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Gazprom NTW

 
Zuletzt geändert am 10.01.2017 @ 16:33

Oder: Wie Wladimir Putin mit Hilfe des Gazprom-Konzerns einen unabhängigen Fernsehsender übernimmt

– NTW-Geschichte
Am 14.7.1993 wurde der russische Fernsehsender NTW (auch NTV) gegründet. Die Buchstaben stehen für Unabhängiges Fernsehen. Der damalige Präsident Boris Jelzin verfügte, dass NTW zunächst auf dem 5., dann auf dem 4. Kanal ausgestrahlt wird. 1998 erhielt NTW „den Status eines allrussischen Fernsehsenders“ (Wikipedia). – „Der Sender NTW war einer der Pioniere der postsowjetischen unabhängigen Medien. Das von Wladimir Gussinski gegründete und geleitete Unternehmen verfügte über die besten Journallisten und Moderatoren“ (Wikipedia).

Gussinski wird ausgebootet
Wladimir Gussinski war zunächst Theaterregisseur und wurde zu Beginn der 1990-er Jahre Gründer der Most-Bank und der Medienholding Media-Most, zu der auch NTW gehörte. Gussinski verhalf Boris Jelzin 1996 mit dem Geld von sechs Oligarchen zur Wiederwahl. Auch Wladimir Putin ließ sich von Gussinski bei seiner Wahl 2000 unterstützen. Dann berichtete NTW kritisch über den Kreml, aber auch über Machenschaften des Inland-Geheimdienstes FSB, den Untergang des U-Bootes Kursk im Sommer 2000 etc. (Wikipedia).
„Auch die Übernahme des ehemaligen unabhängigen Fernsehsenders NTV der Medienholding Media-Most des Oligarchen Wladimir Gussinski im April 2001 war ein merkwürdiger Vorgang“ (Roth S. 111). NTV hatte vor den Parlamentswahlen 2000 über die Korruption des Jelzin-Systems berichtet und Putin wegen dessen brutaler Tschetschenienpolitik kritisiert. NTW stellte sich gegen Jelzins Nachfolger Putin und kritisierte dessen Tschetschenien-Krieg. „‚Wenn sich aber die Position des Kanals beim Thema Tschetschenien nicht ändert, reiße ich in Stücke‘, zitierte die Zeitung ‚Nowaja Iswestija‘ einen Wortwechsel Putins mit Gazprom-Chef Rem Wjachirew während des Wahlkampfes im Februar 2000″ (Hartmann 17.4.201). Dazu berichtete NTW auch kritisch über das Unglück des russischen U-Bootes Kursk im Sommer 2000, was Putin ebenfalls missfiel.
Die Büros von NTW wurden im Jahr 2000 über zwanzigmal von bewaffneten und maskierten privaten Sicherheitsdiensten gestürmt. Der Druck Putins nahm zu. „Wenige Tage, nachdem Putin zum Präsidenten gewählt worden war, stürmte die Steuerpolizei, begleitet von Staatsanwälten und dem FSB, den Fernsehsender und Media-Most“ (Roth S. 111).
Da die Holding des Fernsehsenders 300 Millionen US-Dollar Schulden bei Gazprom angehäuft hatte, sollte zu deren Begleichung die Most-Bank, die im Besitz von Gussinski war, zur Schuldentilgung an eine Tochter der Zentralbank verkauft werden. Putin persönlich ließ diesen Verkauf stoppen. Der neue Chef von GazpromMedia, Alfred Koch, kündigte als erstes eine Vereinbarung, dass 211 Millionen Dollar Schulden von Media-Most in eine Aktienbeteiligung umgewandelt werden: Koch forderte die sofortige Rückzahlung der 211 Millionen Euro und im Juni 2001 weitere 262 Millionen Dollar. Dies konnte Gussinski aufgrund der Restriktionen nicht leisten.
„Am 13. Juni 2000 wurde er verhaftet. Erst als er hinter Gittern im Gefängnis Butyrka eine besondere Vereinbarung mit dem Informationsminister Mikhail Lesin unterschrieb, kam er wieder frei und flüchtete kurze Zeit darauf nach Spanien. (…) Gleichzeitig übereignete er Gazprom seinen gesamten Media-Most-Konzern“ (Roth S. 111. Die englische Schreibweise „Lesin“ wurde von mir vereinheitlicht). – „Gussinski wurde schließlich entlassen, nachdem er das sogenannte ‚Protokoll Nr. 6‘ unterschrieben hatte, einen Vertrag zwischen ihm und dem Medienminister Michail Lesin. Laut diesem Vertrag sollte Gusinski ‚Media-Most‘ an Gazprom zu dem von Gazprom gebotenen Preise verkaufen“ (Wikipedia). Gazprom bekam für 300 Millionen Dollar alle Media-Most-Aktien (Ebenda). Gussinski verließ Russland Anfang 2001 und ging nach Spanien. Die russischen Behörden drängten vergeblich auf Auslieferung. Gussinski lebt heute in Israel. Sein Kollege, der Medienmogul und Putin-Gegner Boris Beresowskij, musste auch emigrieren und wurde unter mysteriösen Umständen tot in London aufgefunden.

