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Eishockey-WM 2014 beim Diktator

Der weißrussischen Diktator Alexander Lukaschenko
Das IOC und die internationalen Sportverbände kooperieren häufig mit Diktaturen und autoritären Regimes (vergleiche hier) – siehe als jüngste Beispiele Olympische Spiele 2008 in Peking und 2014 in Sotschi.
Auch seine großen Internationalen Mitgliedsverbände tun dies – ohne Not: Fußball-EM 2012 in der Ukraine, Handball-WM 2015 in Katar, Fußball-WM 2018 in Russland und 2022 in Katar, Bahnrad-WM 2013 und Eishockey-WM 2014 in Weißrussland, Handball-WM 2015 in Katar, usw.
Der jüngste Fall ist Weißrussland, wo mit Alexander Lukaschenko seit 1994 der letzte Diktator Europas herrscht. Seine erste Wahl 1994 und alle weiteren (2001, 2006 und 2010) gelten als gefälscht. 2006 beschloss die EU, alle Konten von Lukaschenko und 35 weiteren Regierungsmitgliedern einzufrieren. 2012 zog die EU alle Botschafter aus Weißrussland zurück und verschärfte ihre Sanktionen (Wikipedia). Laut „Reporter ohne Grenzen“ liegt Weißrussland bezüglich der Pressefreiheit auf Platz 157 – von 180 Listenplätzen (Russland liegt auf Platz 148).
Im offiziellen Bildband vom „Sportclub“ des Präsidenten bzw. Diktators Lukaschenko steht der Satz: „Erfolgreiche Athleten demonstrieren die erfolgreiche Entwicklung eines Staates“ (Aster, Schrum 3.5.2014, S. 17). Und diese Athleten werden dann pekuniär vom Diktator entsprechend entlohnt: „Laut Präsidialerlass Nr. 333 werden jedem Olympiasieger pro Goldmedaille 150.000 US-Dollar ausgezahlt“ (Ebenda). Dabei ist Weißrussland ziemlich pleite, siehe unten.
Der Sport ist wieder einmal natürlich völlig „unpolitisch“.
Oppositionelle wie Mikalai Statkevich, der Anführer der Sozialdemokratie und weitere Kritiker Lukaschenkos sitzen in grausamen Gefängnissen. Die politischen Gefangenen werden mit Schwerstkriminellen in gesetzlosen Gefängnissen und Straflagern zusammengesperrt (Dynko SZ 12.5.2012). Wer bei Lukaschenko frei kommen will, muss ein erniedrigendes Gnadengesuch an ihn persönlich schicken. Als die EU zur Freilassung des weißrussischen Oppositionellen Andrej Sannikau im April 2012 beitragen konnte, verkündete Lukaschenko: “Noch so ein Versuch, uns unter Druck zu setzen, und all diese freigelassenen Windbeutel kommen zurück in die Strafkolonie” (Dynko 12.5.2012).
Mitte März 2012 ließ die weißrussische Regierung zwei angebliche Attentäter auf die Metro von Minsk nach einem dubiosen Prozess erschießen. Die Grünen-Politikerin Marieluise Beck sagte dazu: „In diesem Schauprozess nach stalinistischer Manier ging es nicht um die Ermittlung der wahren Täter und deren Bestrafung, sondern darum, Spuren zu verwischen, die in das Zentrum von Lukaschenkos Regime selber weisen” (zeitonline 17.3.2012).

Bundesaußenminister Guido Westerwelle schrieb dazu: “Ich verurteile die Vollstreckung der Todesstrafe (…) und bedauere, dass Präsident Lukaschenko alle internationalen Appelle, das Todesurteil nicht zu vollstrecken, ignoriert hat.” Kanzleramtsminister Ronald Pofalla warnte vor einer weiteren Verschlechterung der sowieso schon schwer belasteten Beziehungen zwischen Weißrussland und Europa (Ebenda). Auch die EU-Außenministerin Catherine Ashton kritisierte die Weißrussische Regierung scharf (spiegelonline 18.3.2012).

Der Journalist Andrzej Poczobut wurde 2011 zu drei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt, weil er in seinen Artikeln Lukaschenko einen Diktator genannt hatte. In Zusammenhang mit den beiden Todesurteilen für die angeblichen Attentäter hatte Poczobut nun geschrieben, dass Lukaschenko selbst entscheidet, wer erschossen wird und wer leben darf. Daraufhin wurde er erneut verhaftet: Wegen “Verunglimpfung des Präsidenten” droht ihm nun eine Höchststrafe von fünf Jahren. “Weißrussland ist keine Diktatur. Wer anderes behauptet, kommt ins Lager” (SZ 23.6.2012).

