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	<title>Nolympia 2018</title>
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		<title>Sein oder Nichtsein: Die Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 13:31:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sylvia Hamberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[30-1-2012

Der Organisator der teuren Ski-WM 2011 in Garmisch-Partenkirchen, Peter Fischer, hat sich für eine neue WM-Bewerbung des Ortes für 2021 oder 2023 ausgesprochen: “Sonst fallen wir infrastrukturell wieder in ein Loch wie nach 1978″ (Fellner, Christian, Fischer fordert neue WM-Bewerbung, in Münchner Merkur 21.1.2012). Außerdem, so Fischer, der auch 1. Vorsitzender des Skiclub Garmisch <a href="http://www.nolympia.de/2012/01/sein-oder-nichtsein-die-ski-wm-in-garmisch-partenkirchen/" class="read_more">... weiterlesen >></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p title="Garmisch-Partenkirchen"><strong><em>30-1-2012<br />
</em></strong><br />
Der Organisator der teuren Ski-<span class="domtooltips" title="Weltmeisterschaft">WM</span> 2011 in Garmisch-Partenkirchen, Peter Fischer, hat sich für eine neue <span class="domtooltips" title="Weltmeisterschaft">WM</span>-Bewerbung des Ortes für 2021 oder 2023 ausgesprochen: “Sonst fallen wir infrastrukturell wieder in ein Loch wie nach 1978″ (Fellner, Christian, Fischer fordert neue <span class="domtooltips" title="Weltmeisterschaft">WM</span>-Bewerbung, in Münchner Merkur 21.1.2012). Außerdem, so Fischer, der auch 1. Vorsitzender des Skiclub Garmisch ist, sei Garmisch-Partenkirchen  “jetzt ein anderer Ort als vor der <span class="domtooltips" title="Weltmeisterschaft">WM</span>, viel selbstbewusster” (Ebenda).</p>
<p title="Garmisch-Partenkirchen">Am 25.1.2012, nur wenige Tage vor den vier Weltcup-Rennen in Garmisch-Partenkirchen, stellte der Präsident des deutschen Skiverbandes (DSV), Alfons Hörmann, die erneute Bewerbung für eine Alpine Ski-<span class="domtooltips" title="Weltmeisterschaft">WM</span> in Frage und äußerte dazu, der DSV müsse “sehr grundsätzlich diskutieren, ob wir als DSV dauerhaft in Garmisch-Partenkirchen gut aufgehoben sind” (Holzapfel, Matthias, Verliert Garmisch-Partenkirchenden Ski-Weltcup? in Münchner Merkur 25.1.2012).</p>
<p title="Garmisch-Partenkirchen">Er nannte auch schon andere Austragungsorte: „Wir haben uns klar zum Ausbau des Jenner bekannt, wir haben Oberjoch und prüfen ein, zwei weitere Alternativen.“ Auch Zwiesel mit dem Arber-Skigebiet im Bayerischen Wald ist wieder im Gespräch. Denn man könne sich auf Garmisch-Partenkirchen „nicht mehr verlassen. Der Ort müsse “in Wort und Taten dokumentieren, dass er unabdingbar hinter dem Spitzensport” stehe.</p>
<p title="Garmisch-Partenkirchen">Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Peter Fischer (OK) und dem Garmisch-Partenkirchner Bürgermeister Thomas Schmid sollten die Wogen geglättet werden.  Schmid äußerte: Der Weltcup „hat sich rentiert und wird sich weiter rentieren“ (Ebenda).</p>
<p title="Garmisch-Partenkirchen">Fragt sich nur – für wen eigentlich?</p>
<p><strong>Das Geld</strong></p>
<p>Als Kritikpunkt nannte Hörmann, dass die Bayerische Zugspitzbahn AG vom Organisationskomitee 30.000 Euro für Tickets der Helfer und Sportler und 50.000 Euro für Parkgebühren und weitere Leistungen der BZB berechnen würde. “Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie sich die Frage der Finanzierung zunehmend auf unsere Seite verschiebt” (Holzapfel, Matthias, Verliert Garmisch-Partenkirchen den Ski-Weltcup? in Münchner Merkur 25.1.2012).</p>
<p>Da die Kommune Garmisch-Partenkirchen zur Entlastung ihres Haushalts ihre Schneekanonen und den Pistendienst an ihre Tochter Bayerische Zugspitzbahn AG verkauft hat, ist diese nun zuständig, muss aber als Aktiengesellschaft schwarze Zahlen schreiben. „Es sei nicht vordringliche Aufgabe einer AG, mit Gratis-Leistungen für Weltcuprennen das Vermögen des bestens ausgestatteten Skiclubs Garmisch als Ausrichterverein noch zu vermehren“ wird der BZB-Vorstand Peter Huber dazu zitiert (Effern, Heiner, Neudecker, Michael, „Das macht die Leute mürben“ in <span class="domtooltips" title="Süddeutsche Zeitung">SZ</span>, 301.2012).</p>
<p>Zur Erinnerung<strong>: </strong>Die <span class="domtooltips" title="Weltmeisterschaft">WM</span> 2011 erbrachte ein positives finanzielles Ergebnis von mindestens 5 Millionen Euro, die trotz hoher Unkosten nicht der Gemeinde- oder der Staatskasse zugute kamen, sondern dem <span class="domtooltips" title="Weltmeisterschaft">WM</span>-OK als 100-prozentiger Tochter des Deutschen Skiverbands. Der Chef des Deutschen Skiverbandes wurde 2011 dazu zitiert: „Wir haben den Beweis erbracht. Das Vorurteil, dass Großsportveranstaltungen nur Geld kosten, stimmt nicht“ (Effern, Heiner „Garmisch beschert dem Skiverband einen Millionengewinn“, in <span class="domtooltips" title="Süddeutsche Zeitung">SZ</span> 18.4.2011).</p>
<p>Die <span class="domtooltips" title="Weltmeisterschaft">WM</span> selbst kostete mindestens 31 Millionen Euro – fast ausschließlich aus Steuergeldern, sowie 1,5 Millionen Euro von der Bundesregierung für das “Kulturprogramm” (ursprünglich war dieses Geld für den Breitensport in den neuen Bundesländern eingeplant!) – und wurde fast vollständig in für das opulente Eröffnungsspektakel der <span class="domtooltips" title="Weltmeisterschaft">WM</span> 2011 ausgegeben.<em> </em></p>
<p>Allein der Ausbau des Gudibergs für die <span class="domtooltips" title="Weltmeisterschaft">WM</span> kostete 6,1 Millionen Euro – davon zahlten Bund und Land 4,1 Millionen Euro. Die Pisten wurden auf 15 Meter verbreitert; neben der Piste wurden Strom- und Wasserleitungen und die Beschneiungsanlagen installiert.<strong> </strong></p>
<p>Bürgermeister Schmid betonte bei der Pressekonferenz mit Hörmann, durch die <span class="domtooltips" title="Weltmeisterschaft">WM</span> 2011 habe der Ort das hohe Einnahmeniveau aus dem Jahr 2010 halten können. Kein Wunder: Die Zeche zahlt jetzt vor allem die Zugspitzbahn.</p>
<p>Die bayerische Zugspitzbahn (BZB) als Betreiberin des Skigebiets, fuhr bereits mit der <span class="domtooltips" title="Weltmeisterschaft">WM</span> ins Minus. In der <span class="domtooltips" title="Weltmeisterschaft">WM</span>-Zeit fuhren so gut wie keine Skifahrer auf der Zugspitze, obwohl die Gemeinde schon früh informiert hatte, dass der normale Skibetrieb dort von der <span class="domtooltips" title="Weltmeisterschaft">WM</span> nicht betroffen sei (<span class="domtooltips" title="Süddeutsche Zeitung">SZ</span> 7.2.2011). Der kaufmännische Vorstand der Bayerischen Zugspitzbahn, Peter Theimer, sagte: “Allein auf der Zugspitze haben wir im Vergleich zum Vorjahr die Hälfte der Gäste verloren. Die Leute haben den Ort während der <span class="domtooltips" title="Weltmeisterschaft">WM</span> gemieden” (Garmisch-Partenkirchner Tagblatt 19.3.2011).</p>
<p>Die Gemeinde muss für den Weltcup 2012 nach eigenen Angaben etwa 400.000 Euro zahlen, der DSV steuert angeblich einen ähnlichen Betrag bei. Die Bayerische Zugspitzbahn geht aber von deutlich höheren Unkosten aus (Höb, Christian, Neudecker, Michael, „Sie wollen uns hier einfach nicht haben“, in <span class="domtooltips" title="Süddeutsche Zeitung">SZ</span>, 28<ins cite="mailto:Wolfgang%20Zängl" datetime="2012-01-30T14:17">.</ins>1.2012). Nach Hintergrundinformationen dürften die bisher bekannten Kosten nur die Spitze des finanziellen Eisberges sein.</p>
<p><strong>Der Klimawandel</strong></p>
<p>Als weiteren Grund seiner Kritik an Garmisch-Partenkirchen nannte DSV-Chef Hörmann den Pisten-Zustand. Eine Fokussierung auf den Touristenskilauf, die die BZB beabsichtigt, hält er für problematisch. Nicht den normalen Skifahrern sollen die Hänge zugute kommen. Denn man müsse sehen, dass der <span style="text-decoration: underline;">gute Zustand des Skigebietes</span> erst durch den Leistungssport ermöglicht worden ist. Nach den getätigten Investitionen in Millionenhöhe – na, wer hats gezahlt? – sei „das Skigebiet ja nicht wiederzuerkennen gewesen“ (Effern, Heiner, Neudecker, Michael, „Das macht die Leute mürben“ in <span class="domtooltips" title="Süddeutsche Zeitung">SZ</span>, 301.2012).</p>
<p>Wie wahr: Über den brachialen <a rel="nofollow" href="http://www.goef.de/Olympische%20Winterspiele%202018?DokuWiki=a54f7180147b61257ad37d47294eb0d5">Ausbau der Kandahar</a> haben wir eine Fotodokumentation mit der Vorgeschichte der Kandahar veröffentlicht.</p>
<p>Die Kritik am Zustand der Pisten durch DSV-Präsident Hörmann geht offenbar in die falsche Richtung. Der Pistenzustand hat globale Gründe &#8211; den Klimawandel:</p>
<p>„Es war zu warm in Garmisch, noch in der vergangenen Woche war die Piste grün. Dann schlug das Wetter um, es wurden Schneekanonen eingesetzt, doch dann spülte der Regen Teile des Kunstschnees wieder weg. Auch deshalb werden die Rennen nicht auf dem für die <span class="domtooltips" title="Weltmeisterschaft">WM</span> neu gebauten Abschnitt mit dem spektakulären „Freien Fall“ ausgetragen, sondern auf der alten Strecke“ (Höb, Christian, Neudecker, Michael, „Sie wollen uns hier einfach nicht haben“, in <span class="domtooltips" title="Süddeutsche Zeitung">SZ</span>, 281.2012). Mit einem Gefälle von 90 % ist der sogenannte &#8220;Freie Fall&#8221; die steilste Stelle im gesamten Weltcup. Für diesen Pistenabschnitt wurde sogar gesetzlich ausgewiesener Schutzwald gerodet. Aber nicht nur Skifahrer kommen hier schnell runter. Auch der Hang selbst ist rutschgefährdet.</p>
<p>Die schnellen Wechsel zwischen Starkschneefällen und Tauwetter sind bereits Folgen des <a rel="nofollow" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/klimawandel/">Klimawandels</a>. Diese Folgen werden sich von Jahr zu Jahr verstärken. Der IPCC-„Sonderbericht Extremwetter“ 2011 (<a title="http://www.ipcc.ch" href="http://www.ipcc.ch/" target="_blank">www.ipcc.ch</a>) sagt eine deutliche weitere Zunahme extremer Wetterlagen voraus.</p>
<p>Kein Ski- und Ski-<span class="domtooltips" title="Weltmeisterschaft">WM</span>-Gebiet bleibt davon verschont.</p>
<p>Das sollte sich Herr Hörmann klarmachen, bevor er auch am Jenner und anderen Berghängen der Mittelgebirge und Alpen den <span class="domtooltips" title="Weltmeisterschaft">WM</span>-tauglichen Ausbau mit massiven ökologischen und ökonomischen Schäden fordert.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Olympische Jugend-Verführungen</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 15:57:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Zängl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[19.1.2012, aktualisiert 25.1.2012

Warum Olympische Jugendspiele?
Im Juli 2007 beschlossen die IOC-Mitglieder bei ihrer Session in Guatemala auf Vorschlag von Jacques Rogge einstimmig eine Jugendversion der Olympischen Spiele. Bei den Olympischen Sommer-Jugendspielen sollen maximal 3500 Jungsportler und 875 Betreuer mitmachen, bei den Olympischen Winter-Jugendspielen 1000 Jungsportler und 500 Betreuer.
