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Graubünden gegen Olympische Winterspiele

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November 2013

 
Zuletzt geändert am 12.04.2017 @ 16:33

Webseite-Besucher Im Oktober 2013 besuchten 45.815 Internet-Nutzer unsere Nolympia-Webseite. Von Februar 2010 bis einschließlich Oktober 2013 hatten wir damit 658.610 Besucher. Wir bedanken uns für das anhaltende Interesse.
Nach der Abstimmung am 10.11.2013 mit der krachenden Abwahl von München 2022 bei allen vier Abstimmungen wird die Webseite bis Ende 2013 wie üblich weitergeführt; danach werde ich die Meldungen etwas herunterfahren.

Besucher vom 1. bis 30. November 2013: 83.309.

In eigener Sache: Trotz ehrenamtlicher Tätigkeit kosten die Nutzung von Zeitungsarchiven, Fachliteratur, die Fachliteratur, die Verwaltung der Webseite etc. Geld. Deshalb der Hinweis: Sie können uns spenden. Rechts oben auf der Nolympia-Webseite ist der grüne Button “Spenden”. Natürlich erhalten Sie eine steuerlich absetzbare Spendenquittung. Wir freuen uns über Ihre Unterstützung.

Zitate des Monats:

Imke Duplitzer, Silbermedaille Athen 2004, Degenmannschaft: „Wenn man die Olympischen Spiele will, muss man sich im Klaren darüber sein,  dass man sich mit dem IOC einlässt. Und da würde ich den Münchnern einfach mal zurufen: Zieht euch warm an!“ (Gertz, Holger, Der Dackel ist verdächtig, in SZ 1.11.2013). Siehe unter III.

Holger Gertz, SZ: „Braucht die wunderschöne, gelassene Stadt München Olympia? Oder braucht Olympia nicht eher die wunderschöne, gelassene Stadt München? Wäre es am Ende nicht eine moralische Verpflichtung für München, den IOC-Menschen mal sehr wuchtig mitzuteilen, wie man Spiele veranstaltet, die nicht nur Trümmer zurücklassen?“ (Ebenda).

Sigi Heinrich, Eurosport: „Wer will Olympische Spiele in Bayern, in Deutschland? Der Impuls kommt ja nicht aus der Bevölkerung, sondern von Wirtschaftsunternehmen, Lobbyisten, Funktionären verschiedener Sportverbände und natürlich von Politikern. Später werden aktive und ehemalige Sportler eingebunden, die immer brav die Idee loben sollen. Hinter allem steht immer das unausgesprochene Motto: Was haben wir davon, was bringt uns das, wie können wir von den Spielen profitieren?“ (München braucht Olympia nicht, in eurosport.yahoo.com 4.11.2013).

Andreas Rüttenauer in der taz vom 8.11.2013 zur Abstimmung am 10.11.20213: Ein fairer Wettbewerb um die Meinungshoheit hat nicht stattgefunden. Wie hier mit dem Instrument eines Bürgerentscheids umgegangen wurde, darf getrost als Nackenschlag für die direkte Demokratie bezeichnet werden.“

Stefan Grass, Komitee Olympiakritisches Graubünden, nach der Abwahl von München 2022 am 10.11.2013: „Olympische Spiele im Alpenraum haben heute keine Chance mehr“ (Olympiagegner; In den nächsten zwölf Jahren haben wir Ruhe, in SFR News 20.11.2013).

Hans-Peter Krämer, DOSB-Übergangspräsident: „Ich habe immer noch nicht verstanden, warum man dem IOC in Verbindung mit den Verträgen mit Ausrichtern mangelnde Transparenz und Profitgier vorgeworfen hat. Die Verträge enthalten die gleichen Elemente wie bei jeder Fußball-WM oder Leichathletik-WM (Mertes, Berthold, auf der Heide, Gert, Hans-Peter Krämer zu München 2022, Sotschi und Doping, in general-anzeiger-bonn.de 30.11.2013).
Traurig genug.

Franz Beckenbauer zu den Arbeitsbedingungen auf den Baustellen der FifaWM 2022 in Katar: „Ich habe noch nicht einen einzigen Sklaven in Katar gesehen. Die laufen alle frei herum, weder in Ketten gefesselt und auch mit irgendwelche Büßerkappe am Kopf, also das habe ich noch nicht gesehen. Wo die Meldungen herkommen, ich weiß es nicht” (Quellen: quer/BR, 22.11.2013, 20.15; ZDF Heute Journal 17.11.2013; Bericht über Katar ab 15 min 35 sec; Beckenbauer-Zitat ab 17 min 56 sec). Beckenbauers Ausführungen fanden übrigens vor dem Plakat OJa-München-2022 statt; er hatte kurz davor für die Bewerbung München 2022 getrommelt.

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Die Gliederung im November 2013 sieht so aus:
I: Nolympia-München 2022
II: “München 2022″
III: München 2022 am 10.11.2013 abserviert
IV: Nachrichten von Olympischen Spielen
V: Aktuelle Sportsplitter von IOC, DOSB etc.
VI: Allgemeine Nachrichten
VII: Sport-Millionen und -Millionäre
VIII: Aktuelle Sportsplitter von Fifa, Uefa etc.
IX: Doping-News
X: Die Sportsender ARD/ZDF

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I: Nolympia-München 2022

– Naturfreunde gegen München 2022: siehe hier

– Jugendorganisation des Deutschen Alpenvereins gegen München 2022: siehe hier

– Nolympia München lädt zum Pressetermin – am 4.11.2013 auf dem Marienplatz: hier

– SPD-Ortsverein Solln zu München 2022: hier

– Umweltverbände lehnen München 2022 ab: hier

– Öffentlicher Verkehr nicht gefördert: hier

– Flashmob im Olympiapark: So sehen Winterspiele 2022 aus. Hier

Dazu bitte auch unter  „Aktuelles“ und „Termine“ nachsehen – es sind zu viele Meldungen.

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II: “München 2022″

– Unterlagen zur Bewerbung München 2018, gültig auch für München 2022:
Wir haben zwei weitere Unterlagen zur Bewerbung München 2018, die bisher nicht bekannt waren:
Das Multi Party Agreement vom November 2010: hier
Und den Stadtratsbeschluss vom 6.10.2010. Textprobe S. 14: Bei der Beschlussfassung über den Gastgebervertrag stellt sich dieselbe Problematik wie bereits beim Beschluss über das Erste Bewerbungsdokument (Mini Bid Book). Gemessen am deutschen Rechtssystem sind Verpflichtungen in dem vom IOC gewünschten Umfang eigentlich nicht möglich. Eine rechtliche Prüfung und Bewertung, wie sie sonst bei Verträgen üblich ist, ist bei den vom IOC geforderten Unterlagen auch nicht zielführend, da die Auslegung des Vertrags nach Schweizer Recht erfolgt, und wesentliche Elemente wie z. B. der Gastgebervertrag sowie die Anerkennung der Olympischen Charta mit den sich daraus ergebenden Konsequenzen nicht verhandelbar sind. Hinzu kommt, dass die Bewerbungsdokumente sehr umfangreich sind, und dazu noch jederzeit einseitig vom IOC abgeändert werden können. Bestandteil des Gastgebervertrages sind ca. 29 zum Teil sehr umfangreiche technische Handbücher in englischer Sprache (Übersicht hierzu siehe Anlage 11). Feststellen lässt sich aber, dass für zahlreiche Verpflichtungen, die die Landeshauptstadt München als zentrale Stadt der Bewerbung eingeht, aufgrund des deutschen Rechtssystems eine Zuständigkeit nicht gegeben ist.” (Hervorhebung WZ)
Zum selben Ergebnis kam das von uns in Auftrag gegebene Gutachten von Prof. Gerrit Manssen, Universität Regensburg. OB Ude bestritt damals vehement diese von seiner eigenen Stabsstelle München 2018 veröffentlichten Fakten und verspottete das Gutachten von Prof. Manssen – gegen besseres Wissen. OB Ude ist übrigens Jurist.

– Geschichten von den Galgenvögeln Nol und Ympia – von Florian Schlund, Die Linke. Bild anklicken: 1) hier 2) hier 3) hier 4) hier, 5) hier, 6) hier, 7) hier, 8) hier, 9) hier, 10) hier und 11) hierund 12) hier und 13) hier und 14) hier und 15) hier und 16) hier

– Imke Duplitzer, Degenfechterin, zu München 2022 und zum IOC in der SZ: „Bei Olympischen Spielen wird ein Märchen verkauft, ein Wohlfühlevent alle zwei Jahre. Das ist ein Ritual für die Zuschauer, wie an Weihnachten Aschenbrödel schauen.“ Imke Duplitzer beißt ins Brot. „Das Märchen handelt von einer Sportwelt, in der alles in Ordnung ist, da messen sich Menschen im friedlichen Wettstreit, das sind die Athleten, 10 000 Götter auf Erden.“ Imke Duplitzer beißt ins Brot. „Was hinter diesem Märchen steckt, interessiert die Oberförster vom IOC nicht. Hauptsache, sie haben versendbare Fernsehmärchenbilder, die sie inzwischen ja auch selbst produzieren. Also, auch wenn sie im Produkt einen Makel haben, können sie den rausschneiden. Sagen wir, ein Langläufer kotzt nach den 50 Kilometern in die Rabatten. Das soll keiner sehen.“ Zum Olympia-Dackel von 1972 : „Im IOC sitzen inzwischen Großraubtiere. Die machen mit einem Dackel kurzen Prozess.“ „Ich habe keinen Bock mehr darauf, mich zu fragen: Wie viel Knebelverträge sind abgeschlossen worden? Wie viel Steuergelder müssen wieder nachgeschossen werden für die tolle Party? Wie viele Leute sind da vorher gestorben und gefoltert oder weggesperrt worden. Warum verdursten da Dutzende Arbeiter, weil sich Hunderte von ihnen eine Flasche Wasser teilen müssen? Warum gucken sich die Herren des Sports das kalt lächelnd an und machen: nichts?“ (Gertz, Holger, Der Dackel ist verdächtig, in SZ 1.11.2013).