Die gewaltsame Übernahme durch Gazprom
Am 14.4.2001 übernahm Gazprom mit einer feindlichen Übernahme 49 Prozent von NTW, später 69 Prozent (Wikipedia). In der Nacht vom 14.4.2001 „besetzten Wachleute im Auftrag des Staatsunternehmens Gazprom-Media das Ostankino-Fernsehzentrum im Norden Moskaus und überrumpelten die Journalisten. (…) Das Husarenstück der Übernahme von NTW begann am Samstagmorgen um 3.35 Uhr mit einem fingierten Bombenalarm. Mitarbeiter des Gazprom-Wachdienstes besetzten die Redaktionsräume… Um zehn Uhr sendete NTW erstmals Nachrichten unter der Regie der neuen Eigentümer. Kein Wort über die Nacht- und Nebel-Aktion im Fernsehzentrum. (…)  ‚Der KGB ist wieder an der Macht und lässt nun auch die unabhängigen Medien in Reih und Glied antreten‘, bewertete der Menschenrechtler Sergei Kowaljow dieses Vorgehen“ (Hartmann 17.4.2001). – „Einschließlich NTW verfügt Russland (also Putin; WZ) nun über drei staatliche TV-Kanäle“ (Hartmann 17.4.2001).
– „Frühere NTW-Journalisten wechselten gemeinsam mit ihrem Vorgesetzten Jewgeni Kisseljow zum Sender TW6, der sich später in TVS umbenannte und auf Druck der  Regierung geschlossen wurde“ (Wikipedia).
Am 11.9.2001 zeichnete Putin Journalisten aus, die positiv über den Tschetschenien-Krieg berichtet hatten. Am 10.10.2003  feiert NTW – inzwischen der größte private Fernsehkanal Russlands -, sein 10-jähriges Bestehen. Am 29.6.2007 vergrößerte Gazprom seinen Anteil auf 100 Prozent (Ebenda).

Boris Beresowski wahrscheinlich ermordet
Der russische Mathematiker und Oligarch Boris Abramowitsch Beresowski (1946 – 2013) war seit 1994 Hauptaktionär bei der Fernsehgesellschaft ORTV, die den größten russischen Sender ORT betrieb. 1999 gehörten zu Beresowskis Medienimperium auch die Tageszeitungen Nesawissimaja Gaseta und Kommersant sowie eine weitere und der Fernsehkanal TW-6. „In Konflikt zu Putin trat Beresowski unter anderem wegen der Reform des Föderationsrats, wegen des Zweiten Tschetschenienkriegs und wegen des ungenügenden Krisenmanagements nach dem Untergang des U-Bootes K-141 Kursk im August 2000 zurück. Noch im selben Jahr ging Beresowski ins Exil. Einige seiner Firmenbeteiligungen (darunter die Anteile an ORT, Aeroflot und Sibneft) verkaufte er an Roman Abramowitsch“ (Wikipedia).
Seit den neunziger Jahren wurden diverse Anschläge auf Beresowski ausgeführt. 2006 rief Beresowski angesichts der Vergiftung seines Freundes Alexander Litwinenko (siehe unten) zum Sturz von Putin auf. 2012 verklagte er Abramowitsch, weil sich dieser seine Anteile an der Ölfirma Sibneft zu billig angeeignet hätte. Beresowski verlor vor einem britischen Gericht. Am 23.3.2013 wurde er mit einem Kaschmirschal um den Hals in seiner hochsicheren Villa tot aufgefunden (spiegelonline 28.3.2013). Zunächst war von Selbstmord die Rede. „Freunde von Beresowski bezweifelten nach dem aufsehenerregenden Todesfall, dass der als kämpferisch bekannte Oligarch Selbstmord begangen haben könnte. Sein langjähriger Freund Nikolai Gluschkow sagte dem ‚Guardian‘: ‚Ich bin mir sicher, dass er ermordet wurde. Ich habe andere Informationen, als die, die in den Medien veröffentlicht werden'“ (t-online 27.3.2013).
Der deutsche Rechtsmediziner Bernd Brinkmann bezweifelte die Selbstmord-Theorie. „Als Gutachter im Auftrag der Tochter Beresowskis sagte er vor dem Untersuchungsausschuss in Berkshire aus,. Fotos und Obduktionsberichte führen in zu dem Schluss, dass Beresowski wohl erdrosselt wurde. Denn die Strangmarke verlief waagrecht um Hals und Nacken – bei einem Selbstmord durch Erhängen hätte sie zum Nacken hin steil ansteigen müssen, sagt Brinkmann“ (Der Spiegel 14/31.3.2015). – „Das zuständige britische Gericht erklärte im März 2014, es sei nicht mehr zweifelsfrei festzustellen, ob es sich um Selbstmord oder um ein Tötungsdelikt handele“ (Wikipedia). –
„Beresowski hatte gesagt, er halte Präsident Putin für fähig, jeden zu töten, den er als Feind sieht, und er sah sich als potentielles Opfer eines solchen Anschlages“ (Wikipedia).

