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Wintersport und Klimaerwärmung: 2014/2015

Winterspiele und Klimaerwärmung. Eine Studie der University of Waterloo/Kanada und des Management Center Innsbruck ergab, dass vergangene Olympische Winterspiele in Grenoble, Garmisch-Partenkirchen, Chamonix, Vancouver und Squaw Valley aufgrund der Klimaerwärmung heute nicht mehr möglich wären. Bis zum Jahr 2080 wären nur noch sechs der bisherigen Orte tauglich: Albertville, Calgary, Cortina d’Ampezzo, St. Moritz, Salt Lake City und Sapporo. “Die durchschnittliche Tagestemperatur im Februar von Winterspiel-Standorten ist der Studie zufolge im vergangenen Jahrhundert stetig gestiegen: von 0,4 Grad Celsius bei Spielen in den 1920-er bis 1950er-Jahren auf 3,1 Grad Celsius, bei den Olympiaden in den 1960er- bis 1990-er Jahre und auf 7,8 Grad Celsius bei Spielen in der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts” (Schlechte Aussichten für Winterspiele, in science.orf.at 24.1.2014). Vgl. auch Manning, Nick, Climate change threatens Winter Olympics, eurekalert.org 23.1.2014. Zum Beitrag: hier

Vergleiche auch: Wintersport und Klimaerwärmung: 2013/2014

2014: Wärmstes Jahr der Geschichte. „Die amerikanische Wetterbehörde Noaa hat am Freitag bestätigt, was nach vorläufigen Daten seit Mitte November erwartet wurde. Demnach lag die globale Durchschnitts-Temperatur 2014 bei 14,6 Grad Celsius, 0,69 Grad über dem Durchschnitt des 20. Jahrhunderts. (…) Von den zehn wärmsten Jahren lagen neun im 21. Jahrhundert. Der eine Ausreißer ist 1998. Erstaunlich ist der globale Rekord für 2014 auch deswegen, weil das Jahr keinen Anschub von einem sogenannten El-Niño-Phänomen bekommen hat“ (Schrader, Christopher, 2014 brachte Wärmerekord, in sueddeutsche.de 16.1.2015; Hervorhebung WZ).

Wann sehen die Wintersport-Funktionäre endlich ein, dass die Klimaerwärmung längst eingesetzt hat?

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Aktualisiert 23.1.2015

Wintersport-Absagen 2014/2015 (unvollständig)

