs für 200 Millionen Dollar gebaut wird: Das erste Rennen soll dort im Herbst 2014 stattfinden. Dann sind eine Reihe der Wintersportanlagen für die Olympischen Spiele längst wieder abgebaut, da sie nicht mehr gebraucht werden. (Vgl. Nienhuysen 15.10.2010)

Sotschi und das IOC
Das IOC-Mitglied Jean-Claude Killy (früherer Skirennfahrer und jetziger Chef von Coca-Cola Frankreich) sagte: „Der russische Diamant funkelt mit jedem Tag stärker.“ Und laut IOC-Präsident Rogge wird Russland mit Sotschi bald „einen Wintersportort von Weltniveau“ besitzen, „ohne das einzigartige Ökosystem der Region“ anzutasten (Becker 11.2.2010).

Der Präsident des Internationalen Skiverbandes Gian-Franco Kasper stellte dagegen im Oktober 2010 fest: „Es wird noch viel Kritik und viele kleine Skandale geben.“ Es sei „die größte Baustelle der Welt“ mit 40.000 Arbeitern. Kasper benannte 22.000 benötigte Hotelzimmer, die noch nicht gebaut seien und warnte vor „White Elephants“ (SZ 23.10.2010).

Sotschi im Jahr 2011
Die grüne Bundestagsabgeordnete Viola von Cramon ist Mitglied des Sportausschusses des deutschen Bundestages und bereiste Anfang 2011 die russischen Sportstättenbauten in Moskau (Fußball-WM 2018) und Sotschi. Dort wird unter  Leitung von Olympstroj in drei Clustern gebaut: dem Meerescluster, dem Bergcuster und dem Cluster der Alpinen Disziplinen in Rhosa Khutor. Die Skigebiete liegen im Bezirk Krasnaja Poljana: Das Bergdorf muss „von einem Bergdorf auf internationalen Standard hochgerüstet werden“ (S. 6; alle Zitate: von Cramon, siehe unten). Olympstroj ist für Autobahnen, Skipisten und einzelne Stadien zuständig, konnte aber keine Informationen zum Stand der Bauarbeiten oder Kosten mitteilen. Die NRO Öko-Wacht Nordkaukasus teilte mit, dass der Förderale Rechnungshof die Budget-Unterlagen zu Sotschi 2014 als „vertraulich“ klassifiziert und damit der Öffentlichkeit entzogen habe (S. 7).
„Zu der Leitidee ‚Grüne Spiele‘ konnte man uns bei Olympstroj wenig sagen. Es gibt einen russisch-englischen Flyer auf Hochglanzpapier, aus dem hervorgeht, welche Tier- und Pflanzenarten zu schützen seien und nach welchem Leitideen beispielsweise nach welchen ökologischen Baustandards (…) man sich beim Gesamtprojekt richte“ (S. 7f) Genaueres konnte weder der zuständige Leiter der Umweltabteilung noch andere führenden Experten in Moskau mitteilen: Sie verwiesen auf die Fachleute in Sotschi: „Aber auch hier war niemand der Experten in der Lage, uns Genaueres mitzuteilen“ (S. 8).
Rund achtzig Prozent der Umweltprobleme entstehen durch den Bau der Autobahn und Eisenbahnstrecke von Adler nach Krasnaja Poljana. Teilweise wird die Eisenbahn am und über den Fluss Msytma gebaut, der streckenweise von 200 auf 50 Meter verengt wurde: „Die Trassen für die Schnellstrasse und die Eisenbahn werden durch das Flussbett geführt“ (S. 8). Die Folgen: u. a. illegale Müllkippen für den Aushub, toxische Bauabfälle, Kappung der Wasserversorgung für die Bevölkerung. Damit und mit der Staubbelastung kommt die Landwirtschaft zum Erliegen; die Ernten von Nuss-, Kiwi- und Feigenbäumen können nicht mehr verkauft werden.
Durch das Olympiagesetz von Dezember 2007 können Anwohner gegen Kompensation umgesiedelt werden; die Anwohner sollen mitbestimmen können. Aufgrund des Zeitdrucks entscheiden nun die Behörden, und die Betroffenen werden willkürlich umgesiedelt.
Die Zustimmung in der Bevölkerung lag 2006 noch bei 86 Prozent; Ende 2010 lag sie bei  50 Prozent.