Pressestimmen zur Übernahme der Medienkonzerne durch den Kreml
Boris Reitschuster
schrieb im Focus: „Als Henker musste der staatlich kontrollierte Gazprom-Konzern herhalten – zum Unmut der eigenen Manager“ (zitiert nach Roth S. 112). Gazprom kam damit in den Besitz der Komsomolskaja Prawda, aber auch der Iswestija, „die sich daraufhin von einem liberalen zu einem strikt linientreuen Blatt wandelte. (…) Zu GazpromMedia gehören darüber hinaus die Fernsehsender NTV, NTV plus und TNT, das Nachrichtenmagazin Itogi, mehrere Zeitschriften sowie die Hälfte des Radiosenders Echo Moskwy“ (Roth S. 113; Hervorhebung WZ).
Ian Traynor schrieb im Guardian Anfang 2015 zum aktuellen Ukraine-Krieg: „Beispiel Propagandakrieg: Es mag so aussehen, als habe Russlands Präsident Putin plötzlich beim Beginn der Ukraine-Krise eine schicke, schlanke, neue Propaganda-Maschine aus dem Hut gezaubert und angeworfen. Tatsächlich aber hat er schon wenige Monate nach seinem Amtsantritt im Jahr 2000 damit begonnen, die unabhängigen russischen Fernsehsender abzuschalten. Das PR-Desaster um das gesunkene U-Boot Kursk im August jenen Jahres hat ihn in seinem Vorgehen noch bestärkt. Die zwei wichtigsten Fernsehmogule Russlands, Boris Beresowskij und Wladimir Gusinskij, mussten ihre Medienimperien aufgeben und das Land verlassen. Jetzt gibt Wladimir Putin Hunderte Millionen für seichte Fernsehunterhaltung im Stile des Italieners Silvio Berlusconi aus – durchsetzt mit wütender antiwestlicher und antiukrainischer Propaganda“ (Traynor 5.2.2015).

Die Übernahme von NTW durch Gazprom
14.4.2001: „Gazprom übernimmt auf dem Weg der feindlichen Übernahme 49 Prozent von NTW, die später auf 69 Prozent erhöht werden. Einige Journalisten verlassen den Sender, der Direktor wird abgelöst“ (Wikipedia)
11.9.2001: „Der Präsident der Russischen Föderation (seit 2000 Wladimir Putin) zeichnet Journalisten, die in Tschetschenien gearbeitet hatten, mit Orden aus, darunter Korrespondenten von NTW“ (Wikipedia).
10.10.2003: NTW, inzwischen zum größten privaten Fernsehsender in Russland geworden, feiert sein 10-jähriges Jubiläum“ (Wikipedia).
29.6.2007: „Gazprom-Media vergrößert seinen Aktienanteil von 69 auf 100 Prozent“ (Wikipedia).
NTW heute: „NTW ist in Russland für über 117 Millionen Menschen empfangbar; er gilt als wichtiger Bestandteil der russischen Medienlandschaft“ (Wikipedia).