1) Der für den 5. und 6.12.2014 geplante Skicross in Val Thorens wurde abgesagt, da eine Präparierung der Pisten nicht möglich war (Skicross-Weltcup in Val Thorens abgesagt, in focus.de 4.12.2014).
2)Schneemangel bereitet aktuell den Südtiroler Veranstaltungsorten im alpinen Ski-Weltcup Kopfzerbrechen. In Gröden und Alta Badia, wo der Herren-Tross von 19. bis 21. Dezember insgesamt drei Rennen austragen will, sind die Strecken derzeit noch teilweise grasgrün, die Temperaturen sind zu hoch, um Kunstschnee zu produzieren“ (APA, Ski: Schneenot in Südtirol – Rennen in Gröden und Alta Badia wackeln, in tt.com 4.12.2014).
3) „Auch die Schneesituation in den französischen Gebieten Val d‘Isere und Courchevel, wo Herren und Damen nach dem Überseetrip am 13. und 14. Dezember Station machen wollen, war zuletzt wenig berauschend gewesen” (APA, Ski: Schneenot in Südtirol – Rennen in Gröden und Alta Badia wackeln, in tt.com 4.12.2014).
4) “Der Weltcup der alpinen Skifahrer im französischen Val d’Isère ist wegen warmer Temperaturen und Schneemangel abgesagt worden” (SID, Weltcup in Val d’Isère abgesagt, in zeitonline 5.12.2014).
5) Der Biathlon-IBU-Cup am 12. und 13.12.2014 in Martell/Vinschgau musste abgesagt werden: “Die wenigen Zentimeter Schnee, die in einer der letzten Nächte gefallen sind, waren trotz allem zu wenig” (Schneemangel in Martell: Biathlon IBU-Cuop abgesagt, in stol.it 5.12.2014).
6) “Der für 6. Dezember geplante Snowboard Weltcup im Montafon muss wegen Schneemangels verschoben werden. Es konnte nicht genug Schnee produziert werden. Der Weltcup-Auftakt wurde am Sonntag nach der offiziellen Kontrolle durch die FIS verschoben. Man habe rund 10.000 Kubikmeter Schnee produziert, brauche aber 60.000 Kubikmeter” (vorarlberg.ORF.at, 23.11.2014). Schließlich musste der Silvretta Montafon-Weltcup ganz abgesagt werden (vorarlberg.ORF.at, 7.12.2014).
7) Wegen Schneemangels gleich ganz abgesagt werden mussten die Weltcuprennen auf dem Hochjoch, berichtet die APA. Am Sonntag hat die FIS eine Inspektion durchgeführt. Dabei wurde festgestellt, dass nicht genügend Schnee für die Präparierung der Piste vorhanden ist (Ebenda).
8) Der wegen Schneemangel gefährdete Biathlon-Weltcup in Hochfilzen kann doch durchgeführt werden: “Möglich gemacht wird die Durchführung der Bewerbe auf einer  2,5-km-Schleife vom 12. bis  14. Dezember durch Altschnee aus Depots und das Heranbringen von LKW-Schneeladungen aus der Großglockner-Region” (Hochfilzen gibt grünes Licht: Biathlon-Weltcup gesichert, in tt.com 5.12.2014). Es werden rund 4.000 Kubikmeter Schnee vom Großglockner mit Lkws geholt, dazu kommen 3.000 Kubikmeter aus dem eigenen Schneedepot (Weltcup in Hochfilzen gesichert, in sport.orf.at 5.12.2014).
9) Der Continentalcup in Garmisch-Partenkirchen (20. und 21.12.2014) musste abgesagt werden, da wegen des warmen Wetters die Olympiaschanze nicht präpariert werden konnte (Schneemangel: Continentalcup in Garmisch-Partenkirchen abgesagt, in skispringen.com 12.12.2014).
10) Continentalcup in Klingenthal abgesagt. Der für 19.-21.12.2014 geplante Cup der Kombinierer musste wegen unzureichender Schneemengen und zu warmen Temperaturen abgesagt werden. „Am Wochenende taute in der Vogtland-Arena bei Regen sogar der Kunstschnee“ (SID, Continentalcup der Kombinierer in Klingenthal abgesagt, in focus.de 15.12.2014). Da konnten nicht mal die finnische Spezialfirma SnowTek helfen, deren Maschinen bei Plusgraden produzieren können. In Kühltrucks wird Wasser stark heruntergekühlt, mit Salz (!) angereichert und mit Druck in ein Silo gepresst. Das entstehende Eis wird als „Kunstschnee verteilt (aus: „Der verkaufte Winter“, Sylvia Hamberger, Axel Doering, Veröffentlichung Anfang 2015). SnowTrak siehe auch unter Oberstdorf und Oberhof weiter unten.
11) Der Münchner ÖDP-Stadtrat Tobias Ruff hatte in einem Antrag gefordert, dass nach dem Ski-Weltcup-Rennen “Parallelslalom” 2011 und 2013 und den wegen Schneemangels ausgefallenen Rennen 2012 und 2014 künftig auf den Ski-Kommerz im Olympiapark verzichtet wird. Darauf erklärte die Olympiapark München GmbH (OMG) im April 2014, sie wolle “als Veranstalter an Skirennen, Biathlonwettbewerben und anderen Wintersportereignissen im Olympiapark auf alle Fälle festhalten. (…) Dass, wie im Antrag zu lesen ist, durch massive Erdbewegungen und Eingriffe am Grund des Olympiasees Nährstoffe mobilisiert worden seien, stimme nicht, denn der Boden sei aus Asphalt” (Weltcup auf dem Olympiaberg, in SZ 15.4.2014).