Die ersten Olympischen Jugend-Sommerspiele fanden 2010 <a href="http://www.nolympia.de/2012/01/olympische-jugend-verfuhrungen/" class="read_more">... weiterlesen >></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>19.1.2012, aktualisiert 25.1.2012<em><strong><br />
</strong></em></p>
<p><em><strong>Warum Olympische Jugendspiele?</strong></em><br />
Im Juli 2007 beschlossen die <span class="domtooltips" title="International Olympic Committee">IOC</span>-Mitglieder bei ihrer Session in Guatemala auf Vorschlag von Jacques Rogge einstimmig eine Jugendversion der Olympischen Spiele. Bei den Olympischen Sommer-Jugendspielen sollen maximal 3500 Jungsportler und 875 Betreuer mitmachen, bei den Olympischen Winter-Jugendspielen 1000 Jungsportler und 500 Betreuer.<br />
Die ersten Olympischen Jugend-Sommerspiele fanden 2010 in Singapur statt, die ersten Olympischen Jugend-Winterspiele 2012 in Innsbruck/Österreich. Dann ist 2014 Nanjing/China 2014 dran, und so weiter. Der Dollar/Euro/Rubel rollt. Und die Gelder für die Fernsehrechte fließen, ebenso wie die Sponsorengelder: &#8220;Die Sponsoren waren nicht zu übersehen in Innsbruck&#8230;&#8221; (Hahn, Thomas, Hoffnungsfabrik Innsbruck, in <span class="domtooltips" title="Süddeutsche Zeitung">SZ</span> 24.1.2012).<br />
Die Olympischen Jugendspiele sind ein Lieblingskind des <span class="domtooltips" title="International Olympic Committee">IOC</span>-Präsidenten Jacques Rogge und sollen sich als weitere Cash Cow entwickeln. Sie sollen sich aber auch behaupten gegen <span class="domtooltips" title="International Olympic Committee">IOC</span>-ferne Aktivitäten wie die X-Games, die Ticket-To-Ride-Tour (TTR) etc.<br />
Und sie bieten eine weitere Möglichkeit für das <span class="domtooltips" title="International Olympic Committee">IOC</span>, “um abgelehnte Bewerberstädte für Olympische Sommerspiele und Winterspiele zu vertrösten” (Michalek 15.1.2012).<br />
Dabei birgt diese neue <span class="domtooltips" title="International Olympic Committee">IOC</span>-Spezialität für die jungen Sportler vielfältige Gefahren, nicht zuletzt &#8220;eine immer frühere Ausrichtung der jugendlichen Athleten auf Großereignisse und Spitzenergebnisse&#8221; (Bauer 23.1.2012). Auch hier gibt es &#8211; aus gutem Grund &#8211; Dopingkontrollen.</p>
<p><em><strong>Die Kosten trägt der Steuerzahler</strong></em><br />
Vom 13. bis 22. 1.2012, also zehn Tage lang, kämpfen in Innsbruck 1000 Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren aus 70 Nationen in sieben Sportarten und 15 Disziplinen um Medaillen.<br />
Die Kosten der ersten Olympischen Sommer-Jugendspiele 2010 in Singapur lagen bei hohen 220 Millionen Dollar. 23,7 Millionen Euro kosteten die ersten Olympischen Winter-Jugendspiele: mit einem Minus von acht Millionen Euro wird gerechnet. &#8220;Doch auch die bescheidene Variante finden in Tirol nicht alle toll, <span style="font-weight: bold;">auch weil einigen Sportvereinen Fördermittel gestrichen wurden, um die Spiele finanzieren zu können</span>&#8221; (Rüthenauer 13.1.2012; Hervorhebung W.Z.).<br />
Der Veranstalter Innsbruck, das Land Tirol und der Bund haben die Hauptkosten zu tragen: Sie zahlen je fünf Millionen Euro. Dazu kommen Sponsoren. Das <span class="domtooltips" title="International Olympic Committee">IOC</span> trägt gerade sechs Millionen Euro bei (Krutzler 13.1.2012) „Das <span class="domtooltips" title="International Olympic Committee">IOC</span> muss nur für Kost, Logis und Fahrtkosten der Sportler und Betreuer aufkommen“ (Michalek 15.1.2012).<br />
Bei Olympischen Jugendspielen wird aber der selbe Trick wie bei normalen Olympischen Spielen angewendet: Es gibt ein Durchführungsbudget und ein (nicht darin enthaltenes) Infrastrukturbudget. Zu letzterem gehören u. a. ein Wohnkomplex mit 444 Wohnungen, ein Freestyle-Zentrum mit permanenter Halfpipe in Kuhtai, eine 108-Meter-Schanze und eine 75-Meter-Schanze in Seefeld, ein neues Nordisches Zentrum mit Langlauf- und Biathlon-Anlage für 4,4 Millionen Euro (Krutzler 13.1.2012).</p>
<p><span style="font-style: italic; font-weight: bold;">Sponsor McDonald’s</span><span style="font-style: italic; font-weight: bold;"><br />
</span>Am 13.1.2012 wurden in Innsbruck die ersten Olympischen Jugend-Winterspiele eröffnet. Und am 13.1.2012 verkündete der Fastfood-Konzern und <span class="domtooltips" title="The Olympic Partner">TOP</span>-Sponsor McDonald&#8217;s die Verlängerung des Sponsorenvertrages mit dem <span class="domtooltips" title="International Olympic Committee">IOC</span> bis 2020. Geschätzter Geschäftsumfang: 200 Millionen Dollar (Rüthenauer 13.1.2012). <span class="domtooltips" title="International Olympic Committee">IOC</span>-Präsident Jacques Rogge spazierte persönlich mit dem Präsidenten von McDonald&#8217;s, Don Thompson, in ein McDonald&#8217;s-Fastfood-Restaurant, um sich zu einem Werbetermin mit den Konzernabgeordneten zu treffen und den Deal pressewirksam zu verkündigen (Heinrich 13.1.2012).<br />
Das <span class="domtooltips" title="International Olympic Committee">IOC</span> braucht Geld, und das <span class="domtooltips" title="International Olympic Committee">IOC</span> braucht die Jugend. Also verjüngt man das Geschäftsmodell und &#8220;hat in Innsbruck ein Erziehungslager für heranwachsende Athleten organisiert&#8221; (Rosner 13.1.2012). Hier werden die Jugendlichen auch mit den olympischen Werten versorgt: Dazu gehört auch Fastfood von McDonald&#8217;s und Süßgetränke von Coca-Cola.</p>
<p><span style="font-style: italic; font-weight: bold;">Schwere Bobs</span><span style="font-style: italic; font-weight: bold;"><br />
</span>Da das neue Geschäftsmodell Olympische Jugend-Winterspiele recht überstürzt entwickelt wurde, müssen die 17- bis 18-jährigen Bobfahrer in den schweren Erwachsenenbobs starten, die 170 Kilogramm und mehr wiegen, das macht mit Piloten 360 Kilogramm. Leichtere Bobs hätten mehr als die 40.000 Euro gekostet, die ein schwerer Bob kostet. „Normal brauchen wir einen anderen Schlitten“, sagte Thomas Schwab vom Bob- und Schlittenverband Deutschland BSD (Kreisl&nbsp; 5.10.2011). Die Jugendlichen werden also in den schweren Zweierbobs mit bis zu 130 km/h zu Tal rasen. Dabei haben einige erst vor wenigen Wochen angefangen, Bob zu fahren (Michalek 15.1.2012).<br />
&#8220;Unbedingt wollte der Bob-Weltverband FIBT unter seiner mittlerweile abgelösten Führung ein Jugend-Olympiarennen haben &#8211; obwohl viele Experten dagegen waren, denn als der Olympiawettkampf beschlossen wurde, da hatte er noch gar keine Jugendlichen&#8221; (Kreisl 20.1.2012). Deshalb schrieb Volker Kreisl schon im Oktober 2011: „Die Idee, Schüler in Erwachsenenbobs fahren zu lassen, gilt als Schnapsidee” (Kreisl <span class="domtooltips" title="Süddeutsche Zeitung">SZ</span> 5.10.2011).<br />
<span style="font-style: italic;">Schon für erwachsene Bobfahrer erweisen sich die Rennen als sehr gefährlich, siehe den Tod des georgischen Rodlers in Vancouver 2010. Wieso wird eine so gefährliche Sportart für so junge Menschen zugelassen?</span></p>
<p><strong><em>Alte und junge Zeremonien</em></strong><br />
Volker Kreisl schrieb in der <span class="domtooltips" title="Süddeutsche Zeitung">SZ</span>, dass Innsbruck ein Elitetreff ist, &#8220;der so tut, als ob er nicht spitze ist&#8230; Medaillen werden zwar mit Hymne und allem drum und dran überreicht, aber, zumindest offiziell, nicht gezählt.&#8221; Es bestünde die Gefahr, dass das junge Olympia nur ein Ableger dessen sei, &#8220;was das alte längst ist: ein Theater&#8221; (Kreisl 13.1.2012).<br />
Marc Heinrich schrieb in der FAZ: &#8220;Doch die Frischzellenkur ist in sich noch längst nicht schlüssig, denn sie verzichtet eben nicht auf all die Insignien des großen Sports. Es wird Siegertreppchen geben, Nationalhymnen erklingen für die Gewinner, Fahnen werden gehisst &#8211; und ohne Dopingproben geht es selbstverständlich auch bei den Teenagern schon nicht mehr. Nur auf den Medaillenspiegel wird verzichtet. zumindest offiziell&#8221; (Heinrich 13.1.2012).<br />
Zu den Medaillen äußerte der &#8220;Chef de Mission&#8221;, Ulf Tippelt: &#8220;Wir wollen kein Medaillenzählen veranstalten&#8221;, um sogleich zu ergänzen: &#8220;Natürlich geht es um Bestleistungen, natürlich kämpfen die Sportler um Medaillen.&#8221; Und: &#8220;Die olympischen Jugendspiele sind ein wichtiger Schritt auf der Leiter eines Spitzensportlers&#8221; (Rüthenauer 13.1.2012).<br />
Der Saarbrücker Profesor für Sportökonomie, Eike Emrich hat den Verdacht, &#8220;dass das <span class="domtooltips" title="International Olympic Committee">IOC</span> über die Jugendspiele eigentlich versucht, anschlussfähig zu bleiben gegenüber der Jugend der Welt. Es geht ja um künftige Märkte. Man muss neue Sportarten gerieren. Und man muss auch seinen eigenen Nachwuchs und seine Anhängerschaft produzieren.&#8221; Emrich zufolge sind &#8220;die betreuenden Systeme außerhalb der Vereine wichtiger geworden (.) als die Athleten selbst. Extrem formuliert: Der Athlet dient nur noch als Mittel zum Zweck der Aufrechterhaltung eines Fördersystems&#8221; (Hahn 13.1.2012).</p>
<p>Vergleiche auch im Kritischen Olympischen Lexikon: <a href="http://www.nolympia.de/kritisches-olympisches-lexikon/olympische-jugendspiele/">Olympische Jugendspiele</a></p>
<p><em>Quellen:</em><br />
Bauer, Florian, &#8220;Olympische Verjüngungskur&#8221;, in wdr.de 23.1.2012<br />
Hahn, Thomas<br />
- Balanceakt mit Werten, in <span class="domtooltips" title="Süddeutsche Zeitung">SZ</span> 13.1.2012<br />
- Unter die Ringe gekommen, in <span class="domtooltips" title="Süddeutsche Zeitung">SZ</span> 16.1.2012<br />
- Im Namen des Vaters, in <span class="domtooltips" title="Süddeutsche Zeitung">SZ</span> 17.1.2012<br />
- Olympische Worte, in <span class="domtooltips" title="Süddeutsche Zeitung">SZ</span>&nbsp; 18.1.2012<br />
Hecker, Arno, Crashcurs für Bob-Novizen, in faz.net 16.11.2011).<br />
Heinrich, Marc, Frühstück mit Rogge: Junge Küche, volle Kasse, in faz-net 13.1.2012<br />
Köhn, Rüdiger, Burger für Olympia, in faz.net 13.1.2012<br />
Kreisl, Volker<br />
- Experiment im Eiskanal, in <span class="domtooltips" title="Süddeutsche Zeitung">SZ</span> 5.10.2011<br />
- Theater mit doppeltem Boden, in <span class="domtooltips" title="Süddeutsche Zeitung">SZ</span> 13.1.2012<br />
- ABC lernen bei Tempo 130, in <span class="domtooltips" title="Süddeutsche Zeitung">SZ</span> 20.1.2012<br />
Krutzler, David, Spiele der Jugend, Symbolik der Sparflamme, in Der Standard 13.1.2012<br />
Michalek, Gerd, Kleines Olympia – Was steckt hinter der Idee von Jugendspielen? in dradio.-de 15.1.2012<br />
Rosner, Simon, McOlympia in Innsbruck, in wienerzeitung.at 13.1.2012<br />
Rüthenauer Andreas, Mitmachzirkus für die Kleinen, in taz.de 13.1.2012</p>
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		<item>
		<title>Kein Wedeln im Klimawandel:  Audi FIS Ski Welt-Cup 2012 in München fiel ins Wasser</title>
		<link>http://www.nolympia.de/2012/01/kein-wedeln-im-klimawandel-audi-fis-ski-welt-cup-in-munchen-fiel-ins-wasser/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 14:15:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>yw</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 1. Januar 2012 sollte im Münchner Olympiapark wieder der „Audi FIS Ski World Cup“ am Großen Schuttberg stattfinden – mit 200 Meter Streckenlänge!
Bereits am 24.12.2011 war die Veranstaltung abgesagt worden. Grund: Schneemangel, warmes Wetter und Regen.
&#160;

&#160;
Wegen zu hoher Temperaturen konnte nicht ausreichend beschneit werden, denn für Kunstschnee braucht es Minusgrade. <a href="http://www.nolympia.de/2012/01/kein-wedeln-im-klimawandel-audi-fis-ski-welt-cup-in-munchen-fiel-ins-wasser/" class="read_more">... weiterlesen >></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="nofollow" href="../2011/12/kritisches-olympisches-lexikon/havelange-joao/">Am 1. </a><a rel="nofollow" title="Januar 2012" href="../2011/12/chronologie/januar-2012/">Januar 2012</a> sollte im Münchner Olympiapark wieder der „Audi FIS Ski World Cup“ am Großen Schuttberg stattfinden – mit 200 Meter Streckenlänge!</p>
<div id="attachment_4941" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://www.nolympia.de/wp-content/uploads/10-1240.jpg"><img class="size-full wp-image-4941 " title="© Sammlung Gesellschaft für ökologische Forschung / Oswald Baumeister" src="http://www.nolympia.de/wp-content/uploads/10-1240.jpg" alt="" height="300" width="450"></a><p class="wp-caption-text">1.1.2012</p></div>
<p>Bereits am 24.12.2011 war die Veranstaltung abgesagt worden. Grund: Schneemangel, warmes Wetter und Regen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.nolympia.de/wp-content/uploads/10-1241.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-4942" title="© Sammlung Gesellschaft für ökologische Forschung / Oswald Baumeister" src="http://www.nolympia.de/wp-content/uploads/10-1241.jpg" alt="" height="300" width="450"></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wegen zu hoher Temperaturen konnte nicht ausreichend beschneit werden, denn für Kunstschnee braucht es Minusgrade. Auch Schneetransporte haben nichts geholfen. Die Pistenraupe auf dem Schneerest wirkt wie ein Denkmal verlorener Schlachten.</p>
<p>Auf der Webseite der Veranstalter heißt es dazu: „Wir mussten den Kampf aufgeben. Gegen die warme Witterung und die für uns schlechten Aussichten haben wir einfach keine Chance mehr eine wettkampftaugliche Strecke nach internationalem Standard herzustellen.“</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.nolympia.de/wp-content/uploads/10-1239.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-4938" title="© Sammlung Gesellschaft für ökologische Forschung / Sylvia Hamberger" src="http://www.nolympia.de/wp-content/uploads/10-1239.jpg" alt="" height="300" width="450"></a></p>
<p>Bereits ab Mitte Dezember 2011 galt die Veranstaltung als stark gefährdet. Da war der Olympiasee aber schon abgelassen und die Tribünen aufgebaut. Die entstandenen Kosten von ca. 1 Million Euro übernimmt die Versicherung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.nolympia.de/wp-content/uploads/10-1233.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-4939" title=" © Sammlung Gesellschaft für ökologische Forschung / Sylvia Hamberger" src="http://www.nolympia.de/wp-content/uploads/10-1233.jpg" alt="" height="300" width="450"></a></p>
<p>Als letzte Lösung wurde noch (vermutlich mit Reifenabrieb, Kerosin und Enteisungsmitteln verunreinigter) <a rel="nofollow" title="Schnee" href="../grunde-gegen-olympia-2018/schnee-oder-nicht-schnee/">Schnee</a> vom Münchner Flughafen geholt. Auch das half nichts &#8211; er taute.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.nolympia.de/wp-content/uploads/10-1235.jpg"><img class="aligncenter" title="© Sammlung Gesellschaft für ökologische Forschung / Sylvia Hamberger" src="http://www.nolympia.de/wp-content/uploads/10-1235.jpg" alt="" height="300" width="450"></a></p>
<p>„Wir sind alle sehr enttäuscht“, sagte Ralph Huber, Geschäftsführer der Olympiapark München GmbH, „monatelange Vorbereitungen … fallen nun Umständen zum Opfer, gegen die wir einfach machtlos sind“ (skiweltcup-muenchen.de).</p>
<p>Diese sogenannten „Umstände“ sind aber kein Zufall:</p>
<p style="text-align: center;">Man nennt sie Klimawandel.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.nolympia.de/wp-content/uploads/10-1242.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-4943" title="© Sammlung Gesellschaft für ökologische Forschung / Oswald Baumeister" src="http://www.nolympia.de/wp-content/uploads/10-1242.jpg" alt="" height="300" width="450"></a></p>
<p>&nbsp;Vergleiche auch: <a href="http://www.nolympia.de/2011/12/ski-laufen-und-ski-rennen-im-klimawandel/">Ski-Laufen und -Rennen im Klimawandel</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.nolympia.de/2012/01/kein-wedeln-im-klimawandel-audi-fis-ski-welt-cup-in-munchen-fiel-ins-wasser/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>London 2012: Olympische Militär-Sommerspiele</title>
		<link>http://www.nolympia.de/2011/12/london-2012-olympische-militar-sommerspiele/</link>
		<comments>http://www.nolympia.de/2011/12/london-2012-olympische-militar-sommerspiele/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 20 Dec 2011 10:18:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Zängl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nolympia.de/?p=4932</guid>
		<description><![CDATA[20.12.2011, aktualisiert 17.1.2012
Die Sicherheitskosten für Olympische Winterspiele
Die Sicherheitskosten für die Olympische Sicherheit bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver sollten bei unter 200 Millionen Kanadischer Dollar liegen. Die endgültigen Kosten lagen dann je nach Berechnungen bei über 700 Millionen Kanadischer Dollar (rund 500 Millionen Euro).