– Putin-Gazprom-NTW (1)
Der Duma-Abgeordnete und frühere KGB-Mann Andrej Lugowoi berät eine TV-Produktionsfirma: “Beim Sender NTV, der Gazprom gehört, soll bald eine Agentenserie nach einer wahren Begebenheit laufen, über die Lugowoi wohl bestens Bescheid weiß: Es geht um die Polonium-Vergiftung des Putin-Kritikers (und Beresowski-Freund)  Alexander Litwinenko im Londoner Exil. Für die britischen Ermittler gilt Lugowoi als Hauptverdächtiger, was dieser bestreitet” (Der Spiegel 51/15.12.2014). Lugowois Komplize war Dimitri Kowtun, der einen Hamburger Zeugen gefragt haben soll, ob dieser einen Koch in London kenne, um ein „sehr teures Gift“ in eine Speise oder ein Getränk zu mischen (Finke 28.1.2015). “Lugowoi hat sich in den Monaten vor Litwinenkos rätselhaftem Tod mehrfach geschäftlich mit diesem getroffen, zuletzt am 1. November 2006, dem Tag, an dem Litwinenko erste Anzeichen der später zu seinem Tod führenden Vergiftung zeigte. Spuren von Polonium-210 fanden sich an vielen Orten, an denen sich Lugowoi seit seiner letzten Anreise nach London am 16. Oktober aufhielt. In Polizeiprotokollen des todkranken Litwinenko stand dessen Aussage: „Er kenne das System des russischen Geheimdienstes, und der Befehl für einen Mord im Ausland ‚kann nur von einer Person gegeben worden sein‘, sagte Litwinenko demzufolge im Krankenhaus. Auf die Frage, wer diese Person sei, habe er geantwortet: ‚Der Präsident der Russischen Förderation, Wladimir Putin‚“ (Finke 28.1.2015). – „Im Oktober 2006 wurde die Journalistin Anna Politkowskaja in Moskau erschossen. Litwinenko war mit ihr befreundet und machte Putin öffentlich für den Mord verantwortlich. Gut sechs Wochen nach Politkowskaja war dann auch ihr Londoner Freund tot“ (Ebenda. Politkowskaja war u. a. Autorin des Buches In Putins Russland. Sie wurde – welch makabrer Zufall – am 7.10.2006 erschossen: an Putins Geburtstag).
Im Juli 2006 hatte das russische Parlament ein Gesetz verabschiedet, das es russischen Staatsorganen ausdrücklich erlaubt, sogenannte Extremisten im Ausland zu ‘liquidieren’; dabei zählen zu den Extremisten auch die, welche ‘den Staatspräsidenten verleumden’. Die Entscheidung über staatliche Hinrichtungen außerhalb der geltenden Gesetze fällt demnach allein der Präsident” (Wikipedia, Lugowoi; Hervorhebung WZ).
Von Seiten der britischen Generalstaatsanwaltschaft wird Lugowoi seit 22. Mai 2007 offiziell des Mordes an Litwinenko beschuldigt. Die britische Regierung hat eine offizielle Untersuchung jahrelang blockiert, um das Verhältnis zu Russland nicht noch weiter zu belasten. Die Witwe von Litwinenko, Marina Litwinenko, klagte erfolgreich vor Gericht, bis Innenministerin Theresa May – nach der russischen Krim-Annektierung und dem Abschuss von Flug MH17 über der Ostukraine einer Untersuchung zustimmte (Finke 28.1.2015).

– Putin-Gazprom-NTW (2)
Der Blogger und Putin-Gegner Alexej Nawalny hatte 2011 und 2012 die Massenproteste gegen die massiven Wahlfälschungen angeführt, die Putin zum dritten Mal in das Präsidentenamt brachten. „Nawalny ist ein Gesicht jener Großdemonstrationen vor drei Jahren, die sich nicht nur, aber auch gegen die Rückkehr von Wladimir Putin in den Kreml richteten“ (Nienhuysen 31.12.2014). Nawalny hatte aber auch auf die massiven Korruptionsfälle im Gefolge der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi hingewiesen.
Alexej Nawalny und sein Bruder Oleg Nawalny wurden von einer Putin nahestehenden Sonderstaatsanwaltschaft angeklagt, mit ihrer damaligen Speditionsfirma vor Jahren den Kosmetikkonzern Yves Rocher um umgerechnet 600.000 Euro geprellt zu haben. “Sogar Mitarbeiter von Yves Rocher sagten im Prozess, der Firma sei kein Schaden entstanden” (Bidder 30.12.2014; Hervorhebung WZ). “Nur vier Tage nach Eingang der Anzeige berichtete der Gazprom-Sender NTW groß über die Vorwürfe gegen Alexej Nawalny” (Ebenda; Hervorhebung WZ). Alexej Nawalny wurde am 30.12.2014 zu dreieinhalb Jahren auf Bewährung verurteilt. Sein Bruder Oleg muss für dreieinhalb Jahre in eine Strafkolonie (Ebenda).
Die Urteilsverkündung wurde vom 15. Januar 2015 auf den 30. Dezember 2014 vorverlegt, um Demonstrationen zu vermeiden. „Ein Urteil gegen Michail Chodorkowskij, den einstigen Oligarchen und Chef des Ölkonzerns Yukos, fiel in diese Zeit“ (Nienhuysen 31.,12.2014). „Zwischen Silvester und dem 10. Januar verabschiedet sich ganz Russland in die Winterferien. Behörden haben geschlossen, Unternehmen stoppen den Betrieb und vor allem: Zeitungen erscheinen nicht. Dabei ist der Druck auf kritische Medien ohnehin ähnlich hoch wie auf Oppositionelle. Die Organisation Reporter ohne Grenzen beklagt, dass die Pressefreiheit in Russland so eingeschränkt sei, wie seit dem Ende der Sowjetunion nicht mehr. Immer neue Gesetze bereiten kritischen Medien Probleme, immer wieder werden kritische Journalisten und Journalistinnen wie die Chefredakteurin des angesehenen Nachrichtendienstes Lenta.ru, Galina Timtschenko, entlassen” (Beitzer 30.12.2014. Lenta.ru ist ein Moskauer Online-Nachrichtendienst; WZ). Nach dem Urteil sagte Alexej Nawalny: “Dieses Regime hat kein Recht zu existieren, es muss zerstört werden” (Ebenda). Fazit von Frank Nienhuysen in der SZ „Der Kritiker ist unter Kontrolle der Behörden“ (Nienhuysen 31.12.2014).