“Die Ausrichtung des Ski-Weltcuprennens am 1. Januar wird zur Zitterpartie. Für eine künstlicher Beschneiung am Olympiaberg war es bisher zu warm” (Vick, Klaus, Ski-Weltcup am Olyberg: Wann darf es schneien? in merkur-online.de 12.12.2014; Olympiapark GmbH hofft auf Schnee, in br.de 8.12.2014). Auch für das „Schneedepot“ in Reit im Winkl konnte kaum Schnee produziert werden (Vick, Klaus, Nach erneuter Absage: Ski-Weltcup soll bleiben, in merkur-online 19.12.2014).
Am 18.12.2014 wurde der Parallelslalom endgültig abgesagt. Obwohl damit von den fünf Slaloms am Olympiaberg zwischen 2011 und 2015 drei wegen warmen Wetters abgesagt werden mussten, will sich die Olympiapark GmbH um die nächsten fünf Rennen 2016 bis 2021 bewerben (Skirennen am Olympiaberg fällt aus, in sueddeutsche.de 18.12.2014). Der Aufsichtsrat der Olympiapark GmbH hat schon zugestimmt (Vick 19.12.2014). Und als es ab 27.12.2014 schneite, sagte der Chef des Organisationskomitees, dies hätte nichts genutzt: „… weil wir den Schnee in der Kürze der Zeit nicht hätten produzieren können“ (Veranstalter verteidigen Absage des Münchner Weltcups, in augsburger-allgemeine 29.12.2014; Tögel, Ralf, „Dieser Winter hat alle aufgeschreckt“, in SZ 31.12.2014). Kommentar von Jörg Heinrich in der tz: „Wir hätten heute gerne vom Slalom am Olympiaberg berichtet. Doch leider musste das Rennen wie immer mangels Schnee ausfallen. Das überrascht, wo doch München eingeschneit ist, als Lappland des Südens. Doch das Problem ist dieser verfluchte Naturschnee. Kein Mensch, der Skirennen veranstaltet, kann diesen weißen Mist gebrauchen. OK-Chef Frank Seipp: ‚Das sieht toll aus, aber für uns ist das gar nichts.‘ Deshalb rufen wir Frau Holle zu: „Hey, Holle, Alte: So nicht! Halt Dich endlich raus aus dem Winter!“ (So nicht, Frau Holle! in tz.de 1.1.2015).
12) Vierschanzentournee zunächst gefährdet. In Oberstdorf (28.12.2014) und Garmisch-Partenkirchen (1.1.2015) herrschte akuter Schneemangel. Nicht einmal nachts konnte wegen der hohen Temperaturen Schnee produziert werden. Garmisch-Partenkirchen hat schon in Innsbruck (4.1.2015) nachgefragt; dort reicht der Schnee derzeit nicht einmal für die eigene Schanze. Auch in Bischofshofen reichte es zunächst nicht. 3000 Kubikmeter Schnee (oder was auch immer – bis hin zu Crash-Eis) werden für eine Großschanze benötigt (Vierschanzentournee ist in Gefahr, in merkur-online 16.12.2014). Fand nach starken Schneefällen doch noch statt.
13) Der für den 27. und 28.12.2014 in Innichen geplante Skicross-Weltcup musste wegen Schneemangel abgesagt werden (Skicross-Weltcup in Innichen abgesagt, in stol.it 13.12.2014).
14) Der Weltcup der Kombinierer soll am 2.-4.1.2015 in Schonach stattfinden. In den nächsten Tagen müsste es mindestens einen halben Meter schneien. Der wenige produzierte Kunstschnee droht zu schmelzen. Auch hier fiel im letzten Moment Schnee; der Weltcup fand statt.
15) Garmisch-Partenkirchen bekam für das Skispringen am 1.1.2015 keinen Schnee aus der Region Seefeld: Dort wird das Schneedepot im Gaistal mit rund 1000 Kubikmetern zur Verlängerung der Loipen selbst benötigt. Wenn es ausreichend kalt wird, werden alle Schneekanonen in Kaltenbrunn, am Gudiberg und im Classsic-Skigebiet laufen – dazu wird der Eisabrieb aus den Eishallen in der Umgebung gesammelt (Bromberger, Katharina, Kein Schnee aus Tirol: SCP-Chef wütend, in merkur-online 19.12.2014). Nach starken  Schneefällen schließlich durchgeführt.
16) Auch Oberstdorf verließ sich zuletzt auf die finnische Firma S„. Im Langlaufstadion wurde die Produktion von Kunstschnee, besser Eiskristallen gestartet: 1500 bis 2000 Kubikmeter sollen es bis zum 25.12.2014 werden. 300 Kubikmeter liegen noch am Aufsprunghügel. Benötigt werden insgesamt 3.500 Kubikmeter (Schnee wird für Oberstdorf künstlich produziert, in br.de 19.12.2014). Plötzlich gab es dann nach Weihnachten einen Wintereinbrauch: Der erste Tag in Oberstdorf war von Windböen verweht; das Springen musste auf den zweiten Tag verlegt werden.