Und was gab die Bewerbungsgesellschaft München 2018 als <a href="http://www.nolympia.de/2011/12/london-2012-olympische-militar-sommerspiele/" class="read_more">... weiterlesen >></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>20.12.2011, aktualisiert 17.1.2012<br />
<strong><em>Die Sicherheitskosten für Olympische Winterspiele<br />
</em></strong>Die Sicherheitskosten für die Olympische <a rel="nofollow" title="Sicherheit" href="../grunde-gegen-olympia-2018/sicherheitsmassnahmen-gegen-burgerrechte/">Sicherheit</a> bei den Olympischen Winterspielen 2010 in <a rel="nofollow" title="Vancouver" href="../grunde-gegen-olympia-2018/vancouver/">Vancouver</a> sollten bei unter 200 Millionen Kanadischer Dollar liegen. Die endgültigen Kosten lagen dann je nach Berechnungen bei über 700 Millionen Kanadischer Dollar (rund 500 Millionen Euro).</p>
<p>Und was gab die Bewerbungsgesellschaft <strong>München 2018</strong> als Kosten für <a rel="nofollow" title="Sicherheit" href="../grunde-gegen-olympia-2018/sicherheitsmassnahmen-gegen-burgerrechte/">Sicherheit</a> an? 33 Millionen Euro – für die privaten Sicherheitskräfte in den Stadien. Denn Polizei, Grenzschutz und Militär “werden ja sowieso bezahlt”, so die offizielle Begründung der absurd niedrigen Summe.<br />
<strong>Auch aus diesem Grund können wir froh sein, dass München 2018 nicht stattfindet.</strong><br />
Siehe auch <a rel="nofollow" href="../2011/11/was-kostet-die-olympische-sicherheit/" rel="nofollow">hier.</a></p>
<p><strong><em>Die Sicherheitskosten für London 2012</em></strong><br />
Die Vergabe der Olympischen Sommerspiele 2012 durch das <span class="domtooltips" title="International Olympic Committee">IOC</span> an London erfolgte am 6.7.2005: genau einen Tag vor den verheerenden islamistischen Anschlägen auf die Londoner Verkehrsbetriebe mit 52 Toten (Leithäuser 12.1.2012).<br />
Die Schätzungen für die Sicherheitskosten der Olympischen Sommerspiele in London 2012 begannen bei 213 Millionen Pfund (etwa 250 Millionen Euro). Dann stiegen die Kosten zunächst auf 600 Millionen Pfund (etwa 705 Millionen Euro).  Doch nun reichte dem Organisationskomitee die Zahl von 10.000 Sicherheitsleuten nicht mehr: Das LOCOG forderte noch zusätzlich 6000 Soldaten an. Allein diese Aufstockung kostet weitere 100 Millionen Pfund. Der Stand Anfang November 2011: “Alles zusammen könnte die Veranstaltung auf über eine Milliarde Pfund (über 1175 Millionen Euro; W.Z.) steigen” (Soldaten für Olympia, in <span class="domtooltips" title="Süddeutsche Zeitung">SZ</span> 5.11.2011).<br />
Anfang Dezember lagen die Kosten für <a rel="nofollow" title="Sicherheit" href="../grunde-gegen-olympia-2018/sicherheitsmassnahmen-gegen-burgerrechte/">Sicherheit</a> von London 2012 schon bei 1,1 Milliarden Pfund (ca. 1,3 Milliarden Euro) (telegraph.co 5.12.2011; Kirka 5.12.2011).</p>
<p>London 2012 erwartet 15.000 Athleten und 20.000 akkreditierte Journalisten, dazu die zahllosen Sportfunktionäre und die unzählige &#8220;Olympische Familie&#8221; &#8211; bar jeder Familienplanung. Die Sicherheitsfrage treibt merkwürdige Blüten: &#8220;So soll es britischen Polizisten gelungen sein, erfolgreich eine Bombenattrappe auf das Olympiagelände zu schmuggeln&#8221; (Polizei schmuggelt Bombenattrappe auf Olympiagelände, in spiegelonline 9.1.2012).<br />
<a rel="nofollow" href="../2011/11/was-kostet-die-olympische-sicherheit/" rel="nofollow"><br />
</a><strong><em>Olympischer Militäreinsatz</em></strong><br />
Nicht nur wegen der zahlreich teilnehmenden <a rel="nofollow" href="http://www.nolympia.de/kritisches-olympisches-lexikon/sportsoldaten/">Sportsoldaten</a> kann man von Militärfestspielen sprechen. Das Sicherheitspersonal wurde Mitte <a title="November 2011" href="../chronologie/november-2011/">November 2011</a> auf 21.000 Personen erhöht. Anfang Dezember 2011 war schon von insgesamt 23.700 Sicherheitskräften die Rede. In der Pressemitteilung des Britischen Verteidigungsministeriums vom 15.12.2011 wurden aufgeführt: insgesamt 13.500 Militärkräfte, davon 5000 zur Unterstützung der Polizei und ziviler Stellen, 1000 zur logistischen Unterstützung, 3.500 bis 7.500, um die Wettkampfstätten abzusichern, weitere Kräfte für die diversen Events. Dazu muss die Überwachung von Luftraum, Wasser und anderer Bereiche – und 150 Wettkampf- und Trainingsstätten &#8211; gewährleistet sein (sueddeutsche.de 1.12.2011;  sueddeutsche.de 15.12.2011; Britisches Verteidigungsministerium PM 194/2011, 15.12.2011).<br />
Im Januar 2012 hat sich die Zahl der Sicherheitskräfte auf 35.500 gesteigert: 13.500 Militärs, 10.000 Sicherheitskräfte und 12.000 Polizisten (Leithäuser  12.1.2012; Wilson 11.1.2012).<br />
Auf die Frage des <span style="font-style: italic;">Spiegel</span>, warum das LOCOG im Sommer 2011 lediglich 10.000 Sicherheitskräfte angegeben habe, antwortete der Leiter des LOCOG, Sebastian Coe, das LOCOG hätte zu diesem Zeitpunkt &#8220;lediglich die Zahl derer angegeben, die direkt für die Sicherheit der olympischen Veranstaltungen benötigt werden. Erst seit wir im Detail kalkulieren können,  &#8230; arbeiten wir mit den höheren Zahlen&#8221; (Hacke 9.1.2012).<br />
<span style="font-style: italic;">Auch so ein olympischer Trick &#8211; wie schon bei München 2018 praktiziert: Zunächst wird nur das  private Sicherheitspersonal für die Stadien und Wettbewerbe benannt, und dann darf der Staat alles zur Verfügung stellen, was er aufbieten kann.</span><br />
Dazu sollen inzwischen auch noch Boden-Luft-Raketen für die Olympische <a rel="nofollow" title="Sicherheit" href="../grunde-gegen-olympia-2018/sicherheitsmassnahmen-gegen-burgerrechte/">Sicherheit</a> sorgen (merkur-online.de 14.11.2011).</p>
<p>Der Flugzeugträger <span style="font-style: italic;">HMS Ocean</span>, das größte Schiff der Royal Navy, soll die <a rel="nofollow" title="Sicherheit" href="../grunde-gegen-olympia-2018/sicherheitsmassnahmen-gegen-burgerrechte/">Sicherheit</a> des Luftraums mit Typhoon-Jets (Eurofighter) und Hubschraubern (Lynx- und Puma HC1-Hubschrauber) gewährleisten, das Flaggschiff der Royal Navy, die <span style="font-style: italic;">HMS Bulwark</span>, soll die Segelwettbewerbe absichern. Das britische Verteidigungsministerium bemerkte, dass sich London 2012 auf einem ähnlichen Militär-Niveau bewegen würde wie bei vergangenen Olympischen Spielen (Gardham 15.12.2011). Ein  Zerstörer der Royal Navy  wird auf der Themse stationiert (Leithäuser 12.1.2012).<br />
<span style="font-style: italic;">Der Sprecher kann sich hierbei nur auf die Olympischen Sommerspiele </span><a rel="nofollow" style="font-style: italic;" title="2008" href="../chronologie/aktuelle_bewerbung_2008/">2008</a><span style="font-style: italic;"> in Peking bezogen haben!</span></p>
<p>Die USA bringen 1000 eigene Sicherheitsbeamte nach London mit, darunter 500 FBI-Agenten <a rel="nofollow" href="http://www.gamesbids.com/">(www.gamesbids.com 14.11.2011</a>; welt.de 14.11.2011). Präsident  Obama will die Spiele besuchen. Der Guardian erinnerte in diesem Zusammenhang an den Besuch von Präsident George Bush im Jahr 2003, der die Stadt London offiziell über vier Millionen Pfund gekostet hat, obwohl Bush seine eigene bombensichere Limousine mitgebracht hatte. Der Guardian fragte in diesem Zusammenhang: “… wenn sie Hamburger essen und Cadillac fahren wollen und vom FBI bewacht werden möchten, sollten sie vielleicht besser zuhause bleiben”  (Guardian 14.11.2011; weltonline 14.11.2011; merkur-online 14.11.2011; <span class="domtooltips" title="Süddeutsche Zeitung">SZ</span> 15.11.2011).</p>
<p>Dazu kommen auch noch die britischen Polizeieinsatzkräfte. Ein Sprecher der Metropolitan Police äußerte, dass London 2012 der größte Einsatz der britischen Polizei in Friedenszeiten sein werde. Der Sprecher des Verteidigungsministeriums führte dazu aus, der Regierung sei klar, dass es sich um ein <a rel="nofollow" title="Sport" href="../kritisches-olympisches-lexikon/sport/">Sport</a>- und Kultur-<a rel="nofollow" title="Event" href="../kritisches-olympisches-lexikon/event/">Event</a> handle – und nicht um ein Sicherheits-<a rel="nofollow" title="Event" href="../kritisches-olympisches-lexikon/event/">Event</a> (Britisches Verteidigungsministerium PM 194/2011, 15.12.2011). Sebastian Coe sah sich deswegen zu der Aussage verpflichtet: &#8220;Niemand soll das Gefühl bekommen, er sei in einer Hochsicherheitszone gelandet&#8221; (Hacke 9.1.2012).<br />
<span style="font-style: italic;">Aber natürlich werden sich alle Besucher, Sportler, Funktionäre samt der olympischen &#8220;Familie&#8221; in einer Hochsicherheitszone befinden. Wie soll man diese denn anders nennen?</span><br style="font-style: italic;" /><span style="font-style: italic;">Natürlich sind </span><a rel="nofollow" style="font-style: italic;" title="Olympische Spiele" href="../kritisches-olympisches-lexikon/olympische-spiele/">Olympische Spiele</a><span style="font-style: italic;"> inzwischen ein </span><a rel="nofollow" style="font-style: italic;" title="Event" href="../kritisches-olympisches-lexikon/event/">Event</a><span style="font-style: italic;"> mit höchsten Sicherheitsstandards und nur in zweiter Linie ein Sportevent. Man muss feststellen, dass bei heutigen Olympischen Sommer- und Winterspielen ein militärisches und polizeiliches Aufgebot ohnegleichen zum Einsatz kommt, sodass die Wettkampfstätten zu Hochsicherheitstrakten werden. Dazu werden Überwachungstechniken und -praktiken eingesetzt, welche die zivilen Rechte der Bürger entscheidend einengen und beschneiden. Deshalb kann man Olympischen Spiele nicht als friedlich oder völkerverbindend darzustellen, wie es das </span><a rel="nofollow" style="font-style: italic;" title="IOC" href="../kritisches-olympisches-lexikon/ioc/"><span class="domtooltips" title="International Olympic Committee">IOC</span></a><span style="font-style: italic;"> und der </span><a rel="nofollow" style="font-style: italic;" title="DOSB" href="../kritisches-olympisches-lexikon/dosb/"><span class="domtooltips" title="Deutscher Olympischer Sportbund">DOSB</span></a><span style="font-style: italic;"> weiterhin tun.<br />
Die Gleichung </span><a rel="nofollow" style="font-style: italic;" title="Olympische Spiele" href="../kritisches-olympisches-lexikon/olympische-spiele/">Olympische Spiele</a><span style="font-style: italic;"> = Militärfestspiele stimmt weit mehr.<br />
Das gilt auch für andere Sport-Großereignisse wie die Fußball-Weltmeisterschaften. In Rio de Janeiro wurde Mitte November 2011 das Slum Rocinha mit etwa 100.000 Bewohnern von 3000 Sicherheitskräften mit Hubschraubern und Panzern geräumt: aus Gründen der Sicherheit für die Fußball-<span class="domtooltips" title="Weltmeisterschaft">WM</span> 2014 und die Olympischen Sommerspiele 2016.  (businessweek 14.11.2011, gamesbids 14.11.2011).<br />
</span></p>
<p><strong><em>Die Gesamtk</em></strong><em><strong>osten für London 2012</strong></em><br />
Diese Kosten stiegen &#8211; wie bei allen olympischen Spielen &#8211; steil an. Zu Beginn der Planung waren weniger als vier Milliarden Dollar angesetzt: Wenig später rechnete man bereits mit 19 Milliarden Dollar. Die damals zuständige Ministerin Tessa Jowell sagte <a rel="nofollow" title="2008" href="../chronologie/chronologie/aktuelle_bewerbung_2008/" rel="nofollow">2008</a>: „Wenn wir gewusst hätten, was wir heute wissen, hätten wir uns dann um die Spiele beworben? Mit <a rel="nofollow" title="Sicherheit" href="../chronologie/grunde-gegen-olympia-2018/sicherheitsmassnahmen-gegen-burgerrechte/" rel="nofollow">Sicherheit</a> nicht“ (Osborne, Alistair, Tessa Jowell: London 2012 Olympics was a mistake in light of recession, in <em>Telegraph.co.uk</em>, 12.11.<a rel="nofollow" href="../chronologie/aktuelle_bewerbung_2008/" rel="nofollow">2008</a>)<br />
Die 19 Milliarden US-Dollar des Jahres <a rel="nofollow" title="2008" href="../chronologie/aktuelle_bewerbung_2008/">2008</a> sind natürlich längst überholt. Aber auch hier trickst das LOCOG zwischen <span class="domtooltips" title="Organizing Committee of the Olympic Games">OCOG</span>-Budget und Non-<span class="domtooltips" title="Organizing Committee of the Olympic Games">OCOG</span>-Budget. Offiziell liegt das Durchführungsbudget derzeit bei 9,3 Milliarden Pfund; das Non-<span class="domtooltips" title="Organizing Committee of the Olympic Games">OCOG</span>-Budget scheint recht flexibel.<br />
<em>Die Kosten für <a rel="nofollow" title="Sicherheit" href="../grunde-gegen-olympia-2018/sicherheitsmassnahmen-gegen-burgerrechte/">Sicherheit</a> stiegen, wie schon oben erwähnt, von 213 Millionen Pfund auf – derzeit – über eine Milliarde Pfund. Kommentar des britischen Sportministers Hugh Robertson: “We’re just never going to get another moment like this” (&#8220;Wir werden nie mehr einen solchen Augenblick bekommen”; Kirka, Danica, UK auditors warn Olympic budget is on the edge, in Associated Press 5.121011).</em><em></em><br />
<span style="font-style: italic;">Mit dem Moment (drei Wochen) hat Mr. Robertson recht: Aber was für ein teurer Moment!</span></p>
<p>Kleiner Nebenposten: Die Kosten für das Eröffnungs- und Abschlussspektakel stiegen von 41 auf 81 Millionen Pfund.<em><br />
Man gönnt sich ja sonst nichts!<br />
</em>Die englische Marathon-Weltrekordlerin Paulsa Radcliffe forderte an dieser Stelle, das Geld besser in die Nachwuchsförderung zu stecken. OK-Chef Sebastian Coe verteidigte die Sommerspiele als “weltweit einmalige Werbung für unser Land” und bemerkte dazu, dass vier Milliarden Menschen die Eröffnungsfeier am 27.7.2012 sehen würden.<br />
<em>Das wären mehr als die Hälfte der Erdbevölkerung! Diese in den Raum geworfene Zuschauerzahl wird – wie schon bei früheren Olympischen Spielen – wieder nirgends verifiziert!</em></p>
<p>Der britische Sportminister Robertson hoffte gar, “dass viele Menschen in den kommenden Jahren nach Großbritannien zurückkehren, um hier Geschäfte zu machen oder den <a rel="nofollow" title="Tourismus" href="../grunde-gegen-olympia-2018/entwicklung-des-tourismus/">Tourismus</a> zu beleben” (zeit.de 12.12.2011).<br />
<em>Wenn das mal bloss nicht danebengeht: siehe die Ausschreitungen London 2011!</em></p>
