Vorgeschichte:
Das 1894 in Paris von Baron Pierre de Coubertin gegründete IOC berief sich vom Namen her auf das griechische Vorbild, ohne sich wirklich damit auseinanderzusetzen. Coubertin hat den „Wettstreit der Eliten“ (Jens Weinreich) geschaffen, und das blieb er bis heute.
Gunter Gebauer schreibt in Olympische Spiele – die andere Utopie der Moderne:
„Die modernen Spiele haben nichts mit der Konkretheit des antiken Olympias gemeinsam. Sie haben keinen festen Ort; sie finden in den großen Städten der Welt statt, ohne fähig zu sein, eine Bindung mit den lokalen Mythen einzugehen. Jedweder Rückgang auf einen Ursprung der Geschichte eines Ortes bleibt ihnen fremd …, weil sie nicht dorthin gehören. Olympia in der Moderne ist nirgendwo, es ist utopisch“ (Gebauer S. 12f).
Seit 1915 hat das IOC hat seinen Sitz in Lausanne und ist ein nach Schweizer Recht eingetragener Privatverein. Das IOC verfügt über die > Olympischen Spiele und ist „Eigentümer“ der olympischen Symbole und der Spiele. In der >Olympischen Charta sind keine großen ethischen oder sportphilosophischen Abhandlungen zu finden, im Gegenteil: In ihr und in dem >Host City Contract mit den Gastgeberorten sind die Geschäftsbedingungen für die Vergabe der Olympischen Sommer- oder Winterspiele geregelt – und zwar genauestens. Denn es geht um Geld, und zwar um immer mehr Geld.
- Die Ära Samaranch:
Entscheidende Veränderungen ergaben sich seit dem Amtsantritt von > Juan Antonio Samaranch als IOC-Präsident, einem langjährigen Anhänger des spanischen Faschistenführers Francisco Franco. 1980 bis 2001, also 21 Jahre lang, dominierte, regierte und veränderte Samaranch, der noch von > Horst Dassler (> Adidas) inthronisiert wurde, das IOC radikal. In dieser Zeit wurde der Amateurstatus abgeschafft, begann der Verkauf der Olympischen Spiele an Fernsehsender und Sponsoren und ihre Umwandlung in eine Geldmaschine. Bereits Anfang der Neunzigerjahre empfahl Bob Scott, der Leiter der erfolglosen Bewerbung von Manchester für die Spiele 2000, es sei am ehrlichsten, „wenn sie die Spiele gleich versteigern“.
Die Olympischen Spiele wurden zu einer hochprofessionellen kommerziellen Veranstaltung mit dem vornehmlichen Ziel, Geld zu machen. Stets werden hehre Ziele wie Weltfrieden, Völkerverständigung, Jugendförderung etc. bemüht. Dabei existiert der Zusammenhang Olympische Bewegung und Frieden gerade nicht, wie das Beispiel der Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin zeigt. Bereits zwei Wochen nach deren feierlichen Abschluss verkündete Hitler „seinen Vierjahresplan, der die wahren Absichten des deutschen Reichskanzlers schonungslos offen legte: In spätestens vier Jahren müsse die deutsche Armee einsatzbereit und die deutsche Wirtdschaft kriegsfähig sein. Die Olympischen Spiele als ‚Oase des Friedens und der Freiheit’- deutlicher als in dieser Vorankündigung des kommenden Krieges konnte die Legende der angeblichen Friedensspiele nicht widerlegt werden“ (Laude, Bausch S. 100).
Gunter Gebauer schreibt: Ohne diese großen Ideen „wäre das IOC nichts anderes als irgendein kleiner Geschäftemacherverein“ (Weinreich, spiegelonline-Lexikon).
- IOC-Mitglieder:
Fidel Castro bezeichnete das IOC einmal als „Mafia aus Grafen, Prinzen, Millionären und Weißen“. Unter Samaranch fiel die Nähe der von ihm ernannten > IOC-Mitglieder zu globalen Industriekonzernen auf, aber auch die Nähe zu autoritär strukturierten Vereinigungen und zu Diktaturen, wie auch das IOC selbst autoritär strukturiert ist. Schon 1992 stellten Simson und Jennings fest: „Minderheiten haben im IOC keine Stimme … Selbst hinter geschlossenen Türen finden keine Diskussionen statt, die nicht vom Führer (Samaranch) zugelassen wurden.“ Nur sieben weibliche Mitglieder waren im illustren Kreis vorwiegend alter Männer zu finden. „Selbst aus den armen Ländern werden nur reiche alte Männer gewählt“, schrieb Andrew Jennings 1996.