17) Sudelfeld: “Wette aufs Wetter verloren”. Am Sudelfeld musste trotz des Baus eines riesigen Speicherbeckens mit 150.000 Kubikmeter Wasser und Millioneninvestitionen in Beschneiungsanlagen aufgrund warmer Temperaturen der geplante Saisonstart zum 5.12.2014 verschoben werden. Der Fraktionschef der Grünen im Bayerischen Landtag, Ludwig Hartmann, stellte dazu fest: “Diese  Wette aufs Wetter haben die Liftbetreiber am Sudelfeld glatt verloren – und das leider wohl nicht zum letzten Mal” (Wette aufs Wetter glatt verloren, PM 7.12.2014. Zum Beitrag „Gericht entscheidet gegen Natur – Baustopp am Sudelfeld abgelehnt: hier). Daran konnte auch eine von den deutschen Liftbetreibern bestellte Studie einer österreichischen Privatdozentin nichts ändern, in der Deutschlands Skigebieten noch auf Jahrzehnte Schneesicherheit bescheinigt wurde. Hartmann: “Aber der Klimawandel lässt sich auch durch geschönte Statistiken nicht wegdiskutieren” (Ebenda).
Das Land Bayern will mit 35 Prozent fördern. Zur Eröffnungsfeier am 19.12.2014 kam Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU), drückte den Startknopf für den neuen Sechser-Sessellift mit Sitzheizung und fuhr eine Ehrenrunde über braune Wiesen. „Der Skihang am Sudelfeld (…) ist grün-braun, entlang des Berges sieht man die neuen gelben Schneekanonen, insgesamt sind es 250“ (Guyton, Patrick, Grün-braun statt schneeweiß am Sudelfeld, in tagesspiegel.de 21.12.2014). Egid Stadler, Chef der Bergbahnen Sudelfeld und 2. Bürgermeister von Bayrischzell: „Wir haben lange genug diskutiert. Jetzt ist alles fertig, und jetzt kommt bestimmt auch der Winter“ (Mit den neuen Sechser-Sessellift ins Grüne, in br.de 19.12.2014). Kommentar dazu im Bayerischen Rundfunk: „Nur eines wird der neue Sessellift der Waldkopfbahn erstmal nicht transportieren können: Skifahrer. Noch immer hat es am Sudelfeld kaum Schnee, und für die neuen Schneekanonen ist es weiter zu warm“ (Ebenda). – Am 14.12.2014 verlieh Mountain Wilderness mit ideeller Unterstützung anderer Naturschutzorganisationen den „Bock des Jahres“ an die Liftbetriebe Sudelfeld für die größte Umweltsünde im deutschen Alpenraum.
18) Biathlon-Weltcup in Oberhof 7.-11.1.2015) gefährdet. „Dichter Nebel, drei Grad und Schneematsch“ (Alles, Marco, Zittern um Biathlon-Weltcup, in thueringer-allgemeine.de 19.12.2014). 12.000 Kubikmeter Schnee werden benötigt. Wie in Oberstdorf soll auch hier die finnische Firma SnowTek helfen, die derzeit auch in Klingenthal vor Ort ist: Deren Maschine kann bei bis zu acht Grad plus produzieren. „Die Kosten dafür werden auf rund 80.000 Euro geschätzt. Die Wasserbehörde hat für die spezielle Schneeproduktion eine Ausnahmegenehmigung erteilt“ (Oberhof schafft zwei neue Schneekanonen an, in mdr.de 30.12.2014).
Der Oberhofer Biathlon-Weltcup konnte dann doch noch trotz Wintereinbruchs durchgeführt werden.
19) Skisport rückläufig. Durch den milden Winterbeginn 2014 ging der Skiverkauf bei den Intersport-Händlern um 26 Prozent gegenüber 2013 zurück. „Neue Modelle werden bereits jetzt mit Rabatten angeboten. (…) Der Absatz von Skiern ging kontinuierlich zurück. Ende der 80er Jahre lag der Weltmarkt noch bei bis zu acht Millionen Paar Ski, heute werden pro Jahr nur noch knapp unter drei Millionen Paar verkauft“ (Busse, Caspar, Schnee wäre schön, in SZ 20.12.2014).
20) Zwei Ski-Weltcup-Rennen der Damen am Semmering gefährdet. Am 29.12.2014 sollten die beiden Rennen am Semmering durchgeführt werden. Die Schneekanonen standen aufgrund der hohen Temperaturen still; auf der ganzen Strecke fehlte Schnee. Die FIS wollte am 27.12. endgültig entscheiden (Neubauer, Herbert, Weltcup-Rennen am Semmering fraglich, in APA 20.12.2014). Am 22.12. wurde Semmering erstmals in der 19-jährigen Geschichte abgesagt. Die beiden Rennen sollen nun im Tiroler Kühtai stattfinden (Wallner, Wolfgang, Garaus, Bernhard, Absage am Semmering: zu wenig Schnee, in noen.at 22.12.2014).
21) 19. Internationaler City-Biathlon in Garmisch-Partenkirchen durch warmes Wetter gefährdet. Am 23.12.2014 fällt die Entscheidung, ob der City-Biathlon am 29.12.2014 stattfinden wird (Auf der Kippe, in merkur-online 22.12.2014).
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– Winterberg ohne Winter? Vom 23.2. bis 8.3.2015 soll auf der Bobbahn in Winterberg (668 m. ü. N.) im Hochsauerlandkreis die Bob- und Skeleton-WM ausgetragen werden. Der Aufwand ist beträchtlich. Die 1,6 Kilometer lange Strecke ist in 46 Segmente eingeteilt; die Kältetechnik regelt jedes Segment separat. Die Kühlung erfolgt mit 40 Tonnen Ammoniak: Pro Saison werden 1.100.000 Kilowattstunden Strom benötigt (Heße, Christina, Winterberg bereitet sich auf Bob- und Skeleton-WM 2015 vor, in derwesten.de 24.4.2014).
Nicht vergessen: Von weltweit gerade einmal 17 Bob- und Rodelbahnen gibt es allein in Deutschland vier: Bobbahn Altenberg, Kombinierte Kunsteisbahn am Königssee, Rennrodelbahn Oberhof und Bobbahn Winterberg.