<p>Insgesamt stiegen einige Kostenposten wie folgt:<br />
<a rel="nofollow" style="font-weight: bold;" title="Sicherheit" href="../grunde-gegen-olympia-2018/sicherheitsmassnahmen-gegen-burgerrechte/">Sicherheit</a> von 271 auf 1,1 Milliarden Pfund;<br />
<span style="font-weight: bold;">Eröffnungs- und Abschlusszeremonie</span> von 41 auf 81 Millionen Pfund;<br />
<span style="font-weight: bold;">Landschaftsarchitektur des Olympischen Parks</span> um 18 Millionen Pfund (The Telegraph 5.12.2011).</p>
<p>Dazu kommen die künftigen Unterhaltskosten der olympischen Anlagen, die den britischen Steuerzahler jedes Jahr zig Millionen kosten werden. Die Kosten für den Unterhalt des Olympia-Stadion sind vorerst noch unbekannt, da die Verhandlungen mit Nutzern andauern. Beim Radzentrum wird mit jährlichen Zuschüssen von 300.000 Pfund gerechnet. Und das Schwimmszentrum liegt bei Unterhaltskosten von sieben Millionen Pfund bei vier Millionen Pfund Einnahmen (Magnay 7.12.2011).</p>
<p><span style="font-style: italic; font-weight: bold;">Und keine Begeisterung</span>!<br style="font-style: italic; font-weight: bold;" />Zu allem Überfluss stimmt die Gleichung “mehr olympisches Geld für den Spitzensport = mehr Sportbegeisterung” gerade nicht (wie übrigens auch an anderen olympischen Austragungsorten festgestellt wurde). Damit verfehlte Großbritannien sein Ziel, viel mehr Menschen in den Breitensport zu bringen. Von einer Million zusätzlicher Sporttreibender sprachen die Sportfunktionäre: Gerade einmal 111.000 zählte der Vorsitzende von <a rel="nofollow" title="Sport" href="../kritisches-olympisches-lexikon/sport/">Sport</a> England – und das mit diesem immensen Aufwand (Kelso 8.12.2011). Andere Quellen sprechen sogar von insgesamt rückläufigen Zahlen. Und die Zahl der 16 bis 19jährigen, die mindestens dreimal die Woche <a rel="nofollow" title="Sport" href="../kritisches-olympisches-lexikon/sport/">Sport</a> treiben, ist von 930.400 auf 825.900 gesunken (news.bbc.uk 8.12.2011).<br />
Einen Grund für die sinkende Sportbegeisterung nennt der “Schatten-Sportminister” Clive Efford: “Diese Regierung war vom ersten Tag an ein Desaster für den <a rel="nofollow" title="Sport" href="../kritisches-olympisches-lexikon/sport/">Sport</a> – sie hat <span style="font-weight: bold;">über 60 Prozent der finanziellen Mittel für den Schulsport gestrichen</span>, und das ist nicht der Weg, um die künftige Teilnahme am <a rel="nofollow" title="Sport" href="../kritisches-olympisches-lexikon/sport/">Sport</a> zu erhöhen und ein langlebiges Erbe der Olympischen Spiele zu gewährleisten” (Gibson 8.12.2011; Herborhebung W.Z.).<br />
<span style="font-style: italic;">Das ist nicht verwunderlich: Der Spitzensport entzieht weltweit dem Breitensport die Mittel, und die </span><a rel="nofollow" style="font-style: italic;" title="Bevölkerung" href="../grunde-gegen-olympia-2018/belastungen-fur-bevolkerung/">Bevölkerung</a><span style="font-style: italic;"> wird sportlich abgehängt.</span></p>
<p>Dazu kritisierten britische Medien häufig die Aussicht auf den olympischen VIP-Verkehr: luxuriöse Fahrzeuge der &#8220;Olympischen Familie&#8221; auf speziellen &#8220;Olympic Lanes&#8221; beim ohnehin schon überlasteten Londoner Verkehrssystem (Wilson 11.1.2012).<br />
Mitte Dezember beschloss die Indian Olympic Association, gegen <a rel="nofollow" title="Dow Chemical" href="../kritisches-olympisches-lexikon/dow-chemical/">Dow Chemical</a> als Sponsor von London 2012 beim <a rel="nofollow" title="IOC" href="../kritisches-olympisches-lexikon/ioc/"><span class="domtooltips" title="International Olympic Committee">IOC</span></a> zu protestieren. “Es ist nicht akzeptabel, dass so ein Konzern ein Sponsor von Olympischen Spielen ist. Wir werden die Londoner Organisatoren auffordern, die Sponsorenschaft des Konzerns zu beenden.” Organisationsleiter Sebastian Coe hielt dagegen, er sehe sich in völligem Einklang mit Dow’s Rolle bei London 2012: “I feel comfortable” (The Guardian 15.12.2011).<br />
Vergleiche auch <a rel="nofollow" href="../2011/11/schmutziger-ioc-sponsor-dow-chemical/">hier</a>.</p>
<p>Und die protestierendw Anwohnergruppe <span style="font-style: italic;">Nogoe</span> (No to Greenwich Olympic Equestrian Event) kämpft gegen Reiten und modernen Fünfkampf im 600 Jahre alten Greenwich Park, ein Unsesco-Kultuererbe, wo auf 73 Hektar ein Reitstadion mit Arena, Abreiteplätzen, Ställen, Zeltstadt und einer Geländestrecke entstehen soll. Viele Bäume müssen radikal zurückgestutzt werden. Aus veranschlagten sechs Millionen Pfund wurden 43 &#8211; etwa 51c  Millionen Euro. Um auf dem hügeligen Gelände eine ebene Reitfläche zu bekommen, stehen Arena und Trainigsplätze auif 2100 Eisenstelzen. Nach den gesetzlichen Bestimmungen sind nur 20.000 Besucher im Greenwich Park erlaubt. LOCOG hatte im Dezember 2011 bereits 50.000 Karten für den &#8220;Geländetag&#8221; verkauft; nun soll auf 70.000 erhöht werden (Pochhammer 27.12.2011).<br />
Für 14 Tage olympische Party!</p>
<p><span style="font-style: italic;">Quellen:</span><br />
Brasileiro, Adriana, Ragir, Alexander, Rio Police Seize Biggest Slum in Pre-Olympics Safety Drive, in <a rel="nofollow" href="http://www.businessweek.com/">www.businessweek.com</a> 14.11.2011<br />
FBI soll US-Athleten  bei Olympia 2012 schützen, in welt.de 14.11.2011<br />
Gardham, Duncan, Military to help out with Olympic 2012 security, in The Telegraph 15.12.2011<br />
Gibson, Owen, <a rel="nofollow" title="Sport" href="../kritisches-olympisches-lexikon/sport/">Sport</a> participation numbers fall despite Olympic legacy promises, in The Guardian 8.12.2011<br />
Hacke, Detlef, &#8220;Eine kreative Stadt&#8221;, in Der Spiegel 2/9.1.2012<br />
Indian Olymic Association to complain to <a rel="nofollow" title="IOC" href="../kritisches-olympisches-lexikon/ioc/"><span class="domtooltips" title="International Olympic Committee">IOC</span></a> over Dow sponsorship, in The Guardian 15.12.2011<br />
Kelso, Paul, London 2012 Olympics: <a rel="nofollow" title="Sport" href="../kritisches-olympisches-lexikon/sport/">Sport</a> England to miss legacy target as Games fail to inspire youngsters, in The Telegraph 8.12.2011<br />
Kirka, Danica, UK auditors warn Olympic budget is on the edge, in Associated Press 5.12.2011<br />
Leithäuser, Johannes, Ein Kriegsschiff für Olympia? in faz.net 12.1.2012<br />
London 2012 Olympics: how the costs of delivering the Games have changed, in telegraph.co 5.12.2011<br />
London 2012 legacy targets dealt blow as youth participation falls, in news.bbc.uk 8.12.2011<br />
London 2012: Coe verteidigt Kosten-Steigerung, in zeit.de 12.12.2011<br />
Magnay, Jacquelin, London 2012  Olympics: Olympic Park venues will cost taxpayers millions every year to maintain, in The Telegraph 7.212.2011<br />
Menden, Alexander, Lasst alle Glocken läuten, in <span class="domtooltips" title="Süddeutsche Zeitung">SZ</span> 5.11.2011<br />
Military Support to 2012 Olympic Games announced, Britisches Verteidigungsministerium PM 194/2011, 15.12.2011<br />
Olympia 2012: Boden-Luft-Raketen für Sicherheit in merkur-online.de 14.11.2011<br />
Olympia – 2012: Olympia-Sicherheitsbudget könnte sich verdoppeln, in sueddeutsche.de 1.12.2011<br />
Olympia – London: Soldaten und Kriegsschiffe sichern Olympia 2012, in sueddeutsche.de 15.12.2011<br />
Olympische Winterspiele 2014: Kein Kostenanstieg, in <span class="domtooltips" title="Süddeutsche Zeitung">SZ</span> 15.9.2011<br />
Pochhammer, Gabriele, Über Eichenlaub und Fallgruben, in <span class="domtooltips" title="Süddeutsche Zeitung">SZ</span> 27.12.2011<br />
Security Concerns – Rio 2016, London 2012, <a rel="nofollow" href="http://www.gamesbids.com/">www.gamesbids.com</a> 14.11.2011<br />
Soldaten für Olympia, in <span class="domtooltips" title="Süddeutsche Zeitung">SZ</span> 5.11.2011<br />
USA will FBI schicken, in <span class="domtooltips" title="Süddeutsche Zeitung">SZ</span> 15.11.2011<br />
Williams, Richard, Homeland security should be foreign concept for London Olympics, in guardian.co.uk 14.11.2011<br />
Wilson, Stephen, USOC to resume talks with <span class="domtooltips" title="International Olympic Committee">IOC</span>; 2022 bid on hold, in AP 11.1.2012</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ski-Laufen und -Rennen im Klimawandel</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 10:55:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>yw</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerentscheid GAP]]></category>

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		<description><![CDATA[16.12.2011, aktualisiert 4.1.2012
Klimaerwärmung und Skirennen
Die Klimaerwärmung zeigt sich auch und gerade in den Skigebieten und bei den Skirennen. Im November 2011 schneite es in weiten Bereichen der Alpen nicht, und auch für Kunstschnee war es bis in den Dezember hinein zu warm.
Laut Deutschem Wetterdienst war es seit 1901 nicht so warm und <a href="http://www.nolympia.de/2011/12/ski-laufen-und-ski-rennen-im-klimawandel/" class="read_more">... weiterlesen >></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong style="font-weight: normal;"><em></em></strong>16.12.2011, aktualisiert 4.1.2012</p>
<p style="font-style: italic; font-weight: bold;">Klimaerwärmung und Skirennen</p>
<p>Die Klimaerwärmung zeigt sich auch und gerade in den Skigebieten und bei den Skirennen. Im November 2011 schneite es in weiten Bereichen der Alpen nicht, und auch für Kunstschnee war es bis in den Dezember hinein zu warm.</p>
<p>Laut Deutschem Wetterdienst war es seit 1901 nicht so warm und nicht so trocken(<a href="http://www.dwd.de">www.dwd.de</a>).</p>
<p>- Auf der Zugspitze musste wegen gerade einmal 20 Zentimetern <a rel="nofollow" title="Schnee" href="../grunde-gegen-olympia-2018/schnee-oder-nicht-schnee/">Schnee</a> der Start der Skisaison abgesagt werden (Zugspitze: <a rel="nofollow" title="Schneemangel" href="../grunde-gegen-olympia-2018/schnee-oder-nicht-schnee/">Schneemangel</a> verhindert Saisonauftakt, in merkur-online 21.11.2011). Auf Deutschlands höchstem Berg gab es im <a rel="nofollow" title="November 2011" href="../chronologie/november-2011/">November 2011</a> zwei “Jahrhundertrekorde”: (merkur-online 2.12.2011).</p>
<p>- Das Allgäu war im November schneefrei, in Obertauern in Österreich liefen keine Skilifte, in Südtirol wurde der Saisonstart am 16.11. abgesagt. (Skigebiete verschieben Saisonstart, in spiegelonline 28.11.2011).</p>
<p>- Nur Ischgl hat mit hohem Geld- und Energieaufwand seine höher gelegenen Pisten beschneit und wirbt damit: &#8221; Rund 900 Schneekanonen und Lanzen sind in Ischgl im Einsatz und garantieren Schneesicherheit von Ende November bis Anfang Mai&#8221; (Ischgl.com).</p>
<p>Schneesicher?? Die Bilder weißer schmaler Kunstschnee-Bänder in schneefreier Landschaft wirken absurd.</p>
<div id="attachment_4925" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://www.nolympia.de/wp-content/uploads/10-1230.jpg"><img class="size-full wp-image-4925       " title="© Sammlung Gesellschaft für ökologische Forschung / Oswald Baumeister" src="http://www.nolympia.de/wp-content/uploads/10-1230.jpg" alt="" height="300" width="450"></a><p class="wp-caption-text">Ischgl, Tirol, Österreich, Nov. 2011</p></div>
<div id="attachment_4926" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://www.nolympia.de/wp-content/uploads/10-1231.jpg"><img class="size-full wp-image-4926 " title="© Sammlung Gesellschaft für ökologische Forschung / Oswald Baumeister" src="http://www.nolympia.de/wp-content/uploads/10-1231.jpg" alt="" height="300" width="450"></a><p class="wp-caption-text">Ischgl, Tirol, Österreich, Nov. 2011</p></div>
<div id="attachment_4927" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://www.nolympia.de/wp-content/uploads/10-1232.jpg"><img class="size-full wp-image-4927 " title="© Sammlung Gesellschaft für ökologische Forschung / Oswald Baumeister" src="http://www.nolympia.de/wp-content/uploads/10-1232.jpg" alt="" height="300" width="450"></a><p class="wp-caption-text">Ischgl, Tirol, Österreich, Nov. 2011</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>- In den letzten Jahren hat sich der Saisonauftakt immer häufiger in den Dezember verschoben – auch in der Schweiz: Gäste stornieren immer öfter ihre Hotelbuchungen (Die Wetterkapriolen ruinieren die Ferienorte, in Südostschweiz 24.11.2011).</p>
<p style="font-style: italic; font-weight: bold;">Konsequenz: Absage von <strong>Skisport-Veranstaltungen und FIS-Rennen<br />
</strong></p>
<p>- Im finnischen Levi sollte am 12. und 13.11.2011 ein Ski-Weltcup-Rennen stattfinden. “Man sieht hellbraune Wiesen, satt grüne Nadelbäume, ein paar Kühe, die über eine Kiesstraße trotten, und dazwischen, ganz in gelb, viele <a rel="nofollow" title="Schneekanonen" href="../kritisches-olympisches-lexikon/schneekanonen/">Schneekanonen</a>” (Suche nach <a rel="nofollow" title="Schnee" href="../grunde-gegen-olympia-2018/schnee-oder-nicht-schnee/">Schnee</a>, in <span class="domtooltips" title="Süddeutsche Zeitung">SZ</span> 4.11.2011). Die FIS musste absagen – es war zu warm für die Beschneiung.</p>
<p>- Auch der Weltcup-Auftakt der Langläufer im norwegischen Beitostölen am 19. und 20.11.2011 entfiel wegen zu warmer Temperaturen (Ebenda).</p>
<p>- Der Ski-Weltcup in Val d’Isère Anfang Dezember 2011 musste wegen Schneemangels bei 11 Grad plus abgesagt und in die USA verlegt werden (Val d’Isère-Rennen nach Beaver Creek verlegt,in <a rel="nofollow" title="sport" href="../kritisches-olympisches-lexikon/sport/">sport</a>.oe24.at 30.11.2011).</p>
<p>- In Lillehammer wurde Anfang Dezember 2011 das erste Training des Skispringens abgesagt. Bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt konnte kein Kunstschnee produziert werden. Der Kunstschnee wird nun im 30 Kilometer entfernten Sjusjoen produziert und mit Lkws nach Lillehammer gefahren! (Lillehammer: <a rel="nofollow" title="Schneemangel" href="../grunde-gegen-olympia-2018/schnee-oder-nicht-schnee/">Schneemangel</a>!&nbsp; Erstes Training abgesagt, in <a rel="nofollow" href="http://www.skijumping.de/">www.skijumping.de</a> 1.12.2011).</p>