Deutschlands Politik knickt vor dem Sport ein
Lukaschenko ist Eishockey-Fan. Im Jahr 2009 hatte der Internationale Eislaufverband IIHF (zu finden unter Die Sport-Paläste) die Eishockey-Weltmeisterschaft 2014 nach Weißrussland vergeben – und zwar mit klarem Votum: 75 Stimmen für Weißrussland, 24 Stimmen für Ungarn und 3 Stimmen für Lettland (Schall 8.5.2014). Nach den Minsker Erschießungen im März 2012 formierte sich Anfang Mai im Bundestag parteiübergreifend der Widerstand bei SPD und Grünen sowie Union und FDP gegen die Austragung der Eishockey-WM 2014 in Weißrussland. Der damalige Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) äußerte: „Aus meiner Sicht ist die Vorstellung unerträglich, dass dieses Unrechtsregime, das einsperrt und hinrichtet, durch die Austragung der Eishockey-Weltmeisterschaft im Jahr 2014 eine besondere Auszeichnung erfährt“ (Bannas 10.5.2012).

Umgehend lehnte dies Anfang Mai 2012 der Präsident der IIHF, der Schweizer René Fasel, ab und verwies auf die „Neutralität des Sports“ (Brössler, Neudecker SZ 3.5.2012). Fasel ist seit 1994 Präsident der IIHF und seit 1995 IOC-Mitglied. Der Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), Uwe Harnos sagte immerhin, der Sport könne sich „nicht darauf zurückziehen, dass er unpolitisch ist“ (Ebenda).

Kurz danach rückten Union und FDP von einer gemeinsamen Entschließung ab. Insbesondere zwei Abgeordnete des Bundestages opponierten. Der Thüringer Patrick Kurth (FDP) äußerte, eine Verlagerung der Eishockey-WM sei allein Sache der Sportverbände. Und der Berliner Karl Georg Wellmann (CDU) brachte das hinlänglich vom IOC und DOSB bekannte „Argument“, dass gerade durch die Vergabe solcher Sportereignisse die innenpolitischen Zustände beleuchtet würden (Bannas 10.5.2012).
Das ist eine völlige Verdrehung der konkreten historischen Entwicklungen bei Olympischen Spielen und anderen Sport-Großevents.

Dies ist inzwischen eine durchgängige Tendenz angesichts der Verharmlosung und der medialen Aufwertung von diktatorischen Regimes durch Großevents im Sport: Die Sportverbände geben diese Linie vor, und die Politiker folgen ihr. So nahm Cornelia Pieper (FDP), Staatsministerin im Auswärtigen Amt, zur Eishockey-WM 2014 in Weißrussland Stellung und bewegte sich auf der DOSB-Linie ihres Parteifreundes Thomas Bach: „Man sollte Sport und Politik voneinander trennen.“ – „Ich bin kein Fan davon, dass man Sport zum Mittel der Politik macht“ (Jonas Reese, „Weißrussland ist ein Grenzfall, in dradio.de 19.5.2012)
Und so macht der Sport die Politik.

Der Sport macht, was er will
„In der Opposition wurde wahrgenommen, die Koalitionsfraktionen und vor allem die FDP hätten im Sinne des Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Thomas Bach, gehandelt, der Mitglied der FDP und zudem Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) – mit angeblich weitergehenden Ambitionen – sei. Bach hatte im April vor einer Überforderung des Sports gewarnt. ‚Der Sport ist nicht in der Lage, für die Einhaltung und Umsetzung der Charta der Vereinten Nationen zu sorgen. Dies ist Aufgabe der Politik’“ (Bannas 10.5.2012).
Der deutsche Staat finanziert mit dreistelligen Millionenbeträgen einen Spitzensport, dessen Funktionäre  sich offenbar nicht im Geringsten um Demokratiefragen schert.

Mitte Mai 2012 fand in Helsinki ein IIHF-Kongress statt. Präsident René Fasel verteidigte aggressiv seinen Standpunkt: „Es ist nicht die Aufgabe  von Sportorganisationen und Athleten, den Job von Politikern zu machen.“ Eine Entscheidung gegen die WM in Weißrussland würde „die falschen Leute bestrafen, nämlich die Fans in Weißrussland und die Athleten“ (Aumüller, Neudecker 19.5.2012).
Auch eine gern geübte Floskel von Profisport-Funktionären. Vergleiche Die Profisport-Funktionäre

Fasel weiter: “Wir sollten uns nicht als Marionetten der Politiker oder Aktivisten benutzen lassen. Sport kann und sollte auch kein Instrument der Politik sein” (SZ 21.5.2012).
Das muss man sich einmal genauer ansehen. Der Staat steckt dreistellige Millionenbeträge in den Profisport, und dieser will keine Marionette demokratischer Politik sein, sondern offenbar lieber mit Diktaturen kooperieren. So wird der Sport zur Marionette seiner Profi-Funktionäre, denen es völlig egal ist, mit welchem Diktator sie sich einlassen und wieviel Blut an dessen Händen klebt. Diese Herrschaften denken gar nicht daran, an irgendeiner Stelle von Menschenrechten zu reden, weil diese an der Frage der Menschenrechte augenscheinlich nicht interessiert sind. Warum entzieht die Politik nicht finanzielle Mittel den Sportverbänden, die sich mit autoritären Regimes und Diktatoren einlassen? Geld ist die einzige Sprache, die solche Sportfunktionäre verstehen.