– Schneemangel: Einheimische, zuhause bleiben! Der Betreiber des Schweizer Skigebietes Flims Laax Falera bat die Einheimischen an Weihnachten 2014, wegen Schneemangels zuhause zu bleiben, da keine der fünf Talabfahrten in Betrieb sei: „Wir bitten Sie höflich, aufgrund des zu erwartenden Gästeaufkommens zugunsten unserer Gäste zurückzutreten und als Einheimische auf die Nutzung der Anlagen solange zu verzichten, bis die Talabfahrt nach Flims oder Laax verfügbar ist“ (Einheimische sollen unten bleiben, in spiegelonline 25.12.2014).

– Gian-Franco Kaspers Visionen. FIS-Präsident Kasper äußerte zum Thema Klimawandel und Skifahren: „Skisport würde in der Halle viel von seinem Reiz verlieren… Wir müssen in Sachen Austragungsorte flexibler werden. Nepal und der Himalaya könnten irgendwann unsere letzten Ausweichmöglichkeiten sein“ (Becker, Lars, Letzte Rettung Himalaya, in tagesspiegel.de 3.1.2015).

– Tour de Ski verkürzt. Die fünfte Etappe der „Tour de Ski“ von Cortina nach Toblach am 8.1.2015 konnte wegen Schneemangels nicht in der geplanten Form stattfinden: Es fand ein 25-Kilometer-Verfolgungsrennen auf einem Fünf-Kilometer-Kurs statt (DPA, Schneemangel: Fünfte Tour-de-Ski-Etappe verkürzt, in sueddeutsche.de 7.1.2015).