– Holger Getz in der SZ zum Plakat: „In München sind die Wahlplakate zur Bundestagswahl abgehängt und ersetzt worden durch Poster, die auf den Bürgerentscheid hinweisen. Die Plakate sind designtechnisch eine Katastrophe. Comicheft-Sprechblasen (‚O Ja!‘), ein stilisierter Snowboarder, alles grün-orange-blau, die Winterwelt in Waldifarben. Das Plakat sieht aus, als wäre es entworfen worden von Menschen, die nicht wissen, was sie von dem halten sollen, für das sie da werben. Ein Slogan ist: ‚Deine Stimme – Deine Spiele.‘ Schlimmer als ein Plakat, das langweilt, ist ein Plakat, das langweilt und lügt“ (Gertz, Holger, Der Dackel ist verdächtig, in SZ 1.11.2013).

 – Pro-Plakate kleben nicht. 

Email von H. H. an Nolympia: „Ja zu Winterspielen mit Tradition“ ist flächendeckend in München plakatiert. Die einzigen Winterspiele in Deutschland, auf die sich der Begriff Tradition beziehen kann, waren Hitlers Winterspiele 1936. Ich bin erstaunt, daß das skandalöse Plakat keine mediale Resonanz erzeugt“. (4.11.2013).

– Gute Freunde… Von: JA OLYMPIA <JAOLYMPIA@2022.de> Betreff: JAOLYMPIA Nachrichtentext: IHR GEHÖRT ALLE EINGESPERRT UND NICHT MEHR FREIGELASSEN !!! FÜR DIE MENSCHEN FÜR MÜNCHEN FÜR DEUTSCHLAND OLYMPIA 2022 !!!

– Auch die Deutsche Bahn mobilisiert.  Ab Dienstag, 5.11., ertönte in den S-Bahnen der Aufruf, am 10.11. mit Ja zu stimmen. Original-Text der Durchsage: “Sehr geehrte Fahrgäste, wir bitten um Ihre Aufmerksamkeit. Die S-Bahn München unterstützt die Bewerbung um die Olympischen Spiele 2022. Der hierfür nötige Infrastrukturausbau sichert die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs in der Landeshauptstadt und ökologische Winterspiele 2022. Wir bitten daher um Ihre Unterstützung beim Bürgerentscheid am 10. November“ (zitiert nach: Eichler, Christian, Brot durch Spiele in München? in faz.net 9.11.2013). Dazu Christian Eichler: “Nicht bei allen sehr geehrten Fahrgästen kam sie gut an, die Zwangsbeschallung durch ein Staatsunternehmen. Hier werde eine „Monopolstellung“ missbraucht, fanden Olympiagegner. Danach verzichtete die Deutsche Bahn seit Donnerstag auf den letzten Satz der Durchsage in den Münchner S-Bahnen. Also auf eine direkte Wahlempfehlung” (Ebenda).
Unsere Pressemitteilung dazu hier

Einige Emails in dieser Sache, die sich an die S-Bahn richteten – mit cc an uns:

R.S.: sehr geehrte damen und herren, ich finde es nicht zulässig, dass sie in der s-bahn durchsagen zum bürgerInnenentscheid am sonntag machen. es steht ihnen nicht zu, ihre position einseitig auszunutzen und mit ihrer aufforderung pro olympia einfluss auf das wählerInnenverhalten zu nehmen. vielleicht fällt ihnen ja noch ein, bei der nächsten wahl (landtag, bundestag) sich für eine partei auszusprechen. ich fordere sie auf, derartige durchsagen zu lassen (5.11.2013).
C. T.: Hallo zusammen, das erinnert mich doch eindeutig an Putin – der hat ja schon olympische Spiele. Unglaublich! (5.11.2013).
U.W.: Sehr geehrte Damen und Herren, ich denke mit der Werbung für Olympia bei S-Bahn-Durchsagen gehen Sie eindeutig zu weit und eine Information zu den negativen Folgen fehlt. Diese einseitige Information widerspricht demokratischer Gepflogenheit. Hochachtungsvoll (5.11.).
E.-M. H.: Hallo, heute früh musste ich mir in der knallvollen S-Bahn anhören, dass wenn die Olympiade kommt, die Infrastrukturmaßnahmen verbessert werden etc. und man solle am Sonntag bei Bürgerentscheid zugunsten der Olympiabewerbung stimmen! Das ist doch eine Frechheit sondersgleichen, der öffentliche Verkehr dient da der Werbung für die Olympiade, darf das denn sein? kann man sich da nicht wehren dagegen? Ich werde an die S-Bahn München auch schreiben und mich beschweren. Das nur zur Info, vielleicht könnt ihr noch welche animieren, sich auch zu beschweren. Danke (6.11.2013).
G. B.: Sehr geehrte Damen und Herren der DB, ich finde es ungeheuerlich, wenn in öffentlichen Verkehrsmitteln mittels Lautsprecherdurchsagen für Olympia 2022 in München geworben wird. Unabhängig davon, ob man nun dafür oder dagegen ist: Das hat in der S-Bahn nichts verloren. Wenn dort werbefinanzierte Plakate hängen würden so wäre dies in Ordnung, jedoch nicht auf diese Art und Weise! Würde ich auf S-Bahn-Zugängen oder Bahnsteigen Flyer gegen Olympia verteilen, würden Sie darauf höchstwahrscheinlich mit einem Platzverweis reagieren! Nachdem ja nun auch die SZ über diesen Vorgang berichtet, haben Sie aus meiner Sicht den Gegner einen Gefallen erwiesen: Die breite Bevölkerung wird Ihr Verhalten mit Sicherheit negativ auffassen und noch mehr zu einem NEIN motivieren. Insofern recht herzlichen Dank für Ihre Aktion! Ein klassischer Rohrkrepierer! (5.11.2013).
Dr. H.-J. S.: An die Verantwortlichen der Deutschen Bahn Sehr geehrte Damen und Herren, die DB gehört dem Staat. Der Staat ist eine Institution aller Bürger. Eine öffentliche Institution hat sich mehr noch als in privater Hand befindliche Unternehmen in politischen Angelegenheiten neutral zu verhalten. Sie haben Ihre Kompetenzen überschritten, indem Sie sich in eine politische Debatte eingemischt haben – nicht mit neutralen Informationen, sondern parteiisch. Es steht Ihnen nicht zu, Propaganda für die Olympia-Bewerbung der Stadt München und gegen NOlympia zu machen. Sie verärgern Fahrgäste wie mich und viele meiner Freunde und Bekannten, die sich gegen die Olympia-Bewerbung entschieden haben. Ich protestiere gegen die Anweisung der DB, mit Durchsagen die Fahrgäste aufzufordern, am Sonntag für Olympia zu stimmen. Ich fordere Sie hiermit auf, Ihr Verhalten zu begründen. Diese Begründung gedenke ich mit Kommentar zu veröffentlichen (5.11.2013).
T.K.: „Das kann doch nicht angehen, dass ein städt. Tochterunternehmen die Fahrgäste so versucht zu beeinflussen. Aufforderung zur Wahlteilnahme: Ja – aber ohne Empfehlung für das Abstimmungsverhalten. Nach meiner Einschätzung eher kontraproduktiv, da es bei mir sofort Reaktanz produziert, aber ich bin ohnehin kritisch hinsichtlich der Bewerbung. Wäre es nicht möglich, ggfs mit Rechtsmitteln gegen diese Parteilichkeit vorzugehen? Mit sportlichen Grüßen!“ (6.11.2013).

– An: DB Regio AG S-Bahn München Kundendialog: Sehr geehrte Damen und Herren, mit Erstaunen habe ich festgestellt, dass neuerdings Werbedurchsagen in der S-Bahn möglich sind. Ich möchte Sie deshalb bitten, heute und morgen in der S3 für die Lochhausener Abendmusik – von Klassik bis Jazz  am Sa 9.11. 19:30 Uhr zu werben, im Evangelischen Gemeindezentrum Bartimäus, 3 Min vom S3-Bahnhof Lochhausen. Eintritt frei – Die Veranstaltung wird von mir seit 30 Jahren ehrenamtlich organisiert. Einen Etat habe ich deshalb nicht. Ich danke für die ggf. Unterstützung, Dr. Birmann

– Katharina Schulze und Christian Hierneis, die Sprecher von Nolympia München, protestierten in einer Pressemitteilung gegen die Durchsagen in der S-Bahn: hier.

– Klägliche Resonanz der Deutschen Bahn. „Das Unternehmen kündigte an, an der umstrittenen Durchsage zwar festzuhalten; der letzte Satz aber solle gestrichen werden. Die Bahn ruft darin ihre Kunden auf, beim Volksentscheid am Sonntag, 10. November, mit ‚Ja‘ zu stimmen. ‚Wir wollen den Kunden ja nicht sagen, was sie zu tun haben‘, sagte ein Bahnsprecher“ (Hutter, Dominik, Schriller, härter, lauter, in SZ 7.11.2013).
Genau das hat die Bahn aber versucht: ihre Kunden noch bei der Wahl zu beeinflussen!#

– Schon wieder eine nationale Aufgabe. „Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) erklärte beim Heimatbesuch: ‚Die Bundesregierung sieht Olympische Winterspiele als nationale Aufgabe“ (Eichler, Christian, Brot durch Spiele in München? in faz.net 9.11.2013).
Das wird das Volk aber am 10.11.2013 ganz anders sehen!

SZ: 60 Prozent gegen München 2022. Bei einer Internet-Abstimmung in der Süddeutschen Zeitung stimmten bei über 13.000 Teilnehmern mehr als 60 Prozent GEGEN München 2022. „Mehr als die Hälfte der Stimmen (7166) wurden mit Münchner Postleitzahl abgegeben: 33 Prozent für die Bewerbung, 60 Prozent dagegen… selbst unter den Befürwortern der Spiele sehen 50 Prozent das IOC eher oder komplett kritisch, bei den Unentschiedenen sind es 79 Prozent, bei den Gegnern 93 Prozent. Nur ein Prozent sieht das Komitee tendenziell oder komplett positiv“ (Gegen die Spiele, gegen das IOC, in SZ 7.11.2013).
1 % für das Bach-IOC.

– Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sagt: NOlympiahier

– „Wahlbeobachter nach München!“ Kommentar von Andreas Rüttenauer in der taz vom 8.11.2013: „Ein Staatsunternehmen macht vor einer wegweisenden Abstimmung eine eindeutige Wahlwerbung. Vor den Fenstern hängen schon seit Wochen die schrillen Plakate, auf denen für die Spiele geworben wird. Die S-Bahn war so nett, den Olympiafreunden etliche Flächen umsonst zur Verfügung zu stellen. Wem die Außenwerbung zu plakativ ist, der hat die Möglichkeit, in der Werbebroschüre für Olympia zu blättern. Die wurde mit der Abstimmungsbenachrichtigung an alle Wahlberechtigten verschickt. Ein Hinweis auf die Argumente der Olympiagegner findet sich da nicht. (…) Ein fairer Wettbewerb um die Meinungshoheit hat nicht stattgefunden. Wie hier mit dem Instrument eines Bürgerentscheids umgegangen wurde, darf getrost als Nackenschlag für die direkte Demokratie bezeichnet werden. Wie die eigene Machtposition der Exekutive im Wahlkampf schamlos ausgenutzt wird, ist oft und immer zu Recht kritisiert worden, wenn es etwa um Wahlen in der Russischen Föderation ging. Und internationale Wahlbeobachter hätten gewiss aufgeschrien, wenn sie mitbekommen hätten, dass die Moskauer Metro zur Wahl von Putin aufgerufen hätte, so wie sie immer wieder – auch das völlig zu Recht – bemängelt haben, dass der Opposition in den staatsnahen Medien vor den Wahlen zu wenig Platz eingeräumt worden ist“ (Hervorhebung WZ).  Zum taz-Kommentar: hier

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<![endif]–> – 9.11.2013: Die DAV-Hauptversammlung stimmte zu 70 Prozent GEGEN die Bewerbung München 2022. Bericht hier

– Viermal Abwahl München 2022. Ergebnis  der Abstimmung am 10.11.2013:
München: Wahlbeteiligung 28,9 %; 47,9 Ja-Stimmen:; 52,1 % Nein-Stimmen
Garmisch-Partenkirchen: Wahlbeteiligung 55,8 Prozent; 48,44 % Ja-Stimmen; 51,56 % Nein-Stimmen
Traunstein: Wahlbeteiligung 39,98 Prozent; 40,33 Ja-Stimmen; 59,67 % Nein-Stimmen
Berchtesgadener Land: Wahlbeteiligung 38,25 %; 45,9 Ja-Stimmen; 54,1 % Nein-Stimmen
Stand: Kreisverwaltungsreferat München, 11.11.2013
Weiteres zum 10.11.2013: hier

– Pressemitteilung Nolympia: hier Pressekommentare: hier <!–[if gte mso 9]>

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III München 2022 am 10.11.2013 abserviert

Zu den Ergebnissen unter Aktuelles: hier

top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;">Kommentar von René Hofmann in der SZ: „Für das Internationale Olympische Komitee ist die Wucht der Ablehnung bedrohlich. (…) Das Nein ist deshalb auch ein empfindlicher Schlag für den deutschen IOC-Präsidenten Thomas Bach. Es zeigt: Kommerz und Korruption, Intransparenz, Prunksucht und die Nähe zu fragwürdigen Mächten haben der Organisation, der er seit kurzem vorsteht, eine Krise beschert, die tief reicht. Das IOC wirkt wie aus der Zeit gefallen – Parallelen zur katholischen Kirche sind nicht fern“ (Rebellion gegen den Kommerz, in sueddeutsche.de 10.11.2013).
Kommentare zur Abwahl München 2022: hier

– Wolfgang Zängl, Offener Brief: Warum unterstützte die SPD die Bewerbung München 2022? „Die Wahl vom 10.11.2013 ist vorbei. Dennoch möchte ich diesen Offenen Brief an die SPD richten, da ich die ganze Zeit zur Haltung der SPD pro München 2022 eine Menge Verständigungsschwierigkeiten hatte und habe.“ Weiter: hier

Thomas Bach, IOC-Präsident: „Ich bin eher enttäuscht und besorgt, dass es in unserem Land möglicherweise in weiten Teilen eine gewisse Mutlosigkeit gibt, wichtige Zukunftsprojekte konsequent anzugehen. Dies ist beim Bau von Flughäfen, Straßen und Bahnhöfen teilweise zu beobachten. Durch den Fall München gehört jetzt auch die Durchführung von Olympischen Spielen dazu“ (dpa, München-Aus: Bach „enttäuscht und besorgt“, in merkur-online 15.11.2013). Berliner Großflughafen, Stuttgart 21, Elbphilharmonie – aber NICHT München 2022…

Christoph Süß, Quer 14.11.2013, Bayerischer Rundfunk: hier

top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;">Oliver Welke, ZDF 15.11.2013, Heute-Show: hier

Thomas Kistner in der SZ: „Immer weniger Menschen gehen dem Party-Gedöns des globalen Sportmarketings auf den Leim. Das ist für die Kommerzmaschine eine gefährliche Entwicklung: Funktioniert die quasi-religiöse Überhöhung humaner Premiumprodukte nicht mehr, und dringt der Heldenkult um talentierte Körperleister nicht mehr ins Gros der Wohnstuben, zerbricht der gesellschaftliche Konsens, der den Illusionsbetrieb zusammenhält“ (Das IOC und die Hasenfüße, in SZ 18.11.2013).

Michael Vesper und Garmisch-Partenkirchen: „Das Ergebnis sei ‚bedauerlich, und man müsse nun ‚in Ruhe analysieren‘, woran es lag und auch, welche Fehler wir gemacht haben‘. Es dauert aber nicht lange, bis sich sein Ton ändert. Nach ein paar Minuten klingt Vesper wie ein beleidigter Junge, dem der Bengel von nebenan die Lego-Burg zertrümmert hat. ‚Haben Sie mal in Garmisch Urlaub gemacht?‘ fragt Vesper. Es ist seine Art zu sagen, der Ort müsse  mal modernisiert werden. Und die Spiele hätten geholfen. ‚Es gibt kein besseres Konjunkturprogramm als eine Olympiabewerbung. Aber es ist schwer, sich mit rationalen Argumenten gegen eine Stimmung durchzusetzen.‘ Schön doof die Garmischer, so sieht das Vesper“ (Eberle, Lukas, Großekathöfer, Maik, Kramer, Jörg, Neumann, Conny, Pfeil, Gerhard, „Zu groß, zu teuer“, in Der Spiegel 47/18.11.2013).

– Zum „Zwergenaufstand“ (Der Spiegel) von Nolympia siehe: Wer war und ist Nolympia (23.11.2013).

– 59 Prozent der Deutschen unterstützen die Abwahl von München 2022: Der Sport-Informations-Dienst (SID) ließ vom Nürnberger Marktforschungsinstitut puls eine repräsentative Umfrage durchführen: “Demnach halten es 59 Prozent der Befragten für richtig, dass eine Bewerbung der bayerischen Landeshauptstadt seitens der Bevölkerung in den möglichen Veranstaltungsorten abgelehnt wurde” (SID, Mehrheit der Deutschen unterstützt Olympia-Nein, in merkur-online.de 19.11.2013).
Damit ist die DOSB-Propaganda widerlegt, dass 75 Prozent der Deutschen die Bewerbung um Olympische Spiele unterstützen!

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IV: Nachrichten von Olympischen Spielen

Greenwashing vom IOC-Chef. Der Deutsche Thomas Bach, seit 10. September 2013 IOC-Chef, bescheinigte bei einem Besuch von Sotschi, dass hier viel für „grüne Spiele“ getan werde. „So würden für einen gefällten Baum mehrere neue Bäume gepflanzt“ (Olympia 2014 in Sotschi immer teurer, in abendzeitung-muenchen.de 1.11.2013). Die alte Leier: Man fällt Baumriesen – das kann ökologisch kein kleiner Baum ersetzen… Und den Rest der Zerstörung verschweigt Bach! Die Moskauer Zeitung Wedomosti berichtete am 1.11.2013, dass Sotschi-Investoren Steuerermäßigungen forderten, „da die Sportanlagen defizitär seien. Die Regierung habe aber signalisiert, dass die Unternehmer ‚außer Orden‘ nichts erwarten dürften. Mit Kosten von derzeit rund 37,5 Milliarden Euro gelten die  Wettkämpfe als die bisher  teuersten Winterspiele der Geschichte. Sollten Betreiber von Hotels und Sportareals tatsächlich Konkurs anmelden, müsste der Staatshaushalt die Schulden decken“ (Ebenda).

– Die nächste Milchbubenrechnung. „Der Sportökonom Holger Preuß von der Uni Mainz ist sich sicher, dass der volkswirtschaftliche Nutzen von Sommerspielen in Berlin noch größer wäre als die von ihm errechneten 1,7 bis 3,4 Milliarden Euro für Winterspiele in München – unterm Strich, also nach Abzug der Kosten. Weil die gesamte Republik profitieren würde, sieht der Ökonom zudem ein gutes Argument, ‚Bundesmittel anzuzapfen'“ (Loy, Thomas, Hin und Her um die Bewerbung, in tagesspiegel.de 13.11.2013).
Herr Preuss ist für solche Rechnungen inzwischen hinlänglich bekannt.