Nach Fasels Eröffnungsbeitrag auf dem IIHF-Kongress lieferte die weißrussische Delegation ihre WM-Präsentation ab. Auf die Frage zur politischen Situation in Weißrussland antwortete eine Sprecherin des weißrussischen Eishockey-Verbandes: “Wir konzentrieren uns auf den Sport, nicht auf die Politik“ (Ebenda).
Das war bei den Olympischen Winterspielen 1936 in Garmisch-Partenkirchen und den Olympischen Sommerspielen Berlin 1936 im faschistischen Hitler-Deutschland auch schon die Argumentation der Sportfunktionäre.

Bei der Diskussion meldete sich DEB-Präsident Harnos als einziger zu Wort und wandte sich gegen eine Absage; man müsse aber vor Ort klar seine Meinung äußern, mit der Bevölkerung in Kontakt treten und auf Missstände hinweisen.“ Was erfolgte auf den Beitrag von Harnos auf dem Kongress: keinerlei Reaktion (Ebenda).

Bahnsport-WM 2013 zu Gast in Weißrussland
Als nächster Internationaler Sportverband wird der Weltradsportverband UCI Weißrussland beehren. (Auch die UCI ist zu finden unter Die Sport-Paläste). Kurz nach den Hinrichtungen im März 2012 beschloss die UCI im April 2012, die Bahnrad-WM 2013 in Minsk durchzuführen. UCI-Sprecher Enrico Carvani wies darauf hin, dass Weißrussland die Junioren-EM 2009 bestens ausgerichtet habe. Auf die Frage zur Lukaschenko-Diktatur sagte Carvani: „Für uns spielen politische Gründe nie eine Rolle.“ Es gebe „keinen Grund, Weißrussland diese WM zu verweigern“ (Aumüller, Neudecker 19.5.2012).

Die Sportdemokratur ist eben ganz speziell: Erschreckend – und mit Sicherheit nicht demokratisch.

Nachtrag 1: Europäisches Parlament gegen Eishockey-WM beim Diktator
Auf Druck von deutschen Parlamentariern, dem amerikanischen Senat und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa kam am 12.9.2013 eine Resolution des europäischen Parlaments durch, in der die Forderung erhoben wird, alle politischen Gefangenen in Weißrussland „bedingungslos und sofort“ freizulassen. Der Internationale Eishockeyverband IIHF wird aufgefordert. „seine Entscheidung ernsthaft zu überdenken, Weißrussland die Austragung der Eishockey-WM 2014 zu erlauben“ (Lukaschenka unter Druck, in faz.net 20.9.2013). IIHF-Präsident René Fasel in bewährter Verteidigungsmanier, wie er seinen Kumpel, Diktator Alexander Lukaschenko und den WM-Deal 2014 seit Jahren verteidigt: Der Sport müsse autonom und unpolitisch bleiben. „Es ist nicht die Aufgabe von Sportorganisationen und Athleten, sich wie Politiker zu verhalten“ (Ebenda).
Aber als Marionetten von Diktatoren!

Nachtrag 2: Diktator Lukaschenko und Sotschi 2014
Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi haben weißrussische Sportler und Sportlerinnen fünf Goldmedaillen (und eine Bronzemedaille) gewonnen. Die Biathletin Darja Domratschewa feierte ihren dritten Olympiasieg und wurde in den staatlichen Medien mit den Worten “Beste Athletin des Planeten” und “Heldin der Republik Weißrussland” gefeiert (Weißrussland nutzt Sotschi zur Propaganda, in welt.de 19.2.2014). Der weißrussische Diktator Alexander Lukaschenko feierte Anton Kuschnir, den Olympiasieger im Ski-Freestyle, mit den Worten: “Du hast uns einen Festtag geschenkt” und der Olympiasiegerin im Freestyle, Alla Zuper, schrieb er: “Stolz erfüllt unsere Herzen” (Ebenda). “Jeder Goldmedaillengewinner kassiert 150.000 US-Dollar Siegprämie” (Ebenda). Für Weißrussland dient der sportliche Erfolg ähnlich der Propaganda wie für Hitler-Deutschland die Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin. Die weißrussische Politologin Maryna Rakhlei: “Sport ist eines der raren Felder, bei dem das Regime sich beweisen kann: Wir gehen unseren Weg und sind erfolgreich” (Ebenda).