Die von Samaranch handverlesenen Mitglieder, die er der Versammlung immer erst am Tag der Entscheidung vorstellte, gehörten, um es vorsichtig auszudrücken, nicht zu den besten und vornehmsten Vertretern der Menschheit: vergleiche hierzu Mohamad Bob Hasan, Kim Un-Yong, Lee Kun-Hee, Primo Nebiolo, Francis W. Nyangweso, Park Yong-sung, Schamil Tarpischtschew, Yoshiaki Tsutsumi, Mario Vazques Rana, um nur einige zu nennen. Vermutlich liegt der Anteil der von Samaranch ernannten IOC-Mitglieder, die inzwischen rechtskräftig verurteilt sind, um einiges über dem Durchschnitt der Gesamtbevölkerung.
Der Spiegel erwähnte 1998, dass Sachverständige die IOC-Mitglieder in drei Gruppen einteilen:
„Der Gruppe eins gehören die anständigen Menschen mit festem Glauben an das Gute des Sports an … Gruppe zwei beheimatet solche, die ohne Unterlass den obersten Fürsten Samaranch umschwirren; der Deutsche Thomas Bach, 44, gilt hier als richtungweisend. Die dritte Gruppe schließlich ist die größte und zugleich die, bei der Sitte und Anstand schon mal eine Frage von Angebot und Nachfrage sind: Sie rekrutiert sich vorzugsweise aus Afrika, Südamerika und Osteuropa.“
Sylvia Schenk, früher Vorsitzende des Bundes Deutscher Radfahrer und heute Vorsitzende von Transparency International, kritisierte im Dezember 2010, dass IOC-Mitglieder nicht von Wahlen in Gremien bestimmt werden, “sondern seine persönlichen Mitglieder in einem Akt der Inzucht selbst beruft” (Schenk 13.12.2010).
IOC-Mitglieder sind zu keiner Haftung verpflichtet, nicht demokratisch legitimiert, keiner Kontrolle unterworfen. Ihre Zahl soll künftig noch weiter steigen: noch mehr Erste-Klasse-Flüge und gecharterte Privatflugzeuge, Luxus-Destinationen und Hotelpaläste, noch mehr schwere Limousinen und noch mehr luxuriöse Festbanketts …
- Pomp und Spiele: Schon 1992 schrieben Simons und Jennings: „Die olympischen Versammlungen sind eine unaufhörliche, atemberaubende Folge von Erste-Klasse-Flügen, Fünf-Sterne-Hotels, Champagner-Empfängen, extravaganten Banketten, Bergen von Geschenken und üppigen Unterhaltungsprogrammen“ (S. 24).
Edzard Reuter, früherer Daimler-Chef, war Gast des IOC in Atlanta und beschrieb das IOC folgendermaßen:
„… so abstoßend wirkt der Pomp und die eitle Selbstbespiegelung, die in diesen Kreisen vorherrscht. Natürlich bin ich mir darüber im Klaren, dass Juan Antonio Samaranch oder Primo Nebiolo Vorsitzende von Vereinigungen sind, die keineswegs nur auf Völkerverständigung und Frieden, sondern zumindest genauso auf kommerziellen Erfolg zielen. Unverkennbar ist dennoch, dass die olympische Idee in sehr akuter Weise Gefahr läuft zu verkommen, wenn sie nicht bald aus dem Würgegriff von Funktionären aus aller Herren Länder befreit wird, die sich auf Kosten junger Menschen ein gutes Leben machen“ (Reuter, Edzard, S. 282, vgl. auch Kistner/Weinreich 2000, S. 263).
Das IOC hinterlässt eine Spur der Verwüstung. Die olympischen Heuschrecken fallen in einen Landstrich ein, fressen ihn leer und ziehen dann weiter zum nächsten Opfer. Von Mal zu Mal unverständlicher wird allerdings, dass sie auch noch von ihren Opfern freiwillig eingeladen werden und sich den Wirt aussuchen können, den sie schädigen. Und die vorher olympisch Besoffenen bekommen nach den Spielen einen finanziellen Kater und müssen jahrzehntelang den olympischen Rausch abbezahlen. So war es bei Olympischen Sommerspielen und bei Olympischen Winterspielen – wie in Nagano 1998, in Salt Lake City 2002 und in Turin 2006. So ist es in Vancouver 2010. Und so würde es auch in München und den beteiligten Alpenorten 2018 sein.