<p>- In Annecy war ein Weltcup im <a rel="nofollow" title="Biathlon" href="../kritisches-olympisches-lexikon/biathlon/">Biathlon</a> vom 9. bis 11.12.2011 geplant: er musste wegen Schneemangels nach Hochfilzen in Österreich verlegt werden (Annecy – <a rel="nofollow" title="Schneemangel" href="../grunde-gegen-olympia-2018/schnee-oder-nicht-schnee/">Schneemangel</a> sorgt für Termin-Chaos, in eurosport.com 5.12.2011).</p>
<p>- Der FIS-Cup-Skispringen am 17. und 18.12.2011 in Garmisch musste ebenfalls abgesagt werden – wegen mangelndem <a rel="nofollow" title="Schnee" href="../grunde-gegen-olympia-2018/schnee-oder-nicht-schnee/">Schnee</a>. Das Neujahrsspringen am 1.1.2012 soll in jedem Fall stattfinden. Der Präsident des Skiclubs Partenkirchen, Michael Maurer, erklärte: “Notfalls karren wir den <a rel="nofollow" title="Schnee" href="../grunde-gegen-olympia-2018/schnee-oder-nicht-schnee/">Schnee</a> von woandes her” (Pawlowsky, Julia, Auf den Föhn folgt der Schnee, in Münchner Merkur 24.12.2011). 3000 Kubikmeter Schnee werden benötigt. Und ohne Neujahrsspringen wären auch die für rund 200.000 Euro angeschafften neuen Windnetze nutzlos (Startbereit fürs Neujahrsspringen, in Münchner Merkur 20.12.2011).</p>
<p>- Am 30.12.2011 soll ein City Sprint in der Garmisch-Partenkirchner Fußgängerzone stattfinden. Auch hier erklärte der Erste Vorsitzende des Skiclubs Garmisch, Peter Fischer, die 40 Lkw-Ladungen <a rel="nofollow" title="Schnee" href="../grunde-gegen-olympia-2018/schnee-oder-nicht-schnee/">Schnee</a> “kann man auftreiben” (Pawlovsky, Julia, Auf den Föhn folgt der <a rel="nofollow" title="Schnee" href="../grunde-gegen-olympia-2018/schnee-oder-nicht-schnee/">Schnee</a>, in merkur-online 12.12.2011). 3000 Kubikmeter Schnee werden benötigt. Und ohne Skispringen wären auch die rund 200.000 Euro für die von der FIS geforderten Windnetze nutzlos (Startbereit fürs Neujahrsspringen, in Münchner Merkur 20.12.2011).</p>
<p>- In Ruhpolding wurden im <a rel="nofollow" title="November 2011" href="../chronologie/november-2011/">November 2011</a> <a rel="nofollow" title="Schnee" href="../grunde-gegen-olympia-2018/schnee-oder-nicht-schnee/">Schnee</a> vom Frühjahr mit schweren Fahrzeugen aus dem Depot geholt und verteilt, um eine eher lächerliche Schneebahn für die Biathleten zu formen (<a rel="nofollow" title="Schnee" href="../grunde-gegen-olympia-2018/schnee-oder-nicht-schnee/">Schnee</a> aus dem Depot, in <span class="domtooltips" title="Süddeutsche Zeitung">SZ</span>&nbsp; 30.11.2011). Anfang <a rel="nofollow" title="März 2012" href="../chronologie/marz-2012/">März 2012</a> soll hier die <a rel="nofollow" title="Biathlon" href="../kritisches-olympisches-lexikon/biathlon/">Biathlon</a>-<span class="domtooltips" title="Weltmeisterschaft">WM</span> stattfinden. Da werden vermutlich die zahllosen <a rel="nofollow" title="Schneekanonen" href="../kritisches-olympisches-lexikon/schneekanonen/">Schneekanonen</a> lange laufen müssen – und viel Strom und Wasser verbrauchen.</p>
<p>- Der für den 15.1.2012 geplante Snowboardercross-Weltcup in Bad Gastein musste von ÖSV und FIS abgesagt werden, da die dafür nötige Schneemenge nicht produziert werden konnte (SBX-Weltcup in Bad Gastein abgesagt, in salzburg.com 3.1.2012).</p>
<p>- In den kleinen, niedrig gelegenen Skigebiete im Voralpengebiet liegt ebenfalls kein <a rel="nofollow" title="Schnee" href="../grunde-gegen-olympia-2018/schnee-oder-nicht-schnee/">Schnee</a>, und zum Beschneien war es natürlich auch hier zu warm. Der Betreiber der Brauneck-Bahn berichtete, dass ihn ein Kubikmeter Kunstschnee drei Euro kosten würde (Bigalke, Silke, Hoffen auf weiße Weihnacht, in sueddeutsche.de 12.12.2011).</p>
<p style="font-style: italic; font-weight: bold;">Absage des Münchner &#8220;Parallelslaloms&#8221;</p>
<p>- Am <a rel="nofollow" href="../kritisches-olympisches-lexikon/havelange-joao/">1. </a><a rel="nofollow" title="Januar 2012" href="../chronologie/januar-2012/">Januar 2012</a> sollte im Münchner Olympiapark wieder der grandiose Parallelslalom vom Großen Schuttberg stattfinden – auf ganzen 200 Meter nLänge! Die fünf <a rel="nofollow" title="Schneekanonen" href="../kritisches-olympisches-lexikon/schneekanonen/">Schneekanonen</a> hätten in kürzester Zeit viel ausspucken müssen: Aber es war für sie zu warm. Mitte Dezember 2011 galt die Veranstaltung als stark gefährdet. Aber immerhin war der Olympiasee schon wieder abgelassen… (Fuhrin, Katharina, Ski-Weltcup im Olympiapark: Die <a rel="nofollow" title="Schneekanonen" href="../kritisches-olympisches-lexikon/schneekanonen/">Schneekanonen</a> stehen bereit, in merkur-online 29.11.2011). Und es gibt eine Ausfall-Versicherung &#8211; in Höhe von einer Million Euro! (Becker, Thomas, Warten auf 4 grad minus, in abendzeitung-muenchen.de 13.12.2011; Münchner Parallelslalom in Gefahr, in kurier.at 14.12.2011).<br />
Letzte Rettung sollten Schneetransporte vom Münchner Flughafen sein. Der Kreisverband der Grünen Münchens warnte in einer Pressemitteilung davor: &#8220;Wer garantiert, dass dieser Schnee nicht mit Enteisungsmitteln, treibstoffrückständen und Reifenabrieb belastet ist?&#8221; (Siehe <a rel="nofollow" href="http://www.gruene-muenchen.de/ansicht-news/article/kein-ski-weltcup-in-muenchen/" class="broken_link">hier</a>). Trotzdem wurde damit begonnen, &#8220;Schnee vom Münchner Flughafen mit Lastwagen zum Olympiaberg zu bringen. Aber auch dieser Rettungsversuch trug angesichts der Witterung keine Früchte&#8221; (Ski-Weltcup in München fällt aus, in Münchner Merkur 30.12.2011).<br />
Am 22.12.2011 kam die FIS zur offiziellen Schneekontrolle &#8211; und der Parallelslalom wurde ein Versicherungsfall. <strong>Der Parallelslalom vom Münchner Schuttberg (Streckenlänge 200 Meter), der am 1.1.2012 stattfinden sollte, wurde von der FIS wegen Schneemangels am 24.12.2011 um 12 Uhr abgesagt: </strong>&#8220;Due to lack of snow, too warm temperatures, rain and no positive weather forecast, the City Event on 01.01.2012 in Munich (GER) had to be cancelled. It will not be replaced during this season&#8221; (FIS 24.12.2011).<br />
Aber natürlich laufen schon die Planungen für den Münchner Parallelslalom der Jahre 2013, 2014, 2015 und 2016 (Ski-Weltcup am Olympiaberg abgesagt, in <span class="domtooltips" title="Süddeutsche Zeitung">SZ</span> 27.12.2011).</p>
<p>Ein <strong>Fazit</strong> österreichischer Wetterbeobachter Ende Dezember 2011: &#8220;Auf den Gipfeln der österreichischen Berge war es 2011 so warm wie&nbsp; noch nie seit dem Beginn der alpinen Temperaturaufzeichnungen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik anno 1851. Die Temperaturen lagen um 1,6 Grad über dem klimatologischen Mittel der Jahre 1971 bis 2000&#8230;&#8221; (Auf Österreichs Bergen war es 2011 warm wie noch nie, in krone.at 31.12.2011).</p>
<p><strong><em>Schneemangel, zu warme Temperaturen, Regen und kein positiver Wetterbericht: Das ökologische Problem “Ski-Zirkus” erledigt sich vielleicht durch die Klimaerwärmung von ganz allein.</em></strong></p>
<p>Vergleiche auch Absage <a href="http://www.nolympia.de/2012/01/kein-wedeln-im-klimawandel-audi-fis-ski-welt-cup-in-munchen-fiel-ins-wasser/">Münchner Parallelslalom</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>München 2022 abgesagt: Viel Bach um Nichts</title>
		<link>http://www.nolympia.de/2011/12/munchen-2022-abgesagt-viel-bach-um-nichts/</link>
		<comments>http://www.nolympia.de/2011/12/munchen-2022-abgesagt-viel-bach-um-nichts/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 14:15:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Zängl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[4.12.2011, aktualisiert 31.12.2011

Am 3.12.2011 tagte die Mitgliederversammlung des DOSB in Berlin – wie immer in Anwesenheit der offiziellen Staats- und Sportvertreter Bundespräsident Christian Wulff und Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich. Es folgt darüber eine kurze Chronologie:
Donnerstag, 1.12.2011:
Der DOSB hat sich für eine neue Olympia-Kandidatur ausgesprochen – ohne einen Zeitpunkt zu nennen (zeitonline 1.12.2011). DOSB-Präsident <a href="http://www.nolympia.de/2011/12/munchen-2022-abgesagt-viel-bach-um-nichts/" class="read_more">... weiterlesen >></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>4.12.2011<strong><span style="font-weight: normal;">, aktualisiert 31.12.2011</span><br />
</strong></p>
<p>Am 3.12.2011 tagte die Mitgliederversammlung des <span class="domtooltips" title="Deutscher Olympischer Sportbund">DOSB</span> in Berlin – wie immer in Anwesenheit der offiziellen Staats- und Sportvertreter Bundespräsident Christian Wulff und Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich. Es folgt darüber eine kurze Chronologie:</p>
<p><strong><em>Donnerstag, 1.12.2011:</em></strong></p>
<p>Der <span class="domtooltips" title="Deutscher Olympischer Sportbund">DOSB</span> hat sich für eine neue Olympia-Kandidatur ausgesprochen – ohne einen Zeitpunkt zu nennen (zeitonline 1.12.2011). <span class="domtooltips" title="Deutscher Olympischer Sportbund">DOSB</span>-Präsident Bach plädierte im Vorfeld für München – mit Garmisch-Partenkirchen und Berchtesgaden. Aber: &#8220;Die&nbsp; Entscheidung wird offen bleiben“ (merkur-online 1.12.2011).</p>
<p><strong><em>Freitag, 2.12.2011:</em></strong></p>
<p>Jetzt war klar, dass das Präsidium des <span class="domtooltips" title="Deutscher Olympischer Sportbund">DOSB</span> München 2022 endgültig absagen lässt. Schließlich will sich Bach alle Chancen auf seine mögliche Kandidatur um das Amt des <span class="domtooltips" title="International Olympic Committee">IOC</span>-Präsidenten im Jahr 2013 offen halten. „Ausgerechnet ein Deutscher könnte den Olympia-Träumen entscheidend schaden. <span class="domtooltips" title="Deutscher Olympischer Sportbund">DOSB</span>-Chef Thomas Bach werden Ambitionen auf das Amt des <span class="domtooltips" title="International Olympic Committee">IOC</span>-Präsidenten nachgesagt“ (Schmidt 2.12.2011).</p>
<p>Die „offizielle Begründung“ des <span class="domtooltips" title="Deutscher Olympischer Sportbund">DOSB</span> lautete: Wahlen in der Landeshauptstadt, in Bayern und im Bund &#8211; soviel politische Unwägbarkeiten seien dem <span class="domtooltips" title="International Olympic Committee">IOC</span> nicht zuzumuten.</p>
<p>Erstmals kam die Diskussion auf, ob <span style="font-weight: bold;">Berchtesgaden der neue alpine „Partner“</span> einer Bewerbung für künftige Winterspiele werden könnte (rp-online 2.12.2011; merkur-online 2.12.2011). Ein <span class="domtooltips" title="Deutscher Olympischer Sportbund">DOSB</span>-Vertreter äußerte gegenüber der <span class="domtooltips" title="Süddeutsche Zeitung">SZ</span>, dass die Grundstücks-Diskussion geschadet habe und der Ort durch seine Außendarstellung politisch wie sportpolitisch inzwischen isoliert sei. Ein anderer sagte: „Garmisch-Partenkirchen ist nicht verlässlich. Das gilt für alle Projekte und Investitionen.“ Bürgermeister Schmid bezeichnete dies als „Ente“ und leugnete weiterhin Probleme mit den Grundstücken (Holzapfel 2.12.2011).<br />
&nbsp;Auch der SPD-Fraktionschef im Münchner Rathaus, Alexander Reissl, konnte sich gut vorstellen, ohne Garmisch-Partenkirchen anzutreten: &#8220;In Südbayern gebe es auch noch andere Wintersportorte&#8221; (<span class="domtooltips" title="Süddeutsche Zeitung">SZ</span> 1.12.2011)<em><br />
Die so oft beschworene olympische Freundschaft zwischen München und Garmisch-Partenkirchen war augenscheinlich alles andere als nachhaltig: Sie währte bis maximal zum 6.7.2011, dem Tag, als das <span class="domtooltips" title="International Olympic Committee">IOc</span> in Durban die Spiele an Pyeongchang vergab.<br />
Garmisch-Partenkirchen soll wohl wegen der aufmüpfigen Bevölkerung vom <span class="domtooltips" title="Deutscher Olympischer Sportbund">DOSB</span> abgestraft und abserviert werden – unabhängig von seinen 65 Millionen Euro hohen Investitionen in den Wintersport! Die hiesigen Kritiker der maßlosen Investitionen in den Wintersport werden recht behalten: Das war für die Entwicklung des Ortes ein schwerer Fehler, auch und gerade wegen der Klimaerwärmung!</em></p>
<p>Bereits am 2.12.2011 wurde &#8211; gezielt gesteuert – die Beschlussvorlage des <span class="domtooltips" title="Deutscher Olympischer Sportbund">DOSB</span>-Präsidiums für die Mitgliederversammlung am nächsten Tag bekannt. In der Tischvorlage (Stand 2.12.2011) stand bereits u. a.: „Die Mitgliederversammlung spricht sich … dafür aus, zum jetzigen Zeitpunkt von einer Bewerbung um die XXIV. Olympischen Winterspiele und&nbsp; XIII. Paralympischen Winterspiele 2022 abzusehen.“</p>
<p>Auch OB Ude war&nbsp; über die Absage „erleichtert, weil ich die sofortige Fortsetzung der Kontroverse mühsam fände“ (Fahrenholz et al sueddeutsche.de 2.12.2011).<br />
<em>Schließlich muss Ude ja im Landtagswahlkampf noch die dritte Startbahn am Münchner Flughafen durchsetzen die ebenfalls mit großen Kontroversen verbunden ist!</em></p>
<p><span class="domtooltips" title="Deutscher Olympischer Sportbund">DOSB</span>-Generaldirektor Vesper übte sich wie üblich in Vieldeutigkeit: „Der <span class="domtooltips" title="Deutscher Olympischer Sportbund">DOSB</span> legt immerhin grundsätzlich ein klares Bekenntnis zu einer erneuten Bewerbung ab. Und auch für 2022 ist die Tür noch nicht zu“ (Fahrenholz et al 3.12.2011).<br />
Die Skirennfahrerin Maria Höfl-Riesch fand die Absage nicht gut: &#8220;Ich habe von Anfang an gesagt, dass man sich sofort wieder bewerben sollte&#8230; die Chancen steigen von Mal zu mal, wie man bei Pyeongchang gesehen hat&#8221; (&#8220;Das ist etwas für die Ewigkeit&#8221;, in tagesspiegel.de 31.12.2011).<br />
<span style="font-style: italic;">Ungeniert und ungerührt würde Höfl-Riesch München drei Mal antreten lassen: Die drei BEWERBUNGEN von Pyeongchang haben rund 150 Millionen Dollar gekostet. Und Pyeongchang 2018 wird Pyeongchang sehr teuer kommen!</span><br style="font-style: italic;"></p>
<p><strong><em>Samstag, 3.12.2011:</em></strong></p>