– Skiflug-Weltcup in Bad Mitterndorf abgesagt. „Temperaturen um zehn Grad und warmer Wind hatten über Nacht die Annlaufspur praktisch weggefressen, das Kühlsystem war überfordert“ (APA, Behörde sperrte Kulm-Gelände: Skiflug-Weltcup abgesagt, in tt.com 11.1.2015). Als die Spur mit 120 Kubikmeter Schnee von der Tauplitzalm neu präpariert wurde, zwang aufkommender Sturm zur endgültigen Absage.

– Abfahrt in Kleinkirchheim abgesagt. Zweistellige Plusgrade und heftiger Wind führten zur Absage am 10.1.2015. „Die Sturmschäden sind enorm, zudem hatten Wind und Plusgrade bis zu 15 Zentimeter Schnee auf der Franz-Klammer-Piste weggefressen“ (APA, Tief „Felix“ tobte: Abfahrt in Kleinkirchheim abgesagt, in tt.com 10.1.2015). – „Der Skiverband FIS sagte nach der Abfahrt am Samstag auch den Super-G der Frauen am Sonntag ab… der Regen hatte ein Drittel der Piste weggeschwemmt, es war warm, zu warm“ (Zu warm und zu windig, in SZ 12.1.2015).

– Deutsche Snowboard-Meisterschaft fällt aus. Am Götschen in Bischofswiesen bereiteten sich die deutschen Snowboarder für die nationalen Titelkämpfe auf die WM der Ski-Freestyler und Snowboarder im österreichischen Kreischberg vor. „Aufgrund von Schneemangel sind die für Freitag und Samstag geplanten deutschen Meisterschaften der Snowboarder im Parallel-Slalom und Parallel-Riesenslalom abgesagt worden. Das teilte der Snowboard Verband Deutschland (SVD) am Dienstag mit“ (SID, Schneemangel: Deutsche Snowboard-Meisterschaft fällt aus, in handelsblatt.com 13.1.2015).

– Skicross Tegernsee 2015 wird verschoben. „’Die viel zu warmen Temperaturen und die Aussichten, eine Grundbeschneiung mit zusätzlich 25.000 m³ Schnee für die verschiedenen Ski-Cross-Elemente herzustellen, lassen einen Weltcup zum geplanten Zeitpunkt aus heutiger Sicht in der Kürze der Zeit nicht zu‘, sagt Martin Fiala, Race Director Freestyle/Ski Cross der FIS. ‚Die Minus-Temperaturen haben sich leider zu spät eingestellt, um zum geplanten Termin den notwendigen Schnee bereitstellen zu können‘, ergänzt OK-Chef Georg Reisberger“ (2. Skicross Tegernsee 2015 wird verschoben, in merkur-online 22.1.2015).
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Vergleiche auch: auch: Strozzi, M., Bond, G.-P., Schneemangel bringt viele Skigebiete ins Schwitzen, in tt.-com 6.12.2014; Wo bleibt der Schnee? in spiegelonline 8.12.2014; Müssen wir uns vom Skifahren verabschieden? in br.de 9.12.2014; Bayern 2 Tagesgespräch: Schneemangel Alpen, Ski-Winter: hier