– Einige Bilanzen Olympischer Spiele. Im Wirtschaftsblatt Bloomberg News zog Leonid  Bershidsky anlässlich der Abwahl von München 2022 folgende Bilanzen. Grenoble 1968: Wegen des olympischen Defizits wurden die Steuern für die Bewohner bis 1992 erhöht. Montreal 1976: Die Steuerzahler zahlten die nächsten 30 Jahre das Defizit ab. Athen 2004: Das bankrotte Griechenland wird bis 2030 das Defizit abtragen. Vancouver 2010: Der Bauträger des Olympischen Dorfes ging bankrott; Ende 2012 waren immer noch 181 Eigentumswohnungen unverkauft, 300 Millionen US-Dollar Baudarlehen sind offen. Die Eisschnelllaufhalle hat keine Eisfläche mehr. Peking 2008: Asiens größter Hallenwasserpark ist verlassen (wie das „Vogelnest“, das Olympische Stadion). Sotschi 2014: Die Baukosten begannen mit 8,5 Milliarden US-Dollar und liegen derzeit bei 50 Milliarden US-Dollar.
Montreal hat die Baukosten um 385 Prozent überschritten, Seoul 1988 lag um 352 Prozent darüber (Bershidsky, Leonid, Democracies say ’no‘ the financial burdon of the Olympics: Bloomberg opinion, 13.11.2013).
Und das steht in einer konservativen Wirtschaftszeitung!

– Russischer Irrsinns-Fackellauf! „Die Russen lassen ihre Fackel derzeit über 65.000 Kilometer durchs ganze Land tragen, im Oktober wurde sie per Eisbrecher zum Nordpol geschifft, bald wird sie auf dem Grund des Baikalsees leuchten“ (Spiller, Christian, Olympischer Fackellauf: Wer hat den Längsten? in zeitonline 7.11.2013). – „Um 15.34 war  es soweit: Sergej Rjasanski und Oleg Kotow krabbelten in 400 Kilometer Höhe aus der Raumstation ISS. in der Hand die Olympische Fackel, mit der am 7. Februar 2014 das Feuer bei den Winterspielen  in Sotschi entfacht werden soll… Geplant sind noch Stationen auf dem Grund des Baikalsees in Sibirien sowie auf dem Gipfel des Elbrus im Kaukasus-Gebirge. Seit dem Start des Fackellaufs am 7. Oktober in Moskau ist das Olympische Feuer schon mehrmals erloschen“ (Russische Kosmonauten tragen Olympia-Fackel ins All, in spiegelonline 9.11.2013). Wo das olympische Feuer mal brannte, hat es einen Bob-Veteranen in Brand gesetzt: „Offenbar war der 41jährige beim Bad in der Menschenmenge einen Augenblick unachtsam gewesen, und die Fackel hatte seine Kleidung berührt. Umstehende konnten das Feuer löschen… Makartschuk wurde neu eingekleidet und setzte den Lauf fort“ (Das olympische Feuer setzt Bob-Veteranen in Flammen, in focus.de 29.11.2013). – „Der Abgeordnete Michael Starschinow stellte in der Duma die Anfrage, warum 16.000 Fackeln zum Gesamtpreis von umgerechnet 4,4 Millionen Euro produziert worden seien. Und warum die Fackeln schon ein Dutzend Mal ausgegangen seien“ (Ebenda).
„Auf dem Weg ins Dunkel des tiefsten Süßwassersees der Welt betatschte natürlich auch noch ein Verantwortlicher der Olympischen Winterspiele von Sotschi das Licht. Funktionäre gibt’s ja überall“ (In Lichtgeschwindigkeit, in SZ 25.11.2013). – „Statt für Faschismus steht der Fackellauf heute nur noch für olympischen Größenwahn“ (Herrmann, Boris, Das letzte Flämmchen, in SZ 12.11.2013).
Ziemlich viel Tamtam für den olympischen Fackellauf, eine Erfindung der Nazis!

– Bewerber um Olympische Winterspiele 2022: Oslo/Norwegen, Stockholm mit Östersund/Schweden, Krakau/Polen (mit Slowenien), Lviv (Lemberg)/Ukraine, Almaty/Kasachstan, Peking mit Zhangjiakou/China (Gegner für München, in SZ 6.11.2013; Krakau und Oslo kandidieren, in SZ 8.11.2013; Stockholm sechster Bewerber für Winterspiele 2022, in zeitonline.de 11.11.2013). Zur chinesische Bewerbung: „Eine Hochgeschwindigkeitsbahn soll die Reisezeit zwischen Peking und dem 200 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt gelegenen Zhangjiakou, wo die Skiwettbewerbe ausgetragen werden sollen, auf 40 Minuten verkürzen“ (Gegner für München, in SZ 6.11.2013).
Diese Züge müssen mit über 300 km/h verkehren: Der Energierverbrauch bei Zügen verdoppelt sich von Tempo 160 km/h auf 250 km/h (Vergleiche: Zängl, Wolfgang, ICE – Die Geisterbahn. Das Dilemma der Hochgeschwindigkeitszüge, München 1993, S. 53).
Hier sind es über 300 km/h. Olympische Nachhaltigkeit?!

– Bach sehr zufrieden. IOC-Präsident Bach besuchte Sotschi, Tokio und Pyeongchang und gewann einen positiven Eindruck. (Sotschi!) Zu Pyeongchang meinte er: „Wir sind mit dem Fortschritt sehr zufrieden“ (Bach zufrieden mit Olympia-Vorbereitung in Pyeongchang, in sueddeutsche.de 21.11.2013). „In dem rund 180 Kilometer östlich von Seoul gelegenen Wintersportgebiet um Pyeongchang sind sieben von 13 geplanten Sportstätten für die Wettkämpfe bereits fertiggestellt“ (Ebenda).
Merkwürdig – die Südkoreaner hatten doch 2011 auch schon fast alles als fertig und vorhanden deklariert?! Zur Erinnerung: Für München 2022 wären 84 Prozent vorhanden gewesen!
Kleiner Schönheitsfehler: „Allerdings hat sich der Beginn der Bauarbeiten für eine neue Ski-Abfahrtstrecke in Jungbong angesichts von Protesten durch Umweltgruppen verzögert. Die Arbeiten sollen jetzt im März beginnen, sagte eine Sprecherin des Organisationskomitees. ‚Die vorliegenden Berichte sagen, dass sie mit Umweltspezialisten zusammenarbeiten‘, erklärte Gunilla Lindberg, Chefin der IOC-Koordinierungskommission der Pyeongchang-Spiele“ (Ebenda).
Dann kann ja nichts mehr schiefgehen. Kleiner Tipp: In Deutschland sitzen viele dieser Umweltspezialisten, die gern positive Gutachten schreiben.
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Zur Erinnerung – aus der Chronologie März 2013: Abolzungen für Pyeongchang 2018
gamesmonitor.org berichtete im Januar 2013 mit Fotos über Abholzungen eines der ökologisch wertvollsten Waldgebiete in Südkorea für die Infrastruktur der Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang: „the whole area is designated by the Korean Forestry Service as an area for the ‘Protection of flora genes and forest Eco-systems’ as the sign below indicates. This designation is to be withdrawn by the Forestry Service to allow the area’s destruction for the 2018 Olympics after the South Korean Government passed a special law to negate this designation” („Die ganze Region wurde von der Koreanischen Forstbehörde als ‘Schutzgebiet für die genetische Vielfalt der Pflanzen- und Waldgesellschaften’ eingestuft, wie das untere Schild anzeigt. Diese Klassifizierung wird durch die Forstbehörde zurückgezogen, um die Zerstörung des Gebietes für die Olympischen Winterspiele 2018 zu ermöglichen, nachdem die südkoreanische Regierung ein entsprechendes Gesetz gebilligt hat, um diesen Schutz aufheben zu können“; Cheyne, Julian, Unique Korean habitat in danger from Pyeongchang Olympics, in www.gamesmonitor.org 20.1.2013).
“Naturschützer weisen darauf hin, dass Mount Kariwang-san einen ‘Super-A-Klasse’-Wert hat, der sehr viele Baumarten beherbergt… die nun den Ski-Abfahrtsstrecken weichen müssen… und einem ‘Kettensägen-Massaker’ entgegensehen, wenn die geplanten Arbeiten für die olympischen Skigebiet der 2018-Spiele beginnen” (Ebenda).
Siehe hier
Olympic business as usual: Das Olympische Erbe ist Zerstörung.
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Tokio 2020 wird „billiger“. Das alte Olympiastadion von 1964 wird ab 2015 abgerissen. Der Neubau der Architektin Zaha Habib sollte zunächst 70 Meter hoch werden und umgerechnet 2,2 Milliarden Euro kosten. Nun sollen die Kosten auf 1,3 Milliarden Euro gesenkt werden: „Das Japan Sports Council reagierte damit auf die größer werdende Anzahl kritischer Stimmen, die Verschwendung und maßlosen Luxus anprangern“ (Olympiastadion in Tokio wird günstiger, in merkur-online 26.11.2013). Man will nun die Anzahl der Parkplätze und der VIP-Logen reduzieren (Ebenda).
Letzteres wird der Olympischen Familie aber gar nicht gefallen!

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V: Aktuelle Sportsplitter von IOC, DOSB etc.

– Super: Niemand will EM – Berlin bekommt sie. „Großer Sieg“ für Berlin am 2.11.2013: Die Leichtathletik-EM 2018 findet dort statt. Und das kam so: „Die deutsche Hauptstadt  war der einzige verbliebene Kandidat gewesen“ (Signal aus Berlin, in SZ 4.11.2013). Rom und Paris hatten nur vorübergehend Interesse. Dann blieb noch Budapest – und zog um Juni 2013 zurück. DOSB-Generaldirektor Vesper schlussfolgerte sogleich äußerst logisch: „Mit Blick auf München 2022 sagen wir: Wenn nicht jetzt, wann dann?“ (Ebenda). 2026? 2030?