Im Zusammenhang mit dem IOC (und der > FIFA) empfiehlt sich die Lektüre des Buches Der Parasit von Michel Serres.
- Salt-Lake-City-Skandal:
Schon früher kam es bei der Vergabe olympischer Austragungsorte zu Bestechung und Schiebereien. Bei der Bewerbung Amsterdam 1986 wurden IOC-Mitglieder mit Prostituierten und Diamanten geködert. Bei der Vergabe an Nagano 1998 gab es ein Gemälde für jedes IOC-Mitglied im Wert von 14 000 bis 21 000 Euro und für Samaranch ein Samurai-Schwert.
Als die Schiebereien im Fall > Salt Lake City aufkamen, ermittelte das IOC gegen 13 seiner Mitglieder. Es vermied das Wort Korruption und sprach von „unethischem Verhalten“. Es ging um Flugtickets, Jobs, Bargeld für Familienangehörige, Vergnügungen und Grundstücksgeschäfte.
Am 11.12.1998 berichtete Marc Hodler in der IOC-Zentrale in Lausanne über Bestechungen und löste die größte Krise der olympischen Bewegung aus: Er sprach über „klare Korruption“, „organisierten Stimmenkauf, schmutzige Werbekampagnen und sagte: Er kenne keine Stadt, die Olympische Spiele auf ‚unangreifbare Weise’ erhalten habe“ (Brinkbäumer/Geyer/Wulzinger 21.12.1998).
Seit dem Bestechungsskandal bei der Vergabe an Salt Lake City besichtigt vorsichtshalber nur noch ein ausgewähltes Gremium die Bewerberstädte.
- Olympische Fernsehgelder:
Das IOC nahm im Olympiazyklus 2005 bis 2008 (Olympische Spiele in Turin und Peking) rund 4,5 Milliarden Dollar von > Sponsoren- und aus > Fernsehverträgen ein. > NBC erwarb die TV-Lizenzen für Vancouver 2010 und London 2012 für 2,1 Milliarden Dollar. 2014 und 2016 werden mit Sicherheit noch teurer. Das IOC hat bereits das Angebot der European Broadcasting Unit (EBU) über 800 Millionen Euro als ungenügend zurückgewiesen.
Insgesamt wird der IOC-Konzern im Vierjahreszyklus 2009 bis 2012 rund fünf Milliarden Dollar umsetzen (Weinreich 30.12.2008).
- Gegenwart:
Nach der 21-jährigen IOC-Präsidentschaft von Samaranch läuft nun die erste Präsidentschaftsperiode über acht, die zweite über vier Jahre. Das Exekutivkomitee besteht aus dem Präsidenten, den vier Vizepräsidenten und zehn IOC-Mitgliedern. Es hat das Vorschlagsrecht für neue Mitglieder und wählt die Städte für Olympische Spiele aus, die früher von der Vollversammlung in der jährlichen Sitzung des IOC, der IOC-Session, bestimmt wurden.
Wie der Fußball-Weltverband > FIFA im Fall der WM zwingt das IOC jeder Regierung, die Olympische Spiele ausrichten möchte, Steuerbefreiung ab. Der rigide > Host City Contract regelt sogar, dass das Gastgeberland sich selbst entmündigt, indem es jede vom IOC akkreditierte Person einreisen lassen muss. Dazu muss es jede Einladung oder Akkreditierung ausländischer Regierungsmitglieder oder politischer Persönlichkeiten durch das IOC-Exekutivkomitee oder den IOC-Präsidenten genehmigen lassen. Thomas Kistner schrieb dazu 2008:
„Denn dieser Privatverein nach Schweizer Recht ist de facto ein globaler Konzern, verhandelt mit Staaten und Organisationen wie den UN und besitzt fast diplomatischen Status, unbehelligt von Strafgesetzen oder internationalen Konventionen“ (Kistner, in Cicero 6/2008). Durch die Korruptionsfälle bei FIFA und IOC im Oktober 2010 kamen in der Schweiz Bestrebungen auf, die internationalen Sportorganisationen dem Korruptionsstrafrecht zu unterstellen, da das aktuelle Recht vor Strafverfolgung schützt. Da auch Sportorganisationen im öffentlichen Interesse handeln, will Mark Pieth, der Leiter der OECD-Arbeitsgruppe Korruption IOC und FIFA wie EU oder UNO behandeln. Als einen Grund für diese bisherige Gesetzeslücke nannte der Basler Strafrechtsprofessor, “dass die Schweiz stolz darauf ist, dass sie diese internationalen Sportverbände bei sich beherbergen kann. Vermutlich wollte man da keine Schwierigkeiten bereiten” (SZ 27.10.2010).