Fazit
Buchautor Jürgen Roth: „Der Kreml dominiert über die Gazprom-Tochter Gazprom-Media die fünf wichtigsten Fernsehsender und zwei Drittel aller russischen Medien“ (Roth S. 12). – „Schließlich sind sie nicht mehr als das Sprachrohr des Kreml“ (A.a.O., S. 13).
Johannes Voswinkel im Greenpeace-Magazin: “Das Tochterunternehmen GazpromMedia hatte im Jahr 2000 handstreichartig den regierungskritischen Fernsehsender NTW übernommen und in einen Propagandasender Putins umgewandelt. Der Verkauf der Medienanteile wurde schon mehrmals angekündigt. Aber im vergangenen Jahr (2013; WZ) beschloss GazpromMedia den Zukauf weiterer russischer Fernsehstationen und Radiosender. Ein Medienimperium à la Berlusconi ist entstanden – auf Staatskosten” (Voswinkel 2/2014).
Putins „Vertikale der Macht“ bedeutet Gleichschaltung der Medien, Unterwerfung der Justiz, Primat der Staatsbetriebe und Oligarchen… Die von Putin propagierte „Vertikale der Macht“ hieß im Nationalsozialismus Führerprinzip.

Nachtrag 1: Putins Staatsfernsehen
“Putins Spiele liegen jetzt ein Jahr zurück, aber die Bilder wirken nach. Der Putin-Freund und TV-Produzent Konstantin Ernst hatte das bei der Pressekonferenz vor der Eröffnungsfeier sehr klar so gesagt. ‚In erster Linie geht es ums Fernsehen. Was wir machen, muss im Fernsehen gut aussehen.‘ Putin selbst war dann dauernd im Fernsehen, er trug eine warme rote Jacke, und auch danach hat das Staatsfernsehen flächendeckend Putin gezeigt…” (Hans, Julian, Gertz, Holger, Ihr uns auch, in SZ 5.2.2015).

Nachtrag 2:  NTW beeinflusst auch 2015 Wahlen
In der Duma sind Putins Partei „Einiges Russland“ und die „System-Opposition“  vertreten: Das sind die nationalistische LDPR, die Kommunistische Partei und die Partei „Gerechtes Russland“. Die System-Opposition stimmt letztlich immer mit der Kreml-Partei Putins. Bei den Regionalwahlen werden alle nicht im Kreml vertretenen oppositionellen Parteien von Gerichten gehindert, an Wahlen teilzunehmen; Wahlkommissionen erklärten oft einen Teil der Unterschriften für ungültig. „Manche, die darauf gehofft hatten, dass der Kreml wenigstens auf kommunaler Ebene bereit ist, Konkurrenz zuzulassen, sehen sich seit dieser Wahl getäuscht. Nicht nur, dass Wahlkommissionen und Gerichte der Demokratischen Koalition auf Schritt und Tritt Knüppel zwischen die Beine warfen. Wo das nichts half, wurden andere Methoden eingesetzt. Mal wurden die Parnas-Leute von Unbekannten überfallen, mal störten Provokateure die Wahlkampfveranstaltungen, mal wurde der Kandidat Jaschin während des Gesprächs mit Wählern ohne Anlass festgenommen. Vergangene Woche zeigte der Sender NTW, der zur Gazprom-Mediaholding gehört, eine halbstündige Pseudo-Dokumentation unter dem Titel „Pathologie – Anatomie des Protests“. Darin wurden ein weiteres Mal die Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstranten am Vorabend von Putins dritter Amtseinführung als Präsident im Mai 2012 zum Anlass genommen, um die Opposition als vom Ausland bezahlte Verräter darzustellen, die das Land ins Chaos stürzen wollen. Diesmal im Fokus: Jaschin und Nawalny“ (Hans, Julian, Russlands Opposition auf Landpartie, in SZ 10.9.2015).