<p>Der Chef der Bayerischen Staatskanzlei, Thomas Kreuzer (CSU) sagte am Samstag, die Bewerbung sei „in allererster Linie Sache des <span class="domtooltips" title="Deutscher Olympischer Sportbund">DOSB</span> und möglicher Bewerberstädte“ (abendzeitung-muenchen.de 3.12.2011).<br />
<em>Damit beschrieb er die Realität: Der <span class="domtooltips" title="Deutscher Olympischer Sportbund">DOSB</span> bestimmt allein, wann der Steuerzahler viele Milliarden für die wenigen Wochen der olympischen Party aufbringen darf: Mitzureden haben augenscheinlich weder der Staat noch der Bürger. 33 Millionen Euro hat allein die Bewerbung München 2018 gekostet &#8211; der größte Anteil kam von staatlichen Unternehmen. Und eine neuerliche Bewerbung Münchens, so erwarten Experten, soll knapp 50 Millionen kosten (sueddeutsche.de 4.12.2011).<br />
</em></p>
<p>Die Mitgliederversammlung des <span class="domtooltips" title="Deutscher Olympischer Sportbund">DOSB</span> nahm, wie zu erwarten war, den „Vorschlag“ des <span class="domtooltips" title="Deutscher Olympischer Sportbund">DOSB</span>-Präsidiums ohne Gegenstimme mit vier Enthaltungen an. Leise Kritik wurde geäußert, dass die Beschlussvorlage vor der Konferenz der Spitzenverbände an die Öffentlichkeit gelangt war. Diese Kritik wurde von <span class="domtooltips" title="Deutscher Olympischer Sportbund">DOSB</span>-Generaldirektor Vesper umgehend abgebügelt (merkur-online.de 3.12.2011).<br />
<span style="font-style: italic;">Bei Shakespeare heißt es: Much Ado about Nothing. Viel Lärm um nichts.</span></p>
<p>Bundespräsident Christian Wulff lobte den <span class="domtooltips" title="Deutscher Olympischer Sportbund">DOSB</span>: „Die Bedeutung des Sports steigt“ und erhielt hierfür und für sein Engagement zugunsten München 2018 und seine großen Verdienste um Förderung und Entwicklung des deutschen Sports die Ehrenmedaille des <span class="domtooltips" title="Deutscher Olympischer Sportbund">DOSB</span> (Ebenda; er ist schließlich schon seit 30.6.2010 in diesem Amt). Wulff redete dem <span class="domtooltips" title="Deutscher Olympischer Sportbund">DOSB</span> nach dem Mund: &#8220;Es stünde uns gut an, wenn wir alsbald wieder Ausrichter Olympischer Spiele&nbsp; werden&#8221; (sueddeutsche.de 4.12.2011). Auch der für den Sport und seine dreistelligen Millionenbeträge aus Steuergeldern zuständige Bundesinnenminister Friedrich sagte dem <span class="domtooltips" title="Deutscher Olympischer Sportbund">DOSB</span> seine volle Unterstützung für eine neuerliche Bewerbung zu (spiegelonline 3.12.2011).Nicht nur aus diesem Grund schrieb Robert Kempe über die <span class="domtooltips" title="Deutscher Olympischer Sportbund">DOSB</span>-Veranstaltung: „Auf der Versammlung äußerte die Politik keine Kritik am organisierten Sport“ (Kempe 3.12.2011).</p>
<p>Neben Problemen des Spritzensports, der Korruption, der intransparenten und undemokratischen Strukturen in den nationalen und internationalen Sportverbänden hätte die Politik zum Beispiel das Problem diskutieren können, warum immer mehr nichtolympische Sportverbände aus der Spitzensportförderung des Bundesinnenministeriums herausfallen und deren bisherige Fördergelder den olympischen Verbänden zugeschlagen werden. Der Sprecher der nichtolympischen Verbände, Gunter Fahrion, sieht die Tendenz, „in Zukunft nur noch den Olympischen Sport fördern zu wollen“ (Ebenda).<br />
<em>So wird es kommen! Und der nichtolympische Sport und der Breitensport werden ausgehungert.</em></p>
<p>Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Sitzverteilung bei der <span class="domtooltips" title="Deutscher Olympischer Sportbund">DOSB</span>-Mitgliederversammlung: Die Olympischen Spitzenverbände haben 229 Stimmen, die nichtolympischen Spitzenverbände haben gerade einmal 45! (Stimmaufteilung für die 7. Mitgliederversammlung des <span class="domtooltips" title="Deutscher Olympischer Sportbund">DOSB</span> am 3.12.2011).</p>
<p><em>Schließlich heißt der Spitzenverband Deutscher <span style="font-weight: bold;">OLYMPISCHER</span> Sportbund. Und so stimmen die Spitzensport-Funktionäre mit Mehrheiten ab, die an die DDR-Volkskammer erinnern.</em></p>
<p><strong><em>Jonathan Sachse: Aus dem <a rel="nofollow" href="http://jonathansachse.de/2011/liveblog-von-der-7-mitgliederversammlung-des-dosb/">Liveblog</a> von der Mitgliederversammlung</em></strong></p>
<p>In seiner Eröffnungsrede äußerte <span class="domtooltips" title="Deutscher Olympischer Sportbund">DOSB</span>-Präsident Bach u. a.: „Wir wollen keine Bedenkenträger sein, dafür sind wir zu innovativ.“ Diese Innovationskraft kostet allerdings einiges: „Wenn wir im internationalen Leistungsvergleich nicht zurückfallen wollen, muss die Förderung ausgebaut werden.“<br />
<em>Dies erzählen weltweit die Sportfunktionäre ihren Politikern – und jene erhöhen unterwürfig flugs die sowieso schon enormen Budgets für den Spitzensport.</em></p>
<p>Jonathan Sachse stellte weiters fest, dass die Reihen der Damen und Herren des Sportausschusses des deutschen Bundestages spärlich besetzt waren und dass die Mitgliederversammlung eineinhalb Stunden vor dem geplanten Ende keine Themen mehr&nbsp; auf der Tagesordnung hatte. „Wenn ich nichts verpasst habe, gab es am ganzen Tag nur 3 (!!!) Wortmeldungen im Podium, davon nur eine kritische, alle zu den kommenden Olympiabewerbungen. Keine Nachfrage zum Haushaltsplan und zu keinem anderen Thema. Trau sich keiner?&nbsp; Will keiner?&nbsp; Interessiert es niemanden?&nbsp; Alles unter Kontrolle von Vesper und Bach?“ (Sachse 3.12.2011).<br />
<em>Bach und Vesper haben den <span class="domtooltips" title="Deutscher Olympischer Sportbund">DOSB</span>-Laden fest im Griff.</em></p>
<p><strong><em>Wie geht es weiter?</em></strong></p>
<p><strong><span style="text-decoration: line-through;">München 2018</span></strong><strong><br />
<strong><span style="text-decoration: line-through;">München 2022</span> </strong><br />
<strong>München 2026???</strong><br />
<strong>München 2030???<br />
&#8230;<br />
</strong></strong></p>
<p><em>Quellen:</em><br />
&#8220;Das ist für die Ewigkeit&#8221;, in tagesspiegel.de 31.12.2011<br />
<span class="domtooltips" title="Deutscher Olympischer Sportbund">DOSB</span> für neue Olympiabewerbung – Zeitpunkt offen, in zeitonline 1.12.2011<br />
<span class="domtooltips" title="Deutscher Olympischer Sportbund">DOSB</span>-Präsident: München soll sich wieder für Olympia bewerben, in merkur-online 1.12.2011<br />
Effern, H., Hutter, D., Lode, S., Angst vor &#8220;Olympia 21&#8243;, in <span class="domtooltips" title="Süddeutsche Zeitung">SZ</span> 1.12.2011<br />
Fahrenholz, Peter, Krügel, Christian, Hutter, Dominik, Olympia – ach geh! in sueddeutsche.de 2.12.2011<br />
Fahrenholz, Peter, Hutter, Dominik, Krügel, Christian, Olympia 2022 ohne München, in <span class="domtooltips" title="Süddeutsche Zeitung">SZ</span> 3.12.2011<br />
Holzapfel, Matthias,&nbsp; Olympia: Münchner Bewerbung ohne Garmisch-Partenkirchen? in merkur-online 2.12.2011<br />
Kempe, Robert, Nicht-Olympische Verbände bangen um Förderung, in dradio.de 3.12.2011<br />
München: Olympia-Bewerbung 2022 ist vom Tisch, in abendzeitung-muenchen.de 3.12.2011<br />
München sieht von Bewerbung für 2022 ab, in spiegelonline 3.12.2011<br />
Olympia-Bewerbung 2022 zerschlagen, in merkur-online 2.12.2011<br />
Olympia-Bewerbung: „Tür nicht zu“, in merkur-online.de 3.12.2011<br />
Sachse, Jonathan, Liveblog&nbsp; von der 7. Mitgliederversammlung des <span class="domtooltips" title="Deutscher Olympischer Sportbund">DOSB</span>, jonathansachse.de<br />
Schmidt, Thomas, Viele Gründe gegen Olympia, in merkur-online 2.12.2011<br />
Sportpolitik &#8211; <span class="domtooltips" title="Deutscher Olympischer Sportbund">DOSB</span>: Olympia-Bewerbung ja, München 2022 eher nein, in sueddeutsche.de 4.12.2011<br />
Tischvorlage für die 7. <span class="domtooltips" title="Deutscher Olympischer Sportbund">DOSB</span>-Mitgliederversammlung am 3. Dezember 2011, Entwurf, Stand 02.12.2011<br />
Verzicht auf deutsche Olympiabewerbung 2022, in rp-online 2.12.2011</p>
<p><strong>&nbsp;</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Schmutziger IOC-Sponsor Dow Chemical</title>
		<link>http://www.nolympia.de/2011/11/schmutziger-ioc-sponsor-dow-chemical/</link>
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		<pubDate>Mon, 28 Nov 2011 19:26:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Zängl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wolfgang Zängl 28.11.2011, aktualisiert 17.12.2011

Der amerikanische Chemiekonzern Dow Chemical lieferte im Vietnam-Krieg die Chemikalie Napalm, die schwere Brandwunden verursacht hat und das Urwald-Entlaubungsmittel Agent Orange, das durch seiunen Bestandteil Dioxin berüchtigt war und ist. 2001 kaufte Dow Chemical den Chemiekonzern Union Carbide, der für die größte Chemiekatastrophe aller Zeiten zuständig war. 1984 entwichen im <a href="http://www.nolympia.de/2011/11/schmutziger-ioc-sponsor-dow-chemical/" class="read_more">... weiterlesen >></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wolfgang Zängl 28.11.2011, aktualisiert 17.12.2011<em><strong><br />
</strong></em></p>
<p>Der amerikanische Chemiekonzern Dow Chemical lieferte im Vietnam-Krieg die Chemikalie Napalm, die schwere Brandwunden verursacht hat und das Urwald-Entlaubungsmittel Agent Orange, das durch seiunen Bestandteil Dioxin berüchtigt war und ist. 2001 kaufte Dow Chemical den Chemiekonzern Union Carbide, der für die größte Chemiekatastrophe aller Zeiten zuständig war. 1984 entwichen im indischen Werk in Bhopal 36 Tonnen Methylisocyanat aus einem explodierten Tank und töteten über 20.000 Menschen; über eine halbe Million wurden schwer geschädigt. 100.000 Menschen leiden bis heute daran. „Tausende erblindeten, Unzählige erlitten Hirnschäden, Lähmungen, Lungenödeme, Herz-, Magen-, Nieren-, Leberleiden und Unfruchtbarkeit. Später kamen Fehlbildungen an neugeborenen und Wachstumsstörungen bei heranwachsenden Kindern hinzu“ (Wikipedia). Bis heute weigert sich Dow Chemical, das Industriegelände des Werkes von Quecksilber und krebserregenden Chemikalien reinigen zu lassen. Der Konzern weigert sich auch, weitere Entschädigungen für die Opfer der Chemiekatastrophe zu bezahlen. (Vergleiche zu Dow Chemical auch <a rel="nofollow" href="../kritisches-olympisches-lexikon/dow-chemical/">hier</a>).</p>
<p>Trotzdem wurde Dow Chemical im Juli 2010 neuer <span class="domtooltips" title="The Olympic Partner">TOP</span>-Sponsor des <span class="domtooltips" title="International Olympic Committee">IOC</span> und zahlt für den Zeitraum 2012 bis 2022 den Riesenbetrag von 100 Millionen US-Dollar. Das Londoner Organisationskomitee LOCOG erhält für die Sommerspiele 2012 von Dow sieben Millionen Pfund, das sind umgerechnet etwa 8,14 Millionen Euro (focus.de 3.11.2011).</p>
<p>In Indien wird jetzt gegen das Dow-Sponsoring protestiert. „Viele Inder wollen nicht akzeptieren, dass Dow Chemical sich nun bei seiner weltweiten Werbung mit den olympischen Ringen schmücken darf. Besonders groß ist die Empörung im Bundesstaat Madhya Pradesh, dessen Hauptstadt Bhopal ist. Ein Unternehmen, das in solch eine Tragödie verwickelt sei, dürfe keine Fairplay-Veranstaltung wie Olympia als Hauptsponsor finanziell unterstützen, schrieb der Regierungschef von Madhya Pradesh, Shivraj Singh Chouhan, der Führung in Neu-Delhi laut der Agentur IANS. Das Sponsorengeld solle besser für Entschädigungen für die zahlreichen Opferverbände des Giftgas-Unglücks ausgegeben werden, schrieb Chouhan“ (spiegelonline 26.11.2011).</p>
<p>Anfang November 2011 rief deswegen die Vereinigung der Opfer der Giftgaskatastrophe Indiens Regierung zum Boykott der Olympischen Spiele 2012 in London auf (focus.de 3.11.2011). Fünf Bhopal-Opferrechtsgruppen forderten die Beendigung des Sponsorenvertrages mit Dow Chemical.Die indische Regierung wird in den kommenden Wochen beim Obersten Gerichtshof versuchen, erhöhte Entschädigungen für die Opfer zu erreichen (The Guardian 25.11.2011).</p>
<p>Der ehemalige Londoner Oberbürgermeister Ken Livingstone warnte vor einer „Legitimitätskrise“ und rief dazu auf, den Deal zu beenden (Gibson 28.11.2011). Die frühere für den Sport zuständige Ministerin Tessa Jowell nannte den Protest „einen sehr bedeutenden Schritt“, der die Welt fast 27 Jahre nach der Katastrophe von Bhopal an die Leiden erinnert, die Union Carbide verursacht hat. Jowell empfahl Dow Chemical, die Sponsorenschaft niederzulegen (Gibson 25.11.2011; Magnay 25.11.2011). Der Abgeordnete der Labour Party, Barry Gardiner, sammelte 24 Stimmen von Kollegen, um gegen die Entscheidung für Dow Chemical zu protestieren: „LOCOG hat mit der Partnerschaft mit Dow Chemical einen Fehler begangen“ (Gibson 28.11.2011).</p>
<p>LOCOG verteidigte die Entscheidung für Dow Chemical und äußerte am 25.11.2011, dass es keine Anzeichen über den möglichen Boykott durch Indien gegeben hätte. Auch der Vorsitzende des LOCOG, der ehemalige Mittelstreckenläufer Sebastian Coe, verteidigte die Partnerschaft mit Dow Chemical. Der Chemiekonzern selbst äußerte, Dow sei stolz darauf, Sponsor des <span class="domtooltips" title="International Olympic Committee">IOC</span> zu sein. Es sei enttäuschend, dass einige Leute versuchen, Dow Chemical Schuld und Verantwortung für die Katastrophe von Bhopal zuzuweisen (Ebenda).</p>
<p>Das <span class="domtooltips" title="International Olympic Committee">IOC</span> schrieb in einer Presseerklärung, es habe vernommen, dass einige indische Sportler Bedenken gegen den Sponsor Dow Chemical geäußert hätten. Die Indian&nbsp; Olympic Association (IOA) würde aber mit diesen Sportlern reden, um die Bedenken zu zerstreuen. Berichte über einen Boykott der Spiele seien nicht richtig. Das <span class="domtooltips" title="International Olympic Committee">IOC</span> würde sich auch einem Boykott widersetzen, da die einzigen, die bei solchen Aktionen Schaden nehmen würden, die Athleten selbst seien. Das <span class="domtooltips" title="International Olympic Committee">IOC</span> wird seinen globalen Sponsor Dow unterstützen (Magnay 25.11.2011).<br />