IOC-Präsident von Politik hofiert. Bach wurde auf seiner Asienreise empfangen vom: russischen Präsidenten Wladimir Putin, chinesischen Präsidenten Xi Jingping, japanischen Premierminister Shinzo Abe, koreanischen Präsidenten Park Geun-hye – und am 22.11.2013 von Papst Franziskus (siehe unten) und vom italienischen Premierminister Enrico Letta (Wilson, Stephen, AP sources: Bach to hold retreat of IOC board, 21.11.2013).
Geht doch noch: IOC immer noch hoffähig und anerkannt bei Potentaten und Demokraten!
Bach begrüßte bei dem Treffen mit Letta die Unterstützung der italienischen Regierung für eine Kandidatur von Rom für die Olympischen Sommerspiele 2024: „Die Spiele könnten Katalysator für eine Entwicklung im Lande sein“ (Keine Zeit zum Verschnaufen: Die IOC-Pläne von Bach, in sueddeutsche.de 24.11.2013).
Stimmt – Katalysator für eine noch höhere Verschuldung des Landes! Das ist die Hauptaufgabe der IOC-Vertreter, die Vertreter sind wie jeder andere Vertreter: Aquirieren, aquirieren, Kandidaten für Austragungsorte sichern. Und wer auf die olympischen  Heuschrecken hereinfällt, bezahlt es – sehr teuer.
Bach rief auch noch die USA zu einer Bewerbung 2024 auf – angeblich hätten Washington, San Francisco, Los Angeles, Boston und Dallas ihr Interesse signalisiert (Ebenda).
Übrigens steht bei der Sitzung des IOC-Exekutivkomitees am 10.12.2013 in Montreux das im Jahr 2000 nach dem Salt Lake City eingeführte Alterslimit von 70 Jahren wieder zur Disposition (Ebenda).

– Das Sport-Leben ist ein Wunschkonzert. Mitte Oktober 2013 berechneten die Fachverbände des DOSB einen Mehrbedarf von 38 Millionen Euro pro Jahr: „Nach den Wünschen des DOSB stiege der Etat auf etwa 170 Millionen Euro pro Jahr“ (Mehrbedarf von 38 Millionen Euro pro Jahr, in faz.net 20.10.2013). Der von der Bewerbung München 2018 bekannte hauptamtliche Direktor im DOSB, Bernhard Schwank, begründete die Mehrforderung von rund 30 Prozent mit der internationalen Konkurrenz. (Diese kann dann auf die gestiegenen deutschen Zuwendungen verweisen und ihrerseits mehr staatliche Mitteln einfordern: eine Spirale ohne Ende.) „Mit Hilfe einer Werbeagentur soll letztlich den Bürgern die Frage gestellt werden, was ihnen hervorragende Leistungen wert sind“ (Ebenda).
Ob die Werbeagentur nach der Abwahl von München 2022 am 10.11.2013 noch zum Einsatz kommt, darf bezweifelt werden.
Die Vorsitzende des Sportausschusses, Dagmar Freitag, meinte zu den DOSB-Forderungen: „Es wird Weihnachten. Da werden Wunschzettel geschrieben“ (Ebenda). Im Innenministerium vermisste man jegliche faktenbasierte Analyse von London 2012 und äußerte: „Die Forderungen des deutschen Sports nach mehr Fördermittel haben fast rituellen Charakter“ (Innenministerium macht DOSB wenig Hoffnung auf mehr Geld, in spiegelonline 21.10.2013). Thomas Kistner schrieb in der SZ: „Als netter Versuch darf das Ganze auch deshalb belächelt werden, weil ja keine echte Bedarfsrecherche zugrunde liegt, sondern eine Abfrage-runde bei den Verbänden. schön blöd, wer da nicht einen prallvollen Wunschzettel lanciert“ (Abenteuerliche Rechnung, in SZ 22.10.2013).
Der DOSB vergaß auch nicht zu erwähnen, dass zur Behebung des Sanierungsstaus bei deutschen Sportstätten 42 Milliarden Euro fällig würden (Weitere 42 Milliarden, in SZ 22.10.2013).
Im November 2013 erneuerte der Alpin-Direktor des Deutschen Ski-Verbandes, Wolfgang Maier, die Forderung nach noch mehr staatlichen Zuwendungen: „Der Sportbetrieb in der Relation zu dem, was wir erwirtschaften, ist einfach zu teuer geworden“ (Ski-Alpin-Chef Maier fordert mehr Geld für den DSV, in sueddeutsche.de 26.11.2013).
Die Überlegung, dass das Sport-System in der bestehenden Form unfinanzierbar geworden ist, stellt sich den Herren nicht: Sie ziehen lieber mit Gewinnen aus Sportgroß-Veranstaltungen ab – siehe Ski-WM 2011 in Garmisch-Partenkirchen, Biathlon-WM 2012 in Ruhpolding – und lassen verschuldete Austragungsorte zurück.

– „Der Zukunft entgegen: Baku 2015“. So lautete der Titel einer Anzeige in der SZ vom 30.11.2013: Aserbaidschan wirbt für die European Games 2015 in seiner Hauptstadt, die erstmals vom Europäischen Olympischen Komitee nach Baku vergeben wurden. „Aserbaidschan hat ein ganzes Bündel an Erfolgsstories aus der Wirtschaft, dem Tourismus und dem Sport vorzuweisen. Dazu gehören der European Song Contest 2012 sowie 15 Sportevents, die das Land seit 2010 veranstaltet hat“ (Ebenda).
Weniger erfolgreich ist die Demokratie in Aserbaidschan. Der vor zehn Jahren selbst inthronisierte Präsident (vorher regierte sein Vater Gejdar zehn Jahre das öl- und gasreiche Land) ließ sich Anfang Oktober 2013 bestätigen: „Ilcham Alijew hat die von Manipulationsvorwürfen überschattete Präsidentenwahl in Aserbaidschan gewonnen. Der autoritäre Amtsinhaber soll erneut mehr als 80 Prozent der Stimmen bekommen haben und startet in seine dritte Amtszeit… Die Wahl war von Fälschungsvorwürfen überschattet worden“ (Präsident Alijew mit großem  Vorsprung wiedergewählt, in spiegelonline 9.10.2013). – „Kritiker des Präsidenten werden weggesperrt, Journalisten dürfen nicht frei berichten, und am Wahltag bekommt ein Alijew grundsätzlich mehr als zwei Drittel der Stimmen. So sorgt nun für Spott, dass eine aserbaidschanische App bereits einen Tag vor der jüngsten Präsidentschaftswahl am 9. Oktober die Ergebnisse veröffentlichte. Die sahen Alijew vorne mit knapp 73 Prozent… Die Organisation Transparency International zählt Aserbaidschan zu den korruptesten Nationen der Welt“ (Die Wahl-App, die zu viel wusste, in spiegelonline 10.10.2013; Hans, Julian, Pappkameraden für die Demokratie, in SZ 9.10.2013). Human Rights Watch veröffentlichte kürzlich einen Bericht über Kritiker, die im Gefängnis landeten. Alijew bezeichnete seine Wiederwahl als „Triumph der Demokratie“, er sitzt fest im undemokratischen Sattel: „Die EU hat eher die Energie aus Aserbaidschan fest im Blick als die Menschenrechte dort“  (Ebenda). Und mit den Sport-Großereignissen erkauft sich Alijew Medienberichterstattung und Öffentlichkeit.
So ist das totalitäre Aserbaidschan ein ideales Land für Europäische Olympische Spiele und für andere internationale Groß-Sportereignisse – wie Weißrussland, China, Russland etc.
Vergleiche auch: Der Sport ist politisch

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VI: Allgemeine Nachrichten

– Anklage gegen Hoeneß zugelassen. Das Landgericht München II hat die Anklage zugelassen. Hoeneß wird vorgeworfen, 3,2 Millionen Euro Steuern hinterzogen zu haben. Die  Selbstanzeige könnte ungültig sein. Hoeneß blieb gegen Zahlung einer Kaution von fünf Millionen Euro auf freiem Fuß (Leyendecker, Hans, Ott, Klaus, Für Hoeneß wird es ernst, in SZ 5.11.2013).

– Viel Geld vom FC Bayern für München 2022. Der FC Bayern hat in der Wochenendausgabe der Süddeutschen Zeitung,  der tz, der Abendzeitung und anderen jeweils eine ganzseitige Anzeige platziert und darin für ein Ja zur Bewerbung München 2022 aufgerufen. Genützt hat es nichts.

– Sport-Paten stehen Schlange beim Papst. Am 22.11.2013 bekam neben anderen europäischen IOC-Mitgliedern aus den europäischen Ländern der ewige Fifa-Präsident Blatter eine Audienz bei Papst Franziskus (Deutschland wollte WM in Qatar, in faz.net 22.11.2013). „Blatter logierte beim Einsatz für eine bessere Welt im teuersten römischen Luxushotel. Auf die listige Frage eines Journalisten, ob er sich vorstellen könne, wie Franziskus‘ Vorgänger Benedikt XVI. zurückzutreten, antwortete Blatter: ‚Für  einen Rücktritt fehlt mir die nötige Energie'“ (Gipfel der Unfehlbaren, in SZ 23.11.2013).
Mit zum Papst kam auch IOC-Präsident Bach. Franziskus warnte die Sportfreunde: „Sport ist Harmonie, aber wenn nur Geld und Erfolg das Ziel sind, zerbricht diese Harmonie“ (Keine Zeit zum Verschnaufen: Die IOC-Pläne von Bach, in sueddeutsche.de 24.11.2013). Am 23.11.2013 verlieh Bach dem Papst den Olympischen Orden in Gold: (Bach: Verändertes Olympia-Bewerbungsverfahren prüfen, in sueddeutsche.de 22.11.2013).
Die Frage, wie sich der Papst den Olympischen Orden „verdient“ hat, stellt sich: Ist der Pressetermin für  Bach/Blatter der einzige Grund? Das macht die Baustellen in Katar, Sotschi und Brasilien auch nicht humaner!