Nachtrag 3: Putins Medienberater gestorben
In den neunziger Jahren übernahm Michael Lesin unter dem damaligen Präsidenten Boris Yelzin die Leitung der offiziellen russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti, dann der russischen Staatsfernsehens und der Radiogesellschaft. 1999 wurde er Yelzins Presseminister. Obwohl er nicht zum innersten Zirkel von Wladimir Putins Vertrauten gehörte, blieb er nach dessen Amtsantritt Minister (Myers, Steven Lee, Mystery Surrounds A Russian’s Death, in New York Times/SZ 15.4.2016). Lesin startete „Russia Today“, einen 24-Stunden-Nachrichtensender in Englisch und später auch anderen Sprachen. 2009 wurde Lesins Kreml-Karriere durch den Interimspräsidenten Dmitrij Medwedew beendet, der ihm „ein Versagen bei der Einhaltung von Gesetzen und ethischem Benehmen im Staatsdienst“ vorwarf (Ebenda). Als Putin seine dritte Amtszeit antrat, wurde Lesin im Oktober 2013 Direktor von Gazprom Media, damals kontrolliert durch den Putin-Vertrauten und Hauptanteilseigner der Russija Bank, Yuri Kovalchzuk. – „Michail Lesin hat die Medienlandschaft in Russland geformt. Als Minister half er Wladimir Putin, das Fernsehen wieder unter staatliche Kontrolle zu bringen. Die dabei entstandene Holding Gazprom Media (NTW, Echo Moskwy), führte er bis zum Januar als Direktor. Lesin erfand den globalen Sender Russia Today (RT), der bevorzugt Geschichten über die Verdorbenheit der USA verbreitet“ (Putin-Berater gestorben, in SZ  9.11.2015). Lesin brachte seine eigene Familie dann nach Kalifornien, wo er  teure Immobilien kaufte. „Seit 2014 geht das FBI dem Verdacht nach, dass das Geld dafür aus illegalen Quellen stammte“ (Ebenda).
Im Oktober 2016 teilten das Washington Metropolitan Police Department und die Staatsanwaltschaft des Districts Columbia mit, dass es sich um einen Unfall gehandelt habe. „Der Gerichtsmediziner stellte eine ’stumpfe Gewalteinwirkung auf den Kopf, mit zusätzlichen Verletzungen an Genick, Torso, oberen und unteren Extremitäten, die durch Stürze verursacht wurden, mit einer akuten Ethanolvergiftung‘ fest. Von 1999 bis 2004 arbeitete Lesin als Medienminister unter Wladimir Putin. Er baute den Fernsehsender Russia Today mit auf und wurde 2013 zum Chef von Gazprom-Media ernannt. Im Jahr darauf musste er den Posten wegen interner Querelen räumen und zog nach Los Angeles“ (Es war ein Unfall, in spiegelonline 28.10.2016).

Nachtrag 4: Nach britischem Untersuchungsbericht gab Putin den Litwinenko-Mord in Auftrag
Ein britischer Untersuchungsbericht sah im Januar 2016 eine Billigung des Mordes an Alexander Litwinenko durch Wladimir Putin höchstpersönlich und dem damaligen FSB-Chef Nikolai Patruschew als wahrscheinlich an: „Sie sollen den Mord am einstigen KGB-Agenten und späteren Kreml-Kritiker Alexander Litwinenko in Auftrag gegeben haben, der 2006 in London an einer Poloniumvergiftung starb. Dem 43-Jährigen soll das Gift in den Tee gemischt worden sein“ (Putin soll Mord an Kreml-Kritiker Litwinenko gebilligt haben, in spiegelonline 21.1.2016; So heimtückisch tötet Polonium-210, in spiegelonline 21.1.2016. Vergleiche auch: Zaschke, Christian, Beziehungskiller? in SZ 22.1.2016; Hans, Julian, Rebell vom Dienst, in SZ 22.1.2016; ders. Eine Spur in den Kreml, in SZ 22.1.2016). – „Ein britischer Untersuchungsbericht birgt politischen Sprengstoff: ‚Die FSB-Operation zur Tötung von Herrn Litwinenko ist wahrscheinlich von Herrn Patruschew und auch Präsident Putin gebilligt worden‘, heißt es in dem Text, der in London vorgestellt worden ist. Nikolai Patruschew war von 1999 bis 2008 Chef des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB und gilt als langjähriger Vertrauter des Kreml-Chefs. Damit belasten die Briten die obersten Kreise der russischen Führung: Sie sollen den Mord am einstigen KGB-Agenten und späteren Kreml-Kritiker Alexander Litwinenko in Auftrag gegeben haben. (…) Der Bericht benennt Dimitri Kowtun und Andrej Lugowoi als Täter. Sie hätten jedoch „im Auftrag von Anderen“ gehandelt. Der ehemalige KGB-Agent und Personenschützer Lugowoi soll im Herbst 2006 das Polonium nach London geschmuggelt haben. Inzwischen sitzt er in der Duma, dem russischen Parlament. Kowtun, der einst als Kellner in Hamburg arbeitete, soll von Lugowoi für das Verbrechen angeworben worden sein. Inzwischen haben sich die beiden Männer zerstritten.“ (Putin soll Mord an Kreml-Kritiker Litwinenko gebilligt haben, in spiegelonline 21.1.2016). – „Nach fast zehn Jahren steht nun fest, dass es Putin, der mächtigste Mann im russischen Staat war, der den Mord ‚wahrscheinlich gebilligt‘ hat. So formuliert es der britische Richter Robert Owen im Januar dieses Jahres, als er den Abschlussbericht der akribischen und umfangreichen Untersuchungen zum Litwinenko-Mordfall vorstellt“ (Hebel, Christina, Ein „organisiertes Verbrechen“, in spiegelonline 23.121.2016).