Im Jahr 2009 untersuchte die Stiftung One World Trust 30 internationale Organisationen und Konzerne und verlieh dem IOC den Titel „intransparentestes Unternehmen der Welt“, noch vor dem Öl- und Rüstungskonzern Halliburton. (Das IOC löste die > FIFA ab, die diesen Titel 2007 „gewonnen“ hatte.) Das IOC könnte 2010 den nächsten Titel von der Organisation The Public Eye bekommen: Es ist wegen der Verletzung der Rechte indigener Völker und der illegalen Abholzung tausender Bäumen anlässlich der Olympischen Winterspiele in Vancouver 2010 beim Wettbewerb des „übelsten Unternehmens des Jahres“ nominiert (Weinreich 30.12.2008).
- Das IOC und Peking 2008:
Wolfram Weimer schrieb anlässlich der Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking:
„Der Appell des chinesischen Bürgerrechtlers Hu Jia liest sich wie ein Schrei: ‚Wenn Sie nach Peking zu den Olympischen Spielen kommen, dann sehen Sie nicht die ganze Wahrheit. Sie wissen nicht, dass die Blumen, das Lächeln, die Harmonie und der Reichtum gebaut sind auf Leid, Tränen, Gefängnisstrafen, Folter und Blut.’ Sätze wie diese haben Hu Jia zum ersten olympischen Gefangenen gemacht – wegen „Anstiftung zur Untergrabung der Staatsgewalt“. Sein ‚Verbrechen’: Er hat Artikel im Internet veröffentlicht und ausländischen Medien Interviews gegeben. Unerträglich für die autoritären Glamour-Kommunisten in Peking.
Wie Hu Jia geht es Hunderten. Sie wurden drangsaliert, verfolgt, weggesperrt. Und während in den Stadien für Sieger die Nationalhymnen ertönen, rasseln die Panzer durch Tibet, herrscht in den Westprovinzen der Ausnahmezustand und wimmern die Verfolgten in den Kerkern der überfüllten Gefängnisse. Wenn aber westliche Journalisten die Texte von Hu Jia und seinen Leidensgenossen lesen wollen, dann werden sie auf gesperrte Internetseiten treffen. Das chinesische Organisationskomitee bekräftigt nämlich, dass die Sites zensiert bleiben, die dem ‚gesunden Wachstum der jungen Generation’ schaden.
Eine Institution schweigt ganz bestimmt zu alledem: das Internationale Olympische Komitee. Es lächelt, es lobt, es katzbuckelt und kassiert. Es macht sich mit seiner unnötigen Liebedienerei zusehends zum propagandistischen Handlanger des Regimes. Als es die Spiele an Peking vergab, da lockte ein gewaltiger Markt und das Kalkül, China werde die Menschenrechtssituation schon verbessern. Dass das ein Irrglaube war, ist enttäuschend. Dass das IOC das aber verschweigt, wird ein Skandal. Denn in den vergangenen Tagen spielte das IOC nur die schäbige Rolle eines Kollaborateurs …
Auch der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung Nooke mahnt: ‚Kritik an der führenden Partei ist verboten, die chinesische Führung unterbindet jeden Protest. Von freier Meinungsäußerung, Pressefreiheit oder Versammlungsfreiheit kann keine Rede sein.’ IOC-Chef Jacques Rogge findet dagegen alles wunderbar, spricht vom unpolitischen Sport, mahnt Demonstranten, ‚die Leute müssen die Gesetze des betreffenden Landes respektieren’. Und lobt lieber die chinesische Regierung für ihre Bemühungen, das Smog-Problem in der Hauptstadt in den Griff zu bekommen“ (Weimer 2008).
Längerfristig haben die Olympischen Spiele 2010 für die chinesische Demokratie – anders als vom IOC behauptet – nichts gebracht. Nach wie vor werden Menschen in China und in Tibet ohne Gerichtsverfahren verhaftet und eingesperrt.
- Das IOC und die Zukunft:
Holger Gertz schrieb anlässlich der Olympischen Winterspiele in Vancouver 2010: „Argumente für den Bestand der Spiele findet man nicht bei den Konferenzen der Bosse des Internationalen Olympischen Komitees, die in der Mehrzahl mit ihren Steinbeißergesichtern so aussehen wie die Karikaturen von Machtmenschen“ (Bork 12.2.2010).