Nachtrag 3: Weißrussischer Diktator gegen Boykott
Im Land des weißrussischen Diktators Lukaschenko wird im Mai 2014 die Eishockey-WM stattfinden – ohne dass IIHF-Präsident René Fasel das geringste dabei findet. Die Sportverbände weigerten sich auch, den Forderungen von Menschenrechtsgruppen nachzukommen und die WM abzusagen.
Nun kamen die Boykott-Diskussionen um die Paralympics 2014 in Sotschi im Rahmen von Wladimir Putins Krim- und Ukraine-Aggressionen. Am 4.3.2014 sagte Weißrusslands Außenminister Wladimir Makej im Interview, sein Land habe „keine Angst vor einem Boykott“ des Turniers und kritisierte die „in Europa und Amerika herrschende Dämonisierung unserer Republik“ (Meisner, Matthias, Gastgeber Weißrussland hält Boykott für „dumme Idee“, in tagesspiegel.de 4.3.2014). Er wiederholte die alte – besonders von totalitären Herrschern gern gebrauchte – Formel, dass Sport und Politik getrennt sein sollten und behauptete, dass das Ziel der WM nicht das positive image von Lukaschenko sei. „Experten sehen das anders: Eishockey ist in Weißrussland wichtiger als Fußball, und der Präsident zeigt sich immer wieder selbst als Eishockey-Spieler, zuletzt unter anderem bei einem Showspiel in Sotschi gemeinsam mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin“ (Ebenda).

Nachtrag 4: Der Diktator und Wladimir Putin
Im Frühjahr 2014 war der weißrussische Diktator Alexander Lukaschenko finanziell am Ende – aber Hilfe nahte: „Putins liebster, aber klammer Nachbarstaat braucht Geld. Weißrussland ist in der schwersten monetären Krise seit der Unabhängigkeit vor 20 Jahren“ (Vetter 4.5.2014). Und so gewährte Eishockeyfan Wladimir Putin dem Eishockeyfan Diktator Alexander Lukaschenko vor Kurzem einen Kredit über 1,5 Milliarden Euro – soviel dürfte die WM gekostet haben. Allein der Komplex der Minsk-Arena mit Eisschnelllaufstadion und Radrennbahn hat rund 440 Millionen Dollar gekostet: „Eine erhebliche Investition in einem Land, das finanziell immer wieder durch den IWF (!WZ) oder Kredite aus Russland gestützt werden muss“ (Aster, Schrum 3.5.2014).

Nachtrag 5: Die Eishockey-WM 2014 in Weißrussland
Vom 9. bis 25.5.2014 wird diese WM mit 16 Nationen gespielt: perfekte TV-Bilder, eilfertige Sportreporter, welche die Diktatur nicht erwähnen. Natürlich werden auch Proteste und Demos nicht übertragen.
„Ein Diktator, der sich präsentieren will. Ein Weltverband, der das billigend in Kauf nimmt, indem er einfach wegschaut. Die Eishockey-WM in Weißrussland zeigt, wie umstrittene Regime den Sport missbrauchen“ (Vetter, Claus, tagesspiegel.de 4.5.2014). René Fasel, der Präsident des Internationalen Eishockey-Verbandes (IIHF), äußerte gegenüber Kritikern, 2009 wäre in der IIHF für Weißrussland eine „demokratische Entscheidung“ gefallen. Und er wiederholt den alten IOC-Kalauer: „Sport und Politik sollten nicht vermischt werden“ (Hecker, Anno, Ignoranten und Schurken, in faz.net 6.5.2014).
Ganz demokratisch für eine Diktator und einen Diktator, der hinrichten lässt. Was für ein Demokratieverständnis vom IOC-Mitglied Fasel! Alles nach dem Motto: Der Sport ist unpolitisch…“
„Stattdessen spulte sie (die IIHF; WZ) nur die Lebenslüge vom unpolitischen Sport herunter und diskutierte erst gar nicht über die Möglichkeiten einer Verlegung. Zum Dank macht der Diktator Komplimente: IIHF-Präsident René Fasel sei ein ‚echter Kerl‘, weil er dem immensen Druck standgehalten habe, sagte Lukaschenko kürzlich“ (Aumüller, Johannes, Werbung für den Diktator, in SZ 9.5.2014). – „Tatsächlich aber bietet die WM Lukaschenko die größte Bühne für seine nach innen wirkende Propagandashow“ (Schall 8.5.2014).
„Seit den Präsidentenwahlen 2010 hat sich die Situation in Lukaschenkos Staat massiv verschlechtert. Damals wurden 700 Menschen in Minsk aus politischen Gründen verhaftet. Eingeschränkte Meinungsfreiheit, Versammlungsverbot, Homophobie – das System ist weit von demokratischen Grundprinzipen entfernt. Weißrussland ist das letzte Land in Europa, das die Todesstrafe anwendet. (…) Eine Intervention des EU-Parlamentes gegen die Austragung der WM in Weißrussland brachte Lukaschenko in Bedrängnis. Doch IIHF-Präsident René Fasel kam ihm zu Hilfe. Der Sport dürfe sich nicht zur Marionette der Politik machen, sagte der Schweizer“ (Ebenda). Die letzte Hinrichtung erfolgte erst zwei Wochen vor der WM (Aumüller 9.5.2014).
Das ist eine aparte Argumentation. In Wirklichkeit wollte Fasel sagen: Die IIHF hat die WM bewusst nach Weißrussland vergeben, und es ist ihm völlig egal, dass dies eine Diktatur ist: Hauptsache, die Kasse stimmt. Und außerdem gibt es keine Kritik und Proteste wie in Demokratien.