<em>Da es sich um 100 Millionen Dollar handelt, wird das <span class="domtooltips" title="International Olympic Committee">IOC</span> mit allen Mitteln an Dow Chemical festhalten. Pecunia non olet…</em></p>
<p>Das indische <span class="domtooltips" title="Nationales Olympisches Komitee">NOK</span> teilte mit, dass 21 Athleten für den Rückzug seien, sofern Dow Chemical Sponsor bliebe (Ebenda). Ende November 2011 wies das <span class="domtooltips" title="Nationales Olympisches Komitee">NOK</span> dann die Forderung nach einem Boykott zurück. &#8220;Indiens&nbsp; Sport lässt sich von den Überlebenden der Giftgas-Katastrophe von 1984 in Bhopal nicht zu einem Olympia-Boykott für London 2012 drängen&#8221;&nbsp; (<span class="domtooltips" title="Süddeutsche Zeitung">SZ</span> 29.11.2011).<br />
<span style="font-style: italic;">Man kann sich den Druck vom <span class="domtooltips" title="International Olympic Committee">IOC</span> aus Lausanne in Richtung Indien gut vorstellen &#8211; da hat das indische <span class="domtooltips" title="Nationales Olympisches Komitee">NOK</span> selbstverständlich zu kuschen!</span></p>
<p>Kurz danach verbrannten indische Protestietrende Puppen vom Vorsitzenden des IOA, Malhotra und des Vorsitzenden des LOCOG, Sebastian Coe. Am 5. Dezember hielt das <span class="domtooltips" title="Nationales Olympisches Komitee">NOK</span> ein Treffen ab: Der Boykott sollte zunächst kein Thema sein. Aber das IOA stellte dann doch fest, dass die Verwicklung von Dow Bestürzung hervorgerufen habe bei den Bhopal-Opfern und anderen, die viel von Olympischen Spielen halten. Der Sponsorenstatus von Dow bei den Olympischen Spielen in London 2012 soll nun auf der Generalversammlung am 15. Dezember 2011 diskutiert werden. Das IOA will die Otrganisatoren der Spiele auf die Gefühle der Menschen hinweisen, die von der Katastrophe betroffen waren. Es protestierten ja nicht nur die Inder gegen die Sponsorenschaft von Dow, sondern es gab einen weltweiten Aufschrei gegen diesen &#8220;vergifteten&#8221; Sponsor&#8221;.<br />
<span class="domtooltips" title="International Olympic Committee">IOC</span>-Präsident Jacques Rogge betonte dagegen, dass Dow Chemical&nbsp; nicht in die Bhopal-Katastrophe involviert gewesen sei. Jede Maßnahme, die zum Boykott aufruft, würde den indischen Sport verletzen (Magnay 7.12.2011).<br />
<em>Da wird das <span class="domtooltips" title="International Olympic Committee">IOC</span> kräftig im Hintergrund gewirkt haben. Aber da es nicht die geringsten Skrupel hatte, Dow Chemical als <span class="domtooltips" title="The Olympic Partner">TOP</span>-Sponsor zu akquirieren, wird es jetzt auch keine haben, das indische <span class="domtooltips" title="Nationales Olympisches Komitee">NOK</span> unter Druck zu setzen und die Teilnahme zu erzwingen.</em></p>
<p class="MsoNormal">Mitte Dezember beschloss das IOA dann doch, gegen Dow als Sponsor von London 2012 beim <span class="domtooltips" title="International Olympic Committee">IOC</span> zu protestieren. &#8220;Es ist nicht akzeptabel, dass so ein Konzern ein Sponsor von Olympischen Spielen ist. Wir werden die Londoner Organisatoren auffordern, die Sponsorenschaft des Konzerns zu beenden.&#8221; Sebastian Coe hielt dagegen, er sehe sich in völligem Einklang mit Dow&#8217;s Rolle bei London 2012: &#8220;I feel comfortable&#8221; (The Guardian 15.12.2011).</p>
<p class="MsoNormal">Zu Dow Chemical vgl. auch <a href="http://www.nolympia.de/kritisches-olympisches-lexikon/dow-chemical/">Kritisches Olympisches Lexikon<br />
</a></p>
<p><em>Quellen:</em><br />
Bhopal-Überlebende fordern Olympia-Boykott, in focus.de 3.11.2011<br />
Gibson, Owen<br />
- India vote to boycott Olympics a ‚significant step’, says Tessa Jowell, in The Guardian 25.11.2011<br />
- Ken Livingstone warns of ‘crisis of legitimacy’ für 2012 over Dow deal, in The Guardian 28.11.2011<br />
Indian Olympic Association to complain to <span class="domtooltips" title="International Olympic Committee">IOC</span> over Dow sponsorship, in The Guardian 15.12.2011<br />
Indiens <span class="domtooltips" title="Nationales Olympisches Komitee">NOK</span> weist Boykottforderung zurück, in spiegelonline 28.11.2011<br />
Indiens Sport lehnt ab, in <span class="domtooltips" title="Süddeutsche Zeitung">SZ</span> 29.11.2011<br />
Indische Sportler erwägen Boykott, in spiegelonline 26.11.2011<br />
Magnay, Jacquelin<br />
-London 2012 Olympics: <span class="domtooltips" title="International Olympic Committee">IOC</span> calls on Indian Olympic Association to u-turn on Games boycott, in The telegraph 25.11.2011<br />
- London 2012 Olympics: Jacques Rogge backs chemical giant dow over Bhopal disaster, in TheTelegraph 7.12.2011<br />
Wikipedia</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Nichts gelernt: DOSB-Präsident Bach gibt wieder ein Interview</title>
		<link>http://www.nolympia.de/2011/11/nichts-gelernt-dosb-prasident-bach-gibt-wieder-ein-interview/</link>
		<comments>http://www.nolympia.de/2011/11/nichts-gelernt-dosb-prasident-bach-gibt-wieder-ein-interview/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 20 Nov 2011 15:34:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Zängl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nolympia.de/?p=4896</guid>
		<description><![CDATA[Sylvia Hamberger, Wolfgang Zängl
19.11.2011, aktualisiert 4.12.2011
In einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt äußerte sich Bach zu einer erneuten Bewerbung um Olympische Winterspiele wie gehabt (Alle Zitate: Grünberg, Rainer, Wenig, Peter, „Unsere Konkurrenten werden immer stärker“, in Hamburger Abendblatt 12.11.2011). Es scheint beim DOSB vereinheitliche Satzbausteine für die Schmalspur-Rhetorik bezüglich München 2018, 2022 oder <a href="http://www.nolympia.de/2011/11/nichts-gelernt-dosb-prasident-bach-gibt-wieder-ein-interview/" class="read_more">... weiterlesen >></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sylvia Hamberger, Wolfgang Zängl<br />
19.11.2011, aktualisiert 4.12.2011</p>
<p>In einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt äußerte sich Bach zu einer erneuten Bewerbung um Olympische Winterspiele wie gehabt (Alle Zitate: Grünberg, Rainer, Wenig, Peter, <a rel="nofollow" href="http://www.abendblatt.de/sport/article2091324/Unsere-Konkurrenten-werden-immer-staerker.html">„Unsere Konkurrenten werden immer stärker“</a>, in Hamburger Abendblatt 12.11.2011). Es scheint beim <span class="domtooltips" title="Deutscher Olympischer Sportbund">DOSB</span> vereinheitliche Satzbausteine für die Schmalspur-Rhetorik bezüglich München 2018, 2022 oder 2026 zu geben: Denn die <span class="domtooltips" title="Deutscher Olympischer Sportbund">DOSB</span>-Sportfunktionäre äußerten sich bisher nahezu identisch.</p>
<p class="MsoNormal"><strong><em>- Bach und die Zustimmung</em></strong><br />
„Wir hatten für München 2018 zuletzt eine hervorragende Zustimmung von mehr als 70 Prozent.“<br />
<em>Ob er an diese fachlich äußerst fragwürdigen Umfragen selbst glaubt? Vergleiche unser Statement zu <a href="http://www.nolympia.de/2010/09/vorsicht-mit-statistiken-die-man-nicht-selbst-gefalscht-hat/">Statistiken</a> und <a href="http://www.nolympia.de/2010/12/online-umfragen-zu-munchen-2018/">Online-Umfragen. </a><br />
So gab es eine vom Sportinformationsdienst in Auftrag gegebene Umfrage des promit-Instituts: Von den 1200 Befragten waren nach eigenen Angaben 78,3 Prozent Sportbegeisterte (Vgl. Aktuelle Chronologie, September 2010: <span style="mso-ansi-language: DE; mso-bidi-font-weight:&lt;/p&gt;<br />
&lt;p&gt;bold;">Die Lüge mit den falschen Mehrheiten</span></em><em><span style="mso-ansi-language: DE;">).</span></em></p>
<p><strong><em>- Bach und der Defätismus</em></strong><br />
„Neue Entwicklungen werden mit starken Vorbehalten behandelt. Das reicht hin zum Zukunftsdefätismus.“<br />
<em>Defätismus bedeutet laut Duden-Herkunftswörterbuch Miesmacherei. Wer sich berechtigte Sorgen um die ökologische und ökonomische Zukunft macht und deswegen die Olympische Party stört, ist nach der Definition von Bach ein Miesmacher.<br />
Mit dem Begriff <strong>Defätismus</strong> sollte man gerade in Deutschland vorsichtig umgehen. Er hat hier eine gefährliche Tradition: Insbesondere im Nationalsozialismus wurden damit Andersdenkende diffamiert. So benutzte der Präsident des Volksgerichtshofes, Roland Freisler häufig diesen Begriff. Der Berliner Zoologie-Professor Dr. Dr. Walter Arndt wurde im Mai 1944 von Freisler mit folgender Begründung zum Tod verurteilt: „Walter Arndt ist ein gefährlicher Defätist. Er hat um die Wende&nbsp; des vierten und fünften Kriegsjahres zu Volksgenossen gesagt: es sei Schluss mit dem deutschen Reich, wir seien Schuld am Krieg, es handele sich nur noch darum, wieweit die Schuldigen bestraft würden. Durch diesen Defätismus ist er für immer ehrlos geworden. Er wird dafür mit dem Tode bestraft.“ (Ortner, Helmut, Der Hinrichter. Roland Freisler &#8211; Mörder im Dienste Hitlers, Göttingen 1995, S. 184ff; vgl. auch Zielcke, Andreas, „Mörder in Robe“, in Der Spiegel 33/1993, S. 52)</em></p>
<p>Bei der <span class="domtooltips" title="Deutscher Olympischer Sportbund">DOSB</span>-Mitgliederversammlung am 3.12.2011 benutzte Bach ein anderes Bild für den selben Sachverhalt: &#8220;Wir wollen keine Bedenkenträger sein, dafür wind wir zu innovativ&#8221; (Sachse, Jonathan, Liveblog&nbsp; von der 7. Mitgliederversammlung des <span class="domtooltips" title="Deutscher Olympischer Sportbund">DOSB</span>, jonathansachse.de 3.12.2011).<br />
<em>Innovatoren haben also keine Bedenken &#8211; die Folgen sind zu besichtigen, weltweit.</em></p>
<p><strong><em>- Bach und der Flächenverbrauch</em></strong><br />
„Für München 2018 hätte nur eine Fläche der Größe eines Fußballfeldes zusätzlich versiegelt werden müssen.“<br />
<em>Das haben wir mehrfach widerlegt, siehe<a href="http://www.nolympia.de/wp-content/uploads/Gesamt.pdf"> Stellungnahme NOlympia</a>, u.a. S. 37ff.</em><em></em><em><br />
</em></p>
<p><strong><em>- Bach und der olympische&nbsp; Gewinn</em></strong><br />
„Die Ausrichtung Olympischer Spiele ist ein Gewinn für das ganze Land.“<br />
<em>Die Ausrichtung Olympischer Spiele ist ein Gewinn für das ganze <span class="domtooltips" title="International Olympic Committee">IOC</span>. Die Kosten bezahlt das ganzes Land – jahrzehntelang.</em></p>
<p><strong><em>- Bach und die Niederlage gegen Pyeongchang</em></strong><br />
„Es war paradoxerweise die Stärke der Münchner Bewerbung, die zu diesem Ergebnis geführt hat.“<br />
<em>Das ist wieder <span class="domtooltips" title="Deutscher Olympischer Sportbund">DOSB</span>-Schmalspur-Rhetorik. Es wird auch schöngeredet, dass die äußerst blamable Niederlage (63 <span class="domtooltips" title="International Olympic Committee">IOC</span>-Stimmen für Pyeongchang, 25 für München) „ein klares Votum <strong>für</strong> Pyeongchang und Asien war, aber <strong>nicht gegen</strong> München und Deutschland“ (<span class="domtooltips" title="Deutscher Olympischer Sportbund">DOSB</span>-Bericht des Präsidiums, Mitgliederversammlung Berlin 3. Dezember 2011).</em></p>
<p><strong><em>- Bach und das Geld</em></strong><br />
„Wir haben in Deutschland 2009 einen großen finanziellen Schritt nach vorn bei&nbsp; der Förderung des Spitzensports gemacht, seitdem stagniert jedoch die Höhe der Zuwendungen.“<br />
<em>Übersetzt: Schweinerei &#8211; Seit zwei Jahren bekommen wir für den Spitzensport nicht noch mehr Geld. (Vom Breitensport ist hier längst keine Rede mehr.)</em></p>
<p><strong><em>- Bach und die Sympathie</em></strong><br />
„… die Botschafterrolle nach außen, die auch für uns gilt: weil erfolgreiche, sympathische Sportler das Bild konterkarieren können des skeptischen, abwartenden Deutschen, der erst einmal Sicherheit für alles haben will, bevor er etwas Neues angeht“.<br />
<em>Kritiker des extrem teueren und nur einer Elite zugute kommenden System des Spitzensports (bzw. Spritzensports) sind nach Bachs Darstellung also quasi automatisch erfolglos und unsympathisch? Und die Sportler nur dann sympathisch, wenn sie erfolgreich sind? In diesem System darf man offenkundig nicht verlieren…. </em></p>
<p><strong><em>- Bach und die Vorbildfunktion</em></strong><br />
„Dass Sportler eine Vorbildfunktion haben, meinen laut einer repräsentativen Umfrage 91 Prozent der Deutschen.“<br />
<em>Diese Umfrage wurde von der Deutschen Sporthilfe und der Deutschen Sporthochschule Köln durchgeführt: Wie üblich führt das Sportimperium seine Umfragen selbst durch, um genehme Ergebnisse zu erhalten (Vgl. Deutsche Sporthilfe: Für 93 % der jungen Deutschen sind Spitzensportler Vorbilder, 5.10.2011). Die nächste interessierende Frage wäre, wie viele Deutsche der Meinung sind, dass Sportler diese Vorbildfunktion nicht nur <strong>haben</strong>, sondern auch <strong>erfüllen</strong>.</em></p>
<p><strong><em>- Bach und die Bauern von Garmisch</em></strong><br />
„..heute wird der Meinung von Minderheiten mehr Gewicht gegeben. Die Individualinteressen spielen im Verhältnis zu den Gemeinschaftsinteressen eine viel größere Rolle, die eigenen Interessen werden oft als das Maß aller Dinge betrachtet, das zum Teil gar nicht mehr hinterfragt wird. Nehmen Sie nur den einen Grundstückseigentümer in Garmisch-Partenkirchen, der glaubte entscheiden zu können, ob München den Zuschlag für die Winterspiele erhält oder nicht. Und eine breite Öffentlichkeit ist ihm dabei aufgesessen.“<br />
<em>Soll das der Bach´sche Auftakt für eine neue Bewerbung Olympischer Winterspiele in München und Garmisch-Partenkirchen sein? Offenbar hat Bach nichts gelernt. Mit Arroganz, Ignoranz und falschen Aussagen will er offenbar wieder Stimmung gegen die Bauern in Garmisch machen.</em></p>
<p>Wir erinnern uns: Ein Grundeigentümer an der Kandahar in Garmisch hatte von Anfang an Forderungen, die ihm erst in letzter Minute vor der Olympiaentscheidung in Durban erfüllt wurden. Die Bewerbern feierten das als „Durchbruch“, &#8211; und verschwiegen zum wiederholten Mal, <strong>dass insgesamt 63 Grundeigentümer in Garmisch-Partenkirchen keine Grundstücke hergeben wollten. </strong></p>