– Verschuldeter Skiort Oberstdorf sagt Kultur ab. Oberstdorf richtete die Nordische Ski-WM 1987 und 2005 aus und bewirbt sich um 2019. Der Ort war 2010 aufgrund des Skisport-Engagements mit 63 Millionen Euro verschuldet (Geldmangel: Oberstdorfer Musiksommer abgesagt, in SZ 27.11.2013), 2013 immer noch mit  56 Millionen Euro (Oberstdorf will 17 Millionen Euro Schulden abbauen, in Allgäuer Anzeigenblatt 28.5.2013). Allein 23 Millionen Euro wurde in die Anlage für die Nordische Ski-WM plus Langlaufstadion investiert. Jährlich erfordern die WM-Sportanlagen Subventionen von 300.000 Euro. „Wir sind zum Finanzier des Sports geworden“, beklagte Bürgermeister Laurent Mies (Szymanski, Mike, Sehenden Auges in die Pleite, in sueddeutsche.de 17.5.200). Und nun wurde der „Oberstdorfer Musiksommer“ 2014 abgesagt . „Es fehle die finanzielle Grundlage für die 22. Auflage der Konzertreihe.“, so der Veranstalter (Geldmangel: Oberstdorfer Musiksommer abgesagt, in SZ 27.11.2013). Der Grund war angeblich eine zu geringe Kulturförderung durch den bayerischen Staat (Schelling, Peter, Im Stich gelassen, in SZ 28.11.2013).
Oberstdorf gehört mit den drei anderen Sporthochburgen Garmisch-Partenkirchen, Berchtesgaden und Ruhpolding zu den höchst verschuldeten Gemeinden Bayerns.
Es lebe der Sport – alles andere ist wurscht.

– Große Koalition für oder gegen DOSB? Im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD steht eine Seite zur Sportpolitik. Die gute Nachricht für den DOSB: „Die nachhaltige Finanzierung der Nationalen Anti-Doping-Agentur stellen wir sicher“ (Reinsch, Michael, Die Politik treibt den Sport, in faz.net 27.11.2013). Der Bund will den Fehlbetrag im Nada-Haushalt (insgesamt fünf Millionen Euro) von einer Million Euro ausgleichen. DOSB-Generaldirektor Michael Vesper feierte dies gleich als Sieg, weil die Zusatzfinanzierung – angeblich – nicht zu Lasten der Leistungssportförderung ginge. Der DOSB will statt zwei Millionen Euro demnächst 2,3 Millionen Euro beitragen (Ebenda).
Nach dem Verursacherprinzip müsste der DOSB die Nada allein tragen!
Die schlechte Nachricht für den DOSB: Der Koalitionsvertrag sieht ein Anti-Doping-Gesetz vor mit der Besitzstrafbarkeit von Dopingmitteln. „Allerdings wird diese Möglichkeit durch die Anmerkung relativiert, wonach eine gesetzliche Regelung die Autonomie des Sports nicht ‚unzulässig einschränken‘ dürfe“ („Entscheidung vertagt“, in SZ 28.11.2013).
Warum eigentlich nicht?!
Die politische Botschaft: „Für die Sportverbände sind die meisten dieser 47 Zeilen mithin eine Ernüchterung. Sie müssen erkennen, dass sie sich wichtiger nehmen als sie sind“ (Herrmann, Boris, Ein Fortschrittchen, in SZ 28.11.2013).

Schneekanonen in Betrieb. Seit 26.11.2013 laufen die Schneekanonen auf dem Olympiaberg für den FIS-Weltcup am 1.1.2014. Sie sollen durchlaufen – allerdings nur, wenn die Temperatur bei weniger als minus zwei Grad liegt (Schneekanonen schießen scharf, in abendzeitung-muenchen.de 27.11.2013).
Zur Erinnerung: Am 24.12.2012 lag die Temperatur in München bei über 20 Grad Celsius – PLUS.

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VII: Sport-Millionen und -Millionäre

– Basketballer mit über 20 Millionen US-Dollar – pro Jahr. Der amerikanische Basketball-Profi Kobe Bryant verdient bei den Los Angeles Lakers in der Saison 2013/14 23,5 Millionen Dollar, in 2014/15 25 Millionen Dollar (Schmieder, Jürgen, Ein Laker fürs Leben, in SZ 27.1.2013).

– 300.000 Euro pro Spieler. Bei der Fußball-WM 2014 in Brasilien hat der DFB die Prämien festgelegt: Für den Einzug ins Viertelfinale pro Spieler 50.000 Euro, ins Halbfinale 100.000 Euro. Für die Endspiel-Teilnahme gibt es 150.000 Euro, für den WM-Sieg 300.000 Euro (300.000 Euro, in SZ 30.11.2013).
Zum Vergleich: „Die ersten deutschen Weltmeister 1954 hatten 2.500 Mark (1280 Euro), einen Fernseher, einen Lederkoffer und einen Motorroller erhalten. 1974 bekam jeder Weltmeister 70.000Mark und einen VW-Käfer. Die bislang letzten Weltmeister wurden mit 125.000 Mark belohnt“ (Ebenda).

– Russischer Oligarch krempelt Fechten um. Alischer Burchanowitsch Usmanow ist seit 2008 Präsident des internationalen Fechtverbandes FIE. Er gehört laut Forbes zu den 35 reichsten Männern der Welt mit Nähe zum Gazprom-Konzern und ist u. a. Generaldirektor von Gazprominvest, Mitbesitzer von Metalloinvest und Eigentümer des Verlagshauses Kommersant. Usmanow ist auch Teilhaber beim FC Arsenal, wo er sich mit 100 Millionen Euro eingekauft hat. Nun will er den Fechtsport umkrempeln. Die weißen Fechtanzüge sollen bunten weichen. Der Fechtverband will (wie Fifa und IOC) selbst professionelle Fernsehbilder produzieren. Eine Weltcup-Serie mit neun Stationen und fünfstelligen Preisgeldern soll Fechten neu präsentieren – mit höchsten Preisgeldern: „Eine Million Dollar Preisgeld soll in Zukunft bei Fecht-Weltmeisterschaften ausgefochten werden. Das ist eine Menge Geld in einer Sportart, in der es bislang weitgehend um Ehre und Ruhm, Urkunden und Pokale ging. Auch wenn sich die Summe relativiert, denn sie wird auf zwölf Wettbewerbe aufgeteilt – je drei Waffen bei beiden Geschlechtern, jeweils im Einzel und im Team. Die kommenden beiden Weltmeisterschaften findet jeweils auf russischem Boden statt: 2014 richtet Kasan die WM anstelle von Sofia aus, das abgesprungen ist. 2015 wird Moskau Schauplatz der Meisterschaften sein“ (Dreis, Achim, Das Spielzeug des Milliardärs, in faz.net 29.11.2013
Vergleiche dazu demnächst im Kritischen Olympischen Lexikon: Oligarchen-Sport

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VIII: Aktuelle Sportsplitter von Fifa, Uefa etc.

– Rechte Fußballfans. Soziologen und Staatsschützer warnen vor der zunehmenden Unterwanderung des deutschen Fußballs durch Hooligans und Neonazis. Unter vdem Namen „GnuHonnters“ (New Hunters) schlossen sich 17 deutsche Hooligangruppen zusammen; sie werden von Rechtsextremisten unterstützt. Schlagworte sind „Herstellung alter Werte“, „Keine Antifa im Stadion“, „Meinungsfreiheit zurückgewinnen“ (Buschmann, Rafael, Hooligans und Neonazis unterwandern deutschen Fußball, in spiuegelonline 13.11.2013). Hauptgegner sind die „Ultragruppen“, die sich oft für Anti-Rassismus-Kampagnen einsetzen und sich gegen die weitere Kommerzialisierung des Fußballsports wenden. Kurzbericht aus der Dortmunder Szene: „Kurz vor dem Anpfiff steigt ein Mitglied der rechtsextremen Dortmunder Hooligangruppe Northside auf den Fangzaun vor der Südtribüne. Völlig unverhohlen reißt er sein T-Shirt hoch, entblößt seinen durchtrainierten Körper. Mit dem rechten Arm zeigt er den Hitlergruß“ (Ebenda).

– Rechtsradikale im russischen Fußball. „Das Banner war nur schwer zu übersehen. Vier weiße Bahnen lang und beschrieben mit griechischen Buchstaben – so hing es am vergangenen Wochenende beim Moskauer Stadt-Derby zwischen ZSKA und Spartak (1:0) im Block der Gastgeber. „Ihr seid für immer in unseren Herzen“, hatten ein paar Anhänger des Armee-Klubs darauf gepinselt.Doch was so unverfänglich klang, war in Wahrheit das letzte schriftliche Geleit für zwei Mitglieder der neofaschistischen griechischen Partei „Goldene Morgenröte“, die Anfang November ermordet worden waren. Ein kleiner Gruß unter Gleichgesinnten. (…) Schon des Öfteren wurden dunkelhäutige Spieler mit Bananen beworfen; rechtsradikale Gesänge sind in den Kurven nicht selten, und einmal entrollte ein Fanklub von Spartak Moskau zum Geburtstag von Adolf Hitler ein Plakat mit der Aufschrift „Herzlichen Glückwunsch, Opa“. (…) Als es Ende Oktober beim Pokalspiel zwischen Jaroslawl und Spartak Moskau zu heftigen Ausschreitungen kam, war im Gästeblock auch eine riesengroße Hakenkreuz-Fahne zu sehen“ (Aumüller, Johannes, Rassiamus? Bei uns? in SZ 27.11.2013).

– Die Uefa-Knebelverträge. München bewirbt sich bei der Uefa als Austragungsort der Fußball-EM 2020. Dazu gehört auch die Ausrichtung der Fan-Party im Olympiapark. „Die kalkulierten Kosten: 2,4 Millionen Euro. Zu zahlen von der Stadt München. Gewinnmöglichkeiten: keine. Leider bestehe „keine Möglichkeit der Refinanzierung, da alle Rechte bei der Uefa liegen“, heißt es in einer nicht öffentlichen Beschlussvorlage des Münchner Sportamts, die Ende Juli im Stadtrat behandelt wurde“ (Huber, Til, Knallharte Verträge, in donaukurier.de 22.11.2013). In dieser Beschlussvorlage steht, die Uefa-Verträge seien „äußerst einseitig zugunsten der Veranstalter ausgestaltet“ und „mit den Bewerbungsunterlagen für Olympische Spiele vergleichbar“ (Ebenda). Kostenpunkte sind z.B. Bereitstellung der Musik, der Stände, Abräumen des Mülls, kostenlose Bereitstellung von Werbeflächen, kostenlose Benutzung des Münchner Verkehrsverbunds für Ticketbesitzer, Freistellung aller Haftungsansprüche der Uefa etc. (Ebenda).