Sotschi im Jahr 2012
Russischer Umweltschützer muss flüchten.
Der Diplombiologe und Fledermausspezialist Suren Gazaryan kämpfte gegen die Umweltzerstörungen durch die Baumaßnahmen für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi, gegen die Korruption der russischen Machthaber und illegale Bauten in öffentlichen Waldgebieten sowie gegen den Autobahnbau durch den “Chimski-Wald” bei Moskau. (Vergleiche hierzu das Kapitel zum Autobahnbau bei William J. Dobson, Diktatur 2.0.) Gazaryan wurde des “Hooliganismus” angeklagt und im Juni 2011 zu drei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hat dann eine weitere Anklage gegen ihn erhoben und ihn zur Fahndung ausgeschrieben. Die Menschenrechtsorganisation “Human Rights Watch” sieht die Anklage so konstruiert, “um ihn auf bis zu fünf Jahre hinter Gittern und damit zum Schweigen zu bringen” (Wolff, Reinhard, Umweltschützer sucht Asyl, in taz.de 2.1.2012).
Gazaryan floh kurz vor Weihnachten nach Estland.

– Sotschi hat den längsten
Der längste Fackellauf in der Geschichte der Olympischen Winterspiele wird von Sotschi 2014 veranstaltet. Er wird 65.000 Kilometer lang sein und beginnt in Moskau. Dann wird er von der westlichen Exklave Kaliningrad bis zu den gefrorenen Gegenden von Chukotka, Wladiwostok und Sibirien und zurück reichen. In 123 Tagen werden 83 Städte bis zur Eröffnung am 7.2.2014 in Sotschi besucht. Mehr als 114.000 Fackelträger und 30.000 Freiwillige werden das olympische Feuer begleiten – in Vancover waren es “nur” 12.000 Fackelträger über eine Distanz von 45.000 Kilometer (ria.ru 7.10.2012).
Was die Putin-Diktatur eben so aufzubieten in der Lage ist.

Sotschi, Januar 2013 (Sotschi II Juli bis Dezember  2013: hier)
– Neue Kostenentwicklung: „Weil sich die russischen Oligarchen dann doch weniger engagierten als zunächst kolportiert, übernimmt der Staat das Gros des auf geschätzt 40 Milliarden Euro angeschwollenen Spiele-Budgets“ (Aumüller 29.1.2013).IOC fordert Zeitumstellung für Sotschi 2014. Das IOC schrieb im Januar 2013 an den stellvertretenden russischen Premierminister und drängte die russische Regierung zur Wiedereinführung der Winterzeit, um den Zeitunterschied zu Westeuropa von drei auf zwei Stunden zu verkürzen. (Die Winterzeit war erst 2011 unter Präsident Medwedew abgeschaft worden.) Ende Februar 2013 werden auf dem “World Broadcasters Meeting” die genauen Zeitpläne der Winterspiele vorgestellt. Und die World Broadcasters wollen schließlich zur besten Abendzeit senden und nicht erst um Mitternacht – sonst gibt es Ärger mit den Sponsoren (Twickel, Nikolaus von, Olympic Committee Requests Turning Clocks Back for 2014 Winter Games, in themoscowtimes.com 23.1.2013; Nienhuysen, Frank, Streit um ewigen Sommer in Russland, in SZ 24.1.2013). 

– Neue Kostenentwicklung in Sotschi 2014: “Weil sich die russischen Oligarchen dann doch weniger engagierten als zunächst kolportiert, übernimmt der Staat das Gros des auf geschätzt 40 Milliarden Euro angeschwollenen Spiele-Budgets” (Aumüller, Johannes, Putins Planspiele, in SZ 29.1.2013; Hervorhebung WZ).

Sotschi, Februar 2013:
IOC stellt russische Zeit um. Rogge erneuerte die Forderung des IOC, für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi die 2011 abgeschaffte Winterzeit wieder einzuführen (siehe Januar 2013). Die Fernsehsender maulen über derzeit drei Stunden Zeitunterschied: Mit der Winterzeit wären es nur zwei Stunden (Rogge für Wiedereinführung der Winterzeit vor Sotschi 2014, in n-tv.de 5.2.2013).