Nachtrag 5: Mysteriöser Tod vom Ex-Informationsminister Michael Lesin
Lesin starb am 5.11.2015 unter mysteriösen Umständen in einem Hotelzimmer des Dupot Circle Hotel in New York. „Nachdem in russischen Medien zunächst von einem Herzversagen die Rede gewesen war, erklärten die amerikanischen Ermittler am vergangenen Freitag, dass sie beim 57 Jahre alten Lesin Verletzungen an Kopf, Hals, Rumpf und Beinen festgestellt hätten. Ob er nun aber Opfer eines Verbrechens oder eines Unfalls war, darauf wollten die Ermittler sich nicht festlegen. (…) In Los Angeles soll er drei Immobilien im Wert von 28 Millionen Dollar besessen haben, was Lesin allerdings in einem Gespräch mit der russischen Forbes-Ausgabe mit dem Hinweis abstritt, dass die Grundstücke seinen Kindern gehörten. (…) Beim zweiten Tschetschenienkrieg half Lesin, den sehr viel schmeichelhafteren Begriff der ‚Spezialoperationen russischer Einheiten‘ zu verbreiten. Nach dem Wechsel im Kreml von Jelzin zu Putin trug der PR-Stratege entscheidend dazu bei, die russischen Medien wieder unter die Kontrolle Moskaus zu bringen. Ruppig ging es unter anderem beim kritischen Fernsehsender NTW zu, den Moskau damals einem mächtigen Oligarchen entriss, der dann außer Landes flüchtete. NTW wurde daraufhin sehr regierungsfreundlich. Lesin war dabei, als später das englischsprachige Mediennetzwerk Russia Today gegründet wurde. Und Leiter der Gazprom-Media-Holding war er auch, bis er ein Jahr vor seinem Tod das Amt abgab“ (Nienhuysen, Frank, Der tote Hotelgast, in SZ 16.3.2016).
„Lesin hatte wesentlichen Anteil an der Gleichschaltung des russischen Fernsehens, führte bis 2014 die Holding Gazprom Media und hob den Kanal RT für Auslandspropaganda aus der Taufe“ (Putins Ex-Minister getötet, in SZ 13.3.2016). – Lesin hatte Blutergüsse im Genick, am Körper, an den Armen und Beinen, aber die Todesursache war angeblich nicht zu klären (Myers 15.4.2016).

Nachtrag 6: Die Panama Papers Gazprom NTW wieder dabei
Der Cellist Sergej Roguldin, ein enger und langjähriger Freund Putins, tauchte in den Panama Papers als Eigentümer von mindestens vier Briefkastenfirmen auf, auch in Zusammenhang mit Gazprom NTW: „Auf das Gazprombank-Konto von Roldugins International Media Overseas sollen laut Dokumenten aus den Panama-Papers Millionen-Dividenden einer weiteren Briefkastenfirma geflossen sein, die wiederum Anteile eines großen russischen Medienunternehmens namens Video International besitzt. (…) Dieses Unternehmen war in den 1990er Jahren von Michael Lesin gegründet worden. Lesin, der Eigentümer einer auf den Britischen Jungferninseln gegründeten Briefkastenfirma in den Panama Papers auftaucht, war von 2004 bis 2009 Putins Medienberater. Am 5. November 2015 wurde er tot in einem Washingtoner Hotelzimmer aufgefunden“ (Blum, Petra, Obermaier, Frederik, Obermayer, Bastian, Putins beste Freunde, in SZ 4.4.2016). – Der Schweizer Korruptionsexperte Mark Pieth, der im Auftrag Blatters die Fifa untersucht hat, äußerte zu Lesin und dem Darlehensvertrag Roguldins (siehe oben): „Eine Gruppe um den ehemaligen russischen Telekommunikationsminister steht bis heute unter dem Verdacht, Hunderte Millionen Dollar gewaschen zu haben und zwar exakt mit solchen Darlehensverträgen. Auch dieser Minister war ein Freund Putins“ (Ebenda).