Das IOC möchte seinen Weg der Professionalisierung und Kommerzialisierung, der Globalisierung und Hierarchisierung des Sportes als einzig gangbaren und als irreversibel darstellen. In ihrem Buch Geld, Macht und Doping beschrieben Simson und Jennings schon 1992 alle Tendenzen – ihre düsteren Aussagen und trostlosen Perspektiven sind heute gültiger denn je.
Das IOC stellt sich in der Öffentlichkeit gern als weltverbessernd und friedenstiftend dar, als eine wundersame Mischung aus Mutter Teresa, dem Roten Kreuz und Brot für die Welt. Dabei fördert das Olympische Motto „Schneller, höher, stärker“ Nationalismus und Elitedenken. Für den Frieden hat das IOC nur rhetorische Floskeln bereitgestellt. Und Olympische Spiele konnten noch keine einzige kriegerische Handlung unterbinden. Oder wie es Christian Graf von Krockow schon 1996 ausdrückte: “Die Olympier reden gern davon, dass ihre Bewegung zum Frieden und zur Völkerverständigung beiträgt. Aber noch kein Krieg ist durch den Sport abgewendet, kein Völker- oder Fremdenhaß von ihm gemildert worden” (Krockow 19.7.1996).
Das IOC ist es ein recht unsportlicher finanzieller und kommerzieller Konzern, der die internationalen und die nationalen Institutionen des Sports übernommen und erobert hat. Die Leidtragenden sind nicht nur die gerupften Steuerzahler und die Bürger, deren Bürgerrechte vor, während und nach den Spielen rigide eingeschränkt werden: Die Leidtragenden sind auch die Sportler, die in das Geflecht von Macht, Geld und Doping hineingezwängt werden.
Quellen:
Beim König im Wort, in SZ 11.12.2008
Bork, Henrik, Gefährliche Brüder, in SZ 26.2010
Brinkbäumer, Klaus/Geyer, Matthias/Wulzinger, Michael, Olympia – Rutschbahn vom Himmel, in Spiegel 52/21.12.1998
„Dassler will alles kontrollieren“, in Spiegel 23/1986
„Die Welt hier drinnen“, in SZ 6.8.2008
Dünne Schweizer Luft, in SZ 27.10.2010
Gebauer, Gunter (Hrsg.), Olympische Spiele – die andere Utopie der Moderne, Frankfurt 1996
Gertz, Holger, Warum? Darum, in SZ 12.2.2010
IOC verdient mit Olympia 4,5 Milliarden Dollar, in SZ 6.8.2008
Jennings, Andrew, Das Olympia-Kartell – Die schäbige Wahrheit hinter den fünf Ringen, Reinbek 1996
Keil, Christopher, Geld gegen Gemeinschaft, in SZ 4.12.2008
Kistner, Thomas
- Rache für Chikago, in SZ 5.10.2009
- So korrupt ist das IOC, in Cicero 6/2008
Kistner, Thomas/Weinreich, Jens, Der olympische Sumpf, München 2000
Korruptions-Skandal: Das erste IOC-Mitglied tritt zurück“, in welt.de 20.1.1999
Krockow, Christian Graf von, Die Sprache des
Sports, in Die Zeit 19.7.1996
Olympic Hall of Shame
Laude, Achim/Bausch, Wolfgang, Der Sport-Führer, Göttingen 2000
Public Eye Awards 2010: Das IOC als übelstes Unternehmen des Jahres?, in www.jensweinreich.de 25.1.2010
Reuter, Edzard, Schein und Wirklichkeit, Berlin 1998
Schenk, Sylvia, Wo man Geld und Image wäscht, in sueddeutsche.de 13.12.2010
Simson, Vyv/Jennings, Andrew, Geld, Macht und Doping, München 1992
Ten Years after: Marc Hodler, in www.jensweinreich.de 11.12.2008
Weimer, Wolfram, Not und Spiele, in Cicero August 2008
Weinreich, Jens
- Der Sport-Konzern, in Badische Zeitung 2.8.2008
- Macht ohne Kontrolle – Das IOC arbeitet noch intransparenter als Rüstungskonzerne, in SZ 30.12.2008
Wikipedia
Kritisches Olympisches Lexikon - Sach- und Personenregister: (118 Einträge)
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