Nachtrag 6: Die Opposition
„Oppositionelle sind schon seit langem gegen die Ausrichtung der WM. Die Eishockey-Förderation lasse dem Diktator alles durchgehen, ist der Tenor. ‚Sie können nicht das Jahr der Gastfreundschaft ausrufen, wenn so viele Menschen unschuldig im Gefängnis sitzen‘, sagt Anatoli Lebedko, Leiter der Vereinigten Bürgerpartei“ (Ebenda). – Walentin Stefanowitsch von der weißrussischen Menschenrechtsorganisation Viasna: „Wir befürchten, dass er das Turnier nun zur großen Propaganda nutzt“ (Aumüller 9.5.2014). Stefanowitsch beschreibt die Vorgehensweise der Diktatur: „Unsere Web-Seite ist auf allen Computern in Staatsunternehmen und im kompletten Bildungssystem, an Schulen und Universitäten, blockiert. Auch dagegen haben wir Widerspruch eingelegt. (…) Erst verliert eine Organisatioon ihre Registrierung. Wenn man weitermacht, heißt es: Ihr arbeitet illegal. Dann kommt ein Gesetz, dass man keine finanzielle Unterstützung aus dem In- und Ausland annehmen darf. Und am Ende heißt es dann: Ihr seid kriminell…“ (Aster, Schrum 3.5.2014). Ales Bialiatski, der Gründer von Viasna, sitzt seit über drei Jahren im Gefängnis: obwohl Amnesty International, die EU und die UNO seine Freilassung fordern (Ebenda).
„Amnesty International hat in dieser Woche erneut Einschränkungen der Meinungs- und Versammlungsfreiheit anlässlich der WM kritisiert. In den vergangenen zwei Wochen seien 16 Aktivisten festgenommen worden, erklärte die Menschenrechtsorganisation am Dienstag. ‚Im Vorfeld der Eishockey-WM versuchen die belarussischen Behörden, durch Verhaftungen kritische Stimmen auszuschalten und Aktivisten einzuschüchtern‘ (Schall, Tobias, zu Gast beim Diktator, in stuttgarter-zeitung.de 8.5.2014).
Die Situation im Nachbarland Ukraine macht die Lukaschenko-Diktatur zusätzlich nervös, wie der Bericht eines Menschenrechtlers zeigt: „Neulich haben einige Fußballfans ein Foto von sich im Internet veröffentlicht. Mit Plakaten, auf denen sie die Maidan-Bewegung unterstützen. Die Polizei hat herausgefunden, wer mitgemacht hat. Und sie dann verhaftet“ (Aster, Schrum 3.5.2014).