Gesine Dornblüth, 3.2.2013:
Am 7.2.2013 begann der Ticketverkauf für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi. Der Straßenbau kommt nicht rechtzeitig voran. Die Luftfeuchtigkeit ist hoch: Davon ist die Qualität des Eises im Eisstadion abhängig. Sotschi ist ein Erdbebengebiet. Ende Dezember 2012 gab es ein Beben der Stärke 5,6.
Anne Gellinek, 3.2.2013:
“Eilfertige Oligarchen haben komplette Skidörfer und Hotelkomplexe spendiert, um dem Präsidenten zu gefallen”. Aus Angst vor Anschlägen der kaukasischen Nachbarländer spielen Armee und Geheimdienst Szenarien von Terrorattacken durch.
“Eins scheint aber klar: Es werden keine Spiele für die Menschen von Sotschi. Hier herrscht nach anfänglichem Enthusiasmus die totale Ernüchterung . Neben den gigantischen Baustellen in Krasnaja Poljana liegt noch das alte Dorf. Ehedem eine verschlafene Ansammlung von Holzhäusern. Früher, so erinnern sich die Bewohner, gab es hier Bären, klare Bäche und ein paar versprengte Bergsteiger und Skiläufer. Jetzt wohnen die Dörfler neben der Baustelle des Jahrhunderts. Tag und Nacht donnern riesige LKW die alte Straße entlang. Schmutz, Staub und Lärm. Seit zwei Jahren ohne Pause… Noch zu keinem der Testwettbewerbe sei auch nur ein Dorfbewohner eingeladen worden, die Olympischen Spiele gingen komplett an den ‘Ureinwohnern’ vorbei.”
Julia Smimova 3.2.2013:
“Es ist Ende Januar und plus 15 Grad, normal für das subtropische Klima… Im Olympiastadion (…) sind die geschätzten Kosten um das Zweifache auf knapp 590 Millionen Euro gestiegen… Für Russland und seinen Präsidenten ist Sotschi ein Prestige-Objekt, das Russland als Sport-Großmacht, wie einst die Sowjetunion, etablieren soll… Das Budget ist inzwischen auf rund 38 Milliarden Euro gewachsen… Das kühnste Projekt ist die ‘kombinierte’ Auto- und Eisenbahn, die die Stadt Sotschi und den Olympia-Park mit den Sportanlagen in den Bergen verbinden wird… 48 Kilometer der Straße kosten etwa  5,7 Milliarden Euro… Hektare von seltenen Bäumen wurden abgeholzt. das Ökosystem des Flusses ist durch den Bau verschmutzt…. Die Bauarbeiten im Flusstal wurden bereits begonnen, als es noch keine Gutachten gab… ‘Die meisten Anlagen – die Stadien und Infrastrukturobjekte – bekommen eine Umweltbegutachtung post factum’, sagt Wladimir Kimajew von der ‘Umweltwache  Nord-Kaukasus’… Die illegalen Mülldeponien rund um Sotschi wachsen mit jedem Tag.”
– Stephan Laack, 4.2.2013:
Ursprüngliche Kosten neun Milliarden Euro, momentaner Stand: 37,7 Milliarden Euro: “Knapp die Hälfte davon würde von privaten Investoren aufgebracht, die andere Hälfte käme aus dem Staatshaushalt. Die Kostenexplosion ist zu einem erheblichen Teil auf Betrug, Bestechung und Korruption zurückzuführen… Bislang haben die Behörden eher Strafverfahren gegen Mitglieder der Ökowacht Nordkaukasus eröffnet, statt mit ihnen zusammenzuarbeiten.”
– Elke Windisch, 7.2.2013:
Sotschi 2014 wird laut Vizepremier Dmitri Kosak 51,08 Mrd. US-$ kosten, Tendenz steigend. “Und wenn sich herumspricht, dass die Grenze zu Georgiens abtrünniger Region Abchasien in unmittelbarer Nähe des Eisstadions verläuft, könnten sich manche Olympiafans dazu entschließen, die Spiele doch lieber auf der Couch im sicheren Wohnzimmer verfolgen.”
Zur Kritik von Human Rights Watch
Ende Januar 2013: “Die Sportbürokraten wären blind und taub für die gravierenden Menschenrechtsverletzungen in der südrussischen Region Krasnodar, zu der auch Sotschi gehört. Gemeint war vor allem die Situation der ethnischen Minderheiten: Armenier, Turken und Tscherkessen. Auch fiel Gouverneur Alexander Tkatschow, der nicht nur mit regulärer Polizei, sondern auch mit umstrittenen paramilitärischen Kosaken-Milizen in seinem Beritt für Ordnung sorgt, mehrfach durch fremdenfeindliche Sprüche unangenehm auf… Wettkampfstätten und Infrastruktur der Spiele würden von miserabel entlohnten, in überfüllten Baracken zusammengepferchten Gastarbeitern errichtet. Mehr als 16 000 Ukrainer, Serben, Armenier, Usbeken, Kirgisen und Tadschiken schuften seit 2009 für Hungerlöhne zwölf Stunden täglich, heißt es in einem Bericht, den HRW in Lausanne dem IOC überreichte. Die Menschenrechtsorganisation empfiehlt dem IOC, bei den Feierlichkeiten am Donnerstag, ein Jahr vor den Spielen in Sotschi, in Putins Anwesenheit von Russland „Achtung von Menschenrechten und Menschenwürde“ zu fordern.”
Zur Kritik von Human Rights Watch Vergleiche auch Wechlin 23.2.2013