– Tote auf WM-Baustelle in Sao Paulo. Am 27.11.2013 stürzte ein Kran auf der Baustelle des Estádio Itaquerão um: Ein Dachkomplex von 500 Tonnen fiel auf eine Tribüne. Mindestens zwei Arbeiter starben. Die Dachkonstruktion stammt vom deutschen Ingenieurbüro Werner Sobek (Tripmaker, Marco, Wallrodt, Lars, Katastrophe von Sao Paulo entlarvt die Probleme von WM-Gastgeber Brasilien, in welt.de 29.11.2013).
Ein weiteres Beispiel für die Sportdemokratur: „Und was tat nun der frühere Corinthians-Präsident Andrès Sanchez, einer der führenden Sportfunktionäre, nach dem tödlichen Zusammenbruch? Er griff gemeinsam mit Sicherheitsleuten einen Reporter der Zeitung Folha de São Paulo an und zerstörte sein Handy, damit dieser nicht mehr filmen konnte“ (Burghardt, Peter, Tote auf der WM-Baustelle, in SZ 28.11.2013).
Das Stadion „kostet offiziell gut 850 Millionen Reais, ungefähr 270 Millionen Euro, vermutlich noch mehr. Einen üppigen Posten übernimmt der Staat – und das in einer Gegend, in der vernünftige Schulen und Krankenhäuser fehlen“ (Ebenda). Die Kosten von letztendlich umgerechnet 300 Millionen Euro werden von Brasiliens staatlicher Entwicklungsbank BNDES getragen: „Gleichzeitig verfallen gleich um die Ecke Krankenhäuser, Schulen und Zuglinien“ (Burghardt, Peter, Auf lehmigem Grund, in SZ 29.11.2013). Dazu ist Itaquerão grundsätzlich umstritten und wurde vom früheren Staatspräsidenten und glühendem Corinthians-Fan Luiz Ignacio Lula gepusht: „Eine Renovierung des Morumbi-Stadions wäre viel günstiger und sinnvoller gewesen, sagen viele. Auf der anderen Seite war Corinthians, einer der reichsten und beliebtesten Klubs Brasilien, der einzige Verein der Stadt, der noch kein ausreichend großes Stadion besaß… Was bleibt, ist zumindest ein Geschmäckle“ (Tripmaker, Wallrodt 29.11.2013).
Corinthians wird als nächstes den Namen Itaquerão verkaufen: „Favoriten sind Interessenten aus Abu Dhabi, die Zeitung Estado do São Paulo nennt die Unternehmen Etihad und Emirates“ (Burghardt, Peter, Auf lehmigem Grund, in SZ 29.11.2013).

– Brasilianischer Sportfunktionär entmachtet. Das bis 2012 amtierende IOC-Mitglied Carlos Nuzman, Chef des brasilianischen NOK, war für die Organisation der Sommerspiele 2016 in Rio zuständig. Er wurde jetzt nach vielen Kostenüberschreitungen, Korruptionsvorwürfen und Schiebungen von der brasilianischen Präsidentin Dilma Roussef entmachtet und durch den Fallschirmjäger-General Fernando Azevedo e Silva ersetzt, der von vier Generälen und einem Admiral unterstützt wird. „Was wie ein Militärcoup wirkt, verfolgt das Ziel, den Sport langfristig beim Militär anzubinden. Dieses verfügt über die besten Strukturen, auch ist das Gros der Olympia-Athleten bei Marine, Armee, Luftwaffe“ (Kistner, Thomas, Ein General führt Regie, in SZ 30.11.2013).
Vergleiche hierzu im Kritischen Olympischen Lexikon: Sportsoldaten

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IX: Doping-News

– Anschuldigungen gegen Doping-Labor. Das Labor des Institutes für Biochemie an der Sporthochschule Köln ist für die Analysen im Pferdesport zuständig: Es wurde nun beschuldigt, falsche positive Analysen gemacht zu haben. „Nichts weniger behauptet der Anwalt Burkhard Oexmann aus Lippetal, ein in der Pferdesportszene gerne zu Rat gezogener Rechtsbeistand, wenn im Körper eines Vierbeiners mal wieder etwas gefunden wird, was dort nicht hineingehört“ (Pochhammer, Gabriele, Sattelfeste Kontrollen, in SZ 29.11.2013). Der Auslöser war das Pferd El Santo von Welt- und Europameisterin Isabell Werth, der wegen verbotener Medikation einer Sperre von sechs Monaten droht. Das Landgericht Dortmund urteilte in dem Fall: „Der Versuch, die Zuverlässigkeit des Analyselabors zu erschüttern, sei ein häufiger Entlastungsversuch ertappter Sportler, heißt es sinngemäß in der Klageschrift“ (Ebenda).

– Hein Verbruggen und die UCI unterstützten Doper. 1) Nach Lance Armstrong belastete der Chef des italienischen Baukonzerns Mapei, Giorgio Squinzi, im November 2013 im Radsportmagazin Tuttobici Verbruggen: Squinzi hatte sich unter der Ägide Verbruggens beschwert, dass ohne Doping bei den großen Radrundfahrten keine Platzierung unter den ersten fünf möglich sei. “Danach drohte Verbruggen, mein Team für immer zu disqualifizieren” (Kistner, Thomas, Raus aus der Deckung, in SZ 23.11.2013). – 2) Peter Stevenhaagen vom Rennstall PDM zitierte Verbruggen in der Zeitung AD: “Ich bestimme, wer positiv ist. Ich weiß verdammt gut,. was bei PDM los ist” (Ebenda). – 3) Mehrere Rennstallchefs sollen Verbruggen vergeblich auf den Epo-Einsatz bei den Rennen hingewiesen haben. – 4) Der ehemalige belgische Radsportler Edwig van Hooydonck war 1996 vom Radsport zurückgetreten, weil er Doping ablehnte und gegen gedopte Kollegen keine Chance hatte. Er hatte Verbruggen ebenfalls den Einsatz von Epo gemeldet: “Er sagte, dass ich übertreibe” (Ebenda). – 5) Verbruggen saß gleichzitig im Vorstand der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada): “Der Boss der verdächtigsten Sportart an der Spitze der Fahnder” (Ebenda). – 6) Die UCI unterrichtete vier Tage vor dem Start der Tour de France 2002 die Fahrer über den Stand der Forschung: Das für Blutdoping eingesetzte RSR13 könne nun nachgewiesen werden, während der Epo-Nachfolger Dynepo frühestens 2003 nachgewiesen werden könne. “Also aufgepasst, liebe Betrüger: Das Zeug ‘wirkt stärker als Epo und versorgt die Muskeln mit mehr Sauerstoff’” (Ebenda). – 7) ” In einem Hearing 2005 am Sportgerichtshof Cas zum Dopingfall des Rad-Olympiasiegers Tyler Hamilton hatte UCI-Chefmediziner Mario Zorzoli dargelegt, wie Dutzende Fahrer und Funktionäre gewarnt wurden.  Verdächtige wurden gern in die UCI-Zentrale nach Aigle geladen und über die hauseigene Antidoping-Politik aufgeklärt; dabei hätten sie ‘Informationen zu gefundenen verdächtigen Werten’ erhalten. Auch erläuterte der UCI-Arzt beim Hearing, wie der frühere Rennstall Phonak eingeladen wurde, weil er ein Topteam gewesen sei” (Ebenda). – 8) Der Kronzeuge Jörg Jaksche berichtete, dass Spitzenfahrer bei der Tour de France ohne Sanktionen verspätet zu den Dopingtests erschienen: „Es gab einen Promi-Bonus bei der UCI, die gewisse Leute schützte“(Ebenda). – 9) Hein Verbruggen: „Seit wann glaubt man Armstrong?“ (Verbruggens Konter, in SZ 20.11.2013). 10) Für Thomas Kistner ist das Mantra des internationalen Funktionärstums: „Ein geständiger Doper ist ein Lügner, sobald er das System belastet“ (Kistner, Thomas, Das letzte Teil im Betrugspuzzle, in SZ 20.11.2013). – 11) „Für den Pharma-Sport ist der Fall Verbruggen bedeutender als der Fall Armstrong. (…) Einer wie Verbruggen, der in Armstrongs Ära den Radsport-Weltverband UCI lenkte, der im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) Vertrauter des langjährigen Chefs und Dopingverharmlosers Juan Antonio Samaranch war und der – kabarettistischer Gipfel – auch im Vorstand der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada saß, hatte eine carte blanche . Narrenfreiheit. Hein Verbruggen ist heute Ehrenmitglied im IOC und Chef der olympischen TV-Gesellschaft OBS. Nach Armstrongs klarem Vorwurf, Verbruggen habe einen Dopingfall vertuscht (und die schmutzigste Sieges-Ära des Radsport eingeleitet), müsste das Ethikkomitee des IOC sofort alles stehen und liegen lassen“ (Ebenda).
Die Ethik-Kommissionen im Sport gibt es nur, damit es sie gibt – zum Einlullen der Öffentlichkeit, siehe IOC, siehe Fifa. Mit wirklichen Ermittlungen hat dies nichts zu tun.
Vergleiche im Kritischen Olympischen Lexikon: Verbruggen, McQuaid

– Lance Armstrong zahlt Boni zurück. Die Acceptance Insurance Company hatte Armstrong beschuldigt, bei der Tour de France 1999, 2000 und 2001 Dopingmittel genommen zu haben und forderte Boni in Höhe von drei Millionen Dollar zurück. Armstrong einigte sich außergerichtlich mit der Versicherung: Dadurch vermied er es, vor Gericht unter Eid zu seinen Dopingvergehen aussagen zu müssen (Armstrong zahlt Bonus zurück, in SZ 22.11.2013).