<p>Der Anwalt dieser Grundeigentümer schrieb mehrfach &#8211; und zuletzt noch kurz vor der Entscheidung in Durban an die Bewerber: „Grundstücksverhandlungen in diesen 63 Fällen wurden nicht geführt, werden nicht geführt und werden auch zukünftig nicht geführt. Diese Flächen stehen definitiv für Olympia 2018 <strong>nicht zur Verfügung.“ </strong></p>
<p><strong>Siehe <a href="http://www.nolympia.de/2011/05/pm-von-rechtsanwalt-seitz/">Stellungnahme von Rechtsanwalt Seitz</a>. Bewusst wurde das ignoriert – und offenbar soll das so weitergehen.</strong></p>
<p><strong>Die sprachlichen Ausfälle fielen schon während der gesamten Bewerbungsphase unangenehm auf: </strong></p>
<p>Der Ex-Bewerbungschef <a rel="nofollow" title="Willy Bogner" href="../kritisches-olympisches-lexikon/bogner-willy/">Willy Bogner</a> hatte sich mehrfach abfällig über die Grundeigentümer und Bauern geäußert. Im <a rel="nofollow" title="Januar 2010" href="../chronologie/januar-2010/">Januar 2010</a> forderte er: „e<em>inzelne Bauern, die ihre hochsubventionierten Wiesen nicht an die olympischen Organisatoren verpachten wollten, ihrer Verantwortung für das Land gerecht (zu) werden</em>.“ (Bielicki, Jan, <em>München über den Wolken</em>, in: <span class="domtooltips" title="Süddeutsche Zeitung">SZ</span> 28.1.2010).</p>
<p>In <a rel="nofollow" title="Vancouver" href="../grunde-gegen-olympia-2018/vancouver/">Vancouver</a>, Februar 2010 wurde Bogner wieder zitiert. Diesmal griff er die Bauern aus Oberammergau, die sich um die Zukunft ihrer Landwirtschaft Sorgen machten: <em>“Winterspiele sind ein Ereignis von nationaler Bedeutung, die Staatsbürger sollten sich an die Zusagen, die die Volksvertreter einmal gemacht haben, halten.” </em>Der<em> Spiegel</em> kommentierte: “<em>Ein harter, drohender Satz</em>.” (Pfeil, Gerhard, <em>Weiße Krawatten</em>, in: Der Spiegel 8/22.2.2010)</p>
<p>Auch der Münchner <a rel="nofollow" title="OB Ude" href="../grunde-gegen-olympia-2018/landschafts-und-naturschutz/Ude%20http:/www.nolympia.de/kritisches-olympisches-lexikon/ude-christian/">OB Ude</a> beschimpfte Anfang <a rel="nofollow" title="Januar 2011" href="../chronologie/januar-2011/">Januar 2011</a> zum wiederholten Mal die Grundeigentümer: „Den von den Medien beschriebenen ‘Bauernaufstand’ gegen die Spiele gebe es nicht &#8230; Die Bauern, die ihr Geld mit der Landwirtschaft verdienten, seien für die Bewerbung. Probleme machten ‘vier, fünf, sechs Grundeigentümer, die etwas für sich herausschlagen wollen’. Diese Gruppe veranstalte ein ‘öffentliches Spektakel’, was einfach dadurch motiviert sei, dass sie ‘keinerlei Chancen auf Erfolg’ hätten” (Tögel, Ralf, Neujahrsgrüße an renitente Garmischer, in <span class="domtooltips" title="Süddeutsche Zeitung">SZ</span> 3.1.2011). Keinerlei Chancen auf Erfolg hatten dann aber Andere &#8211; wie Ude selbst.<br />
Vergleiche auch: <a href="http://www.nolympia.de/2010/07/spruche-des-tages-%E2%80%93-mitteilungen-an-die-burger-in-garmisch-partenkirchen/">Stimmen von München nach Garmisch</a></p>
<p>Gegen Imponiergehabe und Drohgebärden hilft der Film<em> <strong>“Die Bauern von Garmisch”</strong></em>:<em><strong></strong></em><br />
Am 2.10.2011 zeigte das Bayerische Fernsehen den Film “Die Bauern von Garmisch” von Ludwig Ott.<br />
Auf Youtube ist er in drei Teilen abrufbar:</p>
<p><strong>Teil 1: <a rel="nofollow" href="http://www.youtube.com/watch?v=fwhxW2dXSUo&amp;feature=related">http://www.youtube.com/watch?v=fwhxW2dXSUo&amp;feature=related</a></strong><br />
<strong>Teil 2: <a rel="nofollow" href="http://www.youtube.com/watch?v=1XyidW5cOs8&amp;feature=related">http://www.youtube.com/watch?v=1XyidW5cOs8&amp;feature=related</a></strong><br />
<strong>Teil 3: <a rel="nofollow" href="http://www.youtube.com/watch?v=tU1w7iYNE5k&amp;feature=related">http://www.youtube.com/watch?v=tU1w7iYNE5k&amp;feature=related</a></strong></p>
<p><strong>&nbsp;</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Was kostet die Olympische Sicherheit?</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Nov 2011 13:24:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Zängl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[16.11.2011
Die Kosten der Olympischen Sommerspiele in London 2012 stiegen von ursprünglich 2,4 Milliarden Pfund auf über 12,5 Milliarden Pfund im Jahr 2009: Das ist Faktor 5. Der derzeitige Kostenstand ist (noch) unbekannt.
Die bombastische &#8220;Kulturolympiade 2012&#8243; wird immense Summen kosten: Mittel, die der allgemeinen Kultur entzogen werden (Menden 5.11.2011).
Aber auch die Kosten für <a href="http://www.nolympia.de/2011/11/was-kostet-die-olympische-sicherheit/" class="read_more">... weiterlesen >></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>16.11.2011</p>
<p>Die Kosten der Olympischen Sommerspiele in London 2012 stiegen von ursprünglich 2,4 Milliarden Pfund auf über 12,5 Milliarden Pfund im Jahr 2009: Das ist <span style="font-weight: bold;">Faktor 5</span>. Der derzeitige Kostenstand ist (noch) unbekannt.<br />
Die bombastische &#8220;Kulturolympiade 2012&#8243; wird immense Summen kosten: Mittel, die der allgemeinen Kultur entzogen werden (Menden 5.11.2011).<br />
Aber auch die Kosten für die Olympische Sicherheit stiegen immens. Sie wurden zunächst auf 213 Millionen Pfund (etwa 250 Millionen Euro) geschätzt, später auf 600 Millionen Pfund (etwa 705 Millionen Euro). Doch nun reichte dem Organisationskomitee LOCOG die Zahl von 10.000 Sicherheitsleuten nicht mehr. Das LOCOG forderte noch 6000 Soldaten an: Allein diese Aufstockung kostet 100 Millionen Pfund. “Alles zusammen könnte die Veranstaltung auf über eine Milliarde Pfund (über 1175 Millionen Euro; W.Z.) steigen” (<span class="domtooltips" title="Süddeutsche Zeitung">SZ</span> 5.11.2011).<br />
Inzwischen sollen Boden-Luft-Raketen für die olympische Sicherheit sorgen. Das Sicherheitspersonal wurde Mitte November 2011 nochmals auf 21.000 Personen erhöht.<br />
Die USA bringen 1000 eigene Sicherheitsbeamte nach London mit, darunter 500 FBI-Agenten. Präsident  Obama will die Spiele besuchen. Der Guardian erinnerte in diesem Zusammenhang an den Besuch von Präsident George Bush im Jahr 2003, der die Stadt London offiziell über vier Millionen Pfund gekostet hat, obwohl Bush seine eigene bombensichere Limousine mitgebracht hatte. Der Guardian fragte in diesem Zusammenhang: &#8220;&#8230; wenn sie Hamburger essen und Cadillac fahren wollen und vom FBI bewacht werden möchten, sollten sie vielleicht besser zuhause bleiben&#8221;  (Guardian 14.11.2011; weltonline 14.11.2011; merkur-online 14.11.2011; <span class="domtooltips" title="Süddeutsche Zeitung">SZ</span> 15.11.2011).</p>
<p>Die Kosten für die Olympische <a rel="nofollow" title="Sicherheit" href="../grunde-gegen-olympia-2018/sicherheitsmassnahmen-gegen-burgerrechte/">Sicherheit</a> bei den Olympischen Winterspielen 2010 in <a rel="nofollow" title="Vancouver" href="../grunde-gegen-olympia-2018/vancouver/">Vancouver</a> wurde je nach Berechnung mit etwa 700 Millionen Kanadischen Dollar (rund 500 Millionen Euro) angegeben. Und was gab die Bewerbungsgesellschaft München 2018 an? <span style="font-weight: bold;">Ganze 33 Millionen Euro</span> – für die privaten Sicherheitskräfte in den Stadien. Denn Polizei, Grenzschutz und Militär “werden ja sowieso bezahlt”, so die offizielle Begründung der absurd niedrigen Summe.<br />
<span style="font-style: italic;"><br />
Auch aus diesem Grund können wir froh sein, dass </span><span style="font-style: italic;">München 2018</span><span style="font-style: italic;"> nicht stattfindet.</span></p>
<p>Die &#8211; offiziellen &#8211; Kosten für die Olympischen Winterspiele 2014 im russischen Sotschi liegen derzeit bei 30 Milliarden US-Dollar (umgerechnet 22 Milliarden Euro).<br />
<span style="font-style: italic;">Anstatt diese Riesensumme für drei Wochen Olympische Party rauszuwerfen, hätte man viele sinnvolle Projekte für die notleidende russischen Bevölkerung starten können!</span></p>
<p>Und in Rio de Janeiro wurde Mitte November 2011 das Slum Rocinha mit etwa 100.000 Bewohnern von 3000 Sicherheitskräften mit Hubschraubern und Panzern geräumt: aus Gründen der Sicherheit für die Fußball-<span class="domtooltips" title="Weltmeisterschaft">WM</span> 2014 und die Olympischen Sommerspiele 2016. Die Kosten??? (businessweek 14.11.2011, gamesbids 14.11.2011).</p>
<p>Vergleiche auch <a href="http://www.nolympia.de/2011/12/london-2012-olympische-militar-sommerspiele/">London 2012: Olympische Militär-Sommerspiele</a></p>
<p><span>Quellen:</span></p>
<p>Brasileiro, Adriana, Ragir, Alexander, Rio Police Seize Biggest Slum in Pre-Olympics Safety Drive, in <a href="http://www.businessweek.com">www.businessweek.com</a> 14.11.2011<br />
FBI soll US-Athleten  bei Olympia 2012 schützen, in welt.de 14.11.2011<br />
Gardham, Duncan, Military to help out with Olympic 2012 security, in The Telegraph 15.12.2011<br />
Menden, Alexander, Lasst alle Glocken läuten, in <span class="domtooltips" title="Süddeutsche Zeitung">SZ</span> 5.11.2011<br />
Olympia 2012: Boden-Luft-Raketen für Sicherheit in merkur-online.de 14.11.2011<br />
Olympische Winterspiele 2014: Kein Kostenanstieg, in <span class="domtooltips" title="Süddeutsche Zeitung">SZ</span> 15.9.2011<br />
Security Concerns &#8211; Rio 2016, Lomndon 2012, <a href="http://www.gamesbids.com">www.gamesbids.com</a> 14.11.2011<br />
Soldaten für Olympia, in <span class="domtooltips" title="Süddeutsche Zeitung">SZ</span> 5.11.2011<br />
USA will FBI schicken, in <span class="domtooltips" title="Süddeutsche Zeitung">SZ</span> 15.11.2011<br />
Williams, Richard, Homeland security should be foreign concept for London Olympics, in guardian.co.uk 14.11.2011</p>
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		<title>Ortsumgehung Garmisch-Partenkirchen:  Der Bau des Kramertunnel wird zum Desaster</title>
		<link>http://www.nolympia.de/2011/10/ortsumgehung-garmisch-partenkirchen-der-bau-des-kramertunnel-wird-zum-desaster/</link>
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		<pubDate>Tue, 25 Oct 2011 13:10:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>yw</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Oktober 2011, Dr. Andreas Keller
Der Kramertunnel in Garmisch: Ein Beispiel zu hastiger und deshalb schlampiger Planung wegen eines  Wintersport-Großereignisses &#8211; der WM 2011 &#8211; wird  zum Desaster – auch für Landschaft und Natur.
Die Trassenführung der Umfahrung von Garmisch ist deren Verknüpfung mit der Ski-WM 2011 zuzuschreiben. Sie wirkt sich schon jetzt katastophal für <a href="http://www.nolympia.de/2011/10/ortsumgehung-garmisch-partenkirchen-der-bau-des-kramertunnel-wird-zum-desaster/" class="read_more">... weiterlesen >></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Oktober 2011, Dr. Andreas Keller</p>
<p><strong>Der Kramertunnel in Garmisch: Ein Beispiel zu hastiger und deshalb schlampiger Planung wegen eines  Wintersport-Großereignisses &#8211; der <span class="domtooltips" title="Weltmeisterschaft">WM</span> 2011 &#8211; wird  zum Desaster – auch für Landschaft und Natur.</strong></p>
<p>Die Trassenführung der Umfahrung von Garmisch ist deren Verknüpfung mit der Ski-<span class="domtooltips" title="Weltmeisterschaft">WM</span> 2011 zuzuschreiben. Sie wirkt sich schon jetzt katastophal für Landschaft und Natur aus.</p>
<p>Unter dem selbst erzeugten extremen Zeitdruck – der <span class="domtooltips" title="Weltmeisterschaft">WM</span> 2011 &#8211; mussten für das Planungsverfahren einschlägige Gesetze, Verordnungen, Verwaltungsabläufe und offensichtlich auch geologische Untersuchungen in einem bedenklichen Maß strapaziert oder zum Teil sogar missachtet werden. Die Zeitvorgabe 2011 war Illusion und Vorwand. Man wollte ein schnelles Ergebnis &#8211; und schuf ein Desaster.</p>
<div id="attachment_4874" class="wp-caption aligncenter" style="width: 810px"><a href="http://www.nolympia.de/wp-content/uploads/20-0609abc.jpg"><img class="size-full wp-image-4874   " src="http://www.nolympia.de/wp-content/uploads/20-0609abc.jpg" alt="" width="800" height="534" /></a><p class="wp-caption-text">Ausbau Trasse zum Kramertunnel, Garmisch-Partenkirchen, 2010 / 2011  @goef/Axel Doering  </p></div>
<p style="text-align: left;">Nach den schon maximalen Landschaftszerstörungen im Süden der Trasse sind jetzt  irreparable Beschädigungen wertvoller Biotope im Norden zu befürchten.Inzwischen musste der Bau des Erkundungsstollen im nördlichen Bereich des Kramertunnels auf unabsehbare Zeit sogar eingestellt werden!</p>
<p>(siehe PDF-<a href="http://www.nolympia.de/wp-content/uploads/Presse-Kurzmitteilung.pdf">Presse-Kurzmitteilung</a> und PDF- <a href="http://www.nolympia.de/wp-content/uploads/Pressemitteilung-Langfassung1.pdf">Pressemitteilung Langfassung</a>).</p>
<p>Die vom Bund Naturschutz (<span class="domtooltips" title="Bund Naturschutz in Bayern">BN</span>) vorgeschlagene Alternativtrasse hätte auf der gesamten Länge des Tunnels keinerlei Lockerge­steinsstrecken mit hohen Grundwasserständen durchfahren &#8211; Hangquellen und Schmölzersee wären nicht gefährdet worden. Auch die Trassen, die durch intakte Wälder und wertvolle Naturflächen geschlagen wurde, wären mit dem Vorschlag des <span class="domtooltips" title="Bund Naturschutz in Bayern">BN</span> nicht notwendig geworden. Das Amt hat aber durch Falschdarstellungen beim Verwaltungsgericht er­reicht, dass der <span class="domtooltips" title="Bund Naturschutz in Bayern">BN</span>-Vorschlag wegen angeblicher Gefährdung von Naturschutzgütern und wegen an­geblich höherer Kosten zurückgewiesen wurde.</p>
<p>Um nicht wieder solche  „Notlösungen“ nur wegen eines kurzen Sportereignisses zu riskieren, war der <span class="domtooltips" title="Bund Naturschutz in Bayern">BN</span> auch gegen <em>die Verknüpfung</em> der im Loisachtal noch weiter geplanten Ortsumfahrungen mit den Olympischen Winterspielen 2018.</p>
<p>Vergleiche auch: <a rel="nofollow" href="http://www.sueddeutsche.de/L5h38Q/278438/Garmischer-Umfahrung-blockiert.html">Garmischer Umfahrung blockiert</a>; Tokarski, Janine, Kramertunnel: Bau mit Hindernissen, in merkur-online.de 3.11.2011</p>
<p>&nbsp;</p>
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