Nachtrag 7: NTW diffamiert die Opposition
Der Oppositionelle Alexej Nawalny sieht schwarz, was  die kommenden Wahlen 2016 in Russland betrifft. „‚Was wird im September passieren? Nichts wird passieren‘, prognostizierte Nawalny Mitte des Monats im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung. Nachdem die für alle sichtbare Manipulation am Wahltag vor fünf Jahren die Menschen empört auf die Straßen getrieben hätten, sei die Strategie diesmal eine andere: ‚Aussichtsreiche Kandidaten der Opposition werden diskreditiert oder gar nicht zugelassen. Die Wahlen selbst können dann so sauber wie möglich abgehalten werden‘, sagte Nawalny. Die Demokratische Koalition, der sich Nawalnys Progress-Partei angeschlossen hatte, befindet sich bereits wieder im Zerfall. Vor vier Wochen strahlte der zu Gazprom-Media gehörende Sender NTW mit versteckter Kamera gefilmte Szenen aus, die den früheren Ministerpräsidenten Michail Kasjanow beim Sex mit einer Parteifreundin zeigen. Im Ton, den NTW dazu einspielte, lästern die beiden über andere Oppositionelle – prompt forderten Mitglieder von Kasjanows Partei Parnas, er solle auf die Spitzenkandidatur verzichten“ (Hans, Julian, Alles im Griff, in SZ 27.4.2016).

Nachtrag 8: Litwinenko-Mord – Spur führt auch zu Gazprom
Der Mord an Alexander Litwinenko in London durch eine Polonium-Vergiftung führt laut einem britischen Ermittlungsbericht zum St. Petersburger Mafiapaten Gennadij Petrow. Dieser wurde im Juni 2008 auf Mallorca festgenommen; er durfte nach eineinhalb Jahren nach Russland ausreisen. „Zum Netzwerk Petrows sollen zahlreiche Putin-Vertraute gehören, so ein Gazprom-Aufsichtsratschef und der Leiter des Putin unterstellten Ermittlungskomitees. Heute behauptet der oppositionelle Zeitungsmacher Nikolaij Andruschtschenko, Petrow Mitte der Neunziger häufig in Putins Büro gesehen zu haben, als dieser noch Vizebürgermeister in Petersburg war“ (Spanische Spur, in Der Spiegel 23.1.2016).

Nachtrag 9: Obama verhängt Sanktionen gegen Andrej Lugowoi und Dmitri Kowtun
„Die US-Regierung verhängt weitere Strafmaßnahmen gegen Russland. Sie setzte den Leiter des russischen Ermittlungskomitees, Alexander Bastrykin, auf eine Sanktionsliste, wie das US-Finanzministerium am Montag mitteilte. Bastrykin ist ein enger Verbündeter von Russlands Präsident Wladimir Putin. Auf die Liste wurden zudem Andrej Lugowoi und Dmitri Kowtun gesetzt. Die beiden Männer werden von Behörden mit dem Tod des früheren KGB-Agenten und Putin-Kritikers Alexander Litwinenko in Verbindung gebracht. Litwinenko war 2006 in London an einer Vergiftung mit radioaktivem Polonium gestorben“ (USA verhängen Strafen gegen fünf Russen, in spiegelonline 10.1.2017).

Vergleiche auch: Was ein Gaskonzern und Sport, Oligarchen und Putin miteinander zu tun haben. Gazprom-Chronik (1) bis 31.12.2012: hier; Gazprom-Chronik (2) 1/2013 – 8/2014: hier; Gazprom-Chronik (3) 9-10/2014: hier; Gazprom-Chronik (4) ab 11/2014: hier; Die Panama Papers und die Verbindungen zum Sport

Quellen:
Beitzer, Hannah, Freiheit sieht anders aus, in sueddeutsche.de 30.12.2014
Beresowski wurde mit Strang um Hals gefunden, in spiegelonline 28.3.2013
Bidder, Benjamin, Der Bruder muss büßen, in spiegelonline 30.12.2014
CNN’s Ted Turner soll die russische Pressefreiheit retten, in n-tv.de 5.4.2001
DPA, Beresowskis Todesursache steht fest, in t-online 27.3.2013
Finke, Björn, Das politische Gift eines Agententodes, in SZ 28.1.2015
Hartmann, Jens, Gazprom übernimmt NTW im Handstreich, in welt.de 17.4.2016
Nienhuysen, Frank, Nawalny soll gezähmt werden, in spiegelonline 31.12.2014
Personalien, in Der Spiegel 51/15.12.2014
Polizei nimmt mehr als 130 Demonstranten fest, in spiegelonline 30.12.2014
Putin-Gegner ermordet? in Der Spiegel 14/31.3.2015
Roth, Jürgen, Gazprom – Das unheimliche Imperium, Frankfurt/M. 2012
Traynor, Ian, Die Nato grübelt noch, in SZ 5.2.2015
Voswinkel, Johannes, Gigant von Putins Gnaden, in Greenpeace Magazin 2/2014
Wikipedia: NTW, Wladimir Alexandrowitsch Gussinski, Boris Abramowitsch Beresowski


Kritisches Olympisches Lexikon - Sach- und Personenregister: (267 Einträge, wird laufend aktualisiert und ergänzt)
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