– Doping in Jamaika. 1) Am 4.5.2013 wurde die jamaikanische Sprinterin Veronica Campbell-Brown positiv auf das Dioretikum Diuretika getestet, mit dem die Verwendung harter Leistungssteigerungsmittel verschleiert werden kann. Jetzt entschied die Disziplinar-Kommission des jamaikanischen Leichtathletik-Verbandes JAAA, welche Strafe die dreimalige Sprint-Olympiasiegerin erhalten soll: gar keine. Campbell-Brown wurde nur öffentlich verwarnt (Verwarnung statt Sperre, in SZ 4.10.2013). – 2) Die frühere Chefin der Anti-Doping-Agentur Jadco, Renee Anne Shirley, sagte, “dass es in den Monaten vor den Olympischen Spielen 2012 in London praktisch keine unangemeldeten Trainingskontrollen bei den jamaikanischen Athleten gegeben habe. (…) Jadco-Chef Herbert Elliott nannte Shirleys Darstellungen eine Lüge”. Wada-Präsident Howman äußerte: “Es gab eine Zeit von ungefähr fünf bis sechs Monaten in der ersten Hälfte des Jahres 2012, in der es keine wirksamen Operationen (der Jadco) gab.” Howman war auch verärgert, weil eine Inspektion der Wada erst für 2014 angeboten wurde (Lax im Dopingkampf, in SZ 15.10.2013). – 3) Elliott erklärte Ende Oktober, dass drei Wada-Inspektoren schon am 28.10.2013 Jamaika besuchen würden (Wada inspiziert Jamaika, in SZ 25.10.2013). – 4) “Jamaikas Helden räumten in London acht von zwölf Einzelmedaillen über 100 und 200 Meter ab; allein Bolt holte dreimal Gold. Wie schon bei den Spielen 2008 in Peking, als sein Stern aufging. Seitdem schwelt die Vernunftsfrage: Wie ist es möglich, dass in einer Weltpopulation von bald sieben Milliarden Menschen der schnellste Mann und die schnellsten Frauen von derselben kleinen Zuckerinsel stammen?” (Kistner, Thomas, Süßkartoffeln mit Sprengkraft, in SZ 19.10.2013). – 5) “Der jähe jamaikanische Rekordboom aber hat sich unter höchst branchenüblichen Verdachts- momenten entwickelt – nicht nur die schnellen Beine auf der Karibik-Insel sind legendär, sondern auch die laxen Dopingtests. Allein vor der Leichtathletik-WM im August in Moskau gab es drei prominente Sündenfälle: Die dreimalige Olympiasiegerin Veronica Campbell-Brown, 100-Meter-Weltrekordler Asafa Powell und Sprinterin Sherone Simpson wurden geschnappt” (Ebenda). – 6) “Seit 2008 rennt Bolt alles in Grund und Boden, darunter zahllose Dopingsünder, die Spitzenläufer seiner Zeit” (Ebenda). – 7) Renée Anne Shirley sagte im Oktober 2013 dem britischen Telegraph, “die Agentur sei unterbesetzt und bewältige keine Bluttests” (Hahn, Thomas, Flucht ins Ungefähre, in SZ 20.11.2013). – 8) “Über den Jadco-Vorsitzenden Herb Elliott (…) berichtete zuletzt das Wall Street Journal, dass sich dessen Akademiker-Titel von den Universitäten in Columbia und Brüssel nicht bestätigen ließen” (Ebenda). – 9) “Anti-Doping-Experten vermuten ein ausgeklügeltes Manipulationssystem auf der Insel” (Dopingfahnder nehmen Jamaika ins Visier,  in spiegelonline 12.11.2013). Paul Wright von der Jadco: “Alle Athleten wurden in Wettkampftests erwischt – zu Zeitpunkten also, an denen seit Monaten Kontrollen befürchtet werden mussten. Das war nicht nur ein Doping-Test, auch ein Intelligenztest” (Ebenda). – 10) Die Führung der Jadco trat Ende November 2013 zurück. “Allein in diesem Jahr wurden acht Doping-Fälle jamaikanischer Sportler bekannt” (Jamaika reagiert, in SZ 25.11.2013).

– Keine Doping-Labors – Wie praktisch! Die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada tagte Mitte November 2013 in Johannisburg. Sie stellte fest, dass weder das Moskauer Anti-Doping-Labor noch das in Brasilien für die WM 2014 die Bedingungen erfüllen. „Bei der Fußball-WM 2014 in Brasilien müssen Dopingproben zur Analyse in die Schweiz expediert werden, weil das Labor in Rio de Janeiro die Qualitäts-Checks nicht bestand und suspendiert wurde“ (Kistner, Thomas, Kosmetik am Trugbild, in SZ 14.11.2013). – „Russland droht vor den Olympischen Winterspielen in Sotschi im Anti-Doping-Kampf ein herber Prestigeverlust. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) hat dem Moskauer Anti-Doping- Labor mit dem Entzug der Zulassung für sechs Monate gedroht. Detaillierte Gründe für die mögliche Suspendierung wurden nicht bekannt gegeben; allerdings hatte es in der jüngeren Vergangenheit diverse Medienberichte über Unregelmäßigkeiten in dem Labor gegeben“ (Suspendierung droht, in SZ 18.11.2013).
Kommentar von Thomas Kistner in der SZ zur Situation, dass die brasilianischen Dopingproben in die Schweiz geflogen werden müssen: „Mal sehen, wie viele Proben diesen Transport überstehen. (…)
Tests allein sind nicht effektiv, sondern dazu da, umgangen zu werden“ (Kosmetik am Trugbild, in SZ 14.11.2013).

 

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X: Die Sportsender ARD/ZDF im November 2013
Die Auflistung der Sportsendung erfolgte nur für die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF, nicht für die Dritten Programme und ist vermutlich nicht vollständig (Sondersendungen!). Finanziert werden diese Sportsendungen durch die zwangsweise erhobenen Rundfunkgebühren. Vergleiche auch hierzu: Die öffentlich-rechtlichen Sport-Sender

ARD: 1520 min = 25 h 20 min; ZDF: 1925 min = 32 h 5 Min
Zusammen: 3445 min = 57 h 25 min

Ergebnis für November 2013:
2.11. ARD Sportschau 18.00 – 20.00: 120 min
ZDF Das aktuelle Sportstudio 23.00 – 0.25: 85 min
3.11. ARD Sportschau 18.00 – 18.30: 30 min
ARD Sportschau 0.20 – 0.40: 20 min
6.11. ZDF Champions League 19.20 – 19.35: 15 min
ZDF Champions League 20.25 – 23.15: 170 min
ZDF Uefa Champions League 1.10 – 2.45: 95 min
8.11. ARD Sportschau 19.45 – 19.50: 5 min
9.11. ARD Sportschau 18.00 – 209.00: 120 min
ZDF Sportstudio 23.00 – 0.25: 85 min
10.11. ARD Sportschau 18.00 – 18.30: 30 min
ARD Sportschau 23.35 – 23.55: 20 min
ZDF Sportreportage 17.10 – 17.55: 45 min
15.11. ZDF Fußball D-I 20.15 – 23.30: 195 min
16.11. ARD Sportschau 18.00 – 18.50: 50 min
ARD Sportschau live 0.30 – 1.30: 60 min
17.11. ARD Sportschau 18.00 – 18.30: 30 min
ZDF
Sportreportage 17.10 – 17.55: 45 min
19.11. ARD Fußball England-D 20.15 – 23.45: 210 min
ARD Sportschau-Club 23.45 – 0.15:  30 min
22.11. ARD Sportschau 19.45 – 19.55: 10 min
23.11. ARD Sportschau 12.00 – 18.00: 360 min
ZDF Das akt. Sportstudio 23.00 – 0.25: 85 min
24.11. ARD Sportschau 12.45 – 17.25: 280 min
ARD Sportschau 18.00 – 18.30: 30 min
ARD Sportschau 0.05 – 0.25: 20 min
ZDF Sportreportage 17.10 – 18.00: 50 min
27.11. ZDF SportExtra Fußball 14.45 – 17.00: 135 min
ZDF SportExtra Biathlon 17.05 – 10.00: 115 min
ZDF Champions League 20.25 – 23.15: 170 min
ZDF
Champions League 1.10 – 2.45: 95 min
28.11. ZDF SportExtra Biathlon 17.05 – 19.00: 115 min
29.11. ARD Sportschau 19.45 – 19.50: 5 min
ZDF SportExtra Biathlon 17.15 – 19.00: 115 min
30.11. ARD Sportschau 18.30 – 20.00: 90 min
ZDF SportExtra 13.15 – 17.00: 225 min
ZDF Sportstudio 23.00 – 0.25: 85 min

 

 

 


Laufende Chronologie der Olympischen Winterspiele 2018 in München +2 (wird laufend aktualisiert und ergänzt):
1936 - 1972 bis 1997 - 2007 - 2008 - Januar 2009 - Februar 2009 - März 2009 - April 2009 - Mai / Juni 2009 - Juli 2009 - August / September 2009 - Oktober 2009 - November 2009 - Dezember 2009 - Januar 2010 - Februar 2010 - März 2010 - April 2010 - Mai 2010 - Juni 2010 - Juli 2010 - August 2010 - September 2010 - Oktober 2010 - November 2010 - Dezember 2010 - Januar 2011 - Februar 2011 - März 2011 - April 2011 - Mai 2011 - Juni 2011 - Juli 2011 - August 2011 - September 2011 - Oktober 2011 - November 2011 - Dezember 2011 - Januar 2012 - Februar 2012 - März 2012 - April 2012 - Mai 2012 - Juni 2012 - Juli 2012 - August 2012 - September 2012 - Oktober 2012 - November 2012 - Dezember 2012 - Januar 2013 - Februar 2013 - März 2013 - April 2013 - Juni 2013 - Mai 2013 - Juli 2013 - August 2013 - September 2013 - Oktober 2013 - November 2013 - Dezember 2013 - Januar 2014 - Februar 2014 - März 2014 - April 2014 - Mai 2014 - Juni 2014 - Juli 2014 - August 2014 - September 2014 - Oktober 2014 - November 2014 - Dezember 2014 - Januar 2015 - Februar 2015 - März 2015 - April 2015 - Mai 2015 - Juni 2015 - Juli 2015 - August 2015 - September 2015 - Oktober 2015 - November 2015 - Dezember 2015 -

Literatur zur NOlympia-Chronologie

Nolympia-Chronologie, komplett / Stand Mitte Juli 2010 als pdf-Datei

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