Nachtrag 7: Diktator Alexander Lukaschenko ist klamm
Im Januar 2014 „hat Russland an Weißrussland 330 Millionen Euro eines 1,5 Milliarden Euro hohen Kredits gezahlt. Solange Moskau Minsk wirtschaftlich am Leben erhält, kann Lukaschenko mit eiserner Hand regieren… Vor drei Jahren hatte es in Weißrussland Hoffnung gegeben, als das Land Geld brauchte, den Westen hofierte. Zehntausende demonstrierten am Abend der Präsidentenwahl in Minsk, dann wurde der Protest mit Gewalt und Schikanen erstickt. Jetzt gibt es Enttäuschung, Resignation, Apathie“ (Nienhuysen, Frank, Refugium der Studenten, in SZ 31.1.2014).
„Ein Diktator, der sich präsentieren will. Ein Weltverband, der das billigend in Kauf nimmt, indem er einfach wegschaut. Die Eishockey-WM in Weißrussland zeigt, wie umstrittene Regime den Sport missbrauchen“ (Vetter, Claus, tagesspiegel.de 4.5.2014). René Fasel, der Präsident des Internationalen Eishockey-Verbandes (IIHF), äußerte gegenüber Kritikern, 2009 wäre in der IIHF für Weißrussland eine „demokratische Entscheidung“ gefallen. Und er wiederholt den alten IOC-Kalauer: „Sport und Politik sollten nicht vermischt werden“ (Hecker, Anno, Ignoranten und Schurken, in faz.net 6.5.2014).
Ganz demokratisch für eine Diktator und einen Diktator, der hinrichten lässt. Was für ein Demokratieverständnis vom IOC-Mitglied Fasel! Alles nach dem Motto: Der Sport ist unpolitisch…“
„Stattdessen spulte sie (die IIHF; WZ) nur die Lebenslüge vom unpolitischen Sport herunter und diskutierte erst gar nicht über die Möglichkeiten einer Verlegung. Zum Dank macht der Diktator Komplimente: IIHF-Präsident René Fasel sei ein ‚echter Kerl‘, weil er dem immensen Druck standgehalten habe, sagte Lukaschenko kürzlich“ (Aumüller, Johannes, Werbung für den Diktator, in SZ 9.5.2014).
Im Frühjahr 2014 war der weißrussische Diktator Alexander Lukaschenko finanziell am Ende – aber Hilfe nahte: „Putins liebster, aber klammer Nachbarstaat braucht Geld. Weißrussland ist in der schwersten monetären Krise seit der Unabhängigkeit vor 20 Jahren“ (Vetter 4.5.2014). Und so gewährte Eishockeyfan Wladimir Putin dem Eishockeyfan Diktator Alexander Lukaschenko vor Kurzem einen Kredit über 1,5 Milliarden Euro – soviel dürfte die WM gekostet haben. Allein der Komplex der Minsk-Arena mit Eisschnelllaufstadion und Radrennbahn hat rund 440 Millionen Dollar gekostet: “Eine erhebliche Investition in einem Land, das finanziell immer wieder durch den IWF (!WZ) oder Kredite aus Russland gestützt werden muss” (Aster, Ernst-Ludwig von, Schrum, Anja, Fairplay und Foulspiel – Sport in Weißrussland, in Deutschlandfunk 3.5.2014).
Vom 9. bis 25.5.2014 wird diese WM mit 16 Nationen gespielt: perfekte TV-Bilder, eilfertige Sportreporter, welche die Diktatur nicht erwähnen. Natürlich werden auch Proteste und Demos nicht übertragen.
„Seit den Präsidentenwahlen 2010 hat sich die Situation in Lukaschenkos Staat massiv verschlechtert. Damals wurden 700 Menschen in Minsk aus politischen Gründen verhaftet. Eingeschränkte Meinungsfreiheit, Versammlungsverbot, Homophobie – das System ist weit von demokratischen Grundprinzipen entfernt. Weißrussland ist das letzte Land in Europa, das die Todesstrafe anwendet. (…) Eine Intervention des EU-Parlamentes gegen die Austragung der WM in Weißrussland brachte Lukaschenko in Bedrängnis. Doch IIHF-Präsident René Fasel kam ihm zu Hilfe. Der Sport dürfe sich nicht zur Marionette der Politik machen, sagte der Schweizer“ (Ebenda). Die letzte Hinrichtung erfolgte erst zwei Wochen vor der WM (Aumüller 9.5.2014).
Das ist eine aparte Argumentation. In Wirklichkeit wollte Fasel sagen: Die IIHF hat die WM bewusst nach Weißrussland vergeben, und es ist ihm völlig egal, dass dies eine Diktatur ist: Hauptsache, die Kasse stimmt. Und außerdem gibt es keine Kritik und Proteste wie in Demokratien.
„Oppositionelle sind schon seit langem gegen die Ausrichtung der WM. Die Eishockey-Förderation lasse dem Diktator alles durchgehen, ist der Tenor. ‚Sie können nicht das Jahr der Gastfreundschaft ausrufen, wenn so viele Menschen unschuldig im Gefängnis sitzen‘, sagt Anatoli Lebedko, Leiter der Vereinigten Bürgerpartei“ (Ebenda). – Walentin Stefanowitsch von der weißrussischen Menschenrechtsorganisation Wiasna: „Wir befürchten, dass er das Turnier nun zur großen Propaganda nutzt“ (Aumüller 9.5.2014). – „Amnesty International hat in dieser Woche erneut Einschränkungen der Meinungs- und Versammlungsfreiheit anlässlich der WM kritisiert. In den vergangenen zwei Wochen seien 16 Aktivisten festgenommen worden, erklärte die Menschenrechtsorganisation am Dienstag. ‚Im Vorfeld der Eishockey-WM versuchen die belarussischen Behörden, durch Verhaftungen kritische Stimmen auszuschalten und Aktivisten einzuschüchtern‘ (Schall, Tobias, zu Gast beim Diktator, in stuttharter-zeitung.de 8.5.2014).
Simone Brunner berichtete für die Zeit aus Minsk: „30 Aktivisten wurden in den vergangenen Tagen wegen ‚kleinen Rowdytums’ und „Widerstands gegen die Staatsgewalt“ zu Haftstrafen verurteilt – ohne dass es überhaupt eine Aktion gegeben hätte. Hunderte Menschen wurden vom KGB verhört, eingeschüchtert oder zum Verlassen der Hauptstadt aufgefordert. (…) Der Menschenrechtler Ales Bjaljazki, der ehemalige Präsidentschaftskandidat Nikolai Statkewitsch und der Chef der Studentenorganisation ‚Junge Front‘ Eduard Lobau sitzen weiter im Gefängnis“ (Brunner, Simone, Belarus: Eiszeit in Minsk, in zeitonline 16.5.2014).