– Hermann Weinbuch, Bundestrainer Nordische Kombination: “Es ist gigantisch, was dort verbaut wird. Wir waren eigentlich ein bisschen schockiert, dass man so etwas der Natur antun darf… Das ganze Areal ist bröcklig, wenn es mal drei Tage richtig schifft, wird der ganze Hang weggeschwemmt.” Und angesichts von Militär, Elektrozaun und Stacheldraht: “Eine herzliche Sache wird das nicht, eher eine gigantische und protzige” (Voigt, Benedikt, was Sportler in Sotschi erlebt haben, in tagesspiegel.de 7.2.2013).

– Frühlingswetter in Sotschi: Der für den 15.2.2013 angesetzte Weltcup-Parallelslalom musste wegen frühlingshaften Temperaturen abgesagt werden (Olympiatest wegen Frühlingswetter abgesagt, in sport.orf.at 15.2.2013).

Sotschi im März 2013
– Unbekanntes Sotschi
.“Nur jeder Dritte kennt den Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2014… 34 Prozent der Befragten wussten, dass sich die Sportelite im kommenden Jahr in Russland trifft. Weiteren 15 Prozent war immerhin bekannt, dass die Spiele in Russland stattfinden” (SID-Umfrage: Nur jeder Dritte weiß von Sotschi, in donaukurier.de 14.3.2013).
Vier Wochen vorher wird Sotschi im Fokus der Öffentlichkeit sein, die zwei Wochen während der Spiele, dazu noch etwas Paralympics – und dann ist der Spuk wieder vorbei. Aus den Augen, aus dem Sinn. Und da redet das IOC immer von diesen sagenhaften Bekanntheitswerten der Austragungsorte…

Sotschi bunkert Winter 2014. Da Sotschi ja subtropisch liegt (derzeit 14 Grad plus, Regen), bunkern die russischen Organisatoren an den Wettkampfstätten schon jetzt, im März 2013, 450.000 Kubikmeter Schnee: Davon werden 140.000 Kubikmeter bis zu den olympischen Winterspielen im Februar 2014 wegschmelzen. 400 Schneekanonen sind in Betrieb: Es werden sicher noch mehr. Die Schneelagerung kostet offiziell elf Millionen Dollar (Russland bunkert Schnee für Olympische Winterspiele, in spiegelonline 26.3.2013; Sotschi lagert Schnee, in SZ 26.3.2013).

Sotschi 2014 immer teurer. Bei 37,5 Milliarden Euro (rund 48 Milliarden US-Dollar) liegen inzwischen die Kosten der Olympischen Winterspiele 2014. Das übliche Verwirr-Spiel mit OCOG- und Non-OCOG-Budget: Der stellvertretende Ministerpräsident Dmitrij Kosak erklärte, die Kosten für die Olympischen Spiele selbst lägen bei “nur” fünf Milliarden Euro; das Übrige diene “der Entwicklung der Region” (Veser, Reinhard, Abrutschende Neubauten, in faz.net 29.3.2013). Allein die Kosten für die Skisprungschanzen haben sich auf das Siebenfache erhöht – auf 200 Millionen Euro. Gebaut werden die Schanzen von einer Firma, die dem stellvertretenden NOK-Chef Achmed Bilatow gehört: Er musste im Februar 2013 auf Druck von Putin sein Amt aufgeben und reiste nach seiner Absetzung “sicherheitshalber zu einer medizinischen Behandlung nach Westeuropa” (Ebenda). Ignoriert wurden die bei den Einheimischen bekannten schwierigen geologischen Bedingungen: “Nun müssten umfangreiche Sicherungsarbeiten vorgenommen werden, um ein Abrutschen der Schanzen zu verhindern” (Ebenda).

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– Keine Dopingkontrollen in Sotschi. Bei der Einzelstrecken-WM der Eisschnellläufer Ende März 2013 in Sotschi wurden den Sportlern keine Blutkontrollen abgenommen. Der medizinische Berater des Weltverbandes ISU erklärte, es sei in der Umgebung von Sotschi “in einem Radius von zwei Autostunden keine Blutkontrollmaschine vorhanden” (Keine Bluttests, in SZ 30.3.2013).
Das geht ja gut los…

Sotschi im April 2013
– Der “Iceberg”-Eislaufpalast mit 12.000 Plätzen wird nach den Olympischen Spielen abgebaut und in einer anderen Stadt wieder aufgebaut: als Messehalle. Die Curlinghalle wird abgebaut, die weitere Nutzung des Eishockeystadions ist ungewiss. Sotschi 2014 werde eine Propagandaveranstaltung der russischen Staatsspitze, so der Schweizer Sportjournalist Thomas Renggli. Umwelt- und Korruptionsprobleme, illegale Müllkippen und Zwangsumsiedlungen werden nicht thematisiert. Die schlechte Geologie bei den Sprungschanzen erforderte Sicherungsmaßnahmen, um ein Abrutschen zu verhindern (siehe oben). Wohnungsmieten und Lebensmittelpreise sind stark gestiegen. “Sotschi-Besucher  müssen sich auf einen teuren Aufenthalt einstellen. ‘Wer nach Sotschi geht, muss viel Geld mitnehmen und eine Kreditkarte ohne Limit’, sagt Renggli” (Capodici, Vincenzo, “Die Menschen in Sotschi erkennen ihre Stadt nicht mehr”, in tagesanzeiger.ch 5.4.2013).
75.000 Bauarbeiter arbeiten an Sotschi 2014. “Dass dieser Gigantismus auch Verlierer produziert, verdeutlicht ‘Human Rights Watch’: ‘Die Welt sollte nicht jubeln über Winterspiele in Russland, die auf einem Fundament von Ausbeutung und Missbrauch gebaut werden’, heißt es in einem 67 Seiten langen Bericht der Menschenrechtsorganisation. Nach ihren Angaben kommen die Arbeiter, die die Prachtbauten errichten, zumeist aus den armen Republiken Zentralasiens – Tadschikistan, Kirgistan, Usbekistan – und erhalten Löhne von nicht einmal zwei Euro pro Stunde. Wobei Bauunternehmer oft monatelang gar kein Gehalt zahlten” (Heinrich, Marc, Unter einer Schicht aus Sägemehl, in faz.net.de 9.4.2013).