– Kommentar von Daniel Germann in der NZZ: „Organisatorisch hingegen verdiente sich Minsk beste Noten – nicht nur wegen der vollen Stadien, die gewissermassen garantiert gewesen waren. Der weissrussische Staatspräsident Alexander Lukaschenko soll dem Eishockeyverbands-Präsidenten René Fasel bei einem Treffen im März versichert haben: ‚Bei uns wird es bei keinem Match freie Plätze auf der Tribüne geben.’ (…) Gleichzeitig begegnet der IIHF-Präsident René Fasel den Protesten aus der Europäischen Union gegen die Vergabe des Turniers in den politisch isolierten Staat mit der Aussage, Sport und Politik sollten nicht vermischt werden. Es ist das Mantra, mit dem die Sportfunktionäre die moralische Verantwortung abzuschieben pflegen. (…) Die IIHF entlarvte ihre doppelte Moral am Wochenende: Der russische Headcoach Oleg Znarok wurde wegen einer obszönen Geste, mit der er das Durchschneiden einer Kehle andeutete, für den Final gesperrt. Der weissrussische Staatspräsident Alexander Lukaschenko, der Todesurteile durch den Genickschuss vollstrecken lässt, war als Gast und Gastgeber willkommen“ (Doppelbödige Moral im internationalen Sport, in nzz.ch 26.4.2014).

Nachtrag 8: Protestaufforderung
„Der Vorsitzende der Vereinigten Bürgerpartei Anatoli Lebedko findet, dass eine Weltmeisterschaft nicht ehrlich und anständig verlaufen kann, solange unschuldig Verurteilte eingekerkert sind. Er ruft die Gäste zu einem sichtbaren Zeichen von  Solidarität auf: ‚Wenn Sie hier ankommen, tragen Sie T-Shirts mit den Porträts der politischen Gefangenen Statkjewitsch, Beljatsko und Olinewitsch und anderen. Denn die weißrussischen Aktivisten werden mit Sicherheit in dieser Zeit aus dem Verkehr gezogen und bei weitem nicht jeder Weißrusse traut sich eine solche Demonstration. Aber Gäste können das.‘ Dass Lukaschenko die politischen Gefangenen freilässt, so wie der russische Präsident Putin vor den olympischen Spielen in Sotschi Michail Chodorkowi begnadigt hat, hält der weißrussische Oppositionspolitiker Roman Jakowlewski für ausgeschlossen. Der Minsker Autokrat lebe schon viel zu lange mit dem Makel des Bösewichts“ (Adler, Sabine, Protestaufrufe zur WM in Weißrussland, in deutschlandfunk.de 3.5.2014).

Nachtrag 9: 300 Inhaftierte
Der weißrussische Blogger Andrej Tkachou sollte am 7.5.2014 auf der Polizeistation ein „vorbeugendes Gespräch“ führen und verbrachte 15 Tage in einem Minsker Gefängnis. Er berichtete von nicht weniger als dreihundert Inhaftierten. Tkachou: „Abscheuliche Menschenrechtsverletzungen, gefälschte Protokolle, offenes Kidnapping von Aktivisten, Folter und Verspottung – das ist die Kehrseite der Weltmeisterschaft, über die jeder so enthusiastisch ist“ (Over 300 oppositionists got arrested during IIHF World Championship in Minsk, in charter97.org 31.5.2014).

Nachtrag 10: Ales Bjaljazki
„Bjaljazki, der bekannteste Menschenrechtler seines Landes, ist ja nun frei, nach 1052 Tagen Lagerhaft. Eineinhalb Jahre vor dem eigentlichen Termin. Wie es zu der Amnestie kam, bleibt wohl das Geheimnis von Staatschef Alexander Lukaschenko. (…) Im postsowjetischen Weißrussland gründete Bjaljazki 1996 die Organisation Wjasnja (Frühling), mit der er politischen Gefangenen und ihren Familien half. Immer wieder wurde er von den Behörden traktiert, mehr als 20 Mal wurde er festgenommen. (…) Er werde seine Arbeit fortsetzen, kündigte er  an, „die totale Kontrolle der Gesellschaft gibt es noch immer“ (Nienhuysen, Frank, Profil: Ales Bjaljazki, in SZ 23.6.2014).