Sotschi im Mai 2013
– Sicherheitsvorbereitungen: „
Eine kürzlich aufgebaute Spezialeinheit soll die Olympischen Winterspiele 2014 schützen. Ebenso werden Teile der Luftwaffe und Marine eingeliedert. Generaloberst Alexander Postnikow würdigte die hohe Effektivität der Spezialkräfte. Desweíteren wird der russische Geheimdienst mit dem englischen zusammenarbeiten. In England fanden im vergangenen Jahr die Sommerspiele statt. ‘Die Frage der Sicherheit ist immer eine der wichtigsten. Wir werden alles tun, um die sichersten Spiele zu organisieren, die es je gab’, sagte Dmitry Chernyshenko, Chef des russischen Komitèes für Olympia. Bereits ab 1. Juni diesen Jahres werden die Sicherheitsbestimmungen in Sotschi verstärkt. Schon jetzt wolle man Präsenz zeigen” (Sondereinheit für Olympia 2014  in sotschi, in euronews.com 22.5.2013).

– Die sagenhaften Kosten: Der russische Oppositionelle Boris Nemtsow und der Regierungskritiker Leonid Martynjuk veröffentlichten am 31.5.2013 einen Bericht zur finanziellen Situation in Sotschi. Von den Kosten von umgerechnet 39 Milliarden Euro seien 19 bis 23 Milliarden Euro von Präsident Wladimir Putin und ihm nahestehenden Oligarchen und Geschäftsleuten veruntreut worden. Nemtsow: „Nur Oligarchen und Unternehmen mit Verbindung zu Putin wurden reich“ (Putin, seine Freunde und gestohlene Olympia-Milliarden, in handelsblatt.com 31.5.2013). 2007 wurden die Kosten mit umgerechnet zwölf Milliarden Dollar angegeben: Nun liegen sie bei 50 Milliarden Dollar. Kein Einzelfall: „In den letzten 16 Jahren beliefen sich die endgültigen Kosten von olympischen Spielen im Durchschnitt auf das doppelte der ursprünglich angesetzten Summe“ (Ebenda).
Das dürfte noch untertrieben sein – siehe London 2012 mit dem Faktor 10!

Sotschi im Juni 2013
– Gas-Kalaschnikow: Der russische Präsident Wladimir Putin bei der Präsentation des Modells der olympischen Fackel für die Olympischen Winterspiele Sotschi 2014: “Egal, was  man in Russland versucht und macht, es kommt immer eine Kalaschnikow heraus” (Simeoni, Evi, Voll daneben, in faz.net 12.6.2013).

– Schöne neue Olympische Welt: Überwachung in Sotschi 2014 – Alles unter Kontrolle? Die Geheimdienste sichern die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi mit High-Tech: “High-Tech wird den Geheimdiensten helfen die Sicherheit bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi zu gewährleisten. Ein Vertreter der russischen Firma RNT, die das Informationssystem ‘Sichere Stadt’ entwickelte, lüftete in seinem Interview für die STIMME RUSSLANDS nicht alle Geheimnisse, aber einige Einzelheiten waren interessant. Ein komplexes analytisches Informationssystem wurde speziell für die Winterolympiade in Sotschi entwickelt. Es schließt ein leistungsstarkes Netz von Videobeobachtungskameras und Geber der chemischen, biologischen und Strahlungsaktivität ein. ‘Mit ihrer Hilfe wird die Überwachung der Situation in der Stadt und auf olympischen Objekten online erfolgen’, sagte Anton Anossow, der führende Fachmann der Firma RNT” (Alles unter Kontrolle im Olympischen Sotschi, german.ruvr.ru 10.6.2013). Die Luft der Belüftungssysteme und das Trinkwasser werden auf Gifte analysiert. Mit Überwachungskameras sollen Verbrecher in der Menschenmenge gefunden werden: “Kluge Kameras analysieren das Äußere und ein verdächtiges Verhalten von Menschen” (Ebenda).
Die großartigen Überwachungstechniken kann das Putin-Russland dann gleich in der “Zivilgesellschaft” weiterverwenden.

Quellen:
Ahrens, Peter, Olympias Retter, Olympias Verräter, in spiegelonline 21.4.2010
Aumüller, Johannes, Putins Planspiele, in SZ 29.1.2013
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Kritisches Olympisches Lexikon - Sach- und Personenregister: (274 Einträge, wird laufend aktualisiert und ergänzt)
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