Nachtrag 11: Katar-Zustände
Die USA und die EU belegten im Gefolge des Kriegs in der Ostukraine im Sommer 2014 Russland mit Sanktionen. Russland seinerseits verhängte einen Importstopp für Lebensmittel aus der EU, den USA, Norwegen und Australien. Weißrussland sprang ein – dadurch entstanden Engpässe bei Arbeitskräften. „Deswegen will Lukaschenko jetzt, dass die Menschen nur mit Zustimmung ihres Chefs den Arbeitgeber wechseln dürfen. Menschenrechts-Vertreter sprechen von einer neuen Leibeigenschaft“ (Hans, Julian, Mahlzeit, in SZ 16.9.2014).

Nachtrag 12: Europäischer Diktator
Lukaschenko „
regiert Weißrussland schon fast zwei Jahrzehnte mit harter Hand. Das hat ihm schon vor Jahren den Namen ‚letzter Diktator Europas‘ eingebracht. Für November 2015 sind in dem zehn Millionen Einwohner zählenden Land Präsidentschaftswahlen angesetzt. Die letzte Abstimmung gewann Lukaschenko bereits im ersten Wahlgang mit angeblich 80 Prozent der Stimmen. Gegner und Menschenrechtler ließ der Präsident immer wieder ins Gefängnis werfen. Weißrussland ist das einzige Land Europas, in dem Menschen zum Tode verurteilt und hingerichtet werden“ (Europas letzter Diktator feuert sein Führungsteam, in spiegelonline 27.12.2014).
Inzwischen gibt es noch einen zweiten europäischen Diktator – weiter östlich.

Nachtrag 13: Internet-Kontrolle verstärkt
„Brüssel hat allerdings auch reichlich Grund, Lukaschenko zu misstrauen. Die Kontrolle über das Internet ist zuletzt verstärkt würden, und Appeasement hatte es ja auch vor der letzten Präsidentenwahl gegeben. (…) Es war wenige Wochen vor der Wahl, und Lukaschenko versprach eine Abstimmung, die ‚höchsten demokratischen Ansprüchen‘ genügen würde. Nach der Wahl ließ er alle Gegenkandidaten festnehmen – der Beginn einer düsteren Epoche“ (Nienhuysen 11.2.2015).

– Nachtrag 14: Wahlen im Oktober 2015
„Lukaschenko sucht außenpolitische Balance. Die weißrussische Opposition warnt Europa indes, sich vom Minsker Präsidenten einwickeln zu lassen. ‚Wir bewegen uns schon seit drei Dekaden im Kreis. Wir machen einen Schritt vor, und einen zurück‘, sagte Smitser Daschkewitsch, einer der Leiter der Jugendorganisation Junge Front, der von Amnesty International einst als politischer Gefangener bezeichnet wurde. ‚Die Regierung lässt Gefangene frei, damit sie Kredite bekommt. Danach sperren sie die nächsten ein‘, sagte er in einem Interview der Organisation Charter-97. Bei der Präsidentenwahl vor fünf Jahren wurden fast alle von Lukaschenkos acht Herausforderern am selben Tag festgenommen, Nikolaj Statkewitsch ist noch immer in Haft. Diesmal ist das Feld der Kontrahenten überschaubarer. Außer Tatjana Korotkewitsch gehört Anatoli Lebedko dazu, der bekannteste unter ihnen. Die Opposition streitet, ob Gegenkandidaten eine Auswahl ermöglichen – oder ob sie nur eine fragwürdige Wahl legitimieren“ (Nienhuysen 11.8.2015).

Vergleiche im Kritischen Olympischen Lexikon: Fasel, René

Quellen:
Aster, Ernst-Ludwig von, Schrum, Anja, Fairplay und Foulspiel. Sport in Weißrussland, in Deutschlandfunk, Gesichter Europas, 3.5.2014
Aumüller, Johannes, Neudecker, Michael, Schweigen statt diskutieren, in SZ 19.5.2012
Bannas, Günter, Die Abgeordneten und der überforderte Sport, in faz.net 10.5.2012
Brössler, Daniel, Neudecker, Michael, Weißrussland „kein würdiger Gastgeber“, in SZ 3.5.2012
Dynko, Andrej, Das System der Demütigung, in SZ 12.5.2012
Käppner, Joachim, Fest der Völker? In SZ 12.5.2012
Kreuzer, Heinz-Peter, Außer Konkurrenz: Menschenrechte, in dradio.de 12.5.2012
Kritik verworfen, in SZ 21.5.2012
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Weißrussland richtet zweiten Metro-Attentäter hin, in spiegelonline 18.